Mobile Endgeräte. Trends und Auswirkungen auf den elektronischen Handel


Projektarbeit, 2016
24 Seiten, Note: 1,3
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Mobile Commerce als Bestandteil des Electronic Business
2.1 Begriffsdefinition Electronic Business
2.2 Einordnung des Electronic Commerce ins Electronic Business
2.3 Abgrenzung Electronic Commerce zum Mobile Commerce

3 Trends und Auswirkungen mobiler Endgeräte auf den elektronischen Handel
3.1 Mobiles Web beliebter als Applikationen
3.2 Omni-Channel-Welt
3.3 Social Commerce
3.4 Verbindungen zwischen On- und Offline Handel

4 Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Sonstige Quellen

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 : Vergleich Conversions-Rate zwischen Mobile Browser und App

Abbildung 2: Schlüsselkomponenten E-Business in 2015

Abbildung 3: Befragung zum Thema Social Media

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

In der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause oder im Café - Immer und überall einkaufen, im Einkaufsladen direkt vor Ort noch schnell online Preise vergleichen, Produktbewertungen recherchieren oder Gutscheine herunterladen. Dank Smartphones und Tablets ist dies heutzutage kein Problem mehr und für viele Kunden mittlerweile Alltag. Mo­bile Geräte werden zum universellen Shoppingbegleiter und lösen Käufe über den klassi­schen Desktop-PC und Laptop ab.[1]

Mobile Commerce (M-Commerce) boomt und wird zum treibