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Das Ringen der bayrischen Herzöge um die Reichsstädte Nördlingen und Regensburg. Ein Vergleich

Georg der Reiche und Albrecht IV. von Bayern und ihr Griff nach neuen Territorien

Title: Das Ringen der bayrischen Herzöge um die Reichsstädte Nördlingen und Regensburg. Ein Vergleich

Term Paper , 2013 , 22 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Christian Maier (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Gewaltig, so muss es auf Zeitgenossen gewirkt haben als Albrecht IV., begleitet von seinem Vetter Georg dem Reichen, im August 1486 in Regensburg einzog, dabei war bei der Übernahme der Stadt nicht die kleinste Gewalteinwirkung im Spiel. Es war gerade deshalb aber ein singulärer Vorgang in der Reichsgeschichte, dass eine freie Reichsstadt einfach freiwillig zu einem Herzogtum überging.

Freilich gewaltlos blieb der Vorgang nicht, schließlich konnte die oberste Reichsebene, sprich der Kaiser, so eine Provokation nicht einfach tolerieren, dennoch steht Albrechts "Eroberung" der Stadt auf einem ganz anderen Blatt Papier, als etwa der Versuch seines Vetters sich im Raum Nördlingen festzusetzen.
Zu beiden Ereignissen gibt es einige Untersuchungen, wie natürlich sowieso weiter gefasste Darstellungen zur Politik beider Herzöge allgemein. So hat etwa Rudolf Stefan Mayer eine sehr ausführliche Untersuchung geliefert zum Versuch Albrechts IV. Regensburg in seinen Herrschaftsbereich einzugliedern. Auch Thomas Menzel widmet in seiner Monographie zu Herrschern in der Rolle von Feldherren dem Konflikt einen näheren Blick.

Genaue Ausführungen zur Belagerung Nördlingens durch Georg und deren Vor- sowie Nachspiel liefert Stauber in seinem umfassenden Werk zur Politik des Niederbayerischen Herzogs. Auch Susanne Wolf legt einiges zu dem Konflikt der beiden Herzöge mit König und Kaiser dar. Sowieso die Gewalt der beiden Herzöge gegen beide Reichsstädte sind immer auch als Gewalt gegen den Kaiser als deren Lehnsherren zu bewerten, und so ergibt sich ein Fragenkomplex rund um Gewalt als politisches Mittel.

Zu fragen ist eben nicht nur nach der von den Herzögen eingesetzten Gewalt, im Falle Albrechts wäre dies ja sowieso zuerst zu verneinen, sondern auch nach der kaiserlichen Gegengewalt, den Drohgebärden und dem typischen Fehdeverlauf in jenen Auseinandersetzungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Das Ringen um die Reichsstädte Nördlingen und Regensburg im Vergleich

2. Das Ringen um die Reichsstädte Nördlingen und Regensburg im Vergleich

2.1 Georg der Reiche greift nach Nördlingen aus

2.2 Regensburg wird bayerische Landstadt

3. Gegenüberstellung der Konflikte

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Ringen der bayerischen Herzöge Albrecht IV. und Georg des Reichen um die Reichsstädte Nördlingen und Regensburg. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie die Herzöge Gewalt als politisches Mittel einsetzten und wie der Kaiser auf diese Provokationen reagierte, um seine Herrschaftsansprüche zu wahren.

  • Analyse des Expansionsversuchs von Georg dem Reichen gegenüber der Reichsstadt Nördlingen.
  • Untersuchung der Mediatisierung von Regensburg durch Herzog Albrecht IV.
  • Vergleich der Motive, Planungen und Vorgehensweisen beider Machthaber.
  • Bewertung der kaiserlichen Reaktion und der Rolle von Gewalt als politisches Instrument.
  • Einordnung der historischen Ereignisse in den Kontext der reichsfürstlichen Politik im späten Mittelalter.

Auszug aus dem Buch

2.1 Georg der Reiche greift nach Nördlingen aus

Simon Hochstätter, genannt Wagenhals, dieser Sohn der Stadt Nördlingen, sollte zu ihrem Verhängnis werden. Eigentlich ein Söldner für die Stadt, der kriminell wurde und im Zuge der Verfolgung durch den Rat der Stadt dieser die Fehde ansagte. Zwar kam es zu einer ersten Festnahme, allerdings gelang dem Gesetzlosen die Flucht. Schließlich konnte er zwar von Nördlinger Knechten erfolgreich festgesetzt werden, unglücklicherweise aber auf dem Grund des Oettingischen Hausklosters Kirchheim am Ries. Kurz darauf wurde er am 13.12.1483 hingerichtet, wogegen aber bereits die Oettinger Grafen, allerdings recht erfolglos, intervenierten. Die Stadt berief sich nämlich auf ihr Privileg als freie Reichsstadt, schädigende Personen auch außerhalb ihres Gebietes festnehmen zu dürfen. Friedrich III. bestätigte dies in Mahnschreiben an die Oettinger und so schien die Sache im Sand zu verlaufen, bevor sie erst richtig begonnen hatte. Ende des Jahres 1483 trat allerdings Georg der Reiche auf die Bühne und machte sich in seiner Rolle als Vormund Joachims von Oettingen-Flochberg und neuer Besitzer des nahe dem Verhaftungsort Wagenhals liegenden Schlosses Baldern die Situation zu Nutze.

Die Nördlinger waren es schon gewohnt von den Oettingern, wegen großteils nichtig anmutender Anlässe, hinter denen eigentlich immer der Versuch der Eingliederung der Stadt in das eigene Territorium lag, befehdet zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Ringen um die Reichsstädte Nördlingen und Regensburg im Vergleich: Einleitung in die Thematik der bayerischen Expansionspolitik gegen Reichsstädte und die daraus resultierenden Konflikte mit der kaiserlichen Autorität.

2. Das Ringen um die Reichsstädte Nördlingen und Regensburg im Vergleich: Detaillierte Analyse der spezifischen Vorgehensweisen von Georg dem Reichen in Nördlingen und Albrecht IV. in Regensburg.

2.1 Georg der Reiche greift nach Nördlingen aus: Untersuchung des Konflikts um die Stadt Nördlingen, geprägt durch militärische Belagerung und wirtschaftliche Blockade.

2.2 Regensburg wird bayerische Landstadt: Darstellung des schleichenden Niedergangs von Regensburg und der schließlichen Mediatisierung durch den bayerischen Herzog.

3. Gegenüberstellung der Konflikte: Synthese der Ergebnisse mit einem direkten Vergleich der Methoden, des kaiserlichen Eingreifens und der unterschiedlichen Konsequenzen für die Beteiligten.

Schlüsselwörter

Reichsstädte, Nördlingen, Regensburg, Albrecht IV., Georg der Reiche, Friedrich III., Mediatisierung, Fehde, Gewalt, Niederbayern, Wittelsbacher, Reichslandfrieden, Ungarnhilfe, Politik, Mittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den machtpolitischen Bestrebungen der bayerischen Herzöge Albrecht IV. und Georg des Reichen, die im späten 15. Jahrhundert versuchten, die freien Reichsstädte Nördlingen und Regensburg ihrem Herrschaftsbereich einzugliedern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Instrumentalisierung von Gewalt, das politische Agieren der Herzöge gegenüber dem Kaiser sowie die wirtschaftlichen und rechtlichen Konsequenzen für die betroffenen Städte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Strategie der beiden Herzöge herauszuarbeiten und die Reaktion des Kaisers als Reichsoberhaupt auf diese Provokationen zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Vergleichsanalyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Chroniken und moderner fachwissenschaftlicher Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird detailliert auf die chronologische Abfolge der Konflikte in Nördlingen und Regensburg eingegangen, wobei die spezifischen Vorgehensweisen – militärische Drohung versus politische Unterwanderung – analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Reichsstädte, Wittelsbacher, Mediatisierung, kaiserliche Exekutive und Fehdewesen.

Warum war der Kaiser anfangs so zögerlich bei seinem Eingreifen?

Der Kaiser war in diesen Phasen politisch und finanziell stark durch den Ungarnkrieg und durch notwendige Unterstützung seiner Machtposition gebunden, weshalb er einen offenen Konflikt mit den mächtigen bayerischen Herzögen zunächst vermeiden wollte.

Welche Rolle spielte die wirtschaftliche Lage bei der Übergabe der Städte?

Besonders in Regensburg spielte die drückende Schuldenlast der Stadt eine wesentliche Rolle, die den Weg für die bayerische Einflussnahme ebnete, während in Nördlingen die Blockade der wichtigen Pfingstmesse die Stadt in die Knie zwang.

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Details

Title
Das Ringen der bayrischen Herzöge um die Reichsstädte Nördlingen und Regensburg. Ein Vergleich
Subtitle
Georg der Reiche und Albrecht IV. von Bayern und ihr Griff nach neuen Territorien
College
LMU Munich
Course
„Die letzten Herzöge von Bayern-Landshut und Bayern-München. Ein Vergleich"
Grade
2,3
Author
Christian Maier (Author)
Publication Year
2013
Pages
22
Catalog Number
V366718
ISBN (eBook)
9783668454613
ISBN (Book)
9783668454620
Language
German
Tags
Georg der Reiche Albrecht IV Nördlingen Regensburg 1500 Mittelalter Oberbayern Niederbayern Letzten bayerischen Herzöge Letzte Herzöge von Bayern Reichstädte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Maier (Author), 2013, Das Ringen der bayrischen Herzöge um die Reichsstädte Nördlingen und Regensburg. Ein Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366718
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