Diese Sammelmappe umfasst verschiedene Ebenen der Selbstreflexion bezogen auf den Unterricht sowie das eigenen Lehrerhandeln. Diese Reflexion fand vor, während und nach dem Praxissemester statt und wird hier folgend zusammengefasst wiedergegeben.
Neben dem Hauptanliegen, die eigene Professionalität zu analysieren und zu bearbeiten, bildet das Studienprojekt den zweiten wichtigen Teil dieser Arbeit. In diesem Abschnitt wird sowohl eine eigens durchgeführte Studie vorgestellt und ausgewertet sowie die Ergebnisse und Erfahrungen mit denen der wissenschaftlichen Literatur verglichen und bewertet. Abschließend sei noch zu erwähnen, dass diese Sammelmappe auch Teil einer Studienleistung im Rahmen des Praxissemesters darstellt und über den erfolgreichen Abschluss ebendieses entscheidet.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Verortung der Sammelmappe
Beschreibung der Schule
Persönliche Verortung
Tabellarischer Stundenplan
Studienprojekt
Benennung der Forscherfrage
Forschungssetting und Beschreibung der Erhebung
Beobachtungsergebnisse
Beobachtungsergebnisse
Zwischenreflexion
2. Erhebung und Auswertung
Reflexion der Forschungsarbeit
Resümee
Selbstreflexion
Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Verwendung und Wirkung von Kompetenzoperatoren im Vergleich zu klassischen W-Fragen im Unterricht der Sekundarstufe I zu untersuchen, um deren Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und das Verständnis der Schülerinnen und Schüler zu analysieren.
- Vergleich von Kompetenzoperatoren und klassischen W-Fragen in der Unterrichtspraxis.
- Analyse der Wirkung von Aufgabenstellungen auf die Testergebnisse von Schülerinnen und Schülern.
- Reflexion des eigenen Lehrerhandelns und der Professionalisierung im Praxissemester.
- Untersuchung der Bedeutung von Kompetenzorientierung und Bildungsstandards für den Unterrichtsalltag.
- Erforschung der Gestaltungsmöglichkeiten von Lehrkräften bei der Anwendung neuer Unterrichtsmethoden.
Auszug aus dem Buch
Forschungssetting und Beschreibung der Erhebung
Dieser Grundlage bildende Teil dieses Forschungsprojekt widmet sich der Fremdbeobachtung. Dabei wird die Perspektive „Lehrerhandeln“ mit dem Beobachtungsfeld „Steuerung durch Fragen, Impulse, Vermittlungshilfen“ eingenommen. 7
Da es sich hierbei um eine quantitative Beobachtung handelt ist mein gewähltes Beobachtungsinstrument eine Strichliste. Hierzu dient mir ein selbst erstellter Erfassungsbogen, welcher sich im Anhang wiederfindet. Bei dieser Beobachtung wird die verbale wie auch schriftliche Verwendung von Operatoren aus der zuvor genannten Liste gezählt, sowie der Einsatz von sogenannten W-Fragen. Dabei mache ich keinen Unterschied ob der Einsatz explizit durch die Lehrperson gemacht wird, oder diese auf eine Aufgabe im Schulbuch verweist. Um eventuelle Besonderheiten festhalten zu können die sich unvorhersehbarer Weise im Unterricht ergeben könnten, wurde hierfür eine weitere Spalte auf dem Beobachtungsbogen eingerichtet.
Die Beobachtung lief über eine Dauer von 2 Wochen und umfasste sowohl die Fächer Chemie und praktische Philosophie verteilt über die Jahrgangsstufen 5. – 10 Klasse und 5 Lehrerinnen und Lehrer. Insgesamt wurden 20 Unterrichtsstunden analysiert. Die betroffenen Lehrpersonen wussten zwar von einer durch mich durchgeführten Beobachtung, das Ziel ebendieser war ihnen zu dem Zeitpunkt jedoch unbekannt, sodass die Forschung hierdurch nicht verzehrt wurde.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel verortet die Sammelmappe im Praxissemester und beschreibt die Zielsetzung der Arbeit sowie das schulische Umfeld der Gesamtschule.
Studienprojekt: Hier wird die theoretische Herleitung der Kompetenzorientierung dargelegt und die Forschungsfrage zur Verwendung von Operatoren gegenüber W-Fragen entwickelt.
2. Erhebung und Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die quantitative Analyse der beiden Erhebungsmethoden (Beobachtung und Test) und reflektiert deren Ergebnisse im Kontext der Bildungsforschung.
Resümee: Der abschließende Teil enthält die Selbstreflexion des Autors über das Praxissemester sowie einen Ausblick auf die zukünftige berufliche Entwicklung im Referendariat.
Schlüsselwörter
Praxissemester, Kompetenzoperatoren, W-Fragen, Lehrerhandeln, Unterrichtsplanung, Bildungsstandards, Chemieunterricht, Praktische Philosophie, Lernprozesse, Schulleistungsstudien, Kompetenzorientierung, Lehrerprofessionalisierung, Sekundarstufe I.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert Erfahrungen und Forschungsaktivitäten während eines Praxissemesters an einer Gesamtschule, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse von Unterrichtsmethoden liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die zentralen Felder sind die Bedeutung von Kompetenzoperatoren, die Vergleichbarkeit von Bildungsstandards sowie die kritische Reflexion des eigenen Lehrerhandelns.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob sich durch den Einsatz von Kompetenzoperatoren statt klassischer W-Fragen signifikante Unterschiede in der Testleistung und dem Verständnis der Schülerinnen und Schüler ergeben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Erhebung verwendet?
Es wurde eine quantitative Beobachtung mittels Strichlisten in 20 Unterrichtsstunden sowie ein Vergleichstest in zwei Chemiekursen der 7. Klasse durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst das Forschungssetting, die Auswertung der Beobachtungsdaten und Testergebnisse sowie die theoretische Einbettung dieser Ergebnisse in den Bildungsdiskurs.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kompetenzorientierung, Lehrerprofessionalisierung, Standardisierung und Unterrichtsqualität geprägt.
Warum wurde die Untersuchung der Operatoren gewählt?
Die Wahl fiel auf dieses Thema, da während des Studiums eine Umstellung von W-Fragen hin zu Kompetenzoperatoren stattfand, deren konkrete Auswirkung auf den Lernprozess im schulischen Alltag bisher kritisch hinterfragt werden sollte.
Welches Fazit zieht der Autor aus der Erhebung?
Die Erhebung widerlegt die Annahme, dass W-Fragen prinzipiell einfacher verständlich sind; vielmehr zeigt sich, dass Kompetenzoperatoren wesentlich zur Strukturierung und Vergleichbarkeit von Unterrichtsleistungen beitragen.
- Quote paper
- Christoph Höveler (Author), 2017, Kompetenzoperatoren und W-Fragen im Vergleich. Chemie- und Philosophieunterricht im Praxissemester, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367415