Marketing entwickelt sich stetig weiter, denn ein optimales Marketing muss sich am Markt orientieren und sich ihm anpassen. Die klassische Werbung gerät in der heutigen Zeit an ihre Grenzen und es wird für die Anbieter von Waren und Dienstleistungen immer schwerer, den Kunden ihre Leistungen nahe zu bringen. Der Endverbraucher ist überlastet mit der Aufnahme von Informationen und deren Selektion. Der Markt hat dementsprechend darauf reagiert und die Unternehmen entwickelten neue Methoden, um sich von den Mitbewerbern abzuheben. Der Trend geht eindeutig dahin, in die Zielgruppe hinein zu gehen und effektiver kommunikationspolitisch zu wirken. Das Ziel ist damit weniger Streuverluste in Kauf nehmen zu müssen. In diesem Vordiplom soll eine dieser neuen Methoden, das Emotionsmarketing durch Events, untersucht werden. In den 90ern kam es zu einem regelrechten Boom in der Eventbranche und zahlreiche Agenturen wurden gegründet und wirkten mehr oder weniger gut auf dem Markt. Mit der stagnierenden Wirtschaftslage in Deutschland wird das Geld für Eventmarketing überlegter ausgegeben. Zahlreiche Eventagenturen gibt es schon nicht mehr und die, welche am Markt bestehen konnten, konzentrieren sich maßgeblich auf die Emotionalisierung des Produktes und der Marke, da dies sich als erfolgreiche Methode erwiesen hat. Bei der Erarbeitung des Themas steht nicht nur das Wie und Warum sondern auch die Nachvollziehbarkeit des Effektes von Events und Emotionsmarketing im Vordergrund. Da schon der Slogan allein „Freude am Fahren“ emotionalisiert ist und sich die Frage stellt, in wie weit die Autohäuser von BMW diese Emotionalisierung umsetzen, wählte die Autorin dieses Thema. Sie will damit prüfen, ob sie nur diesen Leitspruch ohne weitere Folgen als Corporate Idenditiy übernommen haben oder sie ihn gezielt in ihr Marketing einarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsdifferenzierung
2.1 Marketing
2.2 Emotion
2.3 Event
3 Rahmenbedingungen
3.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
3.2 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen
4 Eventmarketing
4.1 Begriff
4.2 Zielsetzung
4.3 Formen
5 Emotionsmarketing
5.1 Begriff
5.2 Zielsetzung
5.3 Formen
6 Das Controlling von Event- und Emotionsmarketing
6.1 Methoden
6.2 Störfaktoren der Ereignis- und Markendimension
7 Theoriefazit
8 BMW KRETTER Gera – Altenburg und die 1er Challenge
8.1 BMW KRETTER
8.2 Die 1er Challenge
8.2.1 Ziel der 1er Challenge
8.2.2 Die Location
8.2.3 Begleitende Werbemaßnahmen
8.2.4 Inhalt der Challenge
8.2.5 Controlling, Nachbereitung und Nachhaltigkeit
9 Praxisfazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Emotionsmarketing durch Events als moderne Kommunikationsmethode und analysiert dessen Wirksamkeit anhand des Fallbeispiels der „1er Challenge“ des BMW Autohauses Kretter in Gera.
- Grundlagen des Marketings, der Emotionen und des Eventbegriffs
- Wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen für Eventmarketing
- Methodik des Controllings von Event- und Emotionsmarketing
- Praktische Umsetzung von Eventmarketing-Maßnahmen am Beispiel der BMW 1er-Einführung
- Evaluation des Erfolgs und der Nachhaltigkeit von Live-Kommunikation
Auszug aus dem Buch
2.2 Emotion
Allgemein wird der Begriff der Emotion als Gefühl bezeichnet. In der Psychologie wird Emotion aber auch als Reaktion auf ein Ereignis oder eine bestimmte Situation angesehen.
So beschreibt HÜLSHOFF Emotionen wie folgt: „Emotionen sind körperlich-seelische Reaktionen, durch die ein Umweltereignis aufgenommen, verarbeitet, klassifiziert und interpretiert wird, wobei eine Bewertung stattfindet. Dabei hat eine Emotion zunächst einen körperlich-vegetativen Aspekt: Die Verarbeitung eines Reizes wirkt sich auf unser vegetatives Nervensystem und auf unterschiedliche Organsysteme aus (Herz-Kreislauf, Atmung, Haut, ...). Gleichzeitig wirkt sich eine Emotion auf unsere willkürliche und unwillkürliche Motorik aus (Gesichtsausdruck, Körperhaltung, ...). Schließlich ist eine Emotion ein erlebter Zustand, eine Stimmung, die in der Regel von dem, der sie empfindet, benannt und beschrieben werden kann.“
Aus der Erfahrung der Verfasserin heraus, muss Hülshoff in einem Punkt widersprochen werden. Obwohl Emotionen zum Großteil instinktgesteuert und damit rational schwer beherrschbar sind, haben sie nicht immer eine sichtbare Bewegung zur Folge. Ein anschauliches Beispiel findet sich in der Erziehung von Kindern wieder. So bekommen unter anderem Jungen in manchen Familien eingeimpft, dass Männer nicht weinen oder auf eine andere Art Schmerz in der Öffentlichkeit zeigen tun dürfen. Sie erlernen also obwohl sie Emotionen empfinden, deren Ausdruck durch Bewegung kontrolliert zu unterdrücken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit neuer Marketingmethoden in einem gesättigten Markt und führt die Zielsetzung der Arbeit ein, den Effekt von Events und Emotionsmarketing zu hinterfragen.
2 Begriffsdifferenzierung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Marketing, Emotion und Event, wobei insbesondere der Unterschied zwischen klassischen Veranstaltungen und Events herausgearbeitet wird.
3 Rahmenbedingungen: Hier werden die ökonomischen und sozialen Faktoren dargelegt, die den Bedarf für erlebnisorientierte Marketingansätze in der heutigen Gesellschaft begründen.
4 Eventmarketing: Das Kapitel erläutert den Begriff des Eventmarketings, dessen strategische Zielsetzungen sowie die verschiedenen Formen der Umsetzung im Kommunikationsmix.
5 Emotionsmarketing: Es wird analysiert, wie Unternehmen Emotionen gezielt als Marketinginstrument nutzen können, um Kunden langfristig an eine Marke zu binden.
6 Das Controlling von Event- und Emotionsmarketing: Dieses Kapitel diskutiert Methoden der Erfolgskontrolle, den Soll-Ist-Vergleich und die Herausforderungen bei der Messung von Wirkungen in der Event- und Markendimension.
7 Theoriefazit: Das Fazit stellt fest, dass Emotionsmarketing durch Events ein innovatives Mittel darstellt, wobei die wissenschaftliche Fundierung des Controllings noch weiter auszubauen ist.
8 BMW KRETTER Gera – Altenburg und die 1er Challenge: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Fallstudie zur Einführung des 1er BMW durch das Autohaus Kretter, inklusive Planung, Durchführung und Maßnahmen.
9 Praxisfazit: Das abschließende Praxisfazit bewertet die „1er Challenge“ als erfolgreiches Event und analysiert die Defizite in der operativen Kontrolle des Projekts.
Schlüsselwörter
Eventmarketing, Emotionsmarketing, BMW, Live-Kommunikation, Controlling, Markendimension, Erlebnisgesellschaft, Kundenbindung, Erfolgsanalyse, 1er Challenge, Marketingmix, Kundenorientierung, Eventmanagement, Absatzförderung, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Events als Medium des Emotionsmarketings und analysiert dessen theoretische Grundlagen sowie praktische Anwendung in der Automobilbranche.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Differenzierung von Marketing- und Eventbegriffen, die theoretischen Ansätze der Emotionalisierung und die Herausforderungen beim Controlling von Marketingevents.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Nutzen von Emotionsmarketing durch Events zu untersuchen und zu prüfen, ob Unternehmen wie BMW diese Konzepte gezielt einsetzen oder nur als Slogan nutzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Literaturanalyse sowie eine praxisorientierte Fallstudie anhand des BMW Autohauses Kretter durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Rahmenbedingungen, Methoden des Eventcontrollings sowie eine detaillierte Analyse der „1er Challenge“ als Marketing-Fallbeispiel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Eventmarketing, Emotionsmarketing, Controlling, Live-Kommunikation und Kundenbindung.
Warum ist die Wahl des BMW Autohauses Kretter für die Fallstudie sinnvoll?
Das Beispiel ermöglicht es, die theoretischen Ansätze der emotionalen Kundenbindung im Kontext eines konkreten Projekts („1er Challenge“) und dessen praktischer Nachbereitung zu evaluieren.
Welche Bedeutung hat das Controlling bei der „1er Challenge“?
Das Controlling der „1er Challenge“ zeigt, dass trotz guter Vorbereitung und Durchführung formale Controllingpläne fehlten, was eine präzise Erfolgsmessung im Nachhinein erschwerte.
- Quote paper
- Anne Wolkodaw (Author), 2005, Emotionsmarketing durch Events-Dargestellt am Beispiel des BMW Autohaus Kretter in Gera, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36657