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Antagonismus, Demokratie, Identitäten, Populismus. Chantal Mouffes "Projekt Linkspopulismus"

Titre: Antagonismus, Demokratie, Identitäten, Populismus. Chantal Mouffes "Projekt Linkspopulismus"

Thèse de Bachelor , 2016 , 32 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Christina Willems (Auteur)

Politique - Fondements et Généralités
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In dieser Bachelorarbeit werden Chantal Mouffes Forderungen im „Projekt Linkspopulismus“ herausgearbeitet und dahingehend überprüft, ob es sich bei dieser Strategie um eine konsequente Weiterentwicklung ihrer Theorie handelt oder ob sie mit ihrer Forderung nach einem starken Linkspopulismus hinter zuvor vertretene Positionen zurückfällt.

Mouffes Theorie der „radikalen und pluralen Demokratie“ wird dabei einer immanenten Kritik unterzogen und ihr defizitäres Politikverständnis im Hinblick auf den „konfliktualen Konsens“, ihre Auffassung von Pluralismus und dem Eigenwert des politischen Handelns sowie in Hinblick auf die populistische Dimension ihrer Theorie dargelegt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen für das Verständnis eines „Projekt Linkspopulismus“

2.1. Antagonismus, Hegemonie und die Konstituierung des Volkes

2.2. Das Projekt radikaler und pluraler Demokratie

2.3. Die Herausforderungen für die postpolitische Vision

3. Das „Projekt Linkspopulismus“

3.1. Ein neuer Antagonismus im Register der Moral

3.2. Die Stärkung der europäischen Dimension

3.3. „Es gibt keine Demokratie ohne Repräsentation“

3.4. Pluralismus, Identitäten und der Begriff des politischen Handelns

3.5. Die populistische Dimension der Demokratie

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das „Projekt Linkspopulismus“ von Chantal Mouffe, um zu analysieren, ob es sich dabei um eine konsequente Weiterentwicklung ihrer Theorie der radikalen und pluralen Demokratie handelt oder ob diese Strategie hinter ihre früheren Positionen zurückfällt.

  • Analyse der Grundlagen der Hegemonietheorie und des Poststrukturalismus
  • Untersuchung der Transformation von Antagonismus in Agonismus
  • Kritische Würdigung der Rolle von Institutionen und der europäischen Dimension
  • Auseinandersetzung mit der moralisierten Grenzziehung zwischen „Volk“ und „Eliten“
  • Bewertung der Bündnisfähigkeit progressiver Kräfte innerhalb der Linkspopulismus-Strategie

Auszug aus dem Buch

3.1. Ein neuer Antagonismus im Register der Moral

Im „Projekt Linkspopulismus“ setzt Chantal Mouffe nicht mehr darauf, rechtspopulistische Parteien können durch die Wiederbelebung echter Parteipolitik und die Wiederherstellung des Links-Rechts-Gegensatzes bekämpft werden, da die sozialdemokratischen Parteien „an den Mechanismen der neoliberalen Hegemonie eine zu große Mitschuld tragen, als dass sie eine Alternative zu bieten hätten“ (Mouffe 2015 ). Zudem können die durch die Umgestaltung des Kapitalismus entstandenen neuen demokratischen Forderungen nicht mehr auf der traditionellen Links-Rechts-Achse angesiedelt werden. Ihrem Plädoyer für einen neuen linken Populismus liegt eine neue Grenzziehung zugrunde: die antagonistische Zweiteilung des Raums erfolgt nicht mehr durch die die Artikulation demokratischer Forderungen in einer Äquivalenzkette, sondern durch die Festlegung eines Gegners: Auf der einen Seite steht das „progressive Volk“, auf der anderen Seite „die politischen und ökonomischen Kräfte des Neoliberalismus“ (Mouffe 2015). „Hier das wahre, gute Volk – dort die bösen Eliten, die es ausbeuten“ – so lässt sich nach Albrecht von Lucke die „neue linkspopulistische Kampfansage in Europa“ verstehen (Lucke 2015: 51). Erkannte Mouffe in „Über das Politische“ noch die Gefahren der „Politik im Register der Moral“ („Wenn nun die Wir-Sie-Konfrontation moralisch zwischen Gut und Böse statt politisch zwischen ‚Gegnern’ formuliert wird, dann kann der Gegenspieler nur als zu vernichtender Feind wahrgenommen werden“, Mouffe 2007b: 12), so erliegt sie mit ihrem Plädoyer für den Linkspopulismus eben diesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Krise der Europäischen Union und den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien als Folge des „Konsens in der Mitte“, wobei Chantal Mouffe als zentrale Theoretikerin für eine linke Antwort eingeführt wird.

2. Grundlagen für das Verständnis eines „Projekt Linkspopulismus“: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Basisbegriffe wie Antagonismus, Hegemonie, die Konstituierung des Volkes sowie das Modell der radikalen und pluralen Demokratie.

3. Das „Projekt Linkspopulismus“: Das Hauptkapitel analysiert kritisch Mouffes neue Strategie, insbesondere die moralisierte Grenzziehung, die europäische Dimension, das Repräsentationsverhältnis und die populistische Dimension innerhalb ihrer Theorie.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert, dass Mouffe mit ihrem neuen Projekt teilweise hinter ihre eigenen früheren Postulate zurückfällt und durch die Moralisierung der Politik ein defizitäres Verständnis der konflikthaften Pluralität offenbart.

Schlüsselwörter

Linkspopulismus, Chantal Mouffe, Radikale Demokratie, Hegemonie, Agonismus, Antagonismus, Neoliberalismus, Repräsentation, Politische Theorie, Pluralismus, Kollektive Identität, Postdemokratie, Volk, Establishment, Europäische Union

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das „Projekt Linkspopulismus“ von Chantal Mouffe und prüft, inwiefern diese neue Strategie ihre bisherige Demokratietheorie weiterentwickelt oder schwächt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Konzepte des Agonismus, der Hegemonie, die Rolle von Parteien gegenüber sozialen Bewegungen und die moralische Dimension populistischer Grenzziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob Mouffes Plädoyer für einen Linkspopulismus ihre Theorie der „radikalen und pluralen Demokratie“ kohärent ergänzt oder ob sie durch eine moralisierte Unterscheidung zwischen „Volk“ und „Eliten“ demokratische Standards untergräbt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine theoriekritische Analyse, indem sie Mouffes frühere Schriften mit ihrem aktuellen „Projekt Linkspopulismus“ vergleicht und durch Einbeziehung anderer Theoretiker (wie Carl Schmitt oder Ernesto Laclau) auf Inkonsistenzen prüft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des neuen Antagonismus, die Bedeutung der europäischen Dimension, die Verteidigung der repräsentativen Demokratie sowie eine tiefgehende Kritik am Pluralismusverständnis in Mouffes populistischem Ansatz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Linkspopulismus, Hegemonie, Agonismus, Pluralismus und Radikale Demokratie definiert.

Warum steht Chantal Mouffe in der Kritik, wenn sie das „Volk“ definiert?

Die Kritik entzündet sich an ihrer Konstruktion eines „progressiven Volkes“, welches durch eine moralische Abgrenzung zu den „Eliten“ das Pluralitätsprinzip zugunsten einer homogenen kollektiven Identität opfert.

Inwiefern befürwortet Mouffe laut der Autorin „Querfronten“?

Die Autorin argumentiert, dass Mouffe aufgrund ihres Fokus auf den Kampf gegen den Neoliberalismus bereit ist, Koalitionen mit rechten Kräften (wie etwa ANEL in Griechenland) zu akzeptieren, solange das gemeinsame Ziel die Ablehnung des neoliberalen Establishments ist.

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Résumé des informations

Titre
Antagonismus, Demokratie, Identitäten, Populismus. Chantal Mouffes "Projekt Linkspopulismus"
Université
University of Trier
Note
2,0
Auteur
Christina Willems (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
32
N° de catalogue
V366758
ISBN (ebook)
9783668454354
ISBN (Livre)
9783668454361
Langue
allemand
mots-clé
Populismus Postmarxismus Linkspopulismus Diskurstheorie Linke Antagonismus Radikale Demokratie Demokratietheorie Chantal Mouffe Projekt Linkspopulismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christina Willems (Auteur), 2016, Antagonismus, Demokratie, Identitäten, Populismus. Chantal Mouffes "Projekt Linkspopulismus", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366758
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Extrait de  32  pages
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