Die aktuelle Relevanz, die sich hinter der Mitarbeiterbindung verbirgt, ist der Beweggrund dieser Arbeit. Der Grundgedanke ist eine Konzeption zur Mitarbeiterbindung, in der Handlungsempfehlungen für ein Unternehmen erarbeitet werden sollen. Zu Beginn wird zum besseren Verständnis ein theoretischer Rahmen, in dem die Schwerpunktthemen dieser Arbeit definiert werden, gezogen. Aufgrund noch mangelnder Erforschungen der Generation Z, wird zuvor die Generation Y durchleuchtet, an welcher der mögliche Trend der jüngsten Generation zu erkennen oder herzuleiten ist.
Anschließend wird die eigentliche Generation thematisiert. Die Schwerpunktthemen beider Generationen sind die Trends in den Rahmenbedingungen des Aufwachsens, sowie die Grundhaltungen und Erwartungen an die Arbeitswelt. Anschließend folgt der praktische Teil dieser Arbeit. Dazu wird ein Interview mit einem Unternehmen aus der Möbelindustrie geführt um festzustellen, ob und welche Maßnahmen sie bezüglich der Generation Z durchführen in Bezug auf die Mitarbeiterbindung und wie die aktuellen Maßnahmen für derzeitig Angestellte sind.
Des Weiteren soll die Generation Z selbst befragt werden, ob sich die Theorie im ersten Teil der Arbeit bestätigt, welche Werte der Generation am wichtigsten sind und was die Arbeitgeberattraktivität ausmacht, um im Unternehmen für mehrere Jahre arbeiten zu wollen. Nach der Ausarbeitung der Interviews und mit dem Hintergrund des theoretischen Wissens, erfolgt eine Diskussion möglicher Maßnahmen für die Möbelindustrie. Die Handlungsempfehlungen sind am Beispiel eines Unternehmens aus der Möbelbranche zugeschnitten, um konkrete Maßnahmen nennen zu können, an denen es noch mangelt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Generationen - Management
2.1 Generation Y
2.1.1 Trends in den Rahmenbedingungen des Aufwachsens
2.1.2 Grundhaltungen und Erwartungen an die Arbeitswelt
2.2 Generation Z
2.2.1 Trends in den Rahmenbedingungen des Aufwachsens
2.2.2 Grundhaltungen und Lebenswelten
3 Möbelindustrie – Vorstellung
3.1 Interview mit dem Unternehmen
3.2 Ergebnis des Interviews
4 Methodik
4.1 Interviewpersonen
4.2 Leitfrage & Operationalisierung
4.3 Ergebnisse aus den Interviews
5 Diskussion möglicher Maßnahmen für die Möbelindustrie
5.1 Empfehlung 1: Kommunikation eines angenehmen Betriebsklimas und Spaß an der Arbeit
5.2 Empfehlung 2: Leistungsgerechtes Entgelt und finanzielle Anreize
5.3 Empfehlung 3: Arbeitgeberimage steigern
5.4 Empfehlung 4: Work-Life-Balance
5.5 Empfehlung 5: Selbstbestimmung & Selbstverwirklichung fördern
5.6 Empfehlung 6: Zukünftige Mitarbeiter erreichen
5.7 Empfehlung 7: Ausbildung
5.8 Empfehlung 8: Gesundheit
5.9 Empfehlung 9: Feedback
6 Fazit
7 Literaturverzeichnis
Anhang
Transkriptionen der Interviews
Interview mit einem Unternehmen aus der Möbelindustrie
Interview mit der Generation Z
Interviewperson eins
Interviewperson zwei
Interviewperson Drei
Interviewperson Vier
Interviewperson Fünf
Interviewperson Sechs
Interviewperson Sieben
Interviewperson Acht
Interviewperson Neun
Interviewperson Zehn
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen der Möbelindustrie die junge Generation Z effektiv an sich binden können. Angesichts des Fachkräftemangels und veränderter Wertevorstellungen analysiert der Autor den theoretischen Hintergrund der Generationen Y und Z und setzt diese Ergebnisse in Bezug zu einer empirischen Untersuchung in einem mittelständischen Küchenmöbelunternehmen.
- Analyse des Wandels der Arbeitswerte von Generation Y zu Generation Z.
- Untersuchung der Anforderungen junger Arbeitnehmer an den perfekten Arbeitsplatz.
- Bewertung der Bedeutung von Faktoren wie Spaß an der Arbeit, Work-Life-Balance und Feedback.
- Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für die Mitarbeiterbindung in der Möbelindustrie.
- Vergleich von theoretischen Modellen mit den Ergebnissen aus Experteninterviews.
Auszug aus dem Buch
Spaß
Das Thema „Spaß“ hängt auch mit dem vorherigen Thema „Guter Führungsstil“ zusammen. Es ist wie mit einer Kette zu vergleichen, die viele Zähne hat, aber alle Zähne sind miteinander verknüpft. Sobald ein Zahn sich trennt von den anderen, ist es keine zusammenhängende Kette mehr, sondern gleicht einem Seil ohne eine Verbindung.
„Lebensgenuss ist für die Generation Y, auch Millennials genannt, weniger mit materiellem Reichtum, als mit intensivem Erleben und Spaß am konkreten Tun verbunden. (McDonald’s 2013)“.80
Der Arbeitsplatz heutzutage ist nicht, wie vor dreißig oder vierzig Jahren, nur um Geld zu verdienen, sondern auch der Spaßfaktor spielt eine wesentliche Rolle.81 Wo bei früheren Generationen noch das Motto herrschte: „Man lebt um zu arbeiten“, behauptet die Generation Y heute, dass sie heute nach dem Motto lebt: „Man arbeitet, um zu leben“.82 Es geht sogar so weit, dass der Spaßfaktor ein Auswahlkriterium bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitgeber ist. Dieses führt dann dazu, dass die Generation Y die Jobangebote ablehnt, sollte das Kriterium „Spaß an der Arbeit“ nicht erfüllt werden können.83 In den Medien kommt des Öfteren das Thema „Arbeitslose“ vor. Laut der Bundesagentur für Arbeit sind so wenige Arbeitslos, wie schon seit langem nicht mehr und die Tendenz ist steigend.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Mitarbeiterbindung im Kontext des demografischen Wandels und der Herausforderungen durch die Generation Z.
2 Generationen - Management: Theoretische Abgrenzung und Analyse der Merkmale und Werte von Generation Y und Generation Z.
3 Möbelindustrie – Vorstellung: Präsentation des Beispielunternehmens und des methodischen Vorgehens für das Experteninterview.
4 Methodik: Detaillierte Darstellung des empirischen Forschungsdesigns sowie Beschreibung der zehn ausgewählten Interviewpersonen.
5 Diskussion möglicher Maßnahmen für die Möbelindustrie: Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen zur Mitarbeiterbindung, basierend auf den theoretischen Erkenntnissen und den Interviewergebnissen.
6 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und kritische Reflexion des Wandlungsprozesses vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt.
Schlüsselwörter
Mitarbeiterbindung, Generation Z, Generation Y, Fachkräftemangel, Arbeitswelt, Unternehmenskultur, Work-Life-Balance, Führungsstil, Spaß an der Arbeit, Personalmanagement, empirische Untersuchung, Mitarbeiterattraktivität, Wertewandel, Feedback, Unternehmensimage.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung für Unternehmen, qualifizierte junge Arbeitskräfte der Generation Z langfristig zu binden und deren spezifische Ansprüche an den Arbeitsplatz zu verstehen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Fokus stehen die Werte, Erwartungen und Lebenswelten der jungen Generation, der Wandel auf dem Arbeitsmarkt sowie die praktische Anwendung von Mitarbeiterbindungsmaßnahmen in der Möbelindustrie.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Hauptziel ist die Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs für ein Unternehmen aus der Möbelbranche, um die Attraktivität als Arbeitgeber für die Generation Z zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor führt eine empirische Untersuchung mittels Experteninterviews sowie zehn leitfadengestützten Interviews mit Angehörigen der Generation Z durch, um theoretische Annahmen mit der Praxis abzugleichen.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Generationsmerkmale, die Vorstellung eines mittelständischen Küchenmöbelherstellers und die detaillierte Analyse der durchgeführten Interviews.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch Schlagworte wie Mitarbeiterbindung, Generation Z, Fachkräftemangel, Work-Life-Balance und eine ausgeprägte Unternehmenskultur.
Warum ist das gewählte Beispielunternehmen anonymisiert?
Das Unternehmen wird anonymisiert, um seine spezifischen internen Daten und die Ergebnisse der Befragungen vertraulich zu behandeln, während der Fokus auf den allgemeinen Lehren für die Branche bleibt.
Inwieweit widersprechen die Interviews der klassischen Theorie zum Thema Geld?
Während viele Theorien Geld als weniger wichtig erachten, zeigte sich in den Interviews, dass Bezahlung zwar eine Rolle spielt, aber Faktoren wie familiäres Umfeld, Gesundheit und Arbeitsklima bei der Entscheidung für einen Arbeitgeber oft Vorrang haben.
- Quote paper
- Stefan Günter (Author), 2016, Mitarbeiterbindung der Generation Z in der Möbelindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368430