Die folgende Arbeit befasst sich mit der Versorgung von Patienten mit Delir und insbesondere mit der Frage, ob das Einbeziehen der Angehörigen einer erkrankten Person sich positiv auf den Patienten auswirken kann.
Das Delir mit seinen hyper- und hypoaktiven Phasen ist ein häufiges Phänomen auf der Intensivstation mit zeitlichem und personellem Mehraufwand. Es besteht die Gefahr eines potenziellen Patientenschadens aufgrund Agitiertheit, Aggressivität und selbstgefährdender Tendenzen durch kontraindiziertes, selbstständiges Verlassen des Bettes mit Sturzgefahr bis hin zu dem für den Patienten gefährlichen, eigenständigen Entfernen wichtiger Drainagen und Zugängen zu Venen und Arterien. Diese Gefahren drohen auch häufig Patienten mit der überwiegend hypoaktiven Form des Delirs. Ihnen wird aufgrund schlafbetonter Konstitution meist weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Die Folge können freiheitsentziehende Maßnahmen pharmakologischer und mechanischer Art mit den für die Beteiligten normativen, kognitiven und affektiven Dissonanzen sein.
Inhaltsverzeichnis
1. Beschreiben Sie Ihre Beobachtung der eigenen klinischen Arbeitspraxis, die Sie zur Bearbeitung des Projekts angeregt hat
2. Leiten Sie aus Ihrer Beobachtung eine erste heuristische Hypothese ab
3. Leiten Sie aus Ihrer Hypothese die Fragestellungen ab, zu denen Sie in der Literatur systematisch recherchieren wollen
4. Überlegen Sie bitte, in welchen Datenbanken Sie Antworten auf Ihre Fragen finden könnten
5. Formulieren Sie bitte die Suchbegriffe unter denen Sie in den Datenbanken recherchieren könnten
6. Literaturrecherche
6.1 Methodisches Vorgehen und Auswahl Datenbanken
6.2 Suchstrategien / Festlegung der Suchbegriffe
6.3 Ein- Ausschlusskriterien
6.3.1 Filtereinstellungen
6.3.2 Evidenz - Beurteilung
6.3.3 Ergebnisdarstellung des Suchprozesses
6.4 Recherche AWMF
6.4.1 Rechercheergebnisse AWMF
6.4.2 Rechercheergebnisbewertung AWMF
6.4.3 Vorstellung einbezogener Ergebnisse AWMF
6.5 Recherche OPAC Bibliothekskatalog
6.5.1 Rechercheergebnisse OPAC
6.5.2 Ergebnisbewertung OPAC
6.5.3 Vorstellung einbezogener Ergebnisse OPAC
6.6 Recherche PubMed
6.6.1 Rechercheergebnisse PubMed
6.6.2 Ergebnisbewertung PubMed
6.6.3 Vorstellung einbezogener Ergebnisse PubMed
6.7 Handrecherche
6.7.1 Vorstellung einbezogener Ergebnisse Handrecherche
7. Formulieren Sie nun Ihre literaturbasierte Forschungs- und Entwicklungsfrage als Basis ihres Projektes
8. Legen Sie aufgrund ihrer Literaturanalyse die Instrumente und Methoden fest, die Sie im Projekt anwenden wollen
Eingeschlossene Literatur für die inhaltliche Projektarbeit
Ausgeschlossene Literatur
9. Erstellung des Projekt-Layouts
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Konzepts zur Einbindung von Angehörigen in die Versorgung von Patienten mit Delir auf der Intensivstation, um die Genesung zu fördern, Sicherheit zu gewährleisten und die Patientenbelastung zu reduzieren. Die zentrale Forschungsfrage ist, inwiefern der Einbezug von Angehörigen die Delir-Therapie und die Patientenergebnisse positiv beeinflussen kann.
- Analyse der klinischen Auswirkungen und Risiken eines Delirs bei Intensivpatienten.
- Systematische Literaturrecherche zu nichtpharmakologischen Interventionsmöglichkeiten.
- Entwicklung evidenzbasierter Maßnahmen, wie die Erstellung einer Informationsbroschüre für Angehörige.
- Festlegung von Prozessindikatoren zur Implementierung und Erfolgskontrolle des Angehörigeneinbezugs.
Auszug aus dem Buch
6.5.3 Vorstellung einbezogener Ergebnisse OPAC
Die Autoren Wesch et al. (2013) stellen eine systematische Literaturübersicht zum Thema Nutzung von Ressourcen Angehöriger unter Einbezug qualitativer und deskriptiver Studien. Sie empfehlen ausdrücklich den Förderungsbedarf dieser unterstützenden Rolle. Vorausgesetzt, Pflegende sind im Umgang mit Angehörigen geschult und trainiert, können im wechselseitigen Einfluss Angehörige für Patienten mit Delir einen wertvollen Beitrag zur Orientierung und Sicherheit leisten. Darüber hinaus geben sie Hilfestellung mit ihrer Anwesenheit. Da die Angehörigen sich in einem Zustand der Krise befinden, benötigen sie Beistand und Information. Das erarbeitete Konzept für die Praxis zum Einbezug der Angehörigen während des Versorgungsprozesses von Patienten beinhaltet konkrete Umsetzungsbeispiele innerhalb der betreffenden Bereiche inklusive empfohlener Maßnahmen Als Beispiel wird hier eine Angehörigenbroschüre zu deren Information und als Leitfaden in der praktischen Ausübung genannt. Sowohl die Gewährleistung von Patientensicherheit, als auch Prävention und Behandlung des Delirs können mit dieser Intervention optimiert werden13. Die Literatur wird mit dem Evidenzgrad 3 bewertet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Beschreiben Sie Ihre Beobachtung der eigenen klinischen Arbeitspraxis, die Sie zur Bearbeitung des Projekts angeregt hat: Das Kapitel beschreibt das Delir als häufiges, belastendes Phänomen auf Intensivstationen, das oft zu freiheitsentziehenden Maßnahmen führt und die Notwendigkeit einer menschlichen Präsenz unterstreicht.
2. Leiten Sie aus Ihrer Beobachtung eine erste heuristische Hypothese ab: Hier wird die Arbeitshypothese formuliert, dass der Einbezug von Angehörigen Patienten bei der Genesung von einem Delir unterstützen kann.
3. Leiten Sie aus Ihrer Hypothese die Fragestellungen ab, zu denen Sie in der Literatur systematisch recherchieren wollen: Dieses Kapitel spezifiziert die Fragestellung darauf, ob der Einbezug von Angehörigen Endpunkte der Delir-Therapie auf der Intensivstation beeinflussen kann.
4. Überlegen Sie bitte, in welchen Datenbanken Sie Antworten auf Ihre Fragen finden könnten: Es werden relevante Quellen wie die AWMF-Leitlinien sowie die Datenbank PubMed für die systematische Literatursuche identifiziert.
5. Formulieren Sie bitte die Suchbegriffe unter denen Sie in den Datenbanken recherchieren könnten: Festlegung der Suchbegriffe für verschiedene Datenbanken, um eine gezielte Literaturrecherche zum Delirmanagement und Angehörigeneinbezug zu ermöglichen.
6. Literaturrecherche: Dieser umfangreiche Teil dokumentiert das methodische Vorgehen, die Ein- und Ausschlusskriterien sowie die detaillierte Auswertung der Ergebnisse aus AWMF, OPAC und PubMed.
7. Formulieren Sie nun Ihre literaturbasierte Forschungs- und Entwicklungsfrage als Basis ihres Projektes: Basierend auf der Recherche wird das Projektziel konkretisiert: Die Nutzung der Angehörigen als Ressource durch eine Informationsbroschüre soll die Sicherheit und Reorientierung der Patienten verbessern.
8. Legen Sie aufgrund ihrer Literaturanalyse die Instrumente und Methoden fest, die Sie im Projekt anwenden wollen: Definition der konkreten Maßnahmen, inklusive der Entwicklung einer Angehörigenbroschüre und der Schulung des Personals.
9. Erstellung des Projekt-Layouts: Dieses Kapitel dient als umfassende Projektplanung inklusive Hintergrund, Zielsetzungen, Zeitplan, Budgetkalkulation und Risikoanalyse.
Schlüsselwörter
Delir, Intensivstation, Angehörigeneinbezug, Delirmanagement, Patientensicherheit, nichtpharmakologische Maßnahmen, Angehörigenbroschüre, Stressbewältigung, Resilienz, Prozessmanagement, Leitlinien, interdisziplinäre Versorgung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung eines strukturierten Konzepts zur Einbindung von Angehörigen in die pflegerische Versorgung von Delir-Patienten auf der Intensivstation.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind Delirmanagement, Angehörigenarbeit, Patientensicherheit sowie die Implementierung evidenzbasierter nichtpharmakologischer Maßnahmen im Klinikalltag.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, durch die gezielte Einbindung von Angehörigen und die Bereitstellung von Informationsmaterial die Delir-Symptomatik zu lindern und die Genesung der Patienten zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?
Die Autorin nutzt eine systematische Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanken (AWMF, OPAC, PubMed) sowie eine Handrecherche, um den Stand der Forschung zu evaluieren und daraus ein praktisches Projektkonzept abzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Dokumentation der Literaturrecherche, die Synthese der Studienergebnisse und die anschließende Ausarbeitung eines detaillierten Projekt-Layouts zur Implementierung der Maßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind Delirmanagement, Angehörigeneinbezug, Intensivmedizin, Patientensicherheit, nichtpharmakologische Interventionen und Prozessmanagement.
Warum wird die Erstellung einer Informationsbroschüre für Angehörige empfohlen?
Die Literatur belegt, dass Angehörige in einer Krise Beistand und Anleitung benötigen; eine Broschüre dient dabei als Handlungsleitfaden zur Kommunikation und psychischen Unterstützung, was nachweislich das Wohlbefinden der Patienten steigert.
Wie wurde die Arbeitsverdichtung durch das Projekt kalkuliert?
Die Arbeitsverdichtung wurde durch eine detaillierte Erhebung der benötigten Stunden für Schulungen, Teamsitzungen und Dokumentationsaufgaben berechnet, um sicherzustellen, dass das Projekt im Stationsalltag realisierbar bleibt.
- Arbeit zitieren
- Stefanie Federhen (Autor:in), 2016, Einbezug von Angehörigen in die Versorgung von Patienten mit Delir auf der Intensivstation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366360