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Sollten Sprachen vorzugsweise von muttersprachlichen Lehrern und Lehrerinnen unterrichtet werden?

Title: Sollten Sprachen vorzugsweise von muttersprachlichen Lehrern und Lehrerinnen unterrichtet werden?

Term Paper , 2016 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Lea Lorena Jerns (Author)

Didactics for the subject English - Pedagogy, Literature Studies
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Diese Hausarbeit mit dem Titel "Sollten Sprachen vorzugsweise von muttersprachlichen Lehrern/Lehrerinnen unterrichtet werden?" widmet sich dem umstrittenen Thema, ob beziehungsweise inwiefern muttersprachliche Sprachenlehrer_Innen qualifizierter für den Sprachenunterricht sind als nicht-muttersprachliche Sprachenlehrer_Innen. Hierbei werde ich mich in erster Linie auf das Englische beziehen. Ziel wird es sein, in dieser Arbeit verschiedene Literatur, die sich mit dem Thema Unterricht eines 'native' versus eines 'non-native speaker teachers' befasst, zu diskutieren, gegenüberzustellen und deren Widersprüche und Übereinstimmungen aufzugreifen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Muttersprachliche versus nicht-muttersprachliche Sprachenlehrer_Innen

2.1 Muttersprachliche und nicht-muttersprachliche Identitäten

2.2 Vorteile und Nachteile muttersprachlicher und nicht-muttersprachlicher Sprachenlehrer_Innen

2.2.1 NSTs und NNSTs in der Vorbildfunktion für Fremdsprachenlerner_Innen

2.2.2 Das Lehren von Kultur

2.2.3 Fehlendes Selbstbewusstsein, mangelnde Glaubhaftigkeit und Unsicherheit – Probleme, die ausschließlich dem NNST vorbehalten sind?

3. Fazit

4. Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kontroverse Debatte, ob muttersprachliche oder nicht-muttersprachliche Lehrkräfte besser für den Englischunterricht qualifiziert sind. Dabei wird kritisch hinterfragt, inwieweit die Unterscheidung in "native" und "non-native" linguistisch begründet ist und welche spezifischen Vor- und Nachteile beide Gruppen in den Bereichen Vorbildfunktion, Kulturvermittlung sowie professionelles Selbstverständnis mitbringen.

  • Kritische Auseinandersetzung mit der "Native Speaker"-Dichotomie
  • Analyse der Vorbildfunktion von NSTs und NNSTs
  • Untersuchung der Vermittlung kultureller Kompetenzen
  • Psychologische Aspekte: Selbstvertrauen und Unsicherheit bei Lehrkräften
  • Plädoyer für eine kollaborative Zusammenarbeit zwischen beiden Lehrkräftetypen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 NSTs und NNSTs in der Vorbildfunktion für Fremdsprachenlerner_Innen

In diesem Kapitel werde ich den Schwerpunkt auf die Vorbildfunktion, die der NST beziehungsweise der NNST im Sprachenunterricht einnehmen sollte, legen. Hat eine der beiden Parteien hierbei einen klaren Vorteil oder Nachteil? Dieser Frage möchte ich auf den folgenden Seiten nachgehen.

Zu Anfang würde ich gerne James Taylor vorstellen. Er stammt aus Brighton, Großbritannien, und hat Erwachsenen in Brasilien, Südkorea und Belgien Englisch als Fremdsprache gelehrt (vgl. Taylor 2014, 1). Er ist damit vertraut, dass er, ohne sich diesen Status verdient haben zu müssen, aufgrund seiner Herkunft von seinen Kursteilnehmern/Kursteilnehmerinnen grundsätzlich als besserer Englischlehrer eingeschätzt wird (vgl. Taylor 2014, 1). Er kann jedoch nicht nachvollziehen, warum dem so ist und führt diverse Gründe auf, weshalb NNESTs, seiner Meinung nach, deutlich im Vorteil gegenüber NESTs sind:

There are many reasons why you have an advantage over NEST’s like me in the classroom. For a start, you provide [...] students with an excellent role model of how to study and succeed. No matter how good a teacher I am, I will never be able to look my students in the eye and say “I know how you feel, I know how frustrating this language can be and I will guide you through it.” That’s a very powerful thing to be able to say, and I wish it could come out of my mouth.

You also provide a role model for specific aspects of the language, most notably pronunciation. Luckily in ELT we have largely disposed of the idea of the ‘native speaker as model’ in how we ask our students to speak, and now focus more on intelligibility and clarity in a variety of international contexts. You are perfectly positioned to provide a working, clear model for the students of how this is possible, and can provide them with strategies and techniques to help them get there, plucked from personal experience (Taylor 2014, 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der "native" versus "non-native" Debatte ein und skizziert das Ziel der Arbeit, die Qualifikationsunterschiede kritisch zu beleuchten.

