In dieser Facharbeit werde ich die Luftverschmutzung der Schurenbachhalde in Altenessen sowie eines Waldgebietes der Margarethenhöhe nachweisen. Dies werde ich mit Hilfe von Flechten machen, in dem ich diese als Bioindikator verwende. Dabei stellt sich dich Frage, ob die Luft der Margarethenhöhe qualitativ besser ist als die der Schurenbachhalde. Den Grund für diese Annahme liefern die Umgebungen dieser Standorte. Die Margarethenhöhe liegt in einem natürlichen, verkehrsarmen Ort und sollte deshalb saubere Luft besitzen. Die Schurenbachhalde hingegen hat ein hohes Verkehrsaufkommen und liegt nicht weit von Betrieben entfernt, welche Schadstoffe produzieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was versteht man unter Flechten?
2.1 Anatomie und Fortpflanzung von Flechten
2.2 Flechtenarten
3. Flechten als Bioindikatoren
3.1 Erklärung des Begriffes Bioindikator
3.2 Bestimmung von Umweltfaktoren mithilfe von Flechten
4. Methode
5. Waldgebiet auf der Margarethenhöhe
5.1 Beschreibung des Gebietes und der Umgebung
5.2 Flechtenvorkommen
6. Schurenbachhalde in Altenessen-Nord
6.1 Beschreibung des Gebietes und der Umgebung
6.2 Flechtenvorkommen
7. Vergleich und Deutung des Flechtenvorkommens der beiden Gebiete
8. Gründe für die Luftverschmutzung
Zielsetzung und Themen
Diese Facharbeit verfolgt das Ziel, die Luftqualität an zwei unterschiedlichen Standorten in Essen – einem Waldgebiet auf der Margarethenhöhe und der Schurenbachhalde – anhand des Vorkommens verschiedener Flechtenarten als Bioindikatoren zu untersuchen und zu vergleichen.
- Biologische Grundlagen der Flechten als Symbiose
- Methodik der Bioindikation zur Bestimmung von Umweltbelastungen
- Vergleichende Analyse des Flechtenvorkommens an zwei Essener Standorten
- Einfluss von Verkehrsaufkommen und Industrie auf die Luftqualität
- Interpretation von ökologischen Daten zur Luftverschmutzung
Auszug aus dem Buch
Flechten als Bioindikatoren
Als Bioindikatoren bezeichnet man grundsätzlich Organismen, welche auf die Veränderung ihrer Umwelt reagieren und somit eine oder mehrere Informationen über den qualitativen Zustand dieser liefern. Dabei unterscheidet man zwischen Reaktionsindikatoren und Akkumulationsindikatoren. Akkumulationsindikatoren sammeln Schadstoffe an, ohne sich dabei stark selbst zu schädigen, während Reaktionsindikatoren meist sofort Schäden aufweisen. Man verwendet diese Indikatoren auf drei verschiedene Weisen: Als Zeigerorganismus, Testorganismus und Monitororganismus. Zeigerorganismen können nur unter bestimmten Umweltbedingungen leben, weshalb man bei Vorkommen oder nicht Vorkommen dieser Organismen Rückschlüsse auf die Umwelt ziehen kann, während Testorganismen auf verschiedenste Weise im Labor eingesetzt werden, um Untersuchungen durchzuführen. Monitororganismen hingegen liefern durch ihr spezifisches Verhalten gegenüber Schadstoffen Nachweise von Immissionswirkungen ihres Standortes.
Flechten sind Epiphyten, also Pflanzen, die auf anderen Pflanzen wachsen und sich trotzdem eigenständig ernähren. Um überhaupt überleben zu können, beziehen sie Wasser und andere wichtige Nährstoffe aus ihrer unmittelbaren Umwelt. Ist die Luft jedoch mit Schadstoffen belastet, sind die Flechten diesen ausgesetzt. Sie haben weder einen Schutzmechanismus, noch die Möglichkeit Nährstoffe von Schadstoffen zu unterscheiden. So wird das Zusammenleben zwischen Pilz und Alge immens gestört, was die Flechten oft nach außen hin zeigen. Sie fangen beispielsweise an zu zerfallen oder verschwinden komplett aus dem verschmutzten Gebiet. Das macht nicht nur die einzelne Flechte an sich, sondern auch ihre Vegetation zu einem Indikator für verschiedenste Veränderungen, was sie neben Monitororganismen auch zu Zeigerorganismen macht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, ob die Luftqualität auf der Margarethenhöhe besser ist als auf der verkehrsbelasteten Schurenbachhalde.
2. Was versteht man unter Flechten?: Erläuterung der biologischen Struktur als Symbiose zwischen Pilz und Alge sowie ihrer Fortpflanzung und Lebensweise.
3. Flechten als Bioindikatoren: Definition der Bioindikation und Erklärung, warum Flechten aufgrund ihrer Sensibilität gegenüber Schadstoffen als Indikatoren für Luftgüte dienen.
4. Methode: Beschreibung des Vorgehens bei der Feldforschung, der Identifikation und dem Vergleich der Flechtenvorkommen an den beiden Standorten.
5. Waldgebiet auf der Margarethenhöhe: Standortbeschreibung und Dokumentation der dort vorgefundenen Flechtenarten in einem verkehrsarmen Gebiet.
6. Schurenbachhalde in Altenessen-Nord: Standortbeschreibung der Industrie- und verkehrsbelasteten Halde sowie Analyse der dortigen Flechtenbesiedlung.
7. Vergleich und Deutung des Flechtenvorkommens der beiden Gebiete: Zusammenführender Vergleich der Beobachtungen zur Bewertung der Luftqualität beider Standorte.
8. Gründe für die Luftverschmutzung: Erläuterung der Ursachen für die gemessenen Belastungen durch Feinstaub, Stickoxide und Schwefeldioxid in der Stadt Essen.
Schlüsselwörter
Flechten, Bioindikatoren, Luftverschmutzung, Margarethenhöhe, Schurenbachhalde, Symbiose, Mykobiont, Photobiont, Blattflechten, Krustenflechten, Feinstaub, Stickstoff, Schwefeldioxid, Umweltbelastung, Ökologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit?
Die Arbeit untersucht, inwiefern Flechten als biologische Indikatoren geeignet sind, um die unterschiedliche Luftqualität an zwei Essener Standorten wissenschaftlich nachzuweisen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Neben den biologischen Grundlagen von Flechten stehen die Umweltbelastungen durch Industrie und Verkehr sowie die ökologische Methode der Bioindikation im Fokus.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Arbeit geht der Frage nach, ob das Flechtenvorkommen auf der Margarethenhöhe auf eine bessere Luftqualität hindeutet als auf der stärker belasteten Schurenbachhalde.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde eine feldbiologische Bestandsaufnahme durchgeführt, bei der die Flechtenvegetation an den Standorten dokumentiert, bestimmt und mit ökologischen Daten abgeglichen wurde.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Standortbeschreibung, die detaillierte Aufnahme der Flechtenarten und deren anschließende Interpretation im Hinblick auf die lokale Schadstoffbelastung.
Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Bioindikation, Flechten, Luftreinhaltung, Stickstoffbelastung und Immissionswirkung.
Warum spielt die Margarethenhöhe eine Vergleichsrolle?
Sie dient als Referenzstandort für ein verkehrsarmes, naturnahes Gebiet, um die Auswirkungen städtischer Luftverschmutzung besser einordnen zu können.
Welchen Einfluss haben der Schiffsverkehr und die Autobahn auf die Schurenbachhalde?
Der Autor führt die höhere Stickstoff- und Schwefeldioxidbelastung auf der Halde maßgeblich auf die angrenzende Autobahn A42 sowie den Schiffsverkehr auf dem Rhein-Herne-Kanal zurück.
- Arbeit zitieren
- Luca Kiedrowski (Autor:in), 2017, Flechten als Indikatoren für Luftverschmutzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367150