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Arnold Böcklins Malerei. Die "Jahreszeitenbilder" als Bildkonzeption zwischen Tradition und Moderne

Titel: Arnold Böcklins Malerei. Die "Jahreszeitenbilder" als Bildkonzeption zwischen Tradition und Moderne

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 18 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Julia Auf dem Orde (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Arbeit möchte ich mich mit Arnold Böcklins bildlicher Darstellung des „Daseins“ in einigen seiner Frühlings-, Sommer- und Herbstlandschaften beschäftigen. Der Ablauf des Jahreszeitenzyklus bietet einen Bezugspunkt zum Ablauf des menschlichen Lebens.

Im ersten Kapitel werde ich auf Böcklins Lebenslauf eingehen, da einige Ereignisse ihn sicherlich in seinem künstlerischen Schaffen beeinflusst haben. Daran anschließend werde ich sein Werk im zeitgenössischen Kontext betrachten und erläutern, was ihn von anderen Kunstströmungen der Zeit unterscheidet. Es soll deutlich gemacht werden, ob und warum Böcklins Malerei schon zu Lebzeiten als „modern“ bezeichnet werden konnte und welche Bedeutung sein Schaffen für die Kunstgeschichte hat. Die „Jahreszeitenbilder“, die ich im letzten Kapitel vorstellen werde, sollen dies beispielhaft veranschaulichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Böcklin und seine Kunst im zeitgenössischen Kontext

2.1 Zur Biografie des Künstlers

2.2 Böcklins Werk im Kontext der Zeitgenossen und der Kunst um 1900

3 Erläuterungen einiger ausgewählter Werke

3.1 „Ideale Frühlingslandschaft“ 1871

3.2 „Der Ritt des Todes“ oder „Herbst und Tod“ 1871

3.3 „Sommertag“ 1881

3.4 „Frühlingstag“ oder „Die drei Lebensalter“ 1883

3.5 „Herbstgedanken“ 1886

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bildkonzeption Arnold Böcklins an der Schwelle zur Moderne, wobei insbesondere seine Auseinandersetzung mit der menschlichen Existenz durch das Sujet der „Jahreszeitenbilder“ im Zentrum steht. Ziel der Untersuchung ist es, Böcklins Positionierung innerhalb der zeitgenössischen Kunstströmungen sowie die Bedeutung seiner symbolistischen Naturdarstellungen für die Kunstgeschichte zu analysieren.

  • Biografische Einflüsse auf Böcklins künstlerische Entwicklung
  • Böcklin im Spannungsfeld zwischen Tradition und Symbolismus
  • Die Funktion der Farbe und Lichtgestaltung als Stimmungsträger
  • Analyse des Jahreszyklus als Metapher für den menschlichen Lebenslauf
  • Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Kritikern und dem „Fall Böcklin“

Auszug aus dem Buch

3.1 „Ideale Frühlingslandschaft“ 1871

In diesem Werk „Ideale Frühlingslandschaft“ aus dem Jahr 1871 scheinen die Farben zu übertrieben und unnatürlich; und tatsächlich könnte das Bild auch in ein Märchenbuch passen. Die leuchtenden Farben sind aber im Vergleich mit seinen späteren Werken hier noch zurückgenommen und nur in kleinen Flecken statt großen Flächen verarbeitet. Zudem ist der Farbauftrag nicht flächig, sondern getupft und es gibt - wie in seinen früheren Darstellungen stets zu finden - einen Wechsel von Licht und Schatten, durch den bestimmte Partien hervorgehoben werden. Im Vordergrund hat Böcklin in der Mitte des unteren Bilddrittels ein im Gras sitzendes Liebespaar platziert, ein typisches Frühlingsmotiv, das sich auch in anderen Werken von ihm wiederfindet.

Rechts von dem Liebespaar spazieren zwei Frauen dem Betrachter entgegen, links spielen fünf nackte Putti im hohen Gras. Diese Figuren befinden sich alle im erhellten Teil des Bildes, während die Villa im Hintergrund im Schatten der Bäume liegt. Man erkennt, dass sich auf dem Balkon des Gebäudes in der Ferne auch noch Personen befinden, die auf die Wiese hinunterblicken. Abgesehen von der intensiven Farbigkeit ist Böcklins Darstellung der Natur aber keineswegs unwirklich. Das Liebespaar, das im Gras sitzt sowie die beiden Frauen, scheinen einem realistischen Idyll der Renaissance entsprungen; es sind hier die blumensammelnden Putten, die dem Motiv einen unwirklichen, märchenhaften Charakter verleihen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verortet Böcklin als Begründer des deutschen Symbolismus und definiert das Ziel, sein Werk anhand von ausgewählten Jahreszeitenbildern kritisch zu untersuchen.

2 Böcklin und seine Kunst im zeitgenössischen Kontext: Dieses Kapitel beleuchtet Böcklins Biografie sowie die kunsthistorische Rezeption, inklusive der zeitgenössischen Kontroversen um seinen „unmodernen“ Stil.

3 Erläuterungen einiger ausgewählter Werke: In diesem Hauptteil werden fünf zentrale Gemälde detailliert analysiert, um Böcklins Umgang mit Stimmung, Farbe und dem Thema Vergänglichkeit aufzuzeigen.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Böcklin eine „andere Moderne“ verkörperte, indem er sich bewusst vom Impressionismus abgrenzte und stattdessen eine tiefere, symbolische Ebene im Bild schuf.

Schlüsselwörter

Arnold Böcklin, Symbolismus, Jahreszeitenbilder, Kunstgeschichte, Malerei, Moderne, Naturdarstellung, Vergänglichkeit, Lebenszyklus, Stimmung, Farbe, 19. Jahrhundert, Bildkonzeption, Mythologie, Ästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht das künstlerische Schaffen von Arnold Böcklin und analysiert seine Bildkonzeption, insbesondere im Hinblick auf seine Darstellung der Jahreszeiten und deren Bedeutung als Lebensallegorien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des Künstlers, seinem Platz im zeitgenössischen Kunstbetrieb um 1900, der Abgrenzung zum Impressionismus und der symbolistischen Bedeutung von Natur- und Landschaftsmotiven.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Die Arbeit möchte belegen, ob und warum Böcklins Malerei als „modern“ betrachtet werden kann und welche Rolle er als einer der Begründer des deutschen Symbolismus in der Kunstgeschichte spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die kunsthistorische Werkanalyse, bei der ausgewählte Gemälde im biografischen und zeitgenössischen Kontext interpretiert werden, ergänzt durch Fachliteratur zur Stilepoche des Symbolismus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biografische und kontextuelle Einordnung sowie eine detaillierte Analyse von fünf spezifischen Werken: „Ideale Frühlingslandschaft“, „Der Ritt des Todes“, „Sommertag“, „Frühlingstag“ und „Herbstgedanken“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Arnold Böcklin, Symbolismus, Jahreszeitenbilder, moderne Bildkonzeption, Vergänglichkeit, Naturstimmung und der Gegensatz zwischen Tradition und Moderne.

Wie unterscheidet sich Böcklins Darstellung der Jahreszeiten von der Tradition?

Im Gegensatz zu spätmittelalterlichen oder romantischen Darstellungen, die oft auf klassische Personifikationen oder kleine Staffagefiguren zur Verdeutlichung göttlicher Allmacht setzten, nutzt Böcklin die Landschaft und ihre spezifische Stimmung, um die menschliche Existenz subjektiv und aus der Phantasie heraus zu visualisieren.

Welche Bedeutung kommt der Farbe in Böcklins Spätstil zu?

Böcklin setzt Farben als selbstständige Stimmungsträger ein. Er löst sich vom flächigen Licht-Schatten-Spiel und verwendet starke Farbkontraste, um eine dekorative und zugleich tiefsinnige Wirkung zu erzielen, die das Bild als symbolisches Ganze erfahrbar macht.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Arnold Böcklins Malerei. Die "Jahreszeitenbilder" als Bildkonzeption zwischen Tradition und Moderne
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,6
Autor
Julia Auf dem Orde (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V368297
ISBN (eBook)
9783668466753
ISBN (Buch)
9783668466760
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arnold Böcklin Malerei Jahreszeitenbilder Landschaft Dasein
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Auf dem Orde (Autor:in), 2015, Arnold Böcklins Malerei. Die "Jahreszeitenbilder" als Bildkonzeption zwischen Tradition und Moderne, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368297
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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