Diese Hausarbeit soll die theoretischen Überlegungen zu Thematiken wie u.a. Opfermythos und Heldenkult von der rein theoretischen Ebene auf eine praktische Anwendung ausdehnen. Dazu sollen nach einer zunächst aus formalen Gründen erfolgenden Erläuterung der theoretischen Erkenntnisse aus einem zurückliegenden Referat jene Überlegungen in Beziehung zu Aussagen aus einer nationalsozialistischen Propagandaquelle gesetzt werden. Bei besagtem Propaganda-Werk soll es sich um kein Geringeres als das von Adolf Hitler selbst verfasste politische Manifest „Mein Kampf“ handeln. Demzufolge werden also von A. Hitler erfolgte Willenserklärungen in einem direkten Kontext mit den heute vorliegenden Forschungsstand gestellt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung und Forschungsdesign
Rückblick auf die theoretische Basis
1. Das unbesiegte Heer
2. Leitbild des tapferen Soldaten
3. Soldaten als (kindliche) Idole
4. Invaliden- und Veteranenkult
Vorstellung des Untersuchungsobjektes
Zwischenfazit und Erläuterung weiterer Schritte
Analyse
Auswertung & Bewertung
Fazit und Kritik
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Ambivalenzen in der nationalsozialistischen Propaganda unter besonderer Berücksichtigung des Opfermythos und Heldenkults. Ziel ist es, theoretische Erkenntnisse über die Instrumentalisierung von Heldenbildern in Hitlers „Mein Kampf“ praktisch anzuwenden und die zugrunde liegende Logik der Helden- und Opferprogrammatik aufzudecken.
- Analyse nationalsozialistischer Propagandaquellen
- Untersuchung von Heldenbildern und Opfermythos
- Verknüpfung von Theorie und praktischer Anwendung
- Identifikation ideologischer Logikmuster in „Mein Kampf“
- Kritische Reflexion der Heldenkonstruktion
Auszug aus dem Buch
Vorstellung des Untersuchungsobjektes:
Die Grundlage für den praktischen Teil dieser Untersuchung, in denen ein Bestandteil der nationalsozialistischen Propaganda in einen Kontext mit den theoretischen Fundament gesetzt werden soll, bildet ein politisches Manifest des nationalsozialitischen Führers A. Hitler. In der Version: "Adolf Hitler - Mein Kampf - Band 1 und 2 (855. Auflage 1943, 818 Seiten)". Ursprünglich herausgegeben durch den Zentralverlag der NSDAP, Frz. Eher. Nachf., GmbH München. Frei verfügbare Webversion.
Das Werk „Adolf Hitler- Mein Kampf“ besteht aus zwei Bänden und ist eine politisch motivierte und ideologisierte Propagandaschrift, die den Werdegang A. Hitlers und seine Weltanschauung darstellen soll. Es entstand während Hitlers Festungshaft nach dem gescheiterten Hitler-Ludendorff-Putsch. Das Buch stellt Hitlers Ideologie und seine teils abstrusen und menschenverachtenden Thesen anschaulich dar.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung und Forschungsdesign: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Ambivalenzen der NS-Propaganda durch eine Untersuchung von Heldenbildern in Adolf Hitlers „Mein Kampf“ praktisch zu analysieren.
Rückblick auf die theoretische Basis: Dieses Kapitel erläutert die Konzepte des „Neuen Nationalismus“ und definiert vier signifikante Heldentypen, die als Basis für die weitere Analyse dienen.
Vorstellung des Untersuchungsobjektes: Hier wird das Werk „Mein Kampf“ als primäre Quelle für die praktische Untersuchung vorgestellt und in seinen historischen Entstehungskontext eingeordnet.
Zwischenfazit und Erläuterung weiterer Schritte: Das Kapitel überleitet von der theoretischen Fundierung hin zur konkreten operativen Analyse von zehn ausgewählten Zitaten.
Analyse: In diesem zentralen Teil werden zehn Zitate aus „Mein Kampf“ im Hinblick auf die vier festgelegten Heldentypen untersucht und interpretiert.
Auswertung & Bewertung: Die Ergebnisse der Zitat-Analyse werden zusammengeführt, wobei eine spezifische Logik der Helden- und Opferprogrammatik identifiziert wird.
Fazit und Kritik: Die Arbeit resümiert den Erfolg der praktischen Anwendung, kritisiert jedoch die Selektivität der Zitat-Auswahl und die vergebliche Suche nach Ambivalenzen.
Schlüsselwörter
Nationalsozialismus, Propaganda, Heldenkult, Opfermythos, Mein Kampf, Adolf Hitler, Erster Weltkrieg, Ultranationalismus, Kriegsheld, Ideologie, Veteranenkult, Dolchstoßlegende, Soldatentum, Erziehung, Volksgemeinschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der nationalsozialistischen Propaganda und der Art und Weise, wie Heldenbilder und Opfermythen genutzt wurden, um die NS-Ideologie zu stützen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der Heldenkult im NS-Staat, die Instrumentalisierung des Ersten Weltkriegs, die Bedeutung von Opferbereitschaft sowie die erzieherische Formung der Jugend zu Kriegern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die praktische Anwendung theoretischer Konzepte zu Heldenbildern auf das Werk „Mein Kampf“, um die ideologische Logik der NS-Propaganda aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse von ausgewählten Zitaten aus Hitlers „Mein Kampf“, die mit einem theoretischen Raster aus vier definierten Heldentypen abgeglichen werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung von vier Heldentypen, eine Vorstellung der Quelle und eine detaillierte, zitatbasierte Analyse der Helden- und Opferthematik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Heldenkult, Opfermythos, Propaganda, Nationalsozialismus, Mein Kampf und die spezifischen Heldentypen wie das „unbesiegte Heer“.
Warum konnte die Suche nach Ambivalenzen nicht wie erwartet abgeschlossen werden?
Die Untersuchung ergab keine widersprüchlichen Ambivalenzen innerhalb der ausgewählten Zitate, sondern zeigte eine sehr kohärente und zielführende Logik der Propaganda auf.
Welche Rolle spielt die „nordische Mythologie“ in der Analyse?
Die nordische Mythologie wird als ein Element des Opfermythos identifiziert, das durch Begriffe wie „Walhall“ dem Opfertod eine religiöse Überhöhung und Unbesiegbarkeit verleiht.
Was ist die Bedeutung der „Blutzeugen“ im Kontext der Heldenkonstruktion?
Die „Blutzeugen“ des gescheiterten Hitler-Ludendorff-Putsches werden als erste eigene Helden des NS-Staates interpretiert, die durch ihren Tod in den Dienst der Ideologie gestellt wurden.
- Arbeit zitieren
- Jonas Afair (Autor:in), 2017, Von Opfermythos und Heldenkult. Praktische Untersuchung nationalsozialistischer Propaganda anhand von Hitlers "Mein Kampf", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367137