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Historisch-kritische Celan-Ausgaben am Beispiel von „Zürich, Zum Storchen“

Title: Historisch-kritische Celan-Ausgaben am Beispiel von „Zürich, Zum Storchen“

Seminar Paper , 2005 , 23 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Sonja Loidl (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die vorliegende Untersuchung nimmt einen Vergleich zweier historisch-kritischer Celan-Ausgaben am Beispiel des Gedichtes „Zürich, Zum Storchen“ vor: Die Tübinger Ausgabe und die Bonner Ausgabe.
Das Konzept der Tübinger Ausgabe besteht aus Nachvollziehbarkeit und Übersichtlichkeit für den Leser. Der Akzent liegt auf Anschaulichkeit und nicht auf „photographischer Objektivität“ , wobei die Art der Eingriffe im Vorwort erläutert wird.
Die Bände erschienen aufeinander folgend, allerdings sind sie nicht Celans Werkchronologie
entsprechend geordnet.
Die Reihenfolge der Bände entspricht im Fall der Bonner Ausgabe der Werkchronologie. Allerdings sind die Bände nicht ihrer Reihenfolge nach erschienen. Bislang liegt kein Band zur Büchner-Preis-Rede vor. Daher sind die Anforderungen an alle Bände in etwa dieselben.
Die diakritischen Zeichen der Tübinger Ausgabe sind eindeutiger, wenn auch sie ebenfalls nicht alle Zweideutigkeiten vermeiden können.
Die Darstellung der Bonner Ausgabe ist wissenschaftlich genauer und vollständiger als die der Tübinger Ausgabe. Allerdings sind die diakritischen Zeichen nicht immer eindeutig und in mancher Hinsicht muss der Leser ein Suchspiel veranstalten, um die eine oder andere Unklarheit zu beseitigen.
Ein „Pluspunkt“ der Tübinger Ausgabe ist die Beigabe von ausgewählten Faksimiles,
während die detaillierte Beschreibung von Zeugengruppen die Bonner Ausgabe positiv hervorhebt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Zur Niemandsrose

2.) Celans Arbeitsweise

3.) Die Tübinger Celan-Ausgabe

3.1.) Die Bände

3.2.) Das Ziel und die Quellen

3.3) Der Aufbau

3.4.) Die diakritischen Zeichen

3.5) Die Grenzen

4.) Die Bonner Celan-Ausgabe

4.1) Die Bände

4.2) Das Ziel und die Quellen

4.3) Der Aufbau

4.4) Diakritische Zeichen

4.5.) Die Grenzen

5.) Vergleich

6.) Zürich, Zum Storchen

7.) Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die editorischen Ansätze der Tübinger Celan-Ausgabe sowie der Bonner Celan-Ausgabe anhand des Gedichts „Zürich, Zum Storchen“ kritisch gegenüberzustellen und ihre jeweiligen Konzepte hinsichtlich der Erschließung des Entstehungsprozesses zu bewerten.

  • Vergleichende Analyse der historisch-kritischen Editionen von Paul Celans Werk.
  • Untersuchung der editorischen Systematik und der diakritischen Zeichensetzung.
  • Bewertung der Übersichtlichkeit und wissenschaftlichen Genauigkeit beider Ausgaben.
  • Konkrete Fallstudie zur Genese des Gedichts „Zürich, Zum Storchen“.

Auszug aus dem Buch

3.2.) Das Ziel und die Quellen

Das Ziel der Ausgabe ist das Verdeutlichen des Schreibprozesses und „Schichten als poetische und geschichtliche Dokumente und Botschaften lesbar [zu] machen“. Die Materialgrundlage der Vorstufen wurde den Editoren vom deutschen Literaturarchiv Marbach am Neckar zur Verfügung gestellt und falls notwendig durch (nicht namentlich genannte) Zeugen ergänzt. Das Verzeichnis der verwendeten Blätter besteht lediglich aus einer Aufzählung der Signaturen ohne Beschreibung oder Standortnennung. So kann angenommen werden, dass bewusste andere Textzeugen in diesem Verzeichnis integriert sind, nachprüfen lässt es sich allerdings nicht so einfach.

Doubleten, unveränderte Reinschriften und geringfügig variierende Blätter wurden von vornherein vernachlässigt. Was man sich genau unter geringfügig variiert vorzustellen hat wird allerdings nicht erläutert.

Für eine vollständige Übersicht wird auf eine parallel erscheinende historisch-kritische Ausgabe verwiesen, deren bibliographische Angaben allerdings nicht gegeben werden. Man kann annehmen, dass es sich dabei um die Bonner Ausgabe handelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Zur Niemandsrose: Es werden der Entstehungszusammenhang des Bandes sowie dessen ursprüngliche Konzeption und die vierteilige Struktur erläutert.

2.) Celans Arbeitsweise: Dieses Kapitel beschreibt die charakteristische Arbeitsweise des Autors, insbesondere seine Vorliebe für Korrekturen am Zeilenumbruch und der graphischen Anordnung.

3.) Die Tübinger Celan-Ausgabe: Die Konzeption der Tübinger Ausgabe wird detailliert hinsichtlich Aufbau, Zielsetzung und der Verwendung diakritischer Zeichen dargestellt.

4.) Die Bonner Celan-Ausgabe: Hier erfolgt eine Beschreibung des editorischen Modells der Bonner Ausgabe, welches sich durch eine detailliertere Dokumentation der Textgenese auszeichnet.

5.) Vergleich: Ein direkter Gegenüberstellung der beiden Editionen zeigt Vor- und Nachteile in Bezug auf Übersichtlichkeit, Faksimiles und editorische Präzision auf.

6.) Zürich, Zum Storchen: Anhand dieses spezifischen Gedichts werden die Unterschiede in der Rekonstruktion des genetischen Prozesses zwischen den beiden Ausgaben illustriert.

7.) Zusammenfassung: Abschließende Reflexion über die editorischen Konzepte und den Nutzen für den Leser bei der wissenschaftlichen Arbeit mit Celans Gedichten.

Schlüsselwörter

Paul Celan, Die Niemandsrose, Zürich Zum Storchen, historisch-kritische Ausgabe, Tübinger Ausgabe, Bonner Ausgabe, Textgenese, Editionswissenschaft, Literaturarchiv Marbach, Schreibprozess, Korrekturschichten, diakritische Zeichen, Autograph.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die zwei maßgeblichen historisch-kritischen Editionen der Werke von Paul Celan, spezifisch fokussiert auf den Band „Die Niemandsrose“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Editionswissenschaft, die Rekonstruktion von Schreibprozessen und der Vergleich editorischer Apparate und diakritischer Systeme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die wissenschaftliche Qualität, die Übersichtlichkeit und den Nutzwert der Tübinger sowie der Bonner Ausgabe anhand der Genese des Gedichts „Zürich, Zum Storchen“ herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine komparative Methode, indem sie die editorischen Vorbemerkungen, Zeichenerklärungen und Apparatmodelle beider Editionen direkt gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung beider Ausgabentypen, den systematischen Vergleich ihrer editorischen Strategien und eine spezifische Analyse der Textgenese des ausgewählten Zürich-Gedichts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Textgenese, historisch-kritische Edition, Celan-Forschung und editorische Systematik geprägt.

Warum wird gerade das Gedicht „Zürich, Zum Storchen“ als Beispiel gewählt?

Es dient als komplexes Fallbeispiel, an dem sich die Unterschiede in der editorischen Erfassung von Korrekturen und Zeilenumbrüchen besonders gut verdeutlichen lassen.

Worin unterscheiden sich die editorischen Ansätze grundlegend?

Die Tübinger Ausgabe legt den Schwerpunkt auf Übersichtlichkeit und Anschaulichkeit, während die Bonner Ausgabe auf eine wissenschaftlich umfassendere, wenn auch komplexere Dokumentation der Entstehungsgeschichte zielt.

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Details

Title
Historisch-kritische Celan-Ausgaben am Beispiel von „Zürich, Zum Storchen“
College
University of Vienna  (Germanistik)
Course
SE Neuere dt. Lit.: Übungen an Originalen
Grade
Sehr gut
Author
Sonja Loidl (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V36677
ISBN (eBook)
9783638362283
ISBN (Book)
9783638653664
Language
German
Tags
Historisch-kritische Celan-Ausgaben Beispiel Storchen“ Neuere Originalen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Loidl (Author), 2005, Historisch-kritische Celan-Ausgaben am Beispiel von „Zürich, Zum Storchen“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36677
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