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Die Entwicklung des Rates der Stadt Köln zur führenden Institution im Stadtregiment.

Título: Die Entwicklung des Rates der Stadt Köln zur führenden Institution im Stadtregiment.

Trabajo de Seminario , 2003 , 17 Páginas , Calificación: Sehr gut (1)

Autor:in: Florian Rolf (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat die Kölner Stadtverfassung mit ihrem Formenreichtum die historische Forschung immer wieder fa sziniert. Sieht man einmal von dem Zeitraum des ersten Auftretens eines Kölner Stadtrates 1216 ab, war das Forschungsinteresse im Wesentlichen auf das 12. Jahrhundert gerichtet. Die Entstehung von Schöffenkolleg, Richerzeche, Stadt- und Sondergemeinden wird bis heute unter den Historikern kontrovers diskutiert und wird aufgrund der unzureichenden Quellen wohl ohne abschließendes Ergebnis bleiben. Die Weiterentwicklung der Kölner Verfassung im 13. Jahrhundert hat weniger Beachtung gefunden. Für diesen Zeitraum hat sich die Forschung hauptsächlich auf die gut dokumentierten Auseinandersetzungen der Bürger mit den erzbischöflichen Stadtherren konzentriert. Die Differenzen auf der städtischen Seite gerieten über weite Strecken aus dem Blickfeld der Forschung. Gerade dieser Zeitraum ist jedoch verfassungsgeschichtlich äußerst bedeutsam, da durch Entstehung und Aufstieg des Rates die Verfassungsentwicklung in Köln bis zum Einmarsch der Franzosen wesentlich geprägt worden ist.1 Dieser Zeitraum, von 1216-1321, ist maßgebend für diese Arbeit. 1 Vgl. Groten, Manfred, Köln im 13. Jahrhundert, Köln, Weimar, Wien 1995, S. IX, X.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung bis zur Bildung des Rates von 1216

2.1 Erste Bestrebungen der Bürger zur Selbstverwaltung

2.2 Die Kirchspiele (Sondergemeinden)

2.3 Das Schöffenkollegium

2.4 Die Richerzeche

3. Die Entstehung des städtischen Rates von 1216

4. Der Aufstieg des Rates zur herrschenden Instanz in Köln

4.1 Wiederaufleben des Rates als Gremium der städtischen Finanzverwaltung

4.2 Aufbau und Organisation des Rates

4.3 Bildung des Rheinischen Städtebundes

4.4 Das Ende der Geschlechterherrschaft

4.5 Die Rückkehr der Geschlechter

4.6 Die Vertreibung der Weisen

4.7 Der Machtzuwachs des Rates ab 1268

5. Der weite Rat

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Verfassungswandel der Stadt Köln im Zeitraum von 1216 bis 1321, mit einem Fokus auf die Entwicklung des Rates zur führenden Institution im Stadtregiment. Ziel ist es, die sukzessive Machtverschiebung von den traditionellen, aristokratischen Gremien hin zur bürgerlichen Ratsverwaltung historisch aufzuarbeiten.

  • Politische Autonomiebestrebungen des Kölner Bürgertums
  • Transformation der städtischen Machtstrukturen vom 12. bis zum 14. Jahrhundert
  • Rolle und Kompetenzverlust der Schöffen und der Richerzeche
  • Einfluss kirchlicher Stadtherren auf die kommunale Verfassungsentwicklung
  • Entstehung und Institutionalisierung des engen sowie weiten Rates

Auszug aus dem Buch

3. Die Entstehung des städtischen Rates von 1216

Die Entstehung des Kölner Rates lässt sich nur anhand eines einzigen Dokuments, der Marienfelder Urkunde, nachvollziehen. Diese Urkunde überliefert, dass es in Köln 1216 Ratmannen gab, beinhaltet aber keine Informationen über die Entstehung dieser neuen Institution.

Die Stellung der consules (Ratmannen) vor den scabini (Schöffen) in der Intitulatio der Urkunde ist Zeugnis für eine radikale Umgestaltung der innerstädtischen Machtverhältnisse. Die Schöffen wurden zwar weiterhin von den consules als bürgerliche Behörde anerkannt, doch nahm der Rat die höchste bürgerliche Macht für sich in Anspruch. Da die Schöffen den Machtverlust gewiss nicht freiwillig hingenommen haben, kann man davon ausgehen, dass der Rat Produkt eines innerstädtischen Konflikts war, in dem die Schöffen zunächst unterlegen waren. Der Rat wandte sich in erster Linie gegen die Schöffen, während er mit dem Stadtherren und der Richerzeche ein einvernehmliches Verhältnis anstrebte.

Die aus der Urkunde von 1216 gezogenen Schlüsse lassen sich durch die Anklageschrift Konrads von Hochstaden im Großen Schied 1258 bestätigen. Hierin beklagt er, dass 1216 unter Erzbischof Engelbert von Berg die Bürger einen Rat gegründet haben, der unter Missachtung der Schöffen, denen der Erzbischof das Regiment der Stadt übertragen hatte, die Stadt regierte. Diese Aussage stützt die These von der Entmachtung des Schöffenkollegs.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Forschungsinteresse an der Kölner Verfassungsgeschichte und definiert den relevanten Zeitrahmen von 1216 bis 1321.

2. Die Entwicklung bis zur Bildung des Rates von 1216: Dieses Kapitel analysiert die frühen, bürgerlichen Bestrebungen zur Selbstverwaltung sowie die Rolle der Kirchspiele, des Schöffenkollegiums und der Richerzeche.

3. Die Entstehung des städtischen Rates von 1216: Hier wird der erstmalige Auftritt von Ratmannen und die daraus resultierende Verschiebung der Machtverhältnisse gegenüber den Schöffen dargelegt.

4. Der Aufstieg des Rates zur herrschenden Instanz in Köln: Dieser Abschnitt beschreibt die schrittweise Etablierung des Rates durch Finanzverwaltung, politische Bündnisse und die Überwindung aristokratischer Widerstände.

5. Der weite Rat: Das Kapitel behandelt die Institutionalisierung des weiten Rates zu Beginn des 14. Jahrhunderts als Abschluss der städtischen Verfassungsentwicklung.

Schlüsselwörter

Kölner Rat, Stadtverfassung, Mittelalter, Bürgerschaft, Schöffenkollegium, Richerzeche, Stadtregiment, Autonomie, Machtverschiebung, Erzbischof, 13. Jahrhundert, politische Partizipation, Verfassungsgeschichte, Marienfelder Urkunde, Weite Rat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Entwicklung der Stadtverfassung von Köln zwischen 1216 und 1321 und wie sich der Stadtrat in dieser Zeit zur dominanten Institution im Stadtregiment entwickelte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung der Machtbefugnisse zwischen traditionellen Institutionen wie den Schöffen und der Richerzeche sowie die aufstrebende bürgerliche Selbstverwaltung durch den Rat.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Transformationsprozess nachzuvollziehen, der zur Etablierung des Rates als führende Behörde führte, und die damit verbundenen gesellschaftlichen und politischen Konflikte in Köln zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine historische Analyse existierender Urkunden, wie die Marienfelder Urkunde und den Großen Schied von 1258, sowie auf den kritischen Vergleich der Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen der vor-rätlichen Selbstverwaltung, die Entstehung des ersten Rates, den mühsamen Prozess der Kompetenzerweiterung durch Finanz- und Machtpolitik sowie das Ende der Geschlechterherrschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem: Kölner Rat, Stadtverfassung, Machtverschiebung, Schöffenkollegium, Autonomie und das Mittelalter.

Welche Rolle spielte der Erzbischof bei der Etablierung des Rates?

Der Erzbischof agierte ambivalent: Einerseits versuchte er durch städtefeindliche Politik die städtische Autonomie zu beschneiden, andererseits führten seine Konflikte mit den Geschlechtern dazu, dass er teils wider Willen bürgerliche Kräfte stärkte.

Was zeichnet die Entstehung des "weiten Rates" aus?

Der weite Rat, der 1321 erstmals urkundlich belegt ist, repräsentiert die volle Ausgestaltung der städtischen Herrschaft des Rates und fungierte als politisches Organ zur Vertretung größerer Kreise der Bürgerschaft.

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Detalles

Título
Die Entwicklung des Rates der Stadt Köln zur führenden Institution im Stadtregiment.
Universidad
University of Cologne  (Seminar für Geschichte und für Philosophie)
Curso
Köln im Mittelalter
Calificación
Sehr gut (1)
Autor
Florian Rolf (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
17
No. de catálogo
V36883
ISBN (Ebook)
9783638363952
Idioma
Alemán
Etiqueta
Entwicklung Rates Stadt Köln Institution Stadtregiment Köln Mittelalter
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Florian Rolf (Autor), 2003, Die Entwicklung des Rates der Stadt Köln zur führenden Institution im Stadtregiment., Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36883
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