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"Hören, Lauschen, Lernen" und "KIKUS" im Vergleich. Wie Kindertageseinrichtungen die kindliche Sprachentwicklung fördern können

Title: "Hören, Lauschen, Lernen" und "KIKUS" im Vergleich. Wie Kindertageseinrichtungen die kindliche Sprachentwicklung fördern können

Bachelor Thesis , 2016 , 44 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Frederik Thomas Dötzer (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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In der folgenden Bachelorarbeit wird zunächst die sprachliche Entwicklung im Kindesalter kurz nachverfolgt und erörtert, ab wann Sprache als förderbedürftig gilt. Daraufhin werden die Förderprogramme Hören, Lauschen, Lernen und KIKUS, die es zum Ziel haben, Kinder mittels unterschiedlicher Herangehensweisen auf die Grundschule vorzubereiten, dargestellt. In einem zweiten Schritt sollen bereits genannte Förderprogramme miteinander verglichen werden.

Im Fokus der Gegenüberstellung stehen zunächst die Diagnostik und die jeweilige Struktur beider Programme. Daran anschließend sollen empirische Evaluationen, welche die Programme hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüfen, vergleichend beleuchtet werden. Ebenso soll im letzten Aspekt des Vergleichs auf Kinder nichtdeutscher Erstsprache eingegangen werden und wie diese durch beide Programme gefördert werden können. Abschließend werden zusammenfassend zentrale Aspekte hervorgehoben, und es soll eruiert werden, welche Fördermaßnahme aus empirischer Perspektive eine höhere Effizienz aufweist. Es soll zudem ein Ausblick auf weitere Entwicklungen gegeben werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung

2. Sprachentwicklung von Kindern

2.1. Begriffsbestimmungen

2.2. Typische und atypische Spracherwerbsentwicklungen

3. Konzepte

3.1. Hören, Lauschen, Lernen

3.1.1. Theoretische Fundierung

3.1.2. Programmbeschreibung und Struktur

3.1.3. Materialien und Kosten von Hören, Lauschen, Lernen

3.2. KIKUS

3.2.1. Theoretische Fundierung

3.2.2. Programmbeschreibung und Struktur

3.2.3. Materialien und Kosten der KIKUS-Förderung

4. Vergleich der Konzepte

4.1. Kriterien für die Auswahl der geförderten Kinder

4.2. Vergleich der Programmstruktur

4.3. Empirische Evaluationen hinsichtlich der Wirksamkeit

4.4. Wirksamkeit der Förderprogramme bei Kindern nichtdeutscher Erstsprache

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht und vergleicht die zwei Sprachförderprogramme „Hören, Lauschen, Lernen“ und „KIKUS“ hinsichtlich ihrer theoretischen Basis, ihrer Struktur, ihrer diagnostischen Anforderungen sowie ihrer Wirksamkeit bei der Vorbereitung von Kindern auf die Grundschule, mit besonderem Fokus auf Kinder nichtdeutscher Erstsprache.

  • Vergleichende Analyse der theoretischen Grundlagen und Zielsetzungen beider Förderprogramme.
  • Gegenüberstellung der Programmstrukturen, Anwenderfreundlichkeit und eingesetzten Materialien.
  • Bewertung der diagnostischen Standards und Verfahren zur Identifikation von Förderbedarfen.
  • Analyse der Wirksamkeit beider Ansätze anhand empirischer Evaluationsstudien.
  • Spezieller Fokus auf die Förderergebnisse bei Kindern nichtdeutscher Erstsprache.

Auszug aus dem Buch

3.1. Hören, Lauschen, Lernen

Bei den Würzburger Trainingsprogrammen, zu welchen Hören, Lauschen, Lernen 1 und Hören, Lauschen, Lernen 2 gehören, handelt es sich um sprachstrukturelle Förderprogramme, die sich auf die Förderung eines Teilbereiches der Sprache, der phonologischen Bewusstheit, spezialisiert haben (vgl. Bunse, 2008, S. 158). Das präventive Trainingsprogramm beruft sich auf ein Vorschulprogramm aus Skandinavien, welches für den deutschen Sprachraum angepasst wurde (vgl. Schneider, Visé, Reimers & Blaesser, 1994, S. 178). In Deutschland wurde die spielerische Förderung der phonologischen Bewusstheit 1999 durch Küspert und Schneider erstveröffentlicht (vgl. Küspert & Schneider, 2008, S. 5).

Durch Untersuchungen wurde gezeigt, dass sich basale Fähigkeiten, welche für den Schriftspracherwerb benötigt werden, bereits vor der Einschulung entwickeln. Diese sogenannten Vorläuferfähigkeiten sind für den anschließenden Erfolg beim Schriftspracherwerb von höchster Bedeutung (vgl. Küspert & Schneider, 2014, S. 140). Obwohl sich vorschulische Kenntnisse, wie beispielsweise Gedächtnisfähigkeiten, spezielle visuelle Fähigkeiten und Intelligenz in hohem Maße positiv auf den Schriftspracherwerb niederschlugen, erwies sich die phonologische Bewusstheit als wichtigste Vorläuferfähigkeit (vgl. Weber, Marx & Schneider, 2007, S. 746). Die phonologische Bewusstheit umschreibt eine metakognitive Fertigkeit, mit der man die Möglichkeit hat, sich vom Sinn eines Wortes zu abstrahieren und die Aufmerksamkeit den lautlichen Aspekten der Sprache zu schenken (vgl. Schründer-Lenzen, 2013, S. 86). Hiermit wird die Fähigkeit verstanden, phonologische Einheiten, wie zum Beispiel Silben oder Reime, in sprachlichen Aussagen zu identifizieren, zu differenzieren und mit ihnen umzugehen (vgl. Hahnemann & Philippi, 2013, S. 36).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung frühkindlicher Sprachförderung für den Schulerfolg und stellt die Forschungsfrage sowie den Aufbau des Vergleichs zwischen den Programmen vor.

