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Konservative Rechnungslegung. Darstellung und kritische Würdigung

Titel: Konservative Rechnungslegung. Darstellung und kritische Würdigung

Hausarbeit , 2016 , 18 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Dimitri Libenson (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Rechnungslegung befindet sich seit den letzten Jahren in einer Umbruchphase, welche zum einen durch die Internationalisierung aller wirtschaftlichen Aktivitäten gekennzeichnet ist und zum anderen durch die Folgen der globalen Wirtschaftskrise, welche 2008 auch den deutschen Kapitalmarkt und die deutsche Wirtschaft erreichte, hervorgerufen wird. Die Globalisierung und Vernetzung internationaler Kapitalmärkte ruft einen erhöhten Informationsbedarf bei Investoren über nationale Grenzen hinaus hervor. Dies zeigt sich auch in der seit 2005 bestehenden Pflicht für kapitalmarktorientierte Unternehmen nach den Internation Finance Reporting Standards (IFRS) zu bilanzieren.

Für den primären Einblick in die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens ist für den Investor der Jahresabschluss maßgeblich. Durch den hohen Bedarf an Informationen, müssen Jahresabschlüsse international vergleichbar sein und in gleicher Weise verstanden werden. Trotz alledem lassen sich weltweit große Differenzen innerhalb der Erstellung von Jahresabschlüssen feststellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in die konservative Rechnungslegung

2.1 Definition

2.2 Gründe

2.3 Ausprägungen

2.4 Messungen

3. Würdigung

3.1 Einflüsse des Konservatismus in verschiedenen Rechnungslegungssystemen.

3.2 Allgemeine Kritik an konservativer Rechnungslegung

3.3 Kritik an der Forschungsmodellen zur konservativer Rechnungslegung

3.4 Einfluss der Rahmenbedingungen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der konservativen Bilanzpolitik auseinander. Das primäre Ziel besteht darin, das Konzept der vorsichtigen Rechnungslegung zu definieren, dessen theoretische Begründungen zu erläutern sowie die gängigen Messmethoden und ihre Grenzen zu analysieren, um so ein tieferes Verständnis für die Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung zu schaffen.

  • Grundlagen und Definitionen der konservativen Rechnungslegung
  • Motive und Gründe für die Anwendung vorsichtiger Bilanzierung
  • Differenzierung zwischen unbedingter und bedingter Vorsicht
  • Kritische Analyse von Forschungsmodellen wie dem Basu-Modell und dem Feltham-Ohlson-Modell
  • Einfluss von institutionellen Rahmenbedingungen auf die Bilanzpraxis

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition

Eine offizielle Definition der konservativen Rechnungslegung, auch als vorsichtige Rechnungslegung bezeichnet, gibt es nicht. Jedoch kann unter konservativer Rechnungslegung verstanden werden, dass eine tendenziell niedrigere Bewertung der Vermögensgegenstände eines Unternehmens in Kombination mit einer höheren Bewertung der Verbindlichkeiten vorgenommen wird. Gleichzeitig werden Erträge später erfolgswirksam, wohingegen Aufwendungen früher erfolgswirksam werden.

Bliss (1924) liefert eine prägnante Definition von konservativer Rechnungslegung: „Anticipate no profit, but anticipate all losses.” Laut Watts (2003) und Basu (1997) erfordert Konservatismus höhere Nachweise, um gute Nachrichten als Erträge anzuerkennen im Vergleich zu schlechten Nachrichten, um sie als Verluste anzusehen. Gute Nachrichten können definiert werden als Nachrichten, welche das Einkommen erhöhen, wohingegen schlechte Nachrichten das Einkommen mindern.

Deshalb ist es charakteristisch für die konservative Rechnungslegung, dass positive und negative Ereignisse asymmetrisch in der Ergebnisrechnung erfasst werden. Dabei setzt ein Unternehmen bei der konservativen Bilanzierung sein Gestaltungspotenzial so ein, dass ein möglichst geringer Jahreserfolg ausgewiesen wird. Dies hat zur Folge, dass sich die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens in der Realität besser darstellt, als es die offizielle Bilanz erkennen lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet die Rechnungslegung in einer Umbruchphase durch Globalisierung sowie Wirtschaftskrisen und führt in die Fragestellung der konservativen versus progressiven Bilanzpolitik ein.

2. Einführung in die konservative Rechnungslegung: Hier werden der Begriff definiert, Beweggründe wie Gläubigerschutz und Managementsteuerung dargelegt sowie die Unterscheidung zwischen bedingter und unbedingter Vorsicht getroffen.

3. Würdigung: Das Kapitel bietet eine kritische Betrachtung der Konservatismus-Einflüsse in verschiedenen Systemen sowie eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit gängigen Forschungsmodellen und Rahmenbedingungen.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Bedeutung von Konservatismus und der Feststellung, dass internationale Tendenzen eher in Richtung einer neutralen Rechnungslegung führen.

Schlüsselwörter

Konservative Rechnungslegung, Vorsichtsprinzip, Bilanzpolitik, unbedingte Vorsicht, bedingte Vorsicht, Basu-Modell, Feltham-Ohlson-Modell, Jahresabschluss, Eigenkapital, Markt-Buchwert-Relation, Maßgeblichkeitsprinzip, Kapitalmarkt, Finanzberichterstattung, Principal-Agent-Konflikt, Rechnungslegungssysteme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der konservativen Rechnungslegung, ihre theoretischen Grundlagen, die Motivation ihrer Anwendung sowie ihre kritische Würdigung in der wissenschaftlichen Literatur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Ausprägungen der vorsichtigen Bilanzierung, die Messbarkeit durch empirische Modelle sowie den Einfluss institutioneller Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für die Funktionsweise und die Auswirkungen konservativer Rechnungslegung auf den Jahresabschluss und die Entscheidungsfindung von Kapitalgebern zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und eine kritische Auseinandersetzung mit bestehenden empirischen Forschungsmodellen (insbesondere Basu und Feltham-Ohlson).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Einführung in die Systematik der konservativen Rechnungslegung und eine kritische Würdigung, die systembedingte Unterschiede und Modellschwächen beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Konservatismus, Vorsichtsprinzip, unbedingte/bedingte Vorsicht, Bilanzpolitik und verschiedene internationale Rechnungslegungsstandards.

Warum spielt das Vorsichtsprinzip im HGB eine größere Rolle als bei IFRS?

Im deutschen HGB dient der Jahresabschluss zusätzlich als steuerliche Zahlungsbemessungsgrundlage, was eine vorsichtige Gewinnermittlung zur Schonung der Liquidität und für Dividendenzahlungen notwendig macht.

Wie unterscheidet sich die bedingte von der unbedingten Vorsicht?

Die unbedingte Vorsicht ist ereignisunabhängig und führt zu einer dauerhaften Unterbewertung, während die bedingte Vorsicht auf spezifische Ereignisse reagiert, um Verluste schneller als Gewinne zu erfassen.

Welche Kritikpunkte werden an den Forschungsmodellen geübt?

Kritisiert werden vor allem die mangelnde theoretische Fundierung, die Unfähigkeit zur genauen Trennung von Vorsichtstypen sowie die Vernachlässigung von branchenspezifischen Faktoren.

Was ist die Kernbotschaft des Fazits?

Trotz der historischen Bedeutung des Konservatismus deutet die zunehmende Internationalisierung der Rechnungslegung auf eine Entwicklung hin zu neutraleren, weniger vorsichtigen Bilanzierungsansätzen hin.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konservative Rechnungslegung. Darstellung und kritische Würdigung
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
2,7
Autor
Dimitri Libenson (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V367567
ISBN (eBook)
9783668459816
ISBN (Buch)
9783668459823
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konservative rechnungslegung darstellung würdigung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dimitri Libenson (Autor:in), 2016, Konservative Rechnungslegung. Darstellung und kritische Würdigung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367567
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