Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der nationalen Identität, wobei auch andere Identitätsformen genauer in Betracht gezogen werden. Der Einfluss der Globalisierung spielt hierbei eine zentrale Rolle, genau wie die soziale Akzeptanz, die seit kurzem einen wichtigen Faktor einnimmt, was die soziokulturellen Strukturen betrifft, die sich erst seit wenigen Jahrzehnten vestärkt in unserer Gesellschaft entwickeln.
Eine genaue Abgrenzung der ‚nationalen Identität‘ zu anderen Identitätsformen kann erst nach Begriffsbestimmung des Wortes ‚Identität‘ vorgenommen werden. Die Benutzung des Begriffes ‚Identität‘ löst allein in Abhängigkeit des Zusammenhangs unterschiedliche Assoziationen und Abwehrreaktionen bei den Adressaten aus. Dem Verständnis von Identität als „vollkommene Gleichheit“ (Identität: aus dem Lateinischen ‚idem‘ = <derselbe>) reihen sich, gerade in Forschungsgebieten wie der Psychologie, Anthropologie, Soziologie und dergleichen, spezifische Vorstellungen von ‚Identität‘ an.
Inhaltsverzeichnis
Das Konzept der nationalen Identität
Abgrenzung zu anderen Identitätsformen
Die Dimension des individuellen Bekenntnisses zur Nation
Nationale Identität mit sozialem Bezug
Nationale Identität und ethnische Pluralisierung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der nationalen Identität als eine spezielle Form der sozialen Identität, die durch individuelle Bekenntnisse und kollektive Kategorisierungsprozesse geprägt wird. Dabei wird analysiert, inwieweit nationale Identität unter dem Einfluss von Globalisierung und ethnischer Pluralisierung steht und welche Rolle sie bei der sozialen Integration spielt.
- Grundlagen und Definitionen des Identitätsbegriffs
- Differenzierung zwischen personaler, sozialer und kollektiver Identität
- Die subjektive Dimension des nationalen Bekenntnisses
- Nationale Identität im Kontext soziokultureller Diversität
- Herausforderungen durch Globalisierung und Integrationsfragen
Auszug aus dem Buch
Abgrenzung zu anderen Identitätsformen
Eine genaue Abgrenzung der ‚nationalen Identität‘ zu anderen Identitätsformen kann erst nach Begriffsbestimmung des Wortes ‚Identität‘ vorgenommen werden. Die Benutzung des Begriffes ‚Identität‘ löst allein in Abhängigkeit des Zusammenhangs unterschiedliche Assoziationen und Abwehrreaktionen bei den Adressaten aus. Dem Verständnis von Identität als „vollkommene Gleichheit“ (Identität: aus dem Lateinischen ‚idem‘ =
Die Leitgedanken für die Benutzung des Identitätsbegriffs wurden u. a. von George H. Mead in der Soziologie der Chicagoer Schule gelegt. Zum anderen beziehen sie sich auf Freuds Psychoanalyse und liegen somit weit zurück. Dies hat bisher zu einer Vielzahl von Definitionsversuchen geführt. Ricken definiert Identität folgendermaßen: „Unter Identität [...] versteht man die Antwort auf die Frage, als wer sich jemand selbst versteht und von anderen erkannt und anerkannt wird.“ 1 An dieser Stelle bezieht sich Ricken hauptsächlich auf die in der Person vorherrschenden Prozesse. Desweiteren formuliert er: „Die Beantwortung der Frage, als wer sich jemand selbst versteht, lässt sich weder von der sozialen Reaktion zu anderen noch der zeitlichen Relation zu sich selbst (Biographie) trennen und unterliegt stetem Wandel.“ 2 Ricken deutet mit seiner Aussage an, dass die eigene Identität immer zusätzlich von den Identitäten der sozialen Umgebung anhängig ist.
Zusammenfassung der Kapitel
Das Konzept der nationalen Identität: Dieses einleitende Kapitel legt die theoretischen Grundlagen des Identitätsbegriffs dar, indem es verschiedene soziologische und psychologische Perspektiven auf die Identitätsbildung gegenüberstellt.
Abgrenzung zu anderen Identitätsformen: Hier wird der Prozess der Identitätsfindung durch Inklusion und Exklusion sowie die Differenzierung zwischen personaler und sozialer Identität erörtert.
Die Dimension des individuellen Bekenntnisses zur Nation: Dieser Abschnitt beleuchtet, wie individuelle Überzeugungen, Sprache und kulturelle Traditionen das Gefühl der nationalen Zusammengehörigkeit maßgeblich beeinflussen.
Nationale Identität mit sozialem Bezug: Es wird analysiert, wie soziale Selbst- und Fremdkategorisierungsprozesse nationale Identität als eine Form sozialer Identität in das Selbstbild eines Individuums integrieren.
Nationale Identität und ethnische Pluralisierung: Das abschließende Kapitel untersucht die Auswirkungen der Globalisierung und der damit einhergehenden gesellschaftlichen Heterogenität auf das Konzept der nationalen Identität.
Schlüsselwörter
Nationale Identität, Identitätsbildung, soziale Identität, Kollektividentität, Bekenntnis zur Nation, ethnische Pluralisierung, Globalisierung, soziale Kategorisierung, Integration, Exklusion, kulturelle Identität, Selbstkonzept, interethnische Beziehungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und dem Verständnis nationaler Identität als Bestandteil der menschlichen Identitätsentwicklung innerhalb moderner, zunehmend globalisierter Gesellschaften.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentral sind die Abgrenzung von Identitätsbegriffen, das Zusammenspiel zwischen individuellem Bekenntnis und kollektiver Zugehörigkeit sowie die Dynamik von Integration und Exklusion im nationalen Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Konstruktcharakter nationaler Identität zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie sie durch soziale Prozesse, Sprache und kulturelle Faktoren geformt und stetig neu verhandelt wird.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Die Arbeit folgt einem theoretisch-analytischen Ansatz, der auf der Auswertung sozialwissenschaftlicher Fachliteratur und psychologischer Identitätstheorien basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der persönlichen Identitätsdimensionen, die Rolle des sozialen Umfelds und die Auswirkungen soziokultureller Veränderungen durch Globalisierung auf das nationale Selbstverständnis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nationale Identität, Kollektividentität, soziale Kategorisierung, Integration, Globalisierung und kulturelle Identität charakterisiert.
Wie unterscheidet sich personale von sozialer Identität laut der Autorin?
Die personale Identität bezieht sich auf individuelle Eigenschaften und die Einmaligkeit einer Person, während die soziale Identität aus dem Zugehörigkeitsgefühl zu Kollektiven und den damit verbundenen sozialen Rollen erwächst.
Warum spielt Kommunikation eine zentrale Rolle bei der Identitätsbildung?
Kommunikation ist notwendig, um geteilte objektive Gemeinsamkeiten innerhalb einer Gruppe zu vermitteln und ein stetig sich neu bildendes Identitätsverständnis zu ermöglichen.
Welche Rolle spielt die Sprache bei der Ausbildung nationaler Identität?
Die Sprache wird als einer der entscheidendsten völkerbildenden Faktoren hervorgehoben, der einen maßgeblichen Einfluss auf das Gefühl der nationalen Verbundenheit nimmt.
Wie wird das Spannungsfeld zwischen Globalisierung und nationaler Identität bewertet?
Die Globalisierung wird einerseits als Bedrohung für nationale Identität wahrgenommen, kann andererseits jedoch als Chance für die Entwicklung einer offeneren, auf Akzeptanz basierenden gesellschaftlichen Heterogenität betrachtet werden.
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- Doreen Singer (Author), 2017, Nationale Identität als einzigartige Identitätsform, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366108