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Redeflussstörung Stottern. Erscheinungsformen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Title: Redeflussstörung Stottern. Erscheinungsformen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Friederike Feldmann (Author)

Didactics - German Studies
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In dieser Arbeit wird die Redeflussstörung Stottern genauer betrachtet. Zunächst wird es in der Einleitung darum gehen die verschiedenen Formen der Sprech- und Sprachstörung miteinander zu vergleichen und voneinander abzugrenzen. Im Hauptteil soll es vor allem um die möglichen Ursachen und Auslöser dieser Störung gehen. Unterschieden wird hier zwischen körperlichen, emotionalen und genetischen Komponenten. Es werden unter anderem ebenfalls mögliche Diagnoseverfahren und Therapieansätze beleuchtet.

Circa 1% der Weltbevölkerung stottert, das sind allein in Deutschland etwa 800 Tausend Betroffene. Störungen im Gesamtbereich der Sprache lassen sich in die Kommunikationskompenenten Sprache, Sprechen, Stimme, Rede und Schlucken differenzieren. Eine solche Klassifikation ist zum Verständnis und zur Einordnung der Erscheinungsformen durchaus hilfreich, kann allerdings auch zur Perspektivenverengung führen. Nicht alle Sprachstörungen verlaufen gleich, um eine angepasste Therapie zu suggerieren muss der Einzelfall möglichst genau mit seinen individuellen Stärken und Schwächen betrachtet werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Erscheinungsformen der Sprachstörung

2. Stottern

2.1 Symptome

3. Diagnose

4. Ursachen

4.1 Körperliche Ursachen

4.2 Emotionale Ursachen

4.3 Genetische Ursachen

5. Therapie

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Redeflussstörung Stottern umfassend zu analysieren, ihre verschiedenen Ursachenfelder – körperliche, emotionale und genetische Komponenten – zu beleuchten und gängige sowie moderne Therapieansätze kritisch einzuordnen.

  • Phänomenologie und Erscheinungsformen des Stotterns
  • Diagnostische Verfahren und Schweregradbestimmung
  • Differenzierte Betrachtung der Ätiologie
  • Psychologische Auswirkungen auf Betroffene
  • Klassifizierung und Methoden der Stottertherapie

Auszug aus dem Buch

4.1 Körperliche Ursachen

Körperliche Ursachen des Stotterns gliedern auf verschiedene Bereiche der Sprechmotorik. Betroffene zeigen Abweichungen im Bereich der Atmung, des Kehlkopfes oder der Artikulatoren, (zu diesen zählen der Kiefer, das Zäpfchen, die Zunge und die Lippen.)40 Zu den typischen Auffälligkeiten, die auch oft von Außenstehenden beobachtet werden können, zählen eine unübliche Atemtechnik, die als Schnappatmung beschrieben wird. Oder eine Fehlkoordination entsprechender Muskelgruppen, Stotterer halten den Mund oftmals lange auf ohne einen Laut zu produzieren oder pressen die Lippen angestrengt zusammen, wobei allerdings ebenfalls kein Laut produziert wird.41

Die Besonderheiten in der Sprechmotorik bei Stotterern im Gegensatz zu nicht-stotterern gliedern sich in drei Bereiche. Der erste Bereich beschreibt die Dekoordination von Atembewegungen, das heißt der Betroffene hat bereits beim Einatmen der Luft vor der eigentlichen Ausführung des Sprechvorgangs Probleme.42 Dazu gehören antagonistische Bewegungen im Brustkorb und Zwerchfell, längere Ein- und Ausatmungsbewegungen und Unterbrechungen während des Atemvorgangs. Diese fehlkoordinierten Muskelkontraktionen führen schlussendlich dazu, dass die eingeatmete Luftmenge zu gering ist, um einen Laut zu produzieren.43

Der zweite Bereich beschreibt die Dekoordination der Muskeln des Kehlkopfes. Dadurch kann kein adäquates Zusammenspiel zwischen Kehlkopf und Atmung stattfinden, dies führt zu Luftdruckspannungen unterhalb der Glottis.44 Die motorische Geschicklichkeit ist der dritte Bereich, hier wird die insgesamt längere Sprechdauer aufgrund von verminderter Geschicklichkeit (in den ersten beiden Bereichen) als Auslöser genannt.45 Ein Stotterereignis ist demnach das akustische Resultat der motorischen Fehlkoordinationen in einem instabilen Sprechkontrollsystem.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Stottern als zunehmende Sprachstörung und skizziert das methodische Vorgehen bei der Untersuchung der Ursachen und Therapiemöglichkeiten.

2. Stottern: Dieses Kapitel beschreibt das Stottern als Entwicklungsstörung des Redeflusses und erläutert dessen typische Symptomatik sowie die Unterscheidung in tonische und klonische Verläufe.

3. Diagnose: Der Abschnitt befasst sich mit den Anforderungen an eine einzelfallorientierte Diagnostik und stellt Instrumente wie Balbutiogramme und Realzeitmessungen vor.

4. Ursachen: Hier werden die körperlichen, emotionalen und genetischen Faktoren analysiert, die als kombiniertes Ursachengeflecht das Stottern begünstigen oder auslösen.

5. Therapie: Das Kapitel erörtert die Notwendigkeit einer individuellen Therapieplanung und unterscheidet zwischen direkten und indirekten methodischen Behandlungsansätzen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Komplexität des Stotterns zusammen und unterstreicht die Bedeutung eines frühen Therapiebeginns sowie eines verständnisvollen sozialen Umfelds.

Schlüsselwörter

Stottern, Redeflussstörung, Sprachstörung, Sprechmotorik, Balbutiogramm, Diagnostik, Sprechangst, Ätiologie, Therapie, Klonisches Stottern, Tonisches Stottern, Logopädie, Sprachheilpädagogik, Spontanremission, Sprechablauf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Redeflussstörung Stottern, ihre Symptomatik, ihre Ursachen und die Möglichkeiten ihrer therapeutischen Behandlung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Differenzierung von Sprachstörungen, die diagnostische Erfassung des Schweregrades, die Analyse körperlicher, emotionaler und genetischer Ursachen sowie moderne Therapieansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das komplexe Störungsbild des Stotterns zu schaffen und Wege zur individuellen und effektiven Therapie aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine literaturgestützte theoretische Analyse, die verschiedene fachwissenschaftliche Quellen und Modelle der Sprachheilpädagogik und Logopädie zusammenführt.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostische Einordnung, die detaillierte Aufschlüsselung der Ursachenfaktoren sowie eine umfassende Übersicht der direkten und indirekten Therapiemethoden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Stottern, Sprechmotorik, Balbutiogramm, Ätiologie und therapeutische Intervention geprägt.

Warum ist eine frühzeitige Diagnose laut der Autorin wichtig?

Eine frühe Diagnose ist entscheidend, um chronische Verläufe zu identifizieren und Sekundärsymptome, die durch psychische Belastung entstehen, wirksam zu verhindern.

Welche Rolle spielen Balbutiogramme in der Behandlung?

Balbutiogramme dienen dazu, den Fortschritt des Patienten objektiv zu erfassen und zu dokumentieren, um die Therapie bei Bedarf individuell anzupassen.

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Details

Title
Redeflussstörung Stottern. Erscheinungsformen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten
College
University of Siegen
Course
Spracherwerb
Grade
1,3
Author
Friederike Feldmann (Author)
Publication Year
2017
Pages
17
Catalog Number
V367672
ISBN (eBook)
9783668468030
ISBN (Book)
9783668468047
Language
German
Tags
Stottern Redeflussstörung Therapie Sprachstörung Sprechstörung Artikulation Ausgrenzung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Friederike Feldmann (Author), 2017, Redeflussstörung Stottern. Erscheinungsformen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367672
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