Fachpraktikum Sport. Methoden und Hospitationen


Praktikumsbericht / -arbeit, 2016

16 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Erwartungen an das Fachpraktikum Sport

2. Hospitationen
2.1. Hospitation („Arbeitsverhalten der Schüler“)
2.2. Hospitation („Unterrichtsstörungen“)
2.3. Hospitation („Didaktischer Aufbau der Unterrichtsstunde“)
2.4. Hospitation („Didaktischer Aufbau“)
2.5. Hospitation („Impulsgebung des Lehrers“)
2.6. Hospitation (Soziales Verhalten)

3. Unterrichtsplanungen
3.1. Verlaufsplanung 01
3.2. Reflexion 01
3.3. Verlaufsplanung 02
3.4. Reflexion 02

4. Fazit und Ausblick

1. Erwartungen an das Fachpraktikum Sport

Vom Praktikum erwarte ich viele neue Eindrücke aus der Schule mitnehmen zu können. Ich wünsche mir, die Kinder kennen und einschätzen zu lernen und vor allem zu lernen, wie Lehrer den Alltag meistern, mit Schülern umgehen und schwierige Situationen bewältigen. Insbesondere bin ich gespannt darauf, wie mit Unterrichtsstörungen umgegangen wird. Außerdem interessieren mich die unterschiedlichen Lehrwege, Unterrichtsgestaltungen und Methodenauswahl des Lehrers.

Ich hoffe, dass sowohl die Kinder als auch das Kollegium mich als Lehrperson annehmen und wir gegenseitig voneinander profitieren können. Insgesamt wünsche ich mir zahlreiche Anregungen und Ideen für meine eigenen Unterrichtsversuche, sowie für den späteren Lehrerberuf mitzunehmen.

Außerdem würde ich gerne die Lehrerzimmer-Atmosphäre der Schule mitbekommen um dort auch Erfahrungen zu sammeln wie der Lehrerberuf außerhalb des Klassenzimmers und der Sporthalle aussieht. Denn vor allem der Umgang im Kollegium, die Beziehungen zu anderen Lehrern und Lehrerinnen und der Schulleitung ist für meinen angestrebten Beruf von enormer Bedeutung, da auch in dieser Hinsicht viel davon abhängt, ob man seinen Beruf zufrieden oder gehetzt und getrieben ausübt.

Meine Befürchtungen sind vor allem bei schwierigen Klassen und Schülern, die die Lehrer allgemein und auch mich als Praktikanten nicht akzeptieren. Ich erhoffe mir zu lernen mit dem Alltag und insbesondere mit schwierigen Situationen umzugehen und mir ein gewisses Durchsetzungsvermögen anzueignen. Weiterhin will ich etwas über den Umgang mit den Schülern lernen und sehen, wie ich mit ihnen zurechtkomme und auch wie ich bei den Schülern ankomme.

Nach einigen Hospitationsstunden, nachdem ich die Klasse kennengelernt habe, möchte ich dann gerne meine eigene Unterrichtseinheit planen und durchführen. Bei der Nachbesprechung dieser erhoffe ich mir konstruktives Feedback und Verbesserungsvorschläge, die ich in die Zukunft mitnehmen kann.

2. Hospitationen

2.1. HOSPITATION („ARBEITSVERHALTEN DER SCHÜLER“)

2.1.1. Aufgabenverst ä ndnis

Zu Beginn der Stunde bekamen die SuS die Aufgabe sich aufzuwärmen. Dies sollte in 2 Teilen geschehen. Zuerst wurde im Hallenteil warm gelaufen. Anschließend bildeten die SuS einen großen Kreis und machten Dehn- und Streckübungen. Jeder Schüler sollte eine Übung vormachen. Diese Aufgaben sind eine Routine für jede Unterrichtsstunde, sodass nicht sehr viel dazu gesagt werden musste und die Schüler genau wussten was zu tun ist. Niemand musste nachfragen. Der Begriff „Aufwärmen“ hat bei den Schülern eine ganz klare Assoziation.

Der Hauptteil des Sportunterrichts bestand nun in einer Übung zur Teamfähigkeit. Das wurde über eine Variation von Völkerball realisiert. Dieses Spiel sollte bei SuS dieser Altersklasse sehr bekannt sein, sodass auch hier keine Verständnisprobleme auftraten und lediglich die Variation mit 2 Stehenden Weichböden erklärt werden musste. Kleinere Probleme gab es nur bei der Verständigung innerhalb der Gruppe, wer als „Hintermann“ fungieren sollte.

2.1.2. Aufmerksamkeit/Konzentration

Die Aufmerksamkeit in dieser Gruppe wurde oft durch Einzelne gestört. Da die Konzentrationstoleranz in dieser Gruppe sowieso sehr gering ist, werden sie sehr schnell durch kleinere Ablenkungen unruhig und bringen sich dann gegenseitig dazu, unkonzentriert zu sein. Beim Aufwärmen äußerte es sich dadurch, dass durch Ablenkungen eines Schülers einige andere Schüler das Aufwärmen stoppten um dem Schüler ihre Aufmerksamkeit zu geben. Scheinbar ohne es zu merken verging ein großer Teil der Zeit, ohne dass sie sich warm gemacht hätten.

2.1.3. Anstrengungsbereitschaft

Die Anstrengungsbereitschaft hat nur sehr geringe Ausmaße. Vor allem bei den Schülerinnen scheint nur sehr wenig Motivation für sportliche Betätigung vorhanden zu sein. Das sieht man nicht zuletzt an der hohen Anzahl an Mädchen, die auf der Bank sitzen („Sportsachen vergessen“, Krankmeldung, etc.) oder gar nicht erst anwesend sind. Die Schülerinnen, die teilnehmen überlassen das Laufen und Werfen beim Völkerball sehr

gerne den Jungen. Dazu bietet sich Völkerball gut an, denn man kann dem Ball zu jeder

Zeit ausweichen.

Die Jungen hingegen strengen sich sehr an bei diesem Spiel, lassen sich jedoch immer wieder zu Albernheiten hinreissen, so dass andere dadurch wieder demotiviert werden und schnell ihren Wettkampfgeist verlieren.

2.1.4. Arbeitstempo

Der Auf- und Abbau klappte sehr gut und wurde schnell ausgeführt, allerdings musste sie mehrmals dazu aufgefordert werden. Einige der SuS hielten sich dennoch bei dieser Arbeit sehr zurück.

2.1.5. Fazit

An dieser Doppelstunde wurde sehr schnell deutlich, dass in dieser Klasse sehr intensiv an Sozialverhalten wie Fairness, Kooperation und Teamfähigkeit gearbeitet werden muss und dass eine tiefere Auseinandersetzung mit einzelnen Techniken von Sportarten nicht ratsam ist. Diese Gruppe kann über spielerische Aktivitäten und Mannschaftssportarten sehr gut in sozialen Kompetenzen unterrichtet werden, was allerdings schon in den Weiterführenden Schulen hätte passieren sollen. Nichtsdestotrotz ist das meiner Meinung nach der richtige Weg, um diesen SuS die auf ihrem beruflichen Bildungsweg notwendigen Kompetenzen mitzugeben und sie mit Fähigkeiten auszustatten die für den Beruf unerlässlich sein werden.

2.2. HOSPITATION („UNTERRICHTSSTÖRUNGEN“)

In der zweiten Doppelstunde am selben Tag habe ich mich auf die Unterrichtsstörungen durch Schüler konzentriert, da dieser Gesichtspunkt gerade im Sportunterricht von großer Bedeutung für das Lernverhalten der gesamten Gruppe ist.

2.2.1. Welche St ö rungen gab es: Erscheinungsformen

- Verbales Störverhalten (schwatzen, vorlautes Verhalten, Kichern, Zwischenrufe, Beleidigungen)
- Mangelnder Lerneifer (geistige Abwesenheit, Desinteresse, Unaufmerksamkeit)
- Motorische Unruhe (zappeln, kippeln, herumlaufen)

2.2.2. Warum st ö ren die Sch ü ler?

- Aufmerksamkeit und Anerkennung seitens der Klasse
- Das fiel vor allem bei einem Schüler auf, wodurch der gesamt Klassenverband sehr gestört und beeinflusst wurde. Andere SuS wurden ebenfalls sofort animiert die Aufgabenstellung des Lehrers zu ignorieren und die Aufmerksamkeit vom Unterrichtsgeschehen abzulenken.

- Suche nach Wertschätzung ( Nicht-Ernst-Genommen-Fühlen) durch Lehrkräfte
- Sinnhaftigkeit im schulischen und unterrichtlichen Geschehen
- Wenn für einige Schüler die Sinnhaftigkeit des Unterrichtes nicht ersichtlich ist, werden sie vor allem durch sich selbst sehr schnell abgelenkt. In unserem Fall könnte das ein treffender Grund sein und hier könnte man abwägen, ob es an der Unwissenheit des Schülers liegt oder ob er sich grundsätzlich in einer rebellischen Art gibt.

- fehlende soziale Kompetenz
- fehlende Lernkompetenz, Konzentrationsvermögen, Ausdauer, Leistungsbereitschaft, Lernstrategien
- fehlende Reflexionsfähigkeit in Bezug auf das eigene Verhalten

2.2.3. Pr ä vention durch

1. „Guter Start“ mit allgemeiner Aufwärmphase
2. breite Aktivierung (jeder macht mit)
3. Unterrichtsfluss
4. klare Regeln (mit notwendigem Einschreiten des Lehrers)
6. kurzweiliger und interessanter Sportunterricht

2.2.4. Fazit

Mir ist aufgefallen das Unterrichtsstörungen und Disziplinkonflikte angstfrei und als etwas völlig Normales im Unterrichtsgeschehen verstanden werden können. Es gibt keinen Störungsfreien Unterricht und deshalb sollte die Lehrerrolle schlicht angenommen, konstruktiv erlebt und gestaltet werden. Außerdem können manche Störungen sind nicht durch den Lehrer/die Lehrerin behoben werden, so dass die Schüler dazu angehalten sind Konflikte selbst zu lösen und dadurch ebenfalls in ihren eigenen Sozialkompetenzen gestärkt werden. Einiges an Unterrichtsstörungen kann auch als verschlüsselte Botschaft gesehen werden, so dass in diesen Störungen eine gewisse Art von Reflexion für den eigenen Unterricht gesehen werden kann.

2.3. HOSPITATION („DIDAKTISCHER AUFBAU DER UNTERRICHTSSTUNDE“)

2.3.1.Einstieg; Problemverst ä ndnis, inhaltliche Angemessenheit, Motivation, Alternativen

Zum Beginn der Unterrichtsstunde, nach gründlichem Aufwärmen durch Warmlaufen und Dehnübungen im großen Kreis, bekamen die SuS die Aufgabe sich kleine Spiele zu überlegen. Wenn ein Vorschlag gemacht wurde, musste dieser auch der gesamten Klasse laut und deutlich erklärt werden. Hier konnte jedes Klassenmitglied sich einbringen und zur Gestaltung der Stunde nach eigenen Vorstellungen etwas beitragen, wodurch sowohl eine hohe Motivation geschaffen war, als auch eine Möglichkeit zu selbst überlegten Alternativen.

2.3.2. Lernschrittaufbau; Unterrichtsziele, organisch - folgerichtig, Abstraktionsgrad

- Zuerst erklärt der Lehrer den Ablauf der Unterrichtsstunde
- Anschließend werden Vorschläge aus der Klassengemeinschaft entgegen genommen
- Der Schüler, der das Spiel vorgeschlagen hat, muss das Spiel der ganzen Klasse erklären
- Aufkommende Fragen zu Regeln und Ablauf werden geklärt
- Das Spiel wird durchgeführt
- Diskussion über Schwierigkeiten bei den Regeln und anschließende Änderung der Regeln
- Das Spiel wird erneut durchgeführt
- Dann dürfen die Schüler erneut Vorschläge machen und es kommt zur erneuten Durchführung

Das Ziel dieser Sammlung von kleinen Spielen bestand darin den SuS ein Möglichkeit zu geben sich selbst in den Unterricht einzubringen und ihn mitzugestalten. Außerdem wurde ihre Klassengemeinschaft durch diese Spiele gestärkt, da sie gemeinsam Spiele und Regelabwandlungen erarbeitet und anschließend erfolgreich durchgeführt haben.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Fachpraktikum Sport. Methoden und Hospitationen
Note
1,0
Jahr
2016
Seiten
16
Katalognummer
V367114
ISBN (eBook)
9783668464261
ISBN (Buch)
9783668464278
Dateigröße
632 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Praktikum, Sport, Schule, Lehrer, Unterricht, Methoden, Schüler, Bericht, Verlaufsplan
Arbeit zitieren
Anonym, 2016, Fachpraktikum Sport. Methoden und Hospitationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367114

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