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Verheiratet mit dem Büro - Arbeitssucht und Partnerschaft

Title: Verheiratet mit dem Büro - Arbeitssucht und Partnerschaft

Seminar Paper , 2003 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sophia Gerber (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Rhoda ist jung, hübsch, hat ein gutes Auskommen und könnte eigentlich glücklich sein. Doch das Verhältnis zu ihrem Freund Max bereitet ihr große Probleme, denn von Beruf Unternehmensberater ist der Workaholic ständig unterwegs und ihre Beziehung spielt sich eher via Anrufbeantworter als zuhause ab. Obwohl die Geschichte von Rhoda und Max der deutschen Fernsehkomödie „Workaholic“ entstammt
und somit erfunden ist, hat das Problem der Arbeitssucht (engl. Workaholism) eine reale gesellschaftliche Relevanz. Schwerpunkt der folgenden Arbeit bildet die Wechselbeziehung zwischen dieser Sucht und der Partnerschaft, welche der Titel „Verheiratet mit dem Büro“ karikiert. Zunächst sollen die Begriffe der Arbeitssucht und Partnerschaft definiert und anhand ihrer Kennzeichen erläutert werden. Im Hauptteil geht es darum sowohl empirisch fundiert zu untersuchen, inwiefern eine Arbeitssucht Ursache von Partnerschaftsproblemen sein kann und umgekehrt inwiefern Beziehungskrisen eine Arbeitssucht bedingen können. Methodisch wird dabei so vorgegangen, dass anhand zweier anonymisierter Fallstudien Defizite in der Partnerschaft einerseits als Folge, andererseits als Ursachen dieser Krankheit analysiert und sowohl die Rolle des Arbeitssüchtigen als auch seines Partners berücksichtigt werden. Nachfolgend werden einige Hilfemöglichkeiten für die Betroffenen vorgeschlagen. Im letzten Teil sollen die Ergebnisse resümiert sowie mögliche weiterführende Fragen gestellt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Begriff der Arbeitssucht

3. Zum Begriff der Partnerschaft

4. Arbeitssucht als Ursache von Partnerschaftsproblemen

Fallstudie: Angelika G. und Josef M.

5. Partnerschaftsprobleme als Ursache von Arbeitssucht

Fallstudie: Monika und Marco C.

6. Hilfemöglichkeiten

7. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Wechselbeziehung zwischen Arbeitssucht und Partnerschaft, wobei analysiert wird, inwieweit Arbeitssucht als Ursache für Partnerschaftsprobleme fungieren kann und umgekehrt, wie Beziehungskrisen eine Sucht nach Arbeit begünstigen können. Ziel ist es, diese gegenseitigen Abhängigkeiten anhand von Fallbeispielen zu beleuchten und Lösungswege aufzuzeigen.

  • Definition und Symptomatik der Arbeitssucht
  • Voraussetzungen für eine gelingende Partnerschaft
  • Arbeitssucht als Auslöser für Partnerschaftskonflikte
  • Beruflicher Rückzug als Kompensationsstrategie bei Beziehungsproblemen
  • Interventions- und Hilfemöglichkeiten für Betroffene

Auszug aus dem Buch

Arbeitssucht als Ursache von Partnerschaftsproblemen

Angelika G., Pharmareferentin und alleinerziehende Mutter zweier jugendlicher Töchter, und Josef M., Geschäftsführer bei einem Versicherungsunternehmen, geschieden und alleinlebend, lernten sich vor drei Jahren auf einer Dienstreise kennen. Bald entwickelte sich aus der Bekanntschaft eine feste Beziehung, in der sich beide nach der Arbeit beziehungsweise am Wochenende abwechselnd bei ihr und ihm trafen und gemeinsam Zeit verbrachten. Angelika berichtet:

Wir sprachen und diskutierten über vieles, unternahmen Ausflüge, gingen ins Theater, Konzert, Kino oder Restaurant und machten zusammen Sport. Auch auf sexueller Ebene lief unsere Beziehung gut.

Doch schon nach ein paar Monaten veränderte sich Josef, widmete sich immer stärker seiner beruflichen Tätigkeit:

Er saß schon frühmorgens über den Akten und kam erst gegen 20 Uhr vom Büro zurück. Oft sagte er mir, er habe am Abend keine Zeit vorbeizukommen, weil er noch dienstliche Dinge erledigen müsse. Selbst am Wochenende und an Feiertagen verbrachte er die Zeit fast ausschließlich in seinem Arbeitszimmer. Einmal kam er nachts von einer Geschäftsreise zurück und anstatt erst nach Hause zu fahren und sich auszuschlafen, fuhr er gleich ins Büro, um die während seiner Abwesenheit angefallenen Aufgaben zu erledigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Arbeitssucht ein und umreißt die methodische Herangehensweise anhand von Fallstudien zur Analyse der Wechselbeziehung mit der Partnerschaft.

2. Zum Begriff der Arbeitssucht: Dieses Kapitel definiert Arbeitssucht als zwanghaftes Verlangen nach Leistung und nennt typische Symptome wie den Kontrollverlust und die soziale Isolation.

3. Zum Begriff der Partnerschaft: Es werden die zentralen Voraussetzungen für eine gelingende Beziehung, wie Kommunikationsfähigkeit, Zuwendung und Vertrauen, herausgearbeitet.

4. Arbeitssucht als Ursache von Partnerschaftsproblemen: Anhand der Fallstudie von Angelika G. und Josef M. wird illustriert, wie Arbeitssucht durch Kommunikationsdefizite und Vernachlässigung zur Zerrüttung einer Partnerschaft führt.

5. Partnerschaftsprobleme als Ursache von Arbeitssucht: Mit dem Beispiel von Monica und Marco C. wird aufgezeigt, wie der Rückzug in den Beruf als Fluchtmechanismus vor ungelösten privaten Konflikten und emotionaler Leere dienen kann.

6. Hilfemöglichkeiten: Das Kapitel erläutert notwendige Schritte zur Genesung, vom Eingeständnis der Krankheit über professionelle Therapie bis hin zu bewussten Ruhephasen in der Partnerschaft.

7. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Arbeitssucht und Partnerschaftsprobleme einen wechselseitigen Verstärkerkreislauf bilden, der oft eine professionelle Intervention erfordert.

Schlüsselwörter

Arbeitssucht, Workaholic, Partnerschaft, Beziehungskrise, Kommunikation, Zuwendung, soziale Isolation, Leistungsdruck, Leistungsgesellschaft, Suchttherapie, Stressbewältigung, Partnerschaftsprobleme, berufliche Tätigkeit, emotionale Distanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Arbeitssucht und partnerschaftlichen Beziehungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Arbeitssucht, Kriterien gelingender Beziehungen sowie die gegenseitige Beeinflussung von beruflicher Sucht und privatem Beziehungsleben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die empirisch fundierte Darstellung, inwiefern Arbeitssucht zu Partnerschaftsproblemen führen kann und umgekehrt, wie private Krisen eine Arbeitssucht begünstigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine qualitative Methode, bei der zwei anonymisierte Fallstudien analysiert werden, um die Dynamik der Betroffenen und ihrer Partner zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Arbeitssucht als Auslöser für Trennungen und den umgekehrten Fall, bei dem der Beruf als Kompensation für Beziehungsdefizite dient.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Arbeitssucht, Partnerschaft, Beziehungskrise, Kompensation, Kommunikation und emotionale Vernachlässigung.

Welche Rolle spielt die „Außenorientierung“ bei der Arbeitssucht?

Die Außenorientierung beschreibt die existenzielle Bedeutung, die Betroffene der gesellschaftlichen Anerkennung im Beruf beimessen, was oft zu einer Vernachlässigung des privaten Umfelds führt.

Warum wird im Fazit die gesellschaftliche Anerkennung kritisiert?

Die Autorin hinterfragt kritisch, warum Arbeitssucht gesellschaftlich oft akzeptiert oder bagatellisiert wird, obwohl die negativen Folgen für das soziale Gefüge und die Psyche massiv sind.

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Details

Title
Verheiratet mit dem Büro - Arbeitssucht und Partnerschaft
College
University of Rostock
Grade
1,0
Author
Sophia Gerber (Author)
Publication Year
2003
Pages
12
Catalog Number
V36831
ISBN (eBook)
9783638363532
Language
German
Tags
Verheiratet Büro Arbeitssucht Partnerschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sophia Gerber (Author), 2003, Verheiratet mit dem Büro - Arbeitssucht und Partnerschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36831
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