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Das glückliche und das wirkliche Leben bei Seneca: Widerspruch zwischen Lehre und Lebensführung

Titel: Das glückliche und das wirkliche Leben bei Seneca: Widerspruch zwischen Lehre und Lebensführung

Hausarbeit , 2004 , 12 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Arzu Yilmaz (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Werk Senecas „De vita beata“ soll als eine Art Wegweiser dienen, ein seiner Ansicht nach glückliches – für ihn gleichbedeutend mit „tugendhaftes“ – und erfülltes Leben zu führen. Ziel meiner Arbeit „Das glückliche und das wirkliche Leben bei Seneca“ soll sein, aufzuzeigen, ob die Vorwürfe, die gegen Seneca schon zu Lebezeiten erhoben wurden und heute noch gemacht werden, daß seine Lebensweise und seine Lehre stark differierten, berechtigt sind. Hierfür dient ein Vergleich zwischen den in seinem Werk entwickelten Thesen und seinem tatsächlichen Leben und Wirken. Dieser Vergleich soll Aufschluß darüber liefern, wie weit oder wie nah er selbst von dem von ihm entworfenem Ideal eines glücklich Lebenden entfernt gewesen ist (Punkt 4). Hierbei kann ich leider nicht auf alle Punkte seines Lebens und seines Werkes eingehen, da dies sonst den Rahmen der Arbeit sprengen würde. Bevor ich aber zu dem Hauptthema komme, möchte ich eine Kurzbiographie seines Lebens wiedergeben (Punkt 2), und im Anschluß an die Biographie, die meiner Ansicht nach wichtigsten Aspekte der Schrift aufzeigen. Diese beiden Punkte sollen Überblicke über sein Leben und seine Lehre verschaffen. Im letzten Abschnitt der Arbeit möchte ich das Ergebnis, zu dem ich bei der Ausarbeitung dieses Themas gelangt bin, aufzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Senecas Leben: Eine Kurzbiographie

3. Beschreibung der „vita beata“

4. Senecas „De vita beata“: Widerspruch zwischen Lehre und Lebensführung?

5. Ergebnis der Ausarbeitung / Schlußbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

6.1. Sekundärliteratur

6.2. Quelle

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der philosophischen Lehre Senecas in seinem Werk „De vita beata“ und seiner tatsächlichen Lebensführung als Politiker und Privatmann. Ziel ist es, die Berechtigung der historischen und zeitgenössischen Vorwürfe zu prüfen, dass zwischen Senecas theoretischem Ideal eines tugendhaften, glücklichen Lebens und seinem praktischen Handeln eine unüberbrückbare Diskrepanz bestünde.

  • Analyse des stoischen Idealbegriffs des „glücklichen Lebens“ (vita beata) bei Seneca.
  • Biographische Aufarbeitung der politischen Rolle Senecas am Hofe Neros.
  • Untersuchung des Vorwurfs der Diskrepanz zwischen stoischer Lehre und persönlichem Reichtum.
  • Bewertung der Rolle von Tugend (virtus) und Askese in Senecas Philosophie.
  • Diskussion über den Status des Philosophen als „Wegweiser“ gegenüber dem Anspruch auf persönliche Perfektion.

Auszug aus dem Buch

3. Beschreibung der „vita beata“

Das Buch „De vita beata“ handelt vom glücklichen Leben und ist in zwei Teile unterteilt, wobei das Ende des zweiten Teiles leider verloren gegangen ist. Der erste Teil des Buches erklärt uns wie wir die „vita beata“ erlangen können. Im zweiten Teil versucht Seneca sein Leben und das des Philosophen zu rechtfertigen. Glück bedeutet nach Seneca, daß der Mensch seine Autonomie entwickelt und lernt frei von allen äußeren Dingen zu leben. Außerdem sei es wichtig, sich nicht der Masse anzuschließen „[...], sanabimur, si separemur modo a coetu.“ Für ihn ist die Zuwendung der Mehrheit der Bevölkerung zu jeglichen Dingen ein signifikantes Merkmal für das Schlechte. Man dürfe sich nicht hin und her gerissen fühlen und sollte in der Lage sein, klare Entscheidungen selbständig zu fällen. Glücklich sein bedeutet demnach, daß man in Übereinstimmung mit der eigenen Natur lebt. Dies ist jedoch nur dann gewährleistet, wenn der Mensch im Besitz einer gesunden Seele, einer sana mens, ist. Die sana mens dürfe nicht flatterhaft sein, sie sollte allen Einflüssen standhaft gegenüber stehen und die Geschenke des Glücks zwar nutzen, dem Glück aber nicht sklavisch verfallen sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Ziel der Arbeit dar, das darin besteht, die vermeintlichen Widersprüche zwischen Senecas Lehre und seinem Leben anhand von „De vita beata“ zu untersuchen.

