Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics - Business economics, Economic Pedagogy

Die Logik des Misslingens

Title: Die Logik des Misslingens

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tanja Lorenz (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Zusammenhänge und Wechselwirkungen in und zwischen den unterschiedlichen Lebensbereichen sind im Verlauf der letzten Jahrzehnte zunehmend komplexer geworden. In welchen Realitätsbereich man auch immer blickt, sei es in den privaten, beruflichen oder politischen, die thematischen und organisatorischen Zusammenhänge sind auf jedem Gebiet überdimensional angestiegen. In früheren Zeiten konnten Handlungen noch weitgehend ad hoc ausgeführt werden, ohne dass man sich Gedanken über weitreichende Auswirkungen auf andere Realitätsbereiche machen musste, da die unterschiedlichen Lebensbereiche damals noch mehr voneinander getrennt waren. In diesem komplexen System der Vernetzungen gilt es täglich für jedes Individuum, möglichst adäquate, der jeweiligen Situation angemessene Entscheidungen zu treffen. Diese Vernetzungen zu überblicken ist vielen Individuen oftmals kaum möglich, und viele fühlen sich mit einer Situation überfordert, sobald es gilt, komplexe Problemstellungen zu bewältigen. „Die Fähigkeit zur erfolgreichen Bewältigung von Komplexität gewinnt daher (...) immer mehr an Bedeutung“ (Pankratz 1999, S. 4). Aus diesem Grund beschäftigt sich diese Arbeit mit der Thematik, warum die meisten Menschen den Vernetzungen der einzelnen Realitätsbereiche bei der Entscheidungsfindung nicht gewachsen sind und warum Entscheidungen dadurch allzu häufig durch Misserfolg gekennzeichnet sind. Des weiteren wird der Frage nachgegangen, ob ein Misslingen bei der Bearbeitung vielschichtiger Problemstellungen tatsächlich aufgrund von Komplexität des jeweiligen Systems vorprogrammiert ist. Als Grundlage dieser Arbeit dient hauptsächlich das gleichnamige Werk von Dietrich Dörner „Die Logik des Misslingens“ aus dem Jahr 1989. In seinen Ausführungen stellt Dörner die beiden Versuche „Tanaland“ und „Lohhausen“ vor, während derer er aufzeigen konnte, dass und wo bei Entscheidungspersonen die Defizite in komplexen Handlungssituationen liegen. Diese Arbeit zielt zwar darauf, genau diese Schwierigkeiten aufzuzeigen und zu diskutieren, jedoch werden im Folgenden einzelne Fehlentscheidungen der Versuchspersonen nicht explizit vorgestellt, da dies den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. In Kapitel 2.1 wird der Begriff der Komplexität definiert, da dies das zentrale Element bei vielschichtigen Problemlösungen darstellt und im Punkt 2.2 werden die Merkmale komplexer Handlungssituationen erläutert. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung und Vorgehensweise

2. Komplexität – das Kennzeichen vieler Problemstellungen

2.1 Begriffsbestimmung Komplexität

2.2 Merkmale komplexer Handlungssituationen

2.3 Anforderungen komplexer Problemstellungen an den Problemlöser

3. Die Stationen des Planens und Handelns bei der Problemlösung

3.1 Allgemein

3.2 Zielbestimmung und -ausarbeitung

3.3 Informationssammlung, Modellbildung und Extrapolation

3.4 Planung, Entscheidung und Effektkontrolle

4. Hintergründe für Erfolg und Misserfolg beim Problemlösen

4.1 Computersimulierte Handlungssituationen

4.2 Der Unterschied zwischen guten und schlechten Problemlösern

4.3 Typische Probleme und Fehler beim Umgang mit komplexen Systemen

4.4 Ursachen für misslungene Problemlösungen

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und kognitiven Ursachen, warum Menschen bei der Bewältigung komplexer Problemstellungen häufig scheitern. Ziel ist es, auf Basis der Forschungsergebnisse von Dietrich Dörner die Mechanismen des "logischen Misslingens" zu analysieren und aufzuzeigen, welche typischen Denkfehler und Verhaltensmuster Entscheidungsprozesse in vernetzten Systemen behindern.

  • Psychologische Grundlagen komplexer Handlungssituationen
  • Prozessmodelle des Planens und Entscheidens
  • Identifikation spezifischer Fehlerquellen bei der Problemlösung
  • Differenzierung zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Problemlösern
  • Strategien zur Vermeidung von Fehlentscheidungen in vernetzten Systemen

Auszug aus dem Buch

1. Fragestellung und Vorgehensweise

Die Zusammenhänge und Wechselwirkungen in und zwischen den unterschiedlichen Lebensbereichen sind im Verlauf der letzten Jahrzehnte zunehmend komplexer geworden. In welchen Realitätsbereich man auch immer blickt, sei es in den privaten, beruflichen oder politischen, die thematischen und organisatorischen Zusammenhänge sind auf jedem Gebiet überdimensional angestiegen. In früheren Zeiten konnten Handlungen noch weitgehend ad hoc ausgeführt werden, ohne dass man sich Gedanken über weitreichende Auswirkungen auf andere Realitätsbereiche machen musste, da die unterschiedlichen Lebensbereiche damals noch mehr voneinander getrennt waren.

In diesem komplexen System der Vernetzungen gilt es täglich für jedes Individuum, möglichst adäquate, der jeweiligen Situation angemessene Entscheidungen zu treffen. Diese Vernetzungen zu überblicken ist vielen Individuen oftmals kaum möglich, und viele fühlen sich mit einer Situation überfordert, sobald es gilt, komplexe Problemstellungen zu bewältigen. „Die Fähigkeit zur erfolgreichen Bewältigung von Komplexität gewinnt daher (...) immer mehr an Bedeutung“ (Pankratz 1999, S. 4).

Aus diesem Grund beschäftigt sich diese Arbeit mit der Thematik, warum die meisten Menschen den Vernetzungen der einzelnen Realitätsbereiche bei der Entscheidungsfindung nicht gewachsen sind und warum Entscheidungen dadurch allzu häufig durch Misserfolg gekennzeichnet sind. Des weiteren wird der Frage nachgegangen, ob ein Misslingen bei der Bearbeitung vielschichtiger Problemstellungen tatsächlich aufgrund von Komplexität des jeweiligen Systems vorprogrammiert ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung und Vorgehensweise: Einführung in die Thematik der zunehmenden Komplexität in Lebensbereichen und Erläuterung der Zielsetzung der Arbeit auf Basis von Dietrich Dörners Forschung.

2. Komplexität – das Kennzeichen vieler Problemstellungen: Definition des Begriffs Komplexität sowie Identifikation der spezifischen Merkmale, die komplexe Handlungssituationen für den Akteur herausfordernd machen.

3. Die Stationen des Planens und Handelns bei der Problemlösung: Detaillierte Darstellung des phasengerechten Problemlösungsprozesses, von der Zielbildung bis hin zur Effektkontrolle.

4. Hintergründe für Erfolg und Misserfolg beim Problemlösen: Analyse der Ursachen für Fehlentscheidungen anhand von Simulationsstudien und Gegenüberstellung von erfolgreichen und ineffektiven Problemlösern.

5. Schlussbemerkung: Resümee über die Möglichkeiten zur Überwindung der Komplexitätsangst und Aufruf zu einem systemorientierten, bewussten Handeln.

Schlüsselwörter

Komplexität, Problemlösung, Vernetztes Denken, Entscheidungsprozess, Dietrich Dörner, Tanaland, Lohhausen, Systemverhalten, Kausalgefüge, Fehlentscheidungen, Handlungsplanung, Effektkontrolle, Mentale Modelle, Zielpräzisierung, Intransparenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, warum Menschen in komplexen, vernetzten Systemen häufig Entscheidungen treffen, die zu Misserfolgen führen, und wie diese "Logik des Misslingens" psychologisch zu erklären ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Merkmale komplexer Situationen, die Phasen des Planens und Entscheidens sowie die kognitiven Defizite, die bei der Auseinandersetzung mit solchen Systemen auftreten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Schwierigkeiten bei der Handhabung komplexer Probleme aufzuzeigen und die Verhaltensmuster zu identifizieren, die den Erfolg oder Misserfolg von Problemlösern determinieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Systemtheorie und der kognitiven Psychologie, insbesondere auf die Simulationsstudien "Tanaland" und "Lohhausen" von Dietrich Dörner.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Stationen des Problemlösungsprozesses und vergleicht die Verhaltensweisen von guten und schlechten Problemlösern, um typische Fehler wie die Nichtbeachtung von Nebenwirkungen zu beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Komplexität, vernetztes Denken, Entscheidungsfindung, Systemverhalten, Kausalzusammenhänge und das Reparaturdienstprinzip.

Was genau bedeutet das "Reparaturdienstprinzip"?

Es beschreibt das Verhalten von Akteuren, die lediglich akute, offensichtliche Missstände durch ad-hoc Maßnahmen zu beheben versuchen, anstatt sich mit den komplexen, tieferliegenden Ursachen eines Problems auseinanderzusetzen.

Warum spielt die "Selbstreflexion" eine so wichtige Rolle?

Selbstreflexion ist entscheidend, um den eigenen Erfolg oder Misserfolg bei der Handhabung eines Systems kritisch zu bewerten und einer "Kompetenzillusion" entgegenzuwirken, die ansonsten zu autoritärem oder unkontrolliertem Handeln führt.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Die Logik des Misslingens
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
2,0
Author
Tanja Lorenz (Author)
Publication Year
2003
Pages
24
Catalog Number
V36642
ISBN (eBook)
9783638362054
Language
German
Tags
Logik Misslingens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Lorenz (Author), 2003, Die Logik des Misslingens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36642
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint