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Der religiöse, entinstitutionalisierte Synkretismus Jugendlicher. Fundamentalistische Tendenzen und religionspädagogische Praxis

Titel: Der religiöse, entinstitutionalisierte Synkretismus Jugendlicher. Fundamentalistische Tendenzen und religionspädagogische Praxis

Essay , 2015 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sven Holtkamp (Autor:in)

Theologie - Praktische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieser Essay beschäftigt sich mit der Hypothese, dass die entinstitutionalisierte, synkretistische Religiosität von Jugendlichen Fundamentalismustendenzen enthält.

Im ersten Teil werde ich auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse belegen, dass die Religiosität von vielen Jugendlichen synkretistisch ist und immer mehr außerhalb institutioneller Rahmenbedingungen ausgeübt wird. Anknüpfend daran werden im zweiten Teil die entwicklungspsychologischen Voraussetzungen von Jugendlichen beschrieben, die aufgrund der begrenzten Seitenzahl nur angedeutet werden können. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse wird im Anschluss ein Bezug auf die Hypothese, die dieser Arbeit zugrunde liegt, genommen und erläutert, warum die Entinstitutionalisierung und die synkretistische Religiosität von Jugendlichen fundamentalistische Tendenzen aufweisen. Der Abschluss beschreibt die religionspädagogische Herausforderung und Relevanz für die Arbeit mit Jugendlichen, die eine fundamentalistische Haltung haben. Darüber hinaus wird ein kurzer Ausblick gegeben, welche institutionellen Rahmenbedingungen die Religionspädagogik in ihrer Arbeit braucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die synkretistische Religiosität von Jugendlichen und ihre Entinstitutionalisierung

3. Fundamentalismustendenzen

4. Was ist Fundamentalismus?

5. Herausforderung an eine religionspädagogische Praxis

6. Abschließende Bemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Hypothese, dass die entinstitutionalisierte, synkretistische Religiosität von Jugendlichen Fundamentalismustendenzen begünstigen kann, und leitet daraus notwendige Ansätze für die religionspädagogische Praxis ab.

  • Entinstitutionalisierung der Jugendreligiosität
  • Entwicklungspsychologische Aspekte der Identitätsfindung
  • Funktion fundamentalistischer Einstellungen als Stabilitätsanker
  • Religionspädagogische Handlungsfelder und Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

Fundamentalismustendenzen

Jugendliche durchlaufen verschiedene Entwicklungsphasen, aus denen sich ihre Identität herausbildet. James E. Marcia beschreibt die vorletzte Phase seines Vier-Stufen-Systems als „kritische Identität“. In dieser Stufe hinterfragen Jugendliche die Dinge, die sie im Alltag umgeben, kritisch, informieren sich über Alternativen und denken über die Verwirklichung eigener Wünsche in ihrem Leben nach. Nach Erik H. Erikson sind typische Themen für Jugendliche in dieser Phase zum Beispiel die berufliche Zukunft, Partnerschaften und religiöse und politische Standpunkte. Aus diesen Denkprozessen resultieren Entscheidungen, zu denen die Jugendlichen individuelle Positionen in der Gesellschaft einnehmen. Sie übernehmen dadurch eine Verantwortung, die durch das Vermitteln von Gefühlen wie: „Loyalität, Treue und Verwurzelung sowie Wohlbefinden, Selbstachtung und Zielstrebigkeit“. eine Integration in die die Gemeinschaft erst möglich macht.

Betrachtet man die lebensweltlichen Anforderungen, die auf Jugendlichen in der heutigen Gesellschaft lasten, ist eine Überforderung hinsichtlich der eigenen Entscheidung über Formen und Inhalte ihrer eigenen Religiosität festzustellen. Wenn man vor diesem Kontext die entwicklungspsychologisch als labil und zur Radikalität neigenden Identitätssuche betrachtet, werden fundamentalistische Tendenzen sichtbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Zusammenhangs zwischen synkretistischer Religiosität und fundamentalistischen Tendenzen bei Jugendlichen.

2. Die synkretistische Religiosität von Jugendlichen und ihre Entinstitutionalisierung: Dieses Kapitel beschreibt die Abkehr der Jugendlichen von kirchlichen Institutionen hin zu einer individuellen, diffusen religiösen Mischform.

3. Fundamentalismustendenzen: Hier wird erläutert, wie Jugendliche in der Identitätsfindungsphase nach Halt suchen und warum fundamentalistische Positionen diesen als entlastende Orientierung bieten können.

4. Was ist Fundamentalismus?: Das Kapitel nähert sich einer Definition von Fundamentalismus im Kontext jugendlicher Identitätsentwicklung und ihrer bipolaren Denkmuster.

5. Herausforderung an eine religionspädagogische Praxis: Dieses Kapitel analysiert die Rolle des Religionspädagogen, der zwischen Akzeptanz und Abgrenzung vermitteln muss, um Jugendliche in ihrer kritischen Phase zu begleiten.

6. Abschließende Bemerkung: Der Autor resümiert die Notwendigkeit einer neuen kirchlichen Sprachfähigkeit und innovativer Gemeindekonzeptionen.

Schlüsselwörter

Jugendliche, Religiosität, Synkretismus, Entinstitutionalisierung, Fundamentalismus, Identitätsfindung, Religionspädagogik, Kirche, Lebenswelt, Wertesystem, Bipolares Denken, Radikalisierung, Gemeindekonzeption, christliches Gottesbild, Normative Orientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die religiöse Situation Jugendlicher im 21. Jahrhundert und untersucht, inwiefern die zunehmende Entinstitutionalisierung des Glaubens zu fundamentalistischen Einstellungen führen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die synkretistische Religiosität, die entwicklungspsychologische Identitätsfindung von Jugendlichen sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für die religionspädagogische Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu belegen, dass Jugendliche bei der Suche nach Stabilität in einer komplexen Welt fundamentalistische Tendenzen entwickeln können, um Orientierung zu finden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung wissenschaftlicher Literatur, Studien (wie der Shell-Jugendstudie) und entwicklungspsychologischer Theorien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der jugendlichen Religiosität, die psychologischen Hintergründe von Fundamentalismus und die pädagogischen Konsequenzen für die kirchliche Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Religiosität, Synkretismus, Fundamentalismus, Identitätsfindung und Religionspädagogik geprägt.

Inwiefern beeinflusst das „bipolar-dichotome Denken“ die Jugendlichen?

Es dient als Abgrenzungsmechanismus, der die komplexe Welt in ein einfaches Schwarz-Weiß-Schema einteilt, was den Jugendlichen durch vermeintlich absolute Wahrheiten Entlastung bietet.

Welche Rolle spielt die Kirche laut dem Autor?

Die Kirche verliert zunehmend ihre Sprachfähigkeit für Jugendliche, wird jedoch weiterhin als Ort für Halt und Spiritualität benötigt, sofern sie ihre Strukturen modernisiert.

Warum fordert der Autor eine bessere Ausbildung für Pfarrer?

Der Autor kritisiert, dass universitäre Theologiestudien oft zu wissenschaftlich ausgerichtet sind und praktische pädagogische Kompetenzen für die Gemeindearbeit vernachlässigen.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der religiöse, entinstitutionalisierte Synkretismus Jugendlicher. Fundamentalistische Tendenzen und religionspädagogische Praxis
Hochschule
CVJM-Hochschule
Note
1,0
Autor
Sven Holtkamp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
12
Katalognummer
V366911
ISBN (eBook)
9783668457287
ISBN (Buch)
9783668457294
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Religion Religiösität Jugendliche Jugendkultur Fundamentalismus Entinstitutionalisierung Synkretismus Entwicklungspsychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sven Holtkamp (Autor:in), 2015, Der religiöse, entinstitutionalisierte Synkretismus Jugendlicher. Fundamentalistische Tendenzen und religionspädagogische Praxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/366911
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Leseprobe aus  12  Seiten
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