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Umberto Eco: Baudolino

Title: Umberto Eco: Baudolino

Seminar Paper , 2003 , 12 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Sophia Gerber (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies
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Summary Excerpt Details

Erano ormai dieci anni che Baudolino stava a Parigi, aveva letto tutto quello che si poteva leggere, aveva imparato il greco da una prostituta bizantina, aveva scritto poesie e lettere amorose che sarebbero state attribuite ad altri, aveva praticamente costruito un regno che ormai nessuno conosceva meglio di lui e dei suoi amici, ma non aveva terminato gli studi. (Eco 2000, Cap.13) Ecos Roman Baudolino erzählt die mittelalterliche Geschichte des piemontesischen Bauernsohns Baudolino, der als Kind von Kaiser Friedrich Barbarossa adoptiert wird und in den folgenden Jahren bedeutende historische Ereignisse nicht nur miterlebt, sondern sie auch selbst gestaltet. Ziel der folgenden Arbeit ist zunächst eine kurze inhaltliche Darstellung des Romans. Dann soll die Analyse und der Vergleich der Aufsätze Cristina Farronatos, die sich mit der Rolle der Fabelwesen befasst, und Werner Raiths erfolgen, der sich insbesondere mit dem Verhältnis von Wahrheit und Fiktion in der Romangeschichte auseinandersetzt. Im Fazit sollen die Ergebnisse resümiert und mögliche weiterführende Gedanken angeführt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Inhaltliche Darstellung

2. Analyse des Aufsatzes Umberto Eco`s Baudolino and the language of monsters von Christina Farronato

3. Analyse der Rezension Baudolino, der Lügner von Werner Raith

4. Textvergleich

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit dem Roman „Baudolino“ von Umberto Eco und untersucht die thematische Behandlung von Fiktion, Lüge und Wirklichkeit. Das primäre Ziel ist es, den Roman inhaltlich darzustellen und anschließend zwei unterschiedliche wissenschaftliche Rezeptionen – von Christina Farronato und Werner Raith – vergleichend zu analysieren, um das Verständnis von Wahrheit und Fiktion in der Geschichtsschreibung zu erörtern.

  • Inhaltliche Zusammenfassung und Charakterisierung des Romans „Baudolino“.
  • Analyse des Motivs der Fabelwesen und Monster bei Farronato.
  • Untersuchung des Verhältnisses von historischer Faktenlage und erzählerischer Fiktion bei Raith.
  • Vergleichende Gegenüberstellung der methodischen Ansätze beider Autoren.
  • Reflektion über die zeitlose Relevanz menschlicher Sehnsüchte und Illusionen.

Auszug aus dem Buch

3. Analyse der Rezension Baudolino, der Lügner von Werner Raith

Werner Raith befasst sich in seiner Rezension Baudolino, der Lügner, der 2001 im Tagesspiegel veröffentlicht wurde, mit dem Thema der Geschichtsschreibung in Umberto Ecos „Baudolino“. Die Kernthese des Verfassers lautet, dass dieser Roman exemplarisch die Verwobenheit von Fiktion und Wirklichkeit, Lüge und Wahrheit in der Geschichtsschreibung veranschauliche (cf. Z.21f.). In diesem Zusammenhang nennt er Ecos Verbindung historisch belegter Personen (z.B. Kaiser Friedrich I., Papst Alexander III.), Ereignisse (z.B. Kreuzzüge, Investiturstreit) sowie Orte (z.B. Stadt Alessandria, Fluss Saleph) und Erfundenem wie der Spekulation über den Tod Friedrich Barbarossas oder wie der Gestalt des Heiligen Baudolino, dem angeblichen Schutzheiligen und Begründer Alessandrias (cf. Z.29ff.).

Nach Raith stellt schließlich die Romanfigur des Baudolino die Projektion der „Sehnsüchte, Hoffnungen, Ziele und Enttäuschungen der Menschen jener (und auch anderer) Zeiten“ (Z.43f.) dar. Denn wer – so die Begründung des Autors – wäre nicht gerne berühmt und wollte Einfluss auf die Geschichte nehmen wie Baudolino, der vorgibt, praktisch den halben Bücherbestand des Abendlandes gefälscht (zu haben), (...) der tatsächliche Urheber der Liebesbriefe zwischen Abélard und Héloise (zu sein) und auch der wirkliche Autor der Bibliothek des Rabelais“ (Z.91ff.)? Und wer wäre nicht betrübt, wenn sich herausstellte, dass ein wundervolles Ereignis nur Traum oder Einbildung war, so wie Baudolino sich dies gegenüber Niceta bezüglich seiner übernatürlichen Begegnungen eingestehen muss.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Einführung in die Thematik des Romans und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit sowie des methodischen Vorgehens.

1. Inhaltliche Darstellung: Zusammenfassung der Romanhandlung von Umberto Ecos „Baudolino“ unter besonderer Berücksichtigung der zentralen Lebensstationen der Hauptfigur.

2. Analyse des Aufsatzes Umberto Eco`s Baudolino and the language of monsters von Christina Farronato: Untersuchung der Sichtweise Farronatos auf die Rolle von Fabelwesen und Monstern im Roman.

3. Analyse der Rezension Baudolino, der Lügner von Werner Raith: Analyse von Raiths Interpretation des Romans als Manifest der Verwobenheit von Fiktion und Geschichte.

4. Textvergleich: Kritischer Vergleich der Interpretationsansätze von Farronato und Raith hinsichtlich ihrer Bewertung von Fiktion und ihrer methodischen Herangehensweise.

5. Fazit: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Einordnung der Bedeutung des Romans für den Vergleich von mittelalterlichem und modernem Denken.

Schlüsselwörter

Umberto Eco, Baudolino, Fiktion, Wirklichkeit, Geschichtsschreibung, Lüge, Christina Farronato, Werner Raith, Monster, Fabelwesen, Mittelalter, Wahrheit, Illusion, Literaturwissenschaft, Romananalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Roman „Baudolino“ von Umberto Eco und analysiert, wie zwei verschiedene Autoren – Christina Farronato und Werner Raith – das komplexe Spannungsfeld zwischen Fiktion, historischer Wirklichkeit und menschlicher Sehnsucht interpretieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Rolle der Fiktion in der Geschichtsschreibung, der Umgang mit Lügen und Mythen sowie die symbolische Bedeutung von Monstern als Projektion menschlicher Ängste und Wünsche.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine inhaltliche Darstellung des Romans und eine vergleichende Analyse der beiden genannten Aufsätze, um ein tieferes Verständnis der verschiedenen Deutungsmöglichkeiten von Ecos Werk zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der literaturwissenschaftlichen Textanalyse und des vergleichenden Literaturvergleichs, indem sie sowohl interne Romanaspekte als auch externe Sekundärliteratur heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgen die Inhaltswiedergabe des Romans, die detaillierte Analyse der Fachaufsätze und ein abschließender Textvergleich zwischen Farronato und Raith.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Umberto Eco, Baudolino, Geschichtsfälschung, Fiktion, Monster, Wahrheit, Illusion und Literaturanalyse.

Wie bewertet Raith das Motiv der Lüge im Vergleich zu Farronato?

Während Farronato die Lüge als komplexe Projektion menschlicher Schwächen und als Werkzeug zum Erhalt von Traditionen ambivalent betrachtet, beurteilt Raith sie primär positiv als notwendige Zutat, um das Leben und die Geschichte spannender und origineller zu gestalten.

Welche Rolle spielt der Charakter Baudolino in dieser Analyse?

Baudolino wird als Projektion menschlicher Grundbedürfnisse begriffen; er verkörpert den Wunsch, Einfluss auf die Geschichte zu nehmen, und verdeutlicht das Spannungsverhältnis zwischen dem, was man tatsächlich erlebt hat, und dem, was man zu erleben ersehnt hat.

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Details

Title
Umberto Eco: Baudolino
College
University of Rostock
Grade
bestanden
Author
Sophia Gerber (Author)
Publication Year
2003
Pages
12
Catalog Number
V36840
ISBN (eBook)
9783638363600
Language
German
Tags
Umberto Baudolino
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sophia Gerber (Author), 2003, Umberto Eco: Baudolino, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36840
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