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Evolutionstheorie versus Schöpfungsbericht

Title: Evolutionstheorie versus Schöpfungsbericht

Seminar Paper , 2003 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Katharina Korff (Author)

Theology - Systematic Theology
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[...] Die so genannte Urgeschichte am Anfang der Bibel hat ihre Faszination nicht verloren und auch an Aktualität nicht eingebüßt. Auch heute noch sind viele Millionen Menschen auf der ganzen Erde davon überzeugt, dass jedes Wort „ihrer Bibel“ das inspirierte Wort Gottes ist. Die Bibel sei in jedem Punkt buchstäblich wahr und es gibt in ihr keine Irrtümer und Widersprüche. Jedoch ist zweifellos vielen Bibellesern nicht klar, dass auch eine autorisierte Textfassung nur eine von vielen Übersetzungen ist, die sie in den Händen halten. Sie glauben vielmehr, dass jedes Wort „ihrer“ Bibel offenbart und daher unfehlbar ist.1 Auch Werner Gitt verdeutlicht eine solche Einstellung. Er verfasste zahlreiche Publikationen zu dem Thema: Wunder der Bibel versus Naturgesetze. Auf den Abschnitt: „Die Bibel: die einzige verbindliche Informationsquelle für Herkunftsfragen“ seines Buches „Das Fundament“ möchte ich im Folgenden Kapitel näher eingehen. Durch den Titel von Gitt´s Buch inspiriert, wird im dritten Kapitel das Thema Fundamentalismus im Hinblick auf die Kreationisten näher beleuchtet. Dadurch wird aber auch immer deutlicher, dass der Streit um die Bibel, vor allem aber um dieses erste Buch der Bibel also noch lange nicht ausgestanden ist. Radikale Vertreter der Evolutionstheorie bezeichnen heute wieder den Glauben an Gott den Schöpfer als Wunschdenken. Die biologische Evolution zum Beispiel, die Lehre von der Entwicklung der Mannigfaltigkeit der Lebensformen auf der Erde, wird im Prinzip von allen Naturwissenschaftlern akzeptiert. Es wird zwar immer wieder Debatten über Details der Entwicklungsmechanismen geben, die Tatsache der Evolution als solche ist aber unbestritten.2 Die Gegenposition der Schöpfungsvertreter erhebt jedoch auch lautstark den Ruf nach einer biblisch bestimmten Alternative zur Evolutionstheorie. Bei vielen Menschen löst diese Theorie jedoch starken emotionellen Widerstand aus, obwohl sie wenig oder nichts über die Beweisführung oder das logische Grundprinzip wissen. Es genügen ihnen die Aussagen der Bibel, weiteres Hinterfragen wäre hier unnötig. Was aber sagt die Bibel wirklich, und welches sind die Erkenntnisse der Wissenschaft? In welchen Punkten stimmen sie überein, in welchen widersprechen sie sich? Das soll das Thema dieser Seminararbeit sein. 1 vgl. Asimov, Isaac: Genesis. Schöpfungsbericht und Urzeit im Widerstreit von Wissenschaft und Offenbarung, S. 6 2 vgl. Schwarz, Hans: Die biblische Urgeschichte, S. 9

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Werner Gitt: Das Fundament

2.1 Zum Schöpfungsbericht

2.2 Was ist der Schöpfungsbericht der Bibel

2.3 Naturwissenschaftliche Aussagen

2.4 Glaubensaussagen im Schöpfungsbericht

2.5 Muss man als Christ die Evolutionslehre ablehnen?

2.5.1 Liberale, bibelkritische Auffassung

2.5.2 Schrifttreue Auffassung

2.6 Was können wir tun?

3. Religiöser Fundamentalismus

4. Evolutionstheorie versus Schöpfungsbericht

5. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der wissenschaftlichen Evolutionstheorie und dem biblischen Schöpfungsbericht. Ziel ist es, die Positionen des fundamentalistischen Schöpfungsverständnisses, repräsentiert durch Werner Gitt, kritisch zu beleuchten und Möglichkeiten für einen Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaft auszuloten.

  • Analyse des kreationistischen Fundaments nach Werner Gitt
  • Gegenüberstellung von Schöpfungsglaube und Evolutionsbiologie
  • Definition und historische Einordnung des religiösen Fundamentalismus
  • Methodologische Reflexion von Wissenschaft und Theologie als komplementäre Wissensbereiche

Auszug aus dem Buch

4. Evolutionstheorie versus Schöpfungsbericht

Woher kommt diese Welt? Eine Frage, die die Menschen seit langer Zeit bewegt. Wie entstanden Sonne und Mond, Himmel und Erde, oder woher kommen Flüsse, Berge und Täler? Inzwischen haben wir gelernt, vieles auf die natürliche Art und Weise zu erklären. Doch was ist der Ursprung aller Dinge?

Wie auch Werner Gitt schon erklärte, gaben zunächst Mythen und Göttererzählungen die Antwort. Doch mit den alten Religionen versanken auch hier Vorstellungen von der Entstehung der Welt. Im christlichen Kulturkreis beherrschte der Schöpfungsbericht auf den ersten Seiten der Bibel durch viele Jahrhunderte hinweg die Menschheit, doch plötzlich regte sich Widerspruch.

Ab dem 18. Jahrhundert kam die Ära der Aufklärung, die Wissenschaft setzte ihre stürmische Entwicklung im 19. Jahrhundert fort; dabei konnte nur noch gelten, was vor den Naturgesetzen bestehen konnte. Hierbei war, wie oben schon angemerkt, Darwin ein starker Vertreter der Lehre von der Abstammung des Menschen aus dem Tierreich. Gerade im 20. Jahrhundert gewann die Naturwissenschaft immer mehr an Bedeutung; die Atomphysik drang tief in die Geheimnisse der Materie ein und die Astrophysik lieferte bedeutungsvolle Beiträge zum Problem der Weltentstehung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die anhaltende Debatte zwischen dem biblischen Schöpfungsglauben und der Evolutionstheorie ein.

2. Werner Gitt: Das Fundament: Das Kapitel analysiert Gitts Ansatz, der die Bibel als unfehlbares Fundament betrachtet und den Schöpfungsbericht als historische und naturwissenschaftliche Wahrheit gegen evolutionäre Lehren verteidigt.

3. Religiöser Fundamentalismus: Es wird die historische und psychologische Genese des Fundamentalismus erläutert, der als Reaktion auf die Moderne Sicherheit in buchstäblichen Interpretationen sucht.

4. Evolutionstheorie versus Schöpfungsbericht: Dieses Kapitel vergleicht die methodischen Ansätze von Naturwissenschaft und Theologie und plädiert für ein Verständnis ihrer Komplementarität statt eines absoluten Gegeneinanders.

5. Resümee: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass eine rein naturwissenschaftliche Widerlegung des Schöpfungsglaubens am Kern der religiösen Existenzfrage vorbeigeht und fordert einen Dialog, der den Schöpfungsbericht nicht als Naturkundebuch missversteht.

Schlüsselwörter

Evolutionstheorie, Schöpfungsbericht, Werner Gitt, Fundamentalismus, Kreationismus, Theologie, Naturwissenschaft, Dialog, Bibel, Urgeschichte, Weltentstehung, Glaube, Moderne, Vernunft, Wissenschaftsverständnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theologischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung zwischen der Evolutionstheorie und dem Schöpfungsbericht der Bibel, insbesondere aus der Sicht des christlichen Fundamentalismus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig das Verständnis von Schöpfung, die Kritik an evolutionären Modellen, die soziologische Definition des Fundamentalismus und die methodologische Abgrenzung zwischen Glaubensaussagen und naturwissenschaftlicher Beweisführung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Argumentationsmuster von Werner Gitt kritisch einzuordnen und zu prüfen, inwieweit ein moderner Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaft möglich ist, ohne wissenschaftliche Fakten zu ignorieren oder den theologischen Gehalt der Schrift preiszugeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematisch-theologische Seminararbeit, die auf einer Literaturanalyse beruht, um die verschiedenen Positionen zu systematisieren und in ein dialogisches Verhältnis zueinander zu setzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Publikation "Das Fundament" von Werner Gitt, definiert den Begriff des religiösen Fundamentalismus und stellt die Erkenntnisse der Naturwissenschaft in Kontrast zu traditionellen Auslegungen der Schöpfungsgeschichte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Evolutionstheorie, Schöpfungsglaube, Fundamentalismus, Werner Gitt, Bibelauslegung und der Dialog zwischen den Disziplinen.

Welche Bedeutung misst Werner Gitt dem Schöpfungsbericht bei?

Werner Gitt betrachtet den Schöpfungsbericht als unfehlbares Fundament aller biblischen Schriften und verlangt eine buchstäbliche Auslegung, da andernfalls das christliche Glaubensverständnis an Autorität verliere.

Warum ist die Abgrenzung zur Aufklärung laut Autorin wichtig?

Die Autorin hebt hervor, dass die Aufklärung die Naturwissenschaft in den Vordergrund rückte und den Menschen vor die Herausforderung stellte, den Glauben an einen Schöpfergott angesichts neuer Erkenntnisse zur Weltentstehung neu zu reflektieren.

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Details

Title
Evolutionstheorie versus Schöpfungsbericht
College
University of Paderborn  (Fakultät für Kulturwissenschaften/ kath. Theologie)
Course
Grundkurs Systematische Theologie
Grade
1,7
Author
Katharina Korff (Author)
Publication Year
2003
Pages
21
Catalog Number
V36625
ISBN (eBook)
9783638361965
Language
German
Tags
Evolutionstheorie Schöpfungsbericht Grundkurs Systematische Theologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Korff (Author), 2003, Evolutionstheorie versus Schöpfungsbericht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36625
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