2. Sprachentwicklung von Kindern: Dieses Kapitel definiert essenzielle Begriffe wie Erst- und Zweitsprache und erörtert typische sowie atypische Spracherwerbsverläufe im Kindesalter.

3. Konzepte: Hier werden die beiden Programme „Hören, Lauschen, Lernen“ und „KIKUS“ detailliert vorgestellt, inklusive ihrer theoretischen Fundierung, Struktur, Materialien und Kosten.

4. Vergleich der Konzepte: Dieses Kapitel bildet das Kernstück und kontrastiert die Programme hinsichtlich ihrer Diagnosekriterien, Programmstrukturen und empirisch belegten Wirksamkeit, insbesondere bei Kindern nichtdeutscher Erstsprache.

5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Qualität der Programme und gibt Implikationen für die Praxis sowie Ausblicke auf weiterführende Förderansätze.

Schlüsselwörter

Sprachförderung, Hören, Lauschen, Lernen, KIKUS, phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Erstsprache, Zweitsprache, Sprachdiagnostik, Evaluation, Wirksamkeit, Migrationshintergrund, Vorschulalter, Sprachentwicklung, Vorläuferfähigkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit setzt sich kritisch mit zwei Sprachförderprogrammen für Kindertageseinrichtungen auseinander und vergleicht diese hinsichtlich ihrer Ansätze zur Unterstützung der kindlichen Sprachentwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die frühkindliche Sprachentwicklung, die phonologische Bewusstheit, die Sprachförderung bei Kindern mit Migrationshintergrund sowie die Wirksamkeit pädagogischer Interventionskonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Konzepte „Hören, Lauschen, Lernen“ und „KIKUS“ gegenüberzustellen, um auf Basis empirischer Evaluationen zu klären, welches Programm eine höhere Effizienz in der Vorbereitung auf die Schule aufweist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die auf den theoretischen Grundlagen der Programme basiert und diese mit den Ergebnissen zahlreicher empirischer Evaluationsstudien kontrastiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Programme in ihren Grundzügen beschrieben, gefolgt von einer detaillierten Analyse ihrer Diagnosekriterien, Strukturen, Materialien und ihrer spezifischen Wirksamkeit bei Kindern nichtdeutscher Erstsprache.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Sprachförderung, phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Evaluation und Wirksamkeit im Vorschulalter beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Diagnostik der beiden Programme?

„Hören, Lauschen, Lernen“ nutzt für die Diagnostik standardisierte Testverfahren wie das Bielefelder Screening (BISC), während „KIKUS“ kein spezifisches Früherkennungsprogramm besitzt und auf die Beobachtung durch das pädagogische Fachpersonal angewiesen ist.

Wie bewertet der Autor die Nachhaltigkeit der Programme?

Der Autor stellt fest, dass „Hören, Lauschen, Lernen“ zwar kurzfristig positive Effekte erzielen kann, aber langfristige Wirksamkeit in aktuellen Studien nicht durchgängig bestätigt wurde, während „KIKUS“ hinsichtlich einer allgemeinen Sprachverbesserung in der Evaluation sogar noch schlechter abschnitt.

Welche Rolle spielt die Erstsprache bei der Förderung?

Die Förderung der Erstsprache wird bei „KIKUS“ explizit als Baustein vorgesehen, um die Integration und den Lernerfolg zu unterstützen, während „Hören, Lauschen, Lernen“ primär auf die allgemeine phonologische Bewusstheit fokussiert, aber auch bei Kindern mit Migrationshintergrund durchaus förderliche Effekte zeigen kann.

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Details

Title
"Hören, Lauschen, Lernen" und "KIKUS" im Vergleich. Wie Kindertageseinrichtungen die kindliche Sprachentwicklung fördern können
College
University of Bamberg
Grade
1,3
Author
Frederik Thomas Dötzer (Author)
Publication Year
2016
Pages
44
Catalog Number
V367871
ISBN (eBook)
9783668462045
ISBN (Book)
9783668462052
Language
German
Tags
Sprachförderung Kindergarten Hören Lauschen Lernen KIKUS Elementarpädagogik Sprachförderprogramm Würzburger Trainingsprogramm Sprache Förderung phonologische Bewusstheit Empirie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frederik Thomas Dötzer (Author), 2016, "Hören, Lauschen, Lernen" und "KIKUS" im Vergleich. Wie Kindertageseinrichtungen die kindliche Sprachentwicklung fördern können, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/367871
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