Aufgrund der Globalisierung sind die Finanz-, Waren- und Dienstleistungsmärkte in den vergangenen Jahrzehnten weltweit immer mehr zusammengewachsen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen Unternehmen dem globalen Konkurrenz- und Kostendruck mit marktwirtschaftlichen Mitteln entgegen treten. Vor diesem Hintergrund wurde Mitte des 20. Jahrhunderts die flexible Plankostenrechnung in die europäische Kostenrechnung eingeführt. Sie soll Kosten prognostizieren, um so ein effektiveres wirtschaftliches Handeln zu ermöglichen. Im Rahmen dieser Seminararbeit wird in den Abschnitten 2. und 3. zunächst ein Überblick über die Plankostenrechnung und deren Entwicklung von der Ist- Kostenrechnung bis zur flexiblen Plankostenrechnung gegeben. Die Darstellung der verschiedenen Systeme der flexiblen Plankostenrechnung erfolgt in Abschnitt 4., bevor in Abschnitt 5. ein abschließender Vergleich der Plankostensysteme vorgenommen wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Plankostenrechnung
2.1. Definition
2.2. Merkmale
2.3. Entwicklung der Plankostenrechnung
2.4. Planung der Kosten
2.5. Aufgaben der Plankostenrechnung
3. Überblick über die starre Plankostenrechnung
3.1. Berechnung der verrechneten Plankosten
3.2. Abweichung
3.3. Beurteilung
4. Die flexible Plankostenrechnung
4.1. Auflösung
4.2. Die Grenzplankostenrechnung
4.2.1. Berechnung
4.2.2. Abweichungen
4.2.3. Beurteilung
4.3. Die flexible Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis
4.3.1. Berechnung der Sollkostenfunktion
4.3.2. Abweichungen
4.3.3. Beurteilung
5. Vergleich der Plankostensysteme
6. Schlussbemerkung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Grundlagen und die methodische Vorgehensweise der flexiblen Plankostenrechnung zu erläutern und ihre Eignung zur effizienten Kostenkontrolle im Vergleich zur starren Plankostenrechnung zu analysieren.
- Grundlagen und Definition der Plankostenrechnung
- Abgrenzung zwischen starrer und flexibler Plankostenrechnung
- Methoden der Grenzplankostenrechnung
- Flexible Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis
- Vergleichende Analyse der verschiedenen Plankostensysteme
Auszug aus dem Buch
4.1. Auflösung
Unter Auflösung versteht man die Aufteilung der Gesamtkosten einer Kostenart in fixe und variable Bestandteile in Abhängigkeit vom Beschäftigungsgrad. Als Ergebnis der Kostenauflösung erhält man die Angabe welche Teile einer Kostenart fix und welche variabel sind. I.d.R. wird dieser Tatbestand durch einen Variator ausgedrückt. Für den Variator, also den relativen Anteil der variablen Kosten an den gesamten Plankosten, wird jedoch keine prozentuale Schreibweise gewählt, sondern die Zahl 10 als Basis verwendet. Somit ist der Variator einer voll variablen Kostenart stets 10 und der Variator einer fixen Kostenart beträgt 0.
Ein Variator von 6,0 würde folglich aussagen, dass sich bei einer zehnprozentigen Beschäftigungsabweichung die Kosten insgesamt um 6% verändern.
Als Gleichung ausgedrückt ergibt sich der Variator somit als ein mit 10 multiplizierter Quotient aus variablen Plankosten und den gesamten Plankosten: V = Kvplan/Kplan * 10
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des globalen Marktumfelds und der Notwendigkeit einer effektiven Kostenprognose mittels flexibler Plankostenrechnung.
2. Die Plankostenrechnung: Definition, historische Entwicklung und grundlegende Planungsschritte sowie die allgemeinen Aufgaben der Plankostenrechnung.
3. Überblick über die starre Plankostenrechnung: Beschreibung der einfachen Form der Plankostenrechnung ohne Trennung von fixen und variablen Kosten sowie deren methodische Mängel.
4. Die flexible Plankostenrechnung: Detaillierte Darstellung der Auflösung von Kosten, der Grenzplankostenrechnung auf Teilkostenbasis sowie der flexiblen Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis.
5. Vergleich der Plankostensysteme: Gegenüberstellung der drei Systeme hinsichtlich Planung, Kostenkontrolle und Kalkulationsmöglichkeiten.
6. Schlussbemerkung: Zusammenfassende Bewertung der flexiblen Plankostenrechnung als essentieller Bestandteil für unternehmerisches Handeln und Kosteneffizienz.
Schlüsselwörter
Plankostenrechnung, starre Plankostenrechnung, flexible Plankostenrechnung, Grenzplankostenrechnung, Vollkostenbasis, Kostenkontrolle, Soll-Ist-Vergleich, Beschäftigungsabweichung, Verbrauchsabweichung, Variator, Kostenträgerrechnung, Kostenstellenrechnung, Abweichungsanalyse, Preiskalkulation, Planung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Das Ziel der Arbeit ist es, die Konzepte der flexiblen Plankostenrechnung zu erklären und aufzuzeigen, wie sie im Vergleich zur starren Plankostenrechnung eine genauere Kostenkontrolle ermöglicht.
Welche Plankostensysteme werden in der Arbeit unterschieden?
Unterschieden werden die starre Plankostenrechnung, die Grenzplankostenrechnung (auf Teilkostenbasis) und die flexible Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis.
Was unterscheidet die starre von der flexiblen Plankostenrechnung?
Der Hauptunterschied liegt in der Behandlung der Fixkosten: Während die starre Plankostenrechnung keine Trennung vornimmt, zerlegt die flexible Plankostenrechnung die Kosten in fixe und variable Bestandteile.
Wie wird eine Kostenauflösung mathematisch durchgeführt?
Die Auflösung erfolgt meist mithilfe eines Variators, der das Verhältnis von variablen zu gesamten Plankosten auf einer Skala von 0 (rein fix) bis 10 (rein variabel) ausdrückt.
Welche Methode wird zur Kostenkontrolle eingesetzt?
Die Kostenkontrolle erfolgt durch einen Soll-Ist-Vergleich, bei dem die Abweichungen zwischen den geplanten Kosten und den tatsächlich angefallenen Kosten analysiert werden.
Was besagt die Verbrauchsabweichung aus?
Die Verbrauchsabweichung gibt an, inwiefern die Kostenstelle sparsamer oder unwirtschaftlicher gearbeitet hat als geplant, unabhängig von Beschäftigungsschwankungen.
Warum wird die starre Plankostenrechnung kritisiert?
Sie proportionalisiert Fixkosten willkürlich, was bei Beschäftigungsschwankungen zu inakkuraten Ergebnissen und einer fehlenden Aussagekraft über die Wirtschaftlichkeit führt.
Was ist ein Variator von 6,0?
Ein Variator von 6,0 bedeutet, dass bei einer Änderung des Beschäftigungsgrades um 10% die Gesamtkosten der betreffenden Kostenstelle um 6% variieren.
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- Meike Schmalz (Autor), 2004, Inhalt und Aussage der flexiblen Plankostenrechnung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36645