Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Persönlichkeitspsychologie

Die subjektive Bedeutung von Träumen im Alltagsgeschehen. Psychologische und psychoanalytische Traumdeutungen

Eine Kontroverse der Neurowissenschaften

Titel: Die subjektive Bedeutung von Träumen im Alltagsgeschehen. Psychologische und psychoanalytische Traumdeutungen

Diplomarbeit , 2016 , 112 Seiten , Note: 1

Autor:in: Sefika Schwaiger (Autor:in)

Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Träume haben die Menschen seit jeher fasziniert, weil sie uns Nacht für Nacht in eine Welt versetzen, die wir als wirklich erleben und die wir erst nach dem Aufwachen als Phantasie erkennen, wenn wir uns denn überhaupt an sie erinnern. Jeder träumt, und zwar mehrfach pro Nacht. Auch diejenigen, die behaupten, selten oder gar nie zu träumen, träumen! Träume sind überaus facettenreich, sie können vertraut oder fremdartig, emotional oder neutral, bunt oder grau, undeutlich oder klar, bruchstückhaft oder kohärent, bizarr oder alltäglich sein.
Was ist das Ziel dieser Forschungsarbeit, wozu dient sie? Die Ergebnisse können als Beitrag zur psychologischen Beratung angesehen werden, eventuell auch nützlich für Traumdeutung im psychotherapeutischen Kontext.

Träumen, dieses erstaunliche Phänomen eines scheinbaren (oder doch irgendwie realen?) Erlebens im Schlaf führen zu grundsätzlichen Fragen, die die Menschen schon immer bewegten: Warum träumen Menschen - welche Funktionen haben Träume? Was sagen Träume ganz konkret über einen Menschen und seine jeweilige Situation aus? Sind Träume hilfreich zur Bewältigung des Lebens generell oder des Alltagslebens?
Mein Ziel ist es, durch diese Diplomarbeit: im theoretischen Teil aktuelle Interpretationsmodelle darzustellen und Kontroversen, die sie verursachen, aufzuzeigen; sowie im empirischen Teil durch Befragung und Analyse der Antworten einen Einblick zu geben, wie Auskunftspersonen im Alltag Träume erleben, was sie mit ihnen assoziieren und ob sie - direkt oder indirekt – davon Auswirkungen auf ihr Alltagserleben spüren.

Folgende leitende Forschungsfrage, detaillierte Unterfragen wurden formuliert: „Welche subjektive Bedeutung haben Träume im Alltag?“

Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde – nach einer Phase von Recherchen in der Fachliteratur über Theorien und Studienergebnisse zu Träumen – eine empirische Untersuchung durchgeführt. Diese Untersuchung war grundsätzlich quantitativ angelegt, hatte aber auch qualitative Elemente enthalten. Befragt wurden Psychologie-Studierende an der Alpen- Adria Universität Klagenfurt zu Einstellungen und Verhalten hinsichtlich ihrer Träume. Entsprechend diesem Ansatz erfolgte die Datenauswertung sowohl quantitativ (statistisch) als qualitativ (themen- und inhaltsanalytisch). Die Ergebnisse wurden – als Antworten auf die Forschungsfragen – unter dem Aspekt der drei vorgestellten theoretischen Ansätze dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Fragestellung

1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit

2 Verwendete Begriffe und theoretische Zugänge

2.1 Der Traum

2.2 Einige historische Auffassungen zum Traum bis zum Ende des 19. Jahrhunderts

2.2.1 Mesopotamien: Astrologie und der Traum

2.2.2 Das Klassifizieren des Traumes in der römischen Antike

2.2.3 Göttlich inspirierte Traumvisionen im christlichen Mittelalter

2.2.4 Die Rezeption rationaler aristotelischer Auffassungen in Europa

2.2.5 Anthropologische Konzepte von der Antike bis zur Neuzeit

2.2.6 Zwischenfazit

2.3 Theoretische Ansätze und Traumforschung seit 1900

2.3.1 Psychoanalytische Ansätze

2.3.2 Neurophysiologische Ansätze

2.3.3 Psychologische Ansätze

3 Design und Methodik der empirischen Studie

3.1 Datenerhebung

3.2 Datenauswertung

3.3 Beschreibung der Stichprobe

4 Ergebnisse

4.1 Deskription und bivariate Inferenzstatistik zu den geschlossenen Fragen

4.1.1 Erinnerung an Träume

4.1.2 Häufig vorkommende Träume und Traumsymbolik

4.1.3 Persönliche Interpretation

4.1.4 Kommunikation

4.1.5 Beeinflussung durch Träume

4.1.6 Individuelles Achten auf Träume und deren Nützlichkeit

4.2 Multivariate Clusteranalyse: Drei Gruppen von Traumdeutern

4.2.1 Berechnungen

4.2.2 Ergebnis

4.2.3 Überprüfung

4.3 Multivariate Faktoranalyse: Vier wesentliche Einflüsse

4.3.1 Berechnungen

4.3.2 Ergebnis

4.3.3 Überprüfung

4.4 Qualitative Inhaltsanalyse zur allgemeinen Bedeutung von Träumen im Alltag

4.4.1 Vorgehensweise und Gruppensichten

4.4.2 Kategorien K1 + K2: Ambivalente Bedeutungen und Gewichtungen

4.4.3 Kategorien K3 + K4: Kurzfristige emotionale und kognitive Ergebnisse von Traumprozessen

4.4.4 Kategorie K5: Aktivierende kurzfristige Wirkungen von Träumen

4.4.5 Kategorie K6: Langfristige Wirkungen von Träumen

4.4.6 Kategorie K7: Spezieller sozialer Aspekt

4.4.7 Charakteristische Antworten der Gruppen

4.5 Diskussion

5 Resümee und Ausblick

Persönlicher Epilog

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die subjektive Bedeutung von Träumen im Alltagsgeschehen. Ziel ist es, durch eine empirische Befragung von Psychologie-Studierenden Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Individuen ihre Träume wahrnehmen, interpretieren und ob und wie diese ihr Alltagsleben beeinflussen.

  • Historische Traumforschung von der Antike bis zur Neuzeit
  • Psychoanalytische, neurophysiologische und psychologische Interpretationsmodelle
  • Empirische Erhebung von Einstellungen und Verhalten zu Träumen
  • Typologisierung von Traumdeutern mittels Clusteranalyse
  • Identifikation relevanter Einflussfaktoren durch Faktorenanalyse

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Mesopotamien: Astrologie und der Traum

Die Inschriften eines sumerischen Priesterkönigs namens Gudea von Lagasch benennen eine Traumgöttin und Prophetin: Nisaba. Dieser Name bedeutet nach Roscher, die den Sinn öffnet’ und ‚die die Bedeutung der Zahlen kennt’ (1909, S. 1439). Diese letzte Übersetzung verweist auf die – mittels Beobachtung und Mathematik errechneten - Sternenkonstellationen, mithin auf Astrologie. Astrologie ist „ein in sich begründetes Weltbild mit einer langen Tradition [...] [die] als ein Residual der antiken wissenschaftlichen Religion gesehen wird, ein Abweg der Himmelsbeobachtung, der heute jede plausible Begründung fehlt“ (Schoener, 2011, S. 272). Astrologie wird als eine Lehre, die im Zusammenhang von animistischen Kräften und von vielen Göttern belebten Natur und Kosmos steht, gesehen (vgl. ebd.). Anfangs wurden die Sterne mit Göttern identifiziert, die Sterne galten als deren Verkörperung (ebd., S. 274). „Aus der Beobachtung des Himmels [= Sterne und Planeten] ließ sich erschließen, was sich in der Gesellschaft abspielte“ (ebd. S. 277).

Nisaba erscheint gemäß der oben erwähnten Inschrift dem Priesterkönig im Traum: „… den reinen Sehreibgriffel hielt sie in der Hand, eine Tafel mit den guten Sternzeichen trug sie und sann bei sich selbst nach." (Roscher 1909, S. 1439). Die „guten Sternzeichen“ sind als Konstellation von Sternen zu übersetzen. Sie seien günstig für das Vorhaben eines Tempelbaues. Gudea, der König, sieht hierbei im Traum sowohl der Göttin und Prophetin bei der Arbeit zu als auch erhält er das Ergebnis dieser Arbeit in Form günstiger Sternenkonstellationen. Das Fundament kann nun gelegt werden, denn der Grundriss stimmt mit der Schrift des Himmels überein (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Faszination des Traumes ein, umreißt die Relevanz des Themas für die psychologische Beratung und stellt die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit vor.

2 Verwendete Begriffe und theoretische Zugänge: Dieses Kapitel definiert den Traum, gibt einen historischen Überblick von der Antike bis zum 19. Jahrhundert und beleuchtet die drei großen theoretischen Strömungen seit 1900: psychoanalytische, neurophysiologische und psychologische Ansätze.

3 Design und Methodik der empirischen Studie: Hier werden das Forschungsdesign, die Erhebungsmethode mittels Fragebogen bei Psychologie-Studierenden sowie die statistischen und qualitativen Auswertungsverfahren inklusive Triangulation erläutert.

4 Ergebnisse: Dieses Hauptkapitel präsentiert die deskriptiven und inferenzstatistischen Ergebnisse, führt eine Clusteranalyse zur Typologisierung von Traumdeutern und eine Faktorenanalyse zur Bestimmung der Einflussfaktoren durch und schließt mit einer qualitativen Inhaltsanalyse.

5 Resümee und Ausblick: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf die zunehmende Konvergenz der theoretischen Ansätze in der zukünftigen Forschung.

Schlüsselwörter

Traumforschung, subjektive Traumbedeutung, Psychoanalyse, Neurophysiologie, Psychologie, Alltagsgeschehen, Clusteranalyse, Faktorenanalyse, Traumdeutung, Traumsymbole, Empirische Studie, Wunschträume, Angstträume, Schlaf, Traumerinnerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit erforscht die subjektive Bedeutung, die Menschen Träumen im alltäglichen Leben beimessen, und untersucht dabei sowohl psychologische Einstellungen als auch Verhaltensweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Arbeit verknüpft historische Perspektiven auf Träume mit modernen theoretischen Ansätzen aus Psychologie, Psychoanalyse und Neurowissenschaften und verbindet diese mit einer empirischen Untersuchung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die leitende Forschungsfrage lautet: „Welche subjektive Bedeutung haben Träume im Alltag?“ Ziel ist es, Einblicke in die Wahrnehmung, Interpretation und Beeinflussung durch Träume zu erhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein Mixed-Method-Design gewählt, das eine schriftliche Befragung (quantitativ) mit einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring kombiniert und statistische Verfahren wie Cluster- und Faktorenanalyse nutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung aktueller Interpretationsmodelle und eine empirische Studie mit 150 Psychologie-Studierenden an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Traumforschung, subjektive Traumbedeutung, Psychoanalyse, Neurophysiologie, Psychologie, Alltagsgeschehen, Clusteranalyse, Faktorenanalyse und Traumsymbolik.

Wie unterscheidet sich die Gruppe der „Überzeugten Traumdeuter“ von den „Skeptikern“?

Überzeugte Traumdeuter messen Träumen eine hohe Bedeutung bei, achten in bedeutsamen Situationen auf sie und glauben an deren Aussagekraft, während Skeptiker Träume als psychologisch unwichtig oder als "Müll des Unterbewusstseins" betrachten.

Welche Rolle spielt die „Kultur“ in dieser Untersuchung?

Die Arbeit untersucht die wahrgenommene kulturelle Bedeutung von Träumen, stellt jedoch fest, dass bei der befragten Stichprobe soziodemografische Variablen wie Alter, Geschlecht oder Kulturkreis keinen signifikanten Einfluss auf die Bewertung haben.

Ende der Leseprobe aus 112 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die subjektive Bedeutung von Träumen im Alltagsgeschehen. Psychologische und psychoanalytische Traumdeutungen
Untertitel
Eine Kontroverse der Neurowissenschaften
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt  (Psychologie)
Veranstaltung
Abteilung für klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse
Note
1
Autor
Sefika Schwaiger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
112
Katalognummer
V367325
ISBN (eBook)
9783668467743
ISBN (Buch)
9783668467750
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Traumdeutung Wunschträume Angstträume Alltagssituation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sefika Schwaiger (Autor:in), 2016, Die subjektive Bedeutung von Träumen im Alltagsgeschehen. Psychologische und psychoanalytische Traumdeutungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367325
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  112  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum