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HIOB. Die biblische Figur und ihre literarische Rezeption

Title: HIOB. Die biblische Figur und ihre literarische Rezeption

Seminar Paper , 2005 , 22 Pages , Grade: 1-

Autor:in: Matthias Engelhardt (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem Buch HIOB des Alten Testaments auseinander. Hauptsächlich folgt sie meinem Referat zu diesem Thema, das ich in dem Proseminar „Die Dichter und die Bibel“ des Instituts für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft gehalten habe, erfährt jedoch auch einige Abweichungen und Erweiterungen. Einem literarisch-theologischen Teil, der sowohl Form und Struktur des Buches aufarbeitet, als auch mit kritischen Fragen an den Inhalt des Textes herangeht, folgt eine Untersuchung seiner didaktischen Funktion. Anschließend befasst sich die Arbeit, nach einem kurzen Abriss über die literarische Rezeptionsgeschichte HIOBs durch die Jahrhunderte, mit ihrem bedeutendsten Werk: Johann Wolfgang von Goethes „FAUST – Der Tragödie erster Teil“.1 Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem „Prolog im Himmel“. Ihren Abschluss findet die Arbeit in einem persönlichen Nachwort. Als primäre Grundlage dient Georg Langenhorsts Buch über die literarische HIOBRezeption des 20. Jahrhunderts. Ein kurzer Hinweis zur Orthographie: Spricht die Arbeit von „HIOB“ als dem biblischen Buch, werden Großbuchstaben verwandt, ist von „Hiob“ als biblischer oder literarischer Figur die Rede, Kleinbuchstaben. Auf dieselbe Weise werden auch die übrigen auftauchenden biblischen/literarischen Eigennamen geschrieben. Bei Zitaten aus dem HIOB-Buch wird von Fußnoten abgesehen, Strophen und Verse werden in Klammern angegeben. Bei Zitaten aus anderen Bibel-Büchern wird zusätzlich der Titel angeführt. Sämtliche Bibelzitate sind der 1957–1984 neu bearbeiteten LutherÜbersetzung entnommen. 1 Vgl. LANGENHORST, Georg: Hiob, unser Zeitgenosse. Die literarische Hiob-Rezeption im 20. Jahrhundert als theologische Herausforderung. Mainz 1994, S. 54.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

I DIE FIGUR HIOB IN DER BIBEL

I.I AUFBAU UND STRUKTUR DES BUCHES HIOB

I.II KRITISCHE HINTERFRAGUNG DES BUCHES HIOB

I.III DIE FRAGE NACH DER BOTSCHAFT DES BUCHES HIOB

II DIE FIGUR HIOB IN DER LITERATUR

II.I EIN LITERATURGESCHICHTLICHER ÜBERBLICK

II.II GOETHES FAUST UND HIOB – EIN VERGLEICH

EIN PERSÖNLICHES SCHLUSSWORT

QUELLENNACHWEIS

1. Primär-Literatur

2. Sekundär-Literatur

3. Internet

4. Bilder

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die biblische Figur Hiob sowie deren vielfältige literarische Rezeption, mit einem besonderen Fokus auf Johann Wolfgang von Goethes „Faust“. Ziel ist es, die didaktische Funktion und theologische Botschaft des Buches Hiob kritisch zu hinterfragen und die Bedeutung der Figur als Identifikations- und Reibungsfläche in der Literatur bis in die Moderne aufzuzeigen.

  • Literarisch-theologische Analyse von Aufbau und Struktur des Buches Hiob.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Theodizee-Frage und der Gotteswahrnehmung.
  • Literaturgeschichtlicher Abriss der Hiob-Rezeption von der Antike bis zum 20. Jahrhundert.
  • Vergleichende Analyse des Prologs im Buch Hiob und Goethes „Faust“.
  • Reflexion über die Bedeutung religiöser Texte in einer säkularisierten Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

GOETHES FAUST UND HIOB – EIN VERGLEICH

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), der in biblischen Stoffen wohl bewandert gewesen sein muss, wie dieses Kapitel noch offen legen wird, hat sich sehr stark mit dem Buch HIOB auseinandergesetzt, in und außerhalb seiner Dichtung. Er erwähnt es nicht nur in seinen Tagebüchern verschiedene Male, oder widmet ihm ein Sinngedicht in seinen „Zahmen Xenien“, er lobt es überdies dafür, „Poesie, Religion und Philosophie ganz in eins“ zu sein. So ist es nicht verwunderlich, dass er die wohl bekannteste HIOB-Paraphrase der Weltliteratur verfasste: das Drama „Faust. Der Tragödie erster Teil“, genauer gesagt die Szene „Prolog im Himmel“.

Es ist wohl auf die literaturgeschichtliche Bedeutung Goethes zurückzuführen, dass diese 92 Verse „ein seltenes Beispiel dafür [geben], daß ein literarisches Nach-Bild sein Vor-Bild rezeptionsgeschichtlich überragt“. Tatsächlich muss sich jeder Autor, der sich der Versammlung der Gottessöhne und dem Zwiegespräch zwischen Gott und Satan des HIOB-Buches annimmt, mit Goethes meisterlicher Umsetzung vergleichen lassen. Sofern er sie nicht ohnehin schon zum Vorbild gewählt hat.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert den Ursprung der Arbeit in einem universitären Proseminar und definiert die methodische Grundlage sowie die orthografischen Konventionen.

I DIE FIGUR HIOB IN DER BIBEL: Dieses Kapitel analysiert Aufbau, Struktur und inhaltliche Problematiken des biblischen Buches Hiob.

I.I AUFBAU UND STRUKTUR DES BUCHES HIOB: Hier erfolgt eine Gliederung des Buches in Prolog, Hauptteil und Epilog, ergänzt durch eine Zusammenfassung der zentralen Handlungselemente.

I.II KRITISCHE HINTERFRAGUNG DES BUCHES HIOB: Dieses Kapitel stellt zentrale inhaltliche Fragen und logische Brüche des Textes in den Fokus, die den interpretatorischen Umgang erschweren.

I.III DIE FRAGE NACH DER BOTSCHAFT DES BUCHES HIOB: Diese Untersuchung widmet sich der didaktischen Funktion des Buches und der Frage, welche Lehren Gläubige daraus ziehen sollen.

II DIE FIGUR HIOB IN DER LITERATUR: Hier wird der Einfluss der Hiob-Figur auf Dichter und Denker im Verlauf der Jahrhunderte beleuchtet.

II.I EIN LITERATURGESCHICHTLICHER ÜBERBLICK: Dieser Überblick zeigt auf, wie Hiob von der Antike über die Epik des Mittelalters bis hin zur Holocaust-Lyrik von Nelly Sachs rezipiert wurde.

II.II GOETHES FAUST UND HIOB – EIN VERGLEICH: Das abschließende Kapitel analysiert detailliert die Parallelen und Unterschiede zwischen dem biblischen Prolog und Goethes „Prolog im Himmel“.

EIN PERSÖNLICHES SCHLUSSWORT: Das Fazit reflektiert die zeitlose Relevanz der biblischen Stoffe und die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit Religion und Glauben.

Schlüsselwörter

Hiob, Altes Testament, Goethes Faust, Theodizee, Literarische Rezeption, Religion, Gottesbild, Prolog im Himmel, Literaturgeschichte, Theologie, Glaube, Zweifler, Weltliteratur, Biblische Figur, Religionskritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die biblische Figur Hiob und deren literarische Rezeption, wobei der Schwerpunkt auf der theologischen und literarischen Bedeutung der Figur liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Struktur des Buches Hiob, die Theodizee-Frage, die literarische Adaption in Goethes „Faust“ und die Bedeutung religiöser Texte in der Moderne.

Was ist das Hauptziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Analyse der Funktion und Botschaft von Hiob sowie die Erforschung, wie Autoren dieses biblische Vorbild für eigene Werke adaptieren und interpretieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen literarisch-theologischen Ansatz, um Textstrukturen zu analysieren und literaturgeschichtliche Vergleiche zwischen biblischen und säkularen Texten anzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung des biblischen Textes (Aufbau und kritische Fragen) sowie eine umfassende Gegenüberstellung von Hiob und Goethes „Faust“.

Welche Keywords charakterisieren den Text?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hiob, Faust, Theodizee, Literarische Rezeption, Gottesbild und Religionskritik charakterisieren.

Warum zieht der Autor Vergleiche zur Popkultur wie „South Park“ oder „Die Toten Hosen“?

Der Autor nutzt diese modernen Beispiele, um aufzuzeigen, dass Hiob auch in heutiger Zeit als Reibungsfläche für Glaubensfragen fungiert und religiöse Themen in modernen Medien präsent bleiben.

Wie unterscheidet der Autor den Gott Hiobs vom Gott Abrahams?

Der Autor stellt fest, dass der Gott Hiobs kritische Fragen und menschliches Ringen zulässt, während der Gott Abrahams von diesem im Kontext der Isaak-Opferung willenlosen Gehorsam fordert.

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Details

Title
HIOB. Die biblische Figur und ihre literarische Rezeption
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
1-
Author
Matthias Engelhardt (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V36760
ISBN (eBook)
9783638362924
ISBN (Book)
9783656744160
Language
German
Tags
HIOB Figur Rezeption
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Engelhardt (Author), 2005, HIOB. Die biblische Figur und ihre literarische Rezeption, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36760
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