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Friedrich Schillers "Die Götter Griechenlands" versus Johann Wolfgang von Goethes "Willkommen und Abschied". Ein Epochenvergleich

Titel: Friedrich Schillers "Die Götter Griechenlands" versus Johann Wolfgang von Goethes "Willkommen und Abschied". Ein Epochenvergleich

Seminararbeit , 2010 , 10 Seiten , Note: 3

Autor:in: Peter Rackl (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ohne jegliche Zweifel gehören Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe zu den wohl bedeutendsten und außergewöhnlichsten Persönlichkeiten der deutschen Literaturgeschichte. Die Dramen „Kabale und Liebe“ (Schiller, 1784), „Die Räuber“ (Schiller, 1781) oder „Maria Stuart“ (Schiller, 1800) sind ebenso wenig wegzudenken, wie „Faust I“ (Goethe, 1808) oder die lyrischen Meisterwerke wie zum Beispiel „Nänie“ (Schiller, 1800), oder „Der Erlkönig“ (Goethe, 1782). Niemand anderes prägte die Epochen des Sturm und Drang (vgl. „Willkommen und Abschied“-Goethe, 1789) und die der Weimarer Klassik (vgl. „Die Götter Griechenlands“- Schiller, 1788) mehr als eben diese beiden Persönlichkeiten.

Im August 1788 unternimmt Schiller schließlich eine Reise nach Jena, wo er seine erstes Treffen mit Goethe hat. Die Freundschaft zwischen ihm und Johann Wolfgang von Goethe begann jedoch erst 1794, nachdem ihn Schiller bat, an seiner Zeitschrift für Kunst und Kultur (den „Horen“) mitzuarbeiten. Es ist kaum vorstellbar, was die deutsche und internationale Literatur ohne diese beiden Größen der Dramatik, Epik und Lyrik wäre. Daher widmet sich diese Arbeit einem Vergleich ihrer beiden Werke "Die Götter Griechenlands" (Schiller) und "Willkommen und Abschied" (Goethe) in Form, Inhalt und Wirkung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Sturm und Drang - Rebellion des Genies

2.1 Lyrik

3. Weimarer Klassik - Antike Schönheit und moderne Menschlichkeit

3.1 Lyrik

4. „Willkommen und Abschied“ versus „Die Götter Griechenlands“

4.1 Äußere Form

4.2 Überarbeitung der beiden Gedichte

4.3 Erste Eindrücke

4.4 Inhalt

5. Auswirkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die epochenspezifischen Merkmale des Sturm und Drangs sowie der Weimarer Klassik anhand der exemplarischen Gegenüberstellung der Gedichte „Willkommen und Abschied“ von Johann Wolfgang von Goethe und „Die Götter Griechenlands“ von Friedrich Schiller. Dabei wird analysiert, wie diese Werke die jeweiligen literarischen Strömungen repräsentieren und welche Bedeutung die ästhetischen sowie inhaltlichen Unterschiede für das Verständnis der Epochen haben.

  • Charakterisierung der Epoche Sturm und Drang
  • Definition und Ziele der Weimarer Klassik
  • Vergleichende formale und inhaltliche Analyse zweier Schlüsseldichtungen
  • Untersuchung der Überarbeitungsprozesse der Gedichte
  • Nachwirkungen auf zeitgenössische Autoren der Romantik

Auszug aus dem Buch

4.4 Inhalt

Typisch für Schillers Lyrik, werden die Göttergeschichten in „Die Götter Griechenlands“ sehr anschaulich dargestellt. Die einzelnen Verse handeln von Mythen und Einzelgeschichten, in denen sich das Christentum, welches nur „finsteren Ernst“ und „trauriges Entsagen“ (V.41) kennt, und die griechisch-römische Antike begegnen. Schillers Werk enthält die poetische Auffassung der griechischen Welt in der Weimarer Klassik (Die Antike ist das Ideal, aber es wird erkannt, dass diese unwiederholbar ist). Ganz pauschal aufgezeigt, werden zuerst die Götter vorgestellt und einzelne Göttergeschichten erzählt, ehe Schiller beginnt, um die damalige Zeit zu trauern und sich schließlich die Antike wieder herbei sehnt (V.89). Die erste Strophe ist mit der 12. Strophe verbunden: zuerst wird eine schöne Welt erklärt, danach wird nach ihr gefragt. In den Versen fünf bis acht drückt er die Sehnsucht - unter Einbezug der Schönheitsgöttin „Venus Amathusia“ (V.8) – nach der Ästhetik der Antike aus. Durch Geminatio wird dies verdeutlicht: „Wie ganz anders, anders war es da“ (V.6)34. Die Natur wird von Göttern, Halbgöttern und Zauberwesen belebt, deren Leiden durch eine Verwandlung in die Natur nur ganz leise zu vernehmen ist (V.25ff). Eine Welt in der sich Himmlisches und Menschliches miteinander verbindet (V.39f) beschreibt Schiller als die perfekte Landschaft. Sogar der Tod erscheint in der Götterwelt viel sanfter, wird als Enjambement dargestellt („Ein Kuss Nahm das letzte Leben von der Lippe“ V.66f) und verbildlicht somit den Übergang zwischen Leben und Tod.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung von Goethe und Schiller für die deutsche Literatur ein und beleuchtet ihre Freundschaft sowie zeitgenössische Kritik an ihrem Wirken.

2. Sturm und Drang - Rebellion des Genies: Hier werden die historischen Hintergründe, Kernbegriffe und die generelle Auflehnung gegen gesellschaftliche Konventionen dieser Epoche erläutert.

2.1 Lyrik: Dieses Unterkapitel beschreibt die Besonderheiten der Sturm und Drang-Lyrik, insbesondere die Unmittelbarkeit und den Fokus auf das subjektive Ich.

3. Weimarer Klassik - Antike Schönheit und moderne Menschlichkeit: Es wird das Menschenbild und die ästhetische Orientierung der Klassik an der Antike als Idealzustand dargestellt.

3.1 Lyrik: Hier wird der Wandel zur Gedankenlyrik und die Verwendung antiker Formen zur Distanzierung und Harmonisierung erklärt.

4. „Willkommen und Abschied“ versus „Die Götter Griechenlands“: Dieses Kapitel stellt die beiden ausgewählten Gedichte in den direkten Vergleich hinsichtlich ihrer Epochenzugehörigkeit.

4.1 Äußere Form: Die formalen Unterschiede in Strophenbau, Metrik und Reimschema zwischen den beiden Werken werden hier aufgezeigt.

4.2 Überarbeitung der beiden Gedichte: Dieses Kapitel dokumentiert die historischen Überarbeitungsprozesse und Intentionen der Autoren bei der Finalisierung ihrer Texte.

4.3 Erste Eindrücke: Hier werden Entstehungszusammenhänge und die biografische Einordnung der beiden Werke in das Schaffen der Dichter kurz skizziert.

4.4 Inhalt: Dieses Kapitel analysiert detailliert die inhaltliche Gestaltung, die mythologischen Bezüge und die Verwendung sprachlicher Mittel in den Gedichten.

5. Auswirkungen: Hier wird der Einfluss von Goethes und Schillers Werk auf spätere Dichter wie Hölderlin und Heine untersucht.

Schlüsselwörter

Sturm und Drang, Weimarer Klassik, Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe, Erlebnislyrik, Gedankenlyrik, Antike, Humanitätsideal, Willkommen und Abschied, Die Götter Griechenlands, Literaturepochen, Lyrikanalyse, Geniezeit, Epochenumbruch, Naturverständnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen den literarischen Epochen Sturm und Drang sowie der Weimarer Klassik anhand zweier berühmter Gedichte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die poetologische Abgrenzung der Epochen, der Einfluss des antiken Ideals und die individuelle literarische Entwicklung von Goethe und Schiller.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die epochenspezifischen Merkmale anhand konkreter Beispiele aus der Lyrik nachvollziehbar zu machen und die künstlerische Intention der Autoren zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die literaturwissenschaftliche Analyse von Primärtexten im Abgleich mit historischen Kontexten und fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die epochengeschichtliche Einordnung und einen detaillierten Vergleich von Goethes „Willkommen und Abschied“ und Schillers „Die Götter Griechenlands“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Erlebnislyrik, Gedankenlyrik, Genie, Antike, Humanitätsideal sowie die Namen der beiden Dichtergrößen.

Warum spielt die Überarbeitung der Gedichte eine Rolle?

Die Überarbeitungen zeigen, wie sich die ästhetischen Ansprüche der Autoren über die Jahre hinweg gewandelt haben und welche Intentionen sie mit den Änderungen verfolgten.

Welchen Einfluss hatte Schiller auf nachfolgende Dichter?

Die Arbeit zeigt auf, dass Autoren wie Friedrich Hölderlin und Heinrich Heine Schillers „Die Götter Griechenlands“ direkt als Inspiration für eigene Schriften nutzten.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Friedrich Schillers "Die Götter Griechenlands" versus Johann Wolfgang von Goethes "Willkommen und Abschied". Ein Epochenvergleich
Hochschule
Universität Regensburg
Veranstaltung
Basismodul Neuere Deutsche Literaturwissenschaft
Note
3
Autor
Peter Rackl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
10
Katalognummer
V367225
ISBN (eBook)
9783668457782
ISBN (Buch)
9783668457799
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Goethe Schiller Klassik Weimarer Klassik Sturm und Drank Literatur Literaturepochen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Rackl (Autor:in), 2010, Friedrich Schillers "Die Götter Griechenlands" versus Johann Wolfgang von Goethes "Willkommen und Abschied". Ein Epochenvergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367225
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Leseprobe aus  10  Seiten
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