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Das Sokratische Gespräch in der Praxis

Title: Das Sokratische Gespräch in der Praxis

Seminar Paper , 2004 , 9 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Sophia Gerber (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Sokratische Methode im weitesten Sinne wird praktiziert, wo und wann immer Menschen durch gemeinsames Erwägen von Gründen der Wahrheit in einer Frage näher zu kommen suchen. Sokratisch würde ich ein Gespräch nennen, in dem es nicht nur sporadisch auftritt, sondern durchgängig das Gespräch bestimmt; ein Gespräch, in dem durchgängig ein gemeinsames Erwägen von Gründen stattfindet.

Das Sokratische Gespräch als Unterrichtsmethode entspricht in vielerlei Hinsicht den didaktischen Prinzipien Martin Wagenscheins, denn es ist „genetisch“, insofern es sich aus der Entstehung eines Problems ergibt, es ist „sokratisch“, insofern der Gesprächsleiter fragend den Teilnehmern beim eigenen Entdeckungsprozess hilft, und es ist „exemplarisch“, insofern an alltäglichen Fallerlebnissen das philosophische Allgemeine ergründet wird. Im Folgenden sollen zunächst die allgemeinen Phasen sowie die Anforderungen sowohl an die Gesprächsleiter als auch an die Teilnehmer dargestellt werden. Darauf erfolgt exemplarisch auszugsweise ein Protokoll eines Seminarversuchs, bei dem Studenten der Universität Rostock ein Sokratisches Gespräch zum Thema „Was ist Glück?“ durchgeführt haben. Dieses soll schließlich ausgewertet und Vor- und Nachteile der Unterrichtsmethode aufgezeigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Phasen des Sokratisches Gesprächs

2. Anforderungen des Sokratischen Gesprächs

3. Fallbeispiel: Sokratisches Gespräch zum Thema „Was ist Glück?“

4. Vor- und Nachteile des Sokratischen Gesprächs

5. Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Sokratische Gespräch als pädagogische Unterrichtsmethode und reflektiert deren theoretische Fundierung anhand eines praktischen Seminarversuchs zum Thema „Was ist Glück?“. Ziel ist es, die Phasen und Anforderungen der Methode darzustellen, ihren praktischen Einsatz zu evaluieren sowie die spezifischen Vor- und Nachteile kritisch zu würdigen.

  • Grundlagen und didaktische Prinzipien des Sokratischen Gesprächs
  • Strukturierte Darstellung des methodischen Ablaufprozesses
  • Anforderungsprofile für Lehrende und Lernende
  • Empirische Reflexion eines praktischen Anwendungsbeispiels
  • Abwägung von Stärken und Grenzen der Methode im Bildungskontext

Auszug aus dem Buch

3. Fallbeispiel: Sokratisches Gespräch zum Thema „Was ist Glück?“

Im Sommersemester 2004 führte ich in einem Seminar zur Pädagogik Martin Wagenscheins, das von Dr. Alexander Engelbrecht geleitet wurde, gemeinsam mit den Kommilitonen und dem Dozenten ein Sokratisches Gespräch durch, welches wie folgt verlief: Zunächst stellte ich den Teilnehmern verschiedene deskriptive und normative philosophische Fragestellungen vor (z.B. Was ist Gerechtigkeit?, Was ist Glück?, Was ist schön?, Sollte Sterbehilfe erlaubt sein?, Darf man lügen?), aus denen sie schließlich gemeinsam das Thema „Was ist Glück?“ auswählten (Themenstellung). In einem nächsten Schritt sollten die Studenten ein persönliches Erlebnis darstellen, das sie mit dem Thema Glück verbinden (Beispielsuche). Dabei kam es zu folgenden Aussagen:

T1*: Das war bei mir, als ich mit ganz vielen Freunden eine Fahrradtour gemacht habe. Wir haben an einem schönen Ort angehalten und gepicknet und dabei sehr viel Freude erlebt und es war sehr lustig. Das war ein Zeitpunkt, wo ich glücklich war.

[...]

T2: Ich wollte im November ins Theater gehen und wir haben keine Karten mehr gekriegt. Und dann sind wir in den ST-Club gegangen und da habe ich bei der Tombola einen DVD-Player gewonnen.

[...]

T3: Bei mir ist es im Frühling so, dass ich die blühenden Bäume bestaune und stehen bleibe und an ihren Blüten schnuppere. Da überkommen mich auch Glücksgefühle.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung definiert das Sokratische Gespräch als Unterrichtsmethode in Anlehnung an Martin Wagenschein und gibt einen Ausblick auf die Struktur der Arbeit.

1. Phasen des Sokratisches Gesprächs: Dieses Kapitel erläutert die idealtypischen Schritte des Verfahrens, von der Themenstellung über die Beispielsuche bis hin zum abschließenden Konsens.

2. Anforderungen des Sokratischen Gesprächs: Hier werden die Erwartungen an die Teilnehmer und die notwendigen Kompetenzen des Gesprächsleiters detailliert dargelegt.

3. Fallbeispiel: Sokratisches Gespräch zum Thema „Was ist Glück?“: Das Kapitel dokumentiert einen konkreten Seminarversuch, zeigt die Anwendung der Phasen auf und führt in die inhaltliche Diskussion der Studenten ein.

4. Vor- und Nachteile des Sokratischen Gesprächs: Der abschließende Teil bewertet den Nutzen, die Herausforderungen und die Praxistauglichkeit der Methode in Schule und Universität.

5. Literatur: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Sokratisches Gespräch, Martin Wagenschein, Unterrichtsmethode, Philosophieren, Glück, Pädagogik, Seminarversuch, Regressive Abstraktion, Beispielsuche, Konsens, Gesprächsführung, Didaktik, Selbstentdeckendes Lernen, Philosophie, Diskursanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Sokratischen Gesprächs als Lehrmethode im universitären Kontext, insbesondere unter Bezugnahme auf die pädagogischen Prinzipien Martin Wagenscheins.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die theoretische methodische Struktur des Sokratischen Gesprächs, die Rollenverteilung zwischen Leitung und Teilnehmern sowie die praktische Umsetzung an einem Fallbeispiel zum Thema Glück.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, wie ein Sokratisches Gespräch in der Praxis abläuft, welche Anforderungen es stellt und ob es als lohnenswerte Unterrichtsmethode zur Förderung des selbstentdeckenden Lernens betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der pädagogischen Reflexion anhand eines konkreten Seminarversuchs, ergänzt durch die Auswertung relevanter Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Phasen und Anforderungen, die Dokumentation des Protokolls zum Thema Glück sowie die Analyse der methodischen Stärken und Schwächen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sokratisches Gespräch, pädagogische Reflexion, Didaktik, Glücksbegriff und selbstentdeckendes Lernen charakterisiert.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen materiellem und ideellem Glück?

Die Autorin hebt im Rahmen der Diskussion die Differenzierung zwischen „Glück haben“ (zufällige äußere Ereignisse) und „glücklich sein“ (ein innerer Zustand oder Lebensgefühl) hervor.

Warum ist die Ausbildung des Gesprächsleiters laut der Arbeit so wichtig?

Die Arbeit betont, dass der Leiter eine steuernde Rolle einnimmt, indem er Struktur gibt, den Themenbezug wahrt und die Teilnehmer bei der Abstraktion unterstützt, was spezifische fachliche und methodische Kompetenzen erfordert.

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Details

Title
Das Sokratische Gespräch in der Praxis
College
University of Rostock
Grade
bestanden
Author
Sophia Gerber (Author)
Publication Year
2004
Pages
9
Catalog Number
V36844
ISBN (eBook)
9783638363648
Language
German
Tags
Sokratische Gespräch Praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sophia Gerber (Author), 2004, Das Sokratische Gespräch in der Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36844
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