Das Sokratische Gespräch in der Praxis


Seminararbeit, 2004

9 Seiten, Note: bestanden


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Phasen des Sokratisches Gesprächs

2. Anforderungen des Sokratischen Gesprächs

3. Fallbeispiel: Sokratisches Gespräch zum Thema „Was ist Glück?“

4. Vor- und Nachteile des Sokratischen Gesprächs

5. Literatur

0. Einleitung

Sokratische Methode im weitesten Sinne wird praktiziert, wo und wann immer Menschen durch gemeinsames Erwägen von Gründen der Wahrheit in einer Frage näher zu kommen suchen. Sokratisch würde ich ein Gespräch nennen, in dem es nicht nur sporadisch auftritt, sondern durchgängig das Gespräch bestimmt; ein Gespräch, in dem durchgängig ein gemeinsames Erwägen von Gründen stattfindet. (Heckmann 1981, 24)

Das Sokratische Gespräch als Unterrichtsmethode entspricht in vielerlei Hinsicht den didaktischen Prinzipien Martin Wagenscheins, denn es ist „genetisch“, insofern es sich aus der Entstehung eines Problems ergibt, es ist „sokratisch“, insofern der Gesprächsleiter fragend den Teilnehmern beim eigenen Entdeckungsprozess hilft, und es ist „exemplarisch“, insofern an alltäglichen Fallerlebnissen das philosophische Allgemeine ergründet wird. Im Folgenden sollen zunächst die allgemeinen Phasen sowie die Anforderungen sowohl an die Gesprächsleiter als auch an die Teilnehmer dargestellt werden. Darauf erfolgt exemplarisch auszugsweise ein Protokoll eines Seminarversuchs, bei dem Studenten der Universität Rostock ein Sokratisches Gespräch zum Thema „Was ist Glück?“ durchgeführt haben. Dieses soll schließlich ausgewertet und Vor- und Nachteile der Unterrichtsmethode aufgezeigt werden.

1. Phasen des Sokratischen Gesprächs

Idealtypisch läuft das Sokratische Gespräch in folgenden Schritten ab (cf. Krohn/Neißer/Walter 1999, 133):

1) Themenstellung: Vor Beginn des Gesprächs muss die Frage zu einem philosophischen (nicht empirischen) Thema feststehen.
2) Beispielsuche: Als Einstieg suchen alle Teilnehmer nach persönlichen Erfahrungsbeispielen zur Themenfrage und stellen diese vor. Die Beispiele sollten selbst erlebt, in sich abgeschlossen, für alle Gesprächsteilnehmer nachvollziehbar und von möglichst einfacher Struktur sein. Die Gruppe wählt dann gemeinsam ein geeignetes Thema für den Gesprächsbeginn aus.
3) Arbeit am Beispiel: Nun werden Teilaspekte des Beispiels und der Zusammenhang zwischen Beispiel und Themenfrage in der Gruppe differenziert betrachtet, formuliert und festgehalten.
4) Regressive Abstraktion: Von den konkreten, situativen Bedingungen des Beispiels sollen die Teilnehmer im Gespräch auf abstrakte, allgemeine Prinzipien des Themas schließen.
5) Prüfung: Die intersubjektiv anerkannten Prinzipien können wiederum von den Teilnehmern an anderen konkreten Beispielen überprüft werden, indem Gründe und Gegengründe diskutiert werden.
6) Konsens: Abschließend soll die Gruppe die als intersubjektiv geltend anerkannten und geprüften Kriterien des Themas, aber auch offen gebliebene Fragen gemeinsam formulieren.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Das Sokratische Gespräch in der Praxis
Hochschule
Universität Rostock
Note
bestanden
Autor
Jahr
2004
Seiten
9
Katalognummer
V36844
ISBN (eBook)
9783638363648
Dateigröße
523 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Pädagogische Auswertung und Reflexion eines Seminarversuchs
Schlagworte
Sokratische, Gespräch, Praxis
Arbeit zitieren
Sophia Gerber (Autor), 2004, Das Sokratische Gespräch in der Praxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36844

Kommentare

  • Olaf Siegemund am 5.2.2011

    Die Arbeit umfasst (von Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und Literaturverzeichnis einmal abgesehen) gerade einmal 6 Textseiten. Für mich war diese Arbeit mit dem Niveau einer mittelmäßigen Proseminararbeit überhaupt nicht nützlich.

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Titel: Das Sokratische Gespräch in der Praxis



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