2. Muttersprachliche versus nicht-muttersprachliche Sprachenlehrer_Innen: Dieses Kapitel erörtert die Definitionen von Lehreridentitäten und untersucht zentrale Vor- und Nachteile beider Gruppen hinsichtlich Vorbildfunktion, Kulturvermittlung und Selbstbewusstsein.

2.1 Muttersprachliche und nicht-muttersprachliche Identitäten: Hier wird die Legitimität der binären Unterteilung in Muttersprachler und Nicht-Muttersprachler hinterfragt und die Problematik einer starren Dichotomie aufgezeigt.

2.2 Vorteile und Nachteile muttersprachlicher und nicht-muttersprachlicher Sprachenlehrer_Innen: Eine Einleitung in die drei Kategorien der Untersuchung, welche die unterschiedlichen Rollenbilder von NSTs und NNSTs im Unterrichtsalltag strukturieren.

2.2.1 NSTs und NNSTs in der Vorbildfunktion für Fremdsprachenlerner_Innen: Dieser Abschnitt analysiert, inwiefern die eigene Lernerfahrung der Lehrkraft einen Vorteil bei der Unterstützung von Schülern darstellen kann.

2.2.2 Das Lehren von Kultur: Das Kapitel vergleicht die kulturelle Vermittlungskompetenz und kommt zu dem Schluss, dass NNSTs oft einen weiteren, reflektierteren Blick auf kulturelle Vielfalt bieten können.

2.2.3 Fehlendes Selbstbewusstsein, mangelnde Glaubhaftigkeit und Unsicherheit – Probleme, die ausschließlich dem NNST vorbehalten sind?: Eine Untersuchung der psychologischen Belastungen wie das "I'm-not-a-native-speaker"-Syndrom, die oft bei nicht-muttersprachlichen Lehrkräften auftreten.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, plädiert für die Abschaffung des Diskriminierungspotenzials und schlägt ein kollaboratives Modell der Lehrkräfteentwicklung vor.

4. Bibliografie: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Englischunterricht, Muttersprachler, Nicht-Muttersprachler, Lehrkraft, Sprachkompetenz, Identität, Vorbildfunktion, Kulturvermittlung, Selbstvertrauen, Fremdsprachendidaktik, ELT, Didaktik, Lehrerqualifikation, Sprachlehrforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der verbreiteten Debatte im Englischunterricht, ob muttersprachliche Lehrkräfte (NSTs) gegenüber nicht-muttersprachlichen Lehrkräften (NNSTs) grundsätzlich besser qualifiziert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Identitätsbildung von Lehrkräften, ihre unterschiedlichen Rollen als Vorbilder, die Vermittlung kultureller Kompetenzen sowie die psychologischen Auswirkungen von Minderwertigkeitsgefühlen bei nicht-muttersprachlichen Lehrkräften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu diskutieren, ob beide Lehrkräftetypen gleich gut für den Beruf qualifiziert sind oder ob klare Unterschiede in der Eignung bestehen, wobei die Arbeit die Hypothese vertritt, dass beide Gruppen spezifische Stärken besitzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Diskussion verschiedener wissenschaftlicher Positionen und empirischer Studien zum Thema "Native Speakerism" in der Sprachlehrforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Identitätsfrage die Vorbildfunktion, die Kulturvermittlung und das Phänomen der "L2-Angst" bzw. des Selbstzweifels bei Lehrkräften detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Englischunterricht, Identität, Sprachlehrforschung, Native-Speakerism und Professionalisierung der Lehrkräfte charakterisieren.

Was besagt das im Fazit erwähnte "Kollaborationsmodell"?

Das Modell schlägt vor, die Dichotomie zwischen NSTs und NNSTs aufzugeben und stattdessen durch Kooperation die Stärken beider Gruppen zu vereinen, um die Unterrichtsqualität zu maximieren.

Gibt es einen klaren Gewinner in der Debatte?

Nein, die Mehrheit der zitierten Literatur kommt zu dem Schluss, dass sowohl NSTs als auch NNSTs gute oder schlechte Lehrer sein können und die Herkunft kein ausschlaggebendes Qualitätskriterium darstellt.

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Details

Title
Sollten Sprachen vorzugsweise von muttersprachlichen Lehrern und Lehrerinnen unterrichtet werden?
College
Humboldt-University of Berlin
Grade
1,7
Author
Lea Lorena Jerns (Author)
Publication Year
2016
Pages
25
Catalog Number
V368368
ISBN (eBook)
9783668467019
ISBN (Book)
9783668467026
Language
German
Tags
Sprachunterricht Englisch Englischunterricht native speaker teachers non-native speaker teachers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lea Lorena Jerns (Author), 2016, Sollten Sprachen vorzugsweise von muttersprachlichen Lehrern und Lehrerinnen unterrichtet werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368368
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