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Prozesse der Medialisierung als Herausforderung für das Leitmedium TV. Spartensender als Bewältigungsstrategie

Titel: Prozesse der Medialisierung als Herausforderung für das Leitmedium TV. Spartensender als Bewältigungsstrategie

Hausarbeit , 2013 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Stefan Herber (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Fernsehen gilt bis heute trotz der massiven Konkurrenz durch das Internet als "Leitmedium". Während in der Medienpraxis hierüber weitgehender Konsens zu herrschen scheint, bejahen Medien- und Kommunikationswissenschaft diese These zurückhaltender. Vor allem unter Jugendlichen nehmen zunehmend das Internet, allen voran mit Inhalten und Funktionen sozialer Netzwerke, diese Funktion ein.

Inwiefern verschiedene Medien in ihrer jeweiligen Bedeutung für Gesellschaften Hierarchien bilden, lässt sich besonders gut am Begriff des Leitmediums festmachen. Zwar hängen, wie im Folgenden offenbart werden wird, mit diesem gewisse theoretische und methodische Schwierigkeiten zusammen, dennoch kann er als ein gewisser Gradmesser gelten. Nach einer begrifflichen Festlegung des "Leitmediums" soll daher eine genauere Betrachtung von Medialisierungskonzepten und Spartensendern stattfinden. Über eine konzeptionelle Eingrenzung der Begrifflichkeiten entlang des Erkenntnisinteresses bezüglich eines möglichen Zusammenhanges von Medialisierung und der verstärkten Etablierung von Spartensendern, soll abschließend eine Diskussion darüber stattfinden, inwiefern Spartenprogramme den Status des Fernsehens als möglicherweise anzuerkennendes Leitmedium v.a. angesichts der Konkurrenz durch das Internet stützen können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 LEITMEDIEN UND MEDIALISIERUNG: FERNSEHEN, INTERNET UND DAS PHÄNOMEN „SPARTENSENDER“

2.1 LEITMEDIUM

2.1.1 Definition und Kriterien

2.1.2 Fernsehen oder Internet: Empirie und Einschätzungen

2.2 MEDIALISIERUNG

2.2.1 Theoretischer Überblick

2.2.2 Konzeptionelle Einengung: Medialisierung und Mediatisierung

2.3 SPARTENSENDER

2.3.1 Definition und Geschichte

2.3.2 Angebot, Nutzung und Strategien

3 DISKUSSION

3.1 SPARTENSENDER: PHÄNOMEN DER MEDIALISIERUNG/MEDIATISIERUNG?

3.2 AUSBLICK: SPARTENSENDER ALS RETTUNG DES LEITMEDIUMS TV?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die zunehmende Ausdifferenzierung des Fernsehmarktes durch Spartensender als eine Bewältigungsstrategie für den durch das Internet unter Druck geratenen Status des Fernsehens als Leitmedium interpretiert werden kann. Dabei steht die theoretische Einordnung in Prozesse der Medialisierung bzw. Mediatisierung im Zentrum der Analyse.

  • Wissenschaftliche Definition und Bestimmung des Begriffs „Leitmedium“.
  • Analyse des Wandels der Mediennutzung im Kontext von Fernsehen und Internet.
  • Vergleichende Untersuchung medialisierungstheoretischer Ansätze zur Erklärung sozialen Wandels.
  • Strukturelle Betrachtung der Entstehung, Definition und Strategien von Spartensendern.
  • Diskussion über das Potenzial von Spartenprogrammen zur Stützung des TV-Leitmedienstatus.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Definition und Kriterien

Dieser Vielseitig- und Vieldeutigkeit von „Leitmedium“ gemäß existieren in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften zahlreiche Ansätze zur Konkretisierung dieses Phänomens. Dennoch fehlt eine „allgemein anerkannte Definition“ (vgl. Jarren/Vogel 2011: 17).

Eine trotzdem in Publikationen zum Thema Leitmedien häufig herangezogene Definitionsgrundlage (vgl. a.a.O.: 18 und Burdekat 2010: 266) liefert Jürgen Wilke. Innerhalb der fünf verschiedenen wissenschaftlichen Erklärungsversuche, welche Otfried Jarren und Martina Vogel ausmachen und die sich jeweils unter „Bezugnahme“ auf verschiedene Bereiche von Kriterien differenzieren, ordnen sie Wilkes Ansatz der „Bezugnahme auf soziale Gruppen“ zu (vgl. Jarren/Vogel 2011: 17-20). Als Leitmedium bezeichnet wird demnach ein solches Medium, welchem „gesellschaftlich eine Art Leitfunktion zukommt, dem Einfluß [sic] auf die Gesellschaft und auf andere Medien beigemessen wird“ (Wilke 1999: 302).

Als besonders geeignet für das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit erweist sich Wilkes Ansatz, da er die Leitfunktion von Medien einerseits sowohl im Hinblick auf die spezifische Mediennutzung verschiedener Publika, als auch, andererseits, auf den Produktionsprozess von Medieninhalten betrachtet. Anders als die weiteren theoretischen Ansätze, welche das Leitmedium durch die Bezugnahme auf entweder historische Phasen, die soziale Vermittlungsstruktur, bestimmte Vermittler oder erzielte Wirkungen spezifizieren (vgl. Jarren/Vogel 2011: 17-20), erlauben Wilkes Kriterien eine umfassendere Perspektive. Während erstere entweder auf das Mediensystem als Ganzes und/oder bestimmte Instanzen und Strukturen verweisen und somit hauptsächlich einen Top-Down-Blickwinkel zentrieren, eröffnen die von Wilke ausgemachten Indikatoren „Verbreitung und Reichweite“, „Verbreitung und Reichweite bei der Elite“, „Bindung“, „Mediennutzung der Journalisten“, „Expertenurteile“, „publizistische Leitfunktion“ sowie „Zitierhäufigkeit“ zudem eine Bottom-Up-Perspektive und machen es somit möglich, Dynamiken und mithin Anhaltspunkte für Prozesse des Aufkommens und Niedergangs von Leitmedien zu erhalten. Zudem ist die Bezugnahme auf unterschiedliche soziale Gruppen im Kontext des Erkenntnisinteresses am Besten anwendbar, weil sie es erleichtert, den Leitmedienstatus von Fernsehen und Internet gerade unter den Bedingungen der sich immer weiter ausdifferenzierenden Rezipientengruppen, Technologien und Märkte zu bestimmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problematik des sich verändernden Mediennutzungsverhaltens und die Konkurrenz zwischen Fernsehen und Internet ein und benennt das zentrale Thema der Medialisierung.

2 LEITMEDIEN UND MEDIALISIERUNG: FERNSEHEN, INTERNET UND DAS PHÄNOMEN „SPARTENSENDER“: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Grundlagen zum Leitmedium-Begriff, diskutiert Konzepte der Medialisierung und Mediatisierung und beschreibt die Entstehung und Strategien von Spartensendern.

3 DISKUSSION: Die Diskussion verknüpft die theoretischen Ansätze mit der empirischen Marktentwicklung und reflektiert das Potenzial von Spartenprogrammen, den Status des Fernsehens als Leitmedium zu stützen.

Schlüsselwörter

Leitmedium, Medialisierung, Mediatisierung, Fernsehen, Internet, Spartensender, Medienwandel, Medienlogik, Zielgruppenorientierung, Medienkonvergenz, Rundfunk, Nutzungsgewohnheiten, Soziologie, Medienforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Strukturwandel des Fernsehens angesichts der Internetkonkurrenz und untersucht, ob Spartensender als strategische Antwort auf Prozesse der Medialisierung dienen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind der Leitmedien-Begriff, die theoretische Abgrenzung von Medialisierung und Mediatisierung sowie die ökonomische und inhaltliche Ausdifferenzierung des Fernsehmarktes durch Spartenprogramme.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob und wie Spartensender zur Rettung oder Stützung des Status des Fernsehens als Leitmedium beitragen können, unter Berücksichtigung des veränderten Mediennutzungsverhaltens.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Daten zur Mediennutzung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung (Leitmedium), eine theoretische Auseinandersetzung mit Medialisierungs-Konzepten und eine detaillierte Betrachtung der Definition, Geschichte und Strategien von Spartensendern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Leitmedium, Medialisierung, Mediatisierung, Spartensender, Medienwandel und Zielgruppenorientierung.

Inwiefern unterscheiden sich Spartensender von klassischen Vollprogrammen?

Während Vollprogramme ein breites Spektrum an Inhalten für die Allgemeinheit bieten, spezialisieren sich Spartensender auf gezielte Genres oder spezifische Zielgruppen, um in einem fragmentierten Markt zu bestehen.

Warum wird der sozialkonstruktivistische Mediatisierungsbegriff nach Krotz bevorzugt?

Der Autor argumentiert, dass dieser Ansatz durch seine handlungstheoretische Perspektive und die Berücksichtigung von Kontextfaktoren besser geeignet ist, die komplexe Mediennutzung und den Medienwandel zu erklären als rein institutionelle Ansätze.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Prozesse der Medialisierung als Herausforderung für das Leitmedium TV. Spartensender als Bewältigungsstrategie
Hochschule
Universität Trier
Note
1,7
Autor
Stefan Herber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V367125
ISBN (eBook)
9783668457478
ISBN (Buch)
9783668457485
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medialisierung Mediatisierung TV Spartensender Leitmedium Fernsehen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Herber (Autor:in), 2013, Prozesse der Medialisierung als Herausforderung für das Leitmedium TV. Spartensender als Bewältigungsstrategie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367125
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Leseprobe aus  20  Seiten
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