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Soziale Herkunft und Promotion. Reproduktion sozialer Ungleichheiten im Bildungsverlauf

Titel: Soziale Herkunft und Promotion. Reproduktion sozialer Ungleichheiten im Bildungsverlauf

Essay , 2015 , 4 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Neema Li (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schon seit einigen Jahren besteht in der Sozialforschung das gesteigerte Interesse an der Untersuchung der Reproduktion sozialer Ungleichheiten im Bildungsverlauf. Insgesamt ist ein abnehmender Einfluss der sozialen Herkunft besonders auf den sekundären Bildungsbereich zu verzeichnen, im tertiären Bereich setzt sich der Einfluss sozialer Herkunft jedoch weiterhin fort. Da nur wenig umfassende empirische Studien den tertiären Bereich betreffend vorliegen, haben sich Lenger (2009) und Jaksztat (2014) in ihren Ausführungen der Untersuchung des Einflusses der sozialen Herkunft auf den höchsten Abschluss, der Promotion gewidmet. Die beiden Autoren beziehen dabei ihre Ergebnisse auf unterschiedliche theoretische Grundlagen. Jaksztat (2014) greift die Theorie der primären und sekundären Effekte nach Boudon auf, Lenger (2009) die Unterscheidung des ökonomischen, kulturellen und sozialen Kapitals nach Bourdieu. Inwieweit sich der theoretische Hintergrund mit der empirischen und deskriptiven Analyse vereinbaren lässt und ob der Bezug gelungen ist, soll Thema dieses Essays sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Essay 3: Soziale Herkunft und Promotion

2. Recherche

3. Literaturangaben

Zielsetzung und Themen

Dieses Essay untersucht und vergleicht zwei unterschiedliche theoretische und methodische Ansätze zur Erklärung des Einflusses der sozialen Herkunft auf die Entscheidung zur Promotion. Dabei wird kritisch beleuchtet, wie effektiv die Theorien von Boudon und Bourdieu jeweils mit empirischen Daten verknüpft werden, um die Reproduktion sozialer Ungleichheit im tertiären Bildungsbereich zu erklären.

  • Analyse des Einflusses der sozialen Herkunft auf den Übergang zur Promotion.
  • Vergleich der Theorie primärer und sekundärer Effekte nach Boudon.
  • Anwendung des Kapitalbegriffs (ökonomisch, kulturell, sozial) nach Bourdieu.
  • Evaluation der empirischen Studien von Lenger und Jaksztat.
  • Diskussion über die Reproduktion sozialer Ungleichheiten im akademischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

Essay 3: Soziale Herkunft und Promotion

Schon seit einigen Jahren besteht in der Sozialforschung das gesteigerte Interesse an der Untersuchung der Reproduktion sozialer Ungleichheiten im Bildungsverlauf (vgl. Lenger, 2009, S. 104). Insgesamt ist ein abnehmender Einfluss der sozialen Herkunft besonders auf den sekundären Bildungsbereich zu verzeichnen, im tertiären Bereich setzt sich der Einfluss sozialer Herkunft jedoch weiterhin fort (vgl. Jaksztat, 2014, S. 286). Da nur wenig umfassende empirische Studien den tertiären Bereich betreffend vorliegen, haben sich Lenger (2009) und Jaksztat (2014) in ihren Ausführungen der Untersuchung des Einflusses der sozialen Herkunft auf den höchsten Abschluss, der Promotion gewidmet. Die beiden Autoren beziehen dabei ihre Ergebnisse auf unterschiedliche theoretische Grundlgagen. Jaksztat (2014) greift die Theorie der primären und sekundären Effekte nach Boudon auf, Lenger (2009) die Unterscheidung des ökonomischen, kulturellen und sozialen Kapitals nach Bourdieu. In wie weit sich der theoretische Hintergrund mit der empirischen und deskriptiven Analyse vereinbaren lässt und ob der Bezug gelungen ist, soll Thema dieses Essays sein.

Jaksztat (2014) legt seiner empirischen Studie Bildungsherkunft und Promotionen: Wie beeinflusst das elterliche Bildungsniveau den Übergang in die Promotionsphase? die Theorie der primären und sekundären Effekte nach Boudon zugrunde. Die primären Effekte beziehen sich auf die Leistungsunterschiede, welche sich zwischen Studierenden unterschiedlicher sozialer Herkunft ergeben, die sekundären Effekte kommen bei den Bildungsentscheidungen zum Tragen, wobei es hauptsächlich um eine Kosten – Nutzen – Abwägung geht (vgl. Jaksztat, 2014, S. 289).

Zusammenfassung der Kapitel

Essay 3: Soziale Herkunft und Promotion: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, vergleicht die theoretischen Rahmenwerke von Jaksztat und Lenger und analysiert deren Anwendung auf die Promotionsaufnahme.

Recherche: Dieser Abschnitt ordnet die theoretischen Grundlagen von Pierre Bourdieu in den Kontext des Essays ein und ergänzt die Analyse um weiterführende methodische Überlegungen.

Literaturangaben: Hier werden sämtliche verwendeten Quellen und Studien, die im Essay für die wissenschaftliche Argumentation herangezogen wurden, korrekt aufgelistet.

Schlüsselwörter

Soziale Herkunft, Promotion, Bildungsungleichheit, Soziale Reproduktion, Primäre Effekte, Sekundäre Effekte, Ökonomisches Kapital, Kulturelles Kapital, Soziales Kapital, Pierre Bourdieu, Raymond Boudon, Akademische Integration, Bildungsentscheidung, Bildungsvererbung, Studierende

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss der sozialen Herkunft auf die Entscheidung zur Aufnahme einer Promotion in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Reproduktion sozialer Ungleichheit im tertiären Bildungssystem und die Analyse verschiedener theoretischer Ansätze zur Erklärung dieses Phänomens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu beurteilen, wie gut die theoretischen Modelle von Boudon und Bourdieu geeignet sind, um die empirischen Beobachtungen zur Promotionsaufnahme zu erklären.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um einen komparativen Essay, der die methodischen Vorgehensweisen und theoretischen Fundierungen von zwei bestehenden empirischen Studien kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Studien von Jaksztat und Lenger, wobei insbesondere die Anwendung von Boudons Effekttheorie und Bourdieus Kapitaltheorie im Kontext der Promotion diskutiert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie soziale Ungleichheit, ökonomisches/kulturelles/soziales Kapital, primäre/sekundäre Effekte und akademische Integration charakterisiert.

Inwiefern beeinflusst das elterliche Bildungsniveau die Promotionsentscheidung?

Studierende aus akademischen Elternhäusern haben laut den untersuchten Studien häufiger Zugang zu Netzwerken und Ressourcen, was den Übergang in die Promotionsphase begünstigt.

Warum wird die Rolle der Professoren im Text hervorgehoben?

Professoren spielen als Akteure im non-formalen Auswahlprozess eine Rolle; persönlicher Kontakt zu ihnen, oft durch Hilfskrafttätigkeiten, verbessert die Chancen auf eine Promotion.

Was kritisiert der Autor an den untersuchten Studien?

Der Autor bemängelt bei Lenger das Fehlen expliziter theoretischer Definitionen und bei Jaksztat eine teilweise unklare Verbindung zwischen Theorie und den spezifischen empirischen Befunden.

Welche Rolle spielt der „universitäre Habitus“?

Der „universitäre Habitus“ beschreibt verinnerlichte Verhaltensweisen; Studierende aus akademischen Familien können hierdurch bestehende Unsicherheiten leichter kompensieren.

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Details

Titel
Soziale Herkunft und Promotion. Reproduktion sozialer Ungleichheiten im Bildungsverlauf
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Veranstaltung
Soziale Ungleichheiten an der Hochschule
Note
1,7
Autor
Neema Li (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
4
Katalognummer
V366531
ISBN (eBook)
9783668453746
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziale herkunft promotion reproduktion ungleichheiten bildungsverlauf
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Neema Li (Autor:in), 2015, Soziale Herkunft und Promotion. Reproduktion sozialer Ungleichheiten im Bildungsverlauf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366531
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Leseprobe aus  4  Seiten
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