Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Konflikte, Diskussionen und Reformen der Verfassung während der französischen Revolution

Titel: Konflikte, Diskussionen und Reformen der Verfassung während der französischen Revolution

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christian Maier (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1830 stürmten, nach einer versuchten reaktionären Gesetzesänderung, Pariser Bevölkerungsmassen auf die Straße und machten es der liberalen Opposition möglich kleine Änderungen an der Verfassung zu verwirklichen und einen neuen König einzusetzen. Dieser Vorfall fand allgemeine Bekanntheit unter dem Terminus Julirevolution. In Sachen Spektakularität scheint sie auf den ersten Blick wie eine kleine Schwester von 1789, dennoch stellt sich die Frage, worin genau die Gemeinsamkeiten liegen? Welches ist das politische und geistige Klima, in dem die Unterstützer von 1830 heranreiften und stärker wurden?

Verhandelt werden sollen zum einen Fragen danach, welches Gedankengut als Triebfeder für die revolutionären Trägerschichten ursächlich war, welche Rolle Parlamentsdebatten spielten und ob es überhaupt politische oder andere Gründe waren, die die Revolution befeuerten. Genauso soll aber auch untersucht werden, wie liberal, reaktionär oder republikanisch das Ergebnis der Revolution in der revidierten Charte eigentlich war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1 Wichtige Schritte zur Revolution

2.2 Gründe und direkte Auslöser

2.3 Die Änderung der Charte 1830

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verfassungsdiskussion und die politischen Umbrüche in Frankreich im Vorfeld sowie während der Julirevolution von 1830. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Frage, inwieweit die Revolution als bloßer Akteurstausch zu verstehen ist oder ob sie eine tiefgreifende staatliche Neugestaltung einleitete, wobei die Rolle der liberalen Opposition und der Einfluss des revolutionären Erbes analysiert werden.

  • Die politische und geistige Ausgangslage in der Ära der bourbonischen Restauration.
  • Analyse der Beweggründe und direkten Auslöser der Julirevolution von 1830.
  • Untersuchung der liberalen Forderungen und der parlamentarischen Debattenkultur.
  • Bewertung der revidierten Charte hinsichtlich ihrer demokratischen Qualität und Kontinuität.
  • Die Rolle der verschiedenen Bevölkerungsschichten bei den revolutionären Ereignissen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Wichtige Schritte zur Revolution

So konstatiert Michael Erbe die Bedeutung des Auslotens von Bedeutung und Annahme der Revolution als ständige meist unterschwellige Grundlage vieler Parlamentsdiskussionen in der Zeit der bourbonischen Restauration. Auf gewisse Weise hatten die Ereignisse der Revolution sich in der Gesellschaft Frankreichs festgesetzt, wie auch Winfried Schulze zeigt, zum einen prägten sie bestehende Institutionen, wirkten aber auch auf innere Vorstellungswelten ein. Und schon bevor letztlich auch in der Historiographie ab den 1820er Jahren ein positives, teils glorifizierendes Bild der Revolution gezeichnet wurde, findet sich eine gewisse Form der Anerkennung schon in der Charte von 1814/15 und der Akzeptanz der neuen Besitzverhältnisse.

Schulze erklärt die immer positivere Besetzung des Begriffes Revolution einmal durch die günstigeren Informationsbedingungen wegen größerer Pressefreiheit, im Besonderen macht er aber die voranschreitende Gleichsetzung von Nation und Revolution dafür verantwortlich, die auf der Erkenntnis fußt, dass das Groß der Menschen sie getragen hatte. Liberale konnten so die „guten Seiten“ der Revolution als Grundstein für die in Teilen existierende und weiter anzustrebende liberale Demokratie erkennen. Zudem zeigte sich eine Akzeptanz auch radikaler Umwälzung auch daran, dass die Charte explizit politische Verfolgung und Strafaktionen ausschloss, somit erhielten die Königsmörder Amnestie! In politischer Hinsicht bedienten sich die Liberalen einer Begründung der notwendig gewesenen Revolution, leiteten daraus für sie gewinnbringende Prinzipien ab und gingen so gestärkt gegen ultraroyalistische Positionen hervor. Hierbei war, wie im Folgenden aufgezeigt, ein Hauptkritikpunkt die vorgeworfene Rückführung in die unwürdigen Verhältnisse des Ancien Regimes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Ereignisse der Julirevolution 1830 und stellt die Forschungsfrage nach der politischen sowie ideologischen Tiefe der Verfassungsänderung im Kontext des restaurativen Frankreichs.

2.1 Wichtige Schritte zur Revolution: Dieses Kapitel analysiert das politische Klima der Restauration, die schleichende positive Neubewertung der Französischen Revolution und die wachsende Bedeutung liberaler Positionen im Parlament.

2.2 Gründe und direkte Auslöser: Hier wird der Fokus auf die konkreten Anlässe wie die Juliordonanzen, die Rolle der wirtschaftlichen Depression und die Mobilisierung der Handwerkerschaft als tragende Kraft der Unruhen gelegt.

2.3 Die Änderung der Charte 1830: Dieser Abschnitt untersucht die inhaltlichen Anpassungen der Verfassung, insbesondere die Verschiebung der Machtverhältnisse zugunsten des Parlaments und die symbolische Bedeutung des neuen Titels „Roi des Francais“.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Julirevolution zwar politische Mitsprache für das Großbürgertum ausbaute, aber hinsichtlich einer sozialen Demokratisierung weit hinter den Erwartungen radikalerer Kreise zurückblieb.

Schlüsselwörter

Julirevolution, Frankreich 1830, Charte, Restauration, Liberalismus, Konstitutionelle Monarchie, Verfassungsänderung, Bourbonen, Parlamentsdebatten, Revolutionserinnerung, Ministerverantwortlichkeit, Juliordonanzen, Polignac, Ludwig-Phillip, Wahlzensus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Julirevolution von 1830 in Frankreich und die damit einhergehende Verfassungsrevision, wobei der Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen monarchischer Tradition und liberalem Fortschritt liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Rolle der Erinnerungskultur an die Revolution von 1789, die politische Auseinandersetzung um die Charte sowie die sozioökonomischen Faktoren, die zur Mobilisierung der Bevölkerung führten.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die zentrale Frage ist, ob die Ereignisse von 1830 eine tatsächliche staatliche Transformation darstellten oder ob es sich lediglich um einen oberflächlichen Austausch politischer Akteure handelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, wertet zeitgenössische Parlamentsdebatten sowie politische Kampfschriften aus und diskutiert diese im Kontext aktueller geschichtswissenschaftlicher Forschungsergebnisse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird der Weg zur Revolution durch die Analyse der Stimmung im Parlament und der Bevölkerung, die direkten Auslöser der Unruhen und die konkreten verfassungsrechtlichen Änderungen der Charte detailliert nachgezeichnet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Julirevolution, Konstitutionelle Monarchie, Liberale Opposition, Ministerverantwortlichkeit und die historische Rolle des Bonapartismus.

Welche Rolle spielte die Handwerkerschaft in der Julirevolution laut der Analyse?

Entgegen der älteren Forschung, die von einer zufällig involvierten Masse ausging, betont die Arbeit, dass die Handwerker politisch informiert und motiviert waren, ihre eigene soziale Situation zu verbessern und politische Mitsprache einzufordern.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Ludwig-Phillip nach der Inthronisierung?

Der Autor sieht in Ludwig-Phillip den „Bürgerkönig“, der seine Macht legitimatorisch vom Parlament ableitete und dessen Einsetzung einen symbolischen Bruch mit dem Gottesgnadentum darstellte, auch wenn das System weiterhin das Großbürgertum privilegierte.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konflikte, Diskussionen und Reformen der Verfassung während der französischen Revolution
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Die Verfassungsdiskussion in den europäischen Staaten (1791-1848)
Note
1,7
Autor
Christian Maier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
21
Katalognummer
V366717
ISBN (eBook)
9783668455825
ISBN (Buch)
9783668455832
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verfassung 1830 Frankreich Revolution Kalr X. Ludwig Phillip Bürgerkönig Juli Ordonanzen 1815 Charte Constitutionelle Charte König der Franzosen Loui Phillipe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Maier (Autor:in), 2014, Konflikte, Diskussionen und Reformen der Verfassung während der französischen Revolution, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366717
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  21  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum