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Fünf Egoistinnen und die große Party. Das Gleichnis der "törichten Jungfrauen" (Mt 25,1-13)

Title: Fünf Egoistinnen und die große Party. Das Gleichnis der "törichten Jungfrauen" (Mt 25,1-13)

Seminar Paper , 2016 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Chris Aumann (Author)

Theology - Biblical Theology
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Diese Arbeit beinhaltet eine Exegese des Gleichnisses von den „törichten Jungfrauen“ (Mt 25,1-13). Dieser Text zeigt, dass es im Gleichnis der dummen und schlauen Brautjungfern nicht darum geht, alles für sich zu behalten und nichts abzugeben, weil man sonst selbst nicht genug hat.

Um das zu belegen, wird gezeigt, dass die ersten Verse des Gleichnisses eine Art Überschrift sind. Also gehen die Brautjungfern nicht sofort los, sondern erst in der Mitte des Gleichnisses. Die zehn jungen Mädchen warten nicht im Dunkeln bei brennenden Lampen, bis der Bräutigam kommt. Das wäre in der Antike völlig undenkbar gewesen. Sie verlassen das Haus erst, nachdem sie den Schrei hören. Des Weiteren handelt es sich bei den Lampen der Mädchen nicht um Öllampen, wie wir sie kennen, sondern wohl eher um eine Art Ölfackeln, die ohne das mitgebrachte Öl überhaupt nicht funktionieren. Außerdem wird mithilfe der Rolle der Mädchen in der Geschichte begründet, wieso „παρθένος“ am besten mit Brautjungfer übersetzt wird, obwohl das griechische Wort schlicht Mädchen oder Jungfrau bedeutet. Es kommt also nicht darauf an, aus lauter Übervorsicht am besten eine ganze Tanklasterladung Öl mitzunehmen, um möglichst lange durchhalten zu können, sondern einfach darum, das am Start zu haben, was notwendig ist, um die Fackeln überhaupt anzuzünden. Wer dafür alles beisammen hat, kann sich in Ruhe eine Runde hinlegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Abstract/ Fazit

Übersetzung (Mt 25,1-13)

Einleitung

Textkritik

Sprachlich-syntaktische Analyse

Gliederung

Wortsemantik

Die Brautjungfer (παρθένος)

Die Lampen/ Fackeln (λαμπάς) und das Olivenöl (ἔλαιον)

Andere inhaltliche Auffälligkeiten

Die Anzahl der Brautjungfern

Der Mitternachtseinkauf

Die Nicht-Genug-Problematik

Einordnung des Gleichnisses in den Kontext

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Gleichnis der „törichten Jungfrauen“ (Mt 25,1-13) unter Berücksichtigung methodischer Zugänge, um die Spannungen zwischen der geforderten Wachsamkeit und dem Verhalten der „schlauen“ Jungfrauen im Hinblick auf das Gebot der Nächstenliebe kritisch zu hinterfragen.

  • Methodische Exegese und Textkritik des biblischen Gleichnisses
  • Sprachlich-syntaktische und wortsemantische Analyse relevanter Begriffe
  • Kritische Reflexion der „Nicht-Genug-Problematik“ und des egoistischen Verhaltens
  • Kontextualisierung des Gleichnisses innerhalb der Endzeitrede Jesu

Auszug aus dem Buch

Die Brautjungfer (παρθένος)

In einigen Übersetzungen wird παρθένος als „Jungfrau“ wiedergegeben (zum Beispiel Elberfelder Rev. 26, Luther 1984, Schlachter 2000). Ich finde diese Übersetzung unpassend, da wir heute mit dem Wort „Jungfrau“ meistens „hatte noch keinen Sex“ verbinden. Die Mädchen in unserem Gleichnis sind zwar unverheiratet und deswegen höchstwahrscheinlich tatsächlich jungfräulich, wichtig für dieses Gleichnis ist allerdings nicht die Jungfräulichkeit der Mädchen, sondern ihre Aufgabe, den Bräutigam zur Braut zu bringen. Die Wortbedeutung von παρθένος ist neben „Jungfrau“ auch einfach „Mädchen“, was für unsere heutigen Ohren passender erscheint. Im Kontext des Gleichnisses finde ich die Übersetzung „Brautjungfer“ – auf Grund der bestimmten Rolle in der Tradition – am passendsten.

Auch wenn sich die Aufgabe der Brautjungfer, nämlich den Bräutigam zur Braut zu begleiten, von unserer heutigen Tradition unterscheidet – wer heute das Wort „Brautjungfer“ hört, denkt an ein junges Mädchen, eine Freundin der Braut, die eine traditionelle Rolle während einer Hochzeit erfüllt. Das passt, sehr schön zur Rolle der Brautjungfer im Gleichnis.

Zusammenfassung der Kapitel

Abstract/ Fazit: Eine prägnante Zusammenfassung der zentralen These, dass das Gleichnis primär zur Wachsamkeit aufruft und die Rollen der Mädchen sowie deren Ausstattung neu beleuchtet.

Übersetzung (Mt 25,1-13): Die vollständige Wiedergabe des biblischen Textes in deutscher Sprache als Grundlage für die nachfolgende Analyse.

Einleitung: Vorstellung der Fragestellung und der kritischen Auseinandersetzung mit der „Bloß nichts abgeben“-Mentalität der klugen Mädchen im Kontext des Liebesgebots.

Textkritik: Methodische Herleitung des Grundtextes unter Berücksichtigung von Varianten in verschiedenen Handschriften.

Sprachlich-syntaktische Analyse: Untersuchung der Baupläne und Strukturen des Textes zur Identifikation von Zeit- und Ortwechseln.

Gliederung: Eine strukturierte Zusammenstellung der Abschnitte innerhalb des Gleichnisses.

Wortsemantik: Analyse zentraler Begriffe wie Brautjungfer, Lampen und Olivenöl in ihrem kulturellen und historischen Kontext.

Andere inhaltliche Auffälligkeiten: Diskussion offener Fragen, etwa zur Anzahl der Mädchen oder der Logik des nächtlichen Öleinkaufs.

Einordnung des Gleichnisses in den Kontext: Verortung des Gleichnisses in der Endzeitrede Jesu und Diskussion der theologischen Implikationen bezüglich des Kommens des Menschensohns.

Schlüsselwörter

Gleichnis der törichten Jungfrauen, Matthäus-Evangelium, Exegese, Wachsamkeit, Bräutigam, Nächstenliebe, Textkritik, Wortsemantik, παρθένος, Endzeitrede, Theologie, Bibelanalyse, Gleichnisforschung, neutestamentliche Wissenschaft, Egoismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Gleichnis der „törichten Jungfrauen“ (Mt 25,1-13) mit dem Ziel, sowohl das methodische Verständnis des Textes zu schärfen als auch kritische Fragen zum moralischen Verhalten der beteiligten Personen zu stellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit befasst sich mit der Textkritik, der sprachlich-syntaktischen Struktur, der Bedeutung spezifischer Begriffe im historischen Kontext sowie der moralischen Einordnung des Gleichnisses in die Endzeitrede Jesu.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die interne Logik des Gleichnisses zu verstehen und zu hinterfragen, ob die „schlaue“ Handlung der klugen Jungfrauen mit christlichen Grundwerten wie der Nächstenliebe vereinbar ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Der Autor nutzt exegetische Methoden, insbesondere die Textkritik zur Rekonstruktion des griechischen Grundtextes sowie eine sprachlich-syntaktische und wortsemantische Analyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die textkritische Analyse, die sprachliche Untersuchung der Gliederung, die semantische Bestimmung zentraler Begriffe sowie eine Diskussion inhaltlicher Auffälligkeiten wie des nächtlichen Öleinkaufs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gleichnisforschung, Endzeitrede, Nächstenliebe, Exegese, Wachsamkeit und die Analyse biblischer Begriffe wie Brautjungfer und Öl.

Warum wird die Bezeichnung „Brautjungfer“ für das griechische Wort „παρθένος“ bevorzugt?

Der Autor argumentiert, dass die heute übliche Übersetzung „Jungfrau“ sexuelle Konnotationen trägt, die für das Gleichnis irrelevant sind, während „Brautjungfer“ die funktionale Rolle innerhalb des Hochzeitsszenarios besser trifft.

Welche Problematik sieht der Autor beim Verhalten der klugen Mädchen?

Die „Nicht-Genug-Problematik“: Der Autor kritisiert, dass das Verhalten der klugen Mädchen, ihren Vorrat nicht zu teilen, in einem spannungsreichen Widerspruch zum Gebot der Nächstenliebe steht.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des Bräutigams?

Der Bräutigam wird im Kontext der Endzeitrede als Repräsentant Jesu gesehen, wobei sein unerwartetes Kommen und das spätere Verschließen der Tür kritisch hinsichtlich der orientalischen Gastfreundschaft und der theologischen Botschaft hinterfragt werden.

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Details

Title
Fünf Egoistinnen und die große Party. Das Gleichnis der "törichten Jungfrauen" (Mt 25,1-13)
College
University of Frankfurt (Main)  (Evangelische Theologie)
Grade
2,3
Author
Chris Aumann (Author)
Publication Year
2016
Pages
19
Catalog Number
V367030
ISBN (eBook)
9783668456990
ISBN (Book)
9783668457003
Language
German
Tags
Gleichnis Jesus Endzeit Theologie Matthäus Bibel Törichte Jungfrauen Exegese
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Chris Aumann (Author), 2016, Fünf Egoistinnen und die große Party. Das Gleichnis der "törichten Jungfrauen" (Mt 25,1-13), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367030
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