2. Senecas Leben: Eine Kurzbiographie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Senecas nach, von seiner Herkunft in Corduba über seine politische Karriere am Kaiserhof bis hin zu seiner philosophischen Entwicklung und seinem Tod.

3. Beschreibung der „vita beata“: Hier wird der inhaltliche Aufbau des Werkes skizziert und zentrale stoische Kernkonzepte wie die „vita beata“, die Autonomie des Menschen und das Konzept der „sana mens“ erläutert.

4. Senecas „De vita beata“: Widerspruch zwischen Lehre und Lebensführung?: Dieses Kapitel bildet das Kernstück der Untersuchung, in dem Senecas philosophische Maximen kritisch mit seinem praktischen Wirken als Politiker und seinem Umgang mit Reichtum kontrastiert werden.

5. Ergebnis der Ausarbeitung / Schlußbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass Seneca sich nie als vollendeten Weisen verstand und sein Werk eher als einen Wegweiser zur Tugend denn als Tatsachenbericht über sein eigenes Leben konzipierte.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Sekundärliteratur und der Primärquelle.

Schlüsselwörter

Seneca, De vita beata, Stoa, Glück, Tugend, vita beata, Lebensführung, Philosophie, Nero, sana mens, Ethik, Reichtum, Askese, Moral, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob zwischen dem in Senecas Werk „De vita beata“ formulierten Anspruch an ein tugendhaftes, glückliches Leben und seinem tatsächlichen, historisch belegten Lebenswandel ein unvereinbarer Widerspruch besteht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die stoische Ethik, die Rolle des Philosophen als politischer Berater, der Umgang mit Reichtum und Macht sowie die Frage, ob philosophische Ideale eine persönliche Fehlerfreiheit voraussetzen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob die historischen Vorwürfe, Seneca habe entgegen seiner Lehre in Unmoral und Reichtum gelebt, stichhaltig sind oder ob sie auf einem Missverständnis seiner philosophischen Rolle beruhen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse, bei der sie Senecas theoretische Thesen aus dem Werk „De vita beata“ mit seinem biographisch belegten Wirken in der römischen Politik kontrastiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Einführung, eine inhaltliche Analyse von „De vita beata“ und eine detaillierte Prüfung konkreter Vorwürfe bezüglich Senecas Reichtum, seiner politischen Kompromisse und seiner moralischen Haltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Seneca, Stoa, Tugend, vita beata, Lebensführung und Antike charakterisieren.

Wie bewertet die Autorin Senecas Verhalten am Hofe Neros?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Seneca seine philosophischen Ansprüche mitunter zugunsten politischer Stabilität opferte, ihn aber dennoch als jemanden beschreibt, der versuchte, seinen Einfluss für Milderungen und das Gemeinwohl einzusetzen.

Warum hält Seneca sein Werk nicht für einen Widerspruch zu seinem Reichtum?

Seneca argumentiert, dass er sich selbst nicht als „Weisen“ ansieht, sondern als jemanden, der sich auf dem Weg zur Tugend befindet; Reichtum sei für ihn lediglich ein wertneutrales Werkzeug, solange man nicht von ihm versklavt werde.

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Details

Titel
Das glückliche und das wirkliche Leben bei Seneca: Widerspruch zwischen Lehre und Lebensführung
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Philosophische Lebensentwürfe in Antike und Mittelalter
Note
1,7
Autor
Arzu Yilmaz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
12
Katalognummer
V36865
ISBN (eBook)
9783638363808
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leben Seneca Widerspruch Lehre Lebensführung Philosophische Lebensentwürfe Antike Mittelalter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Arzu Yilmaz (Autor:in), 2004, Das glückliche und das wirkliche Leben bei Seneca: Widerspruch zwischen Lehre und Lebensführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36865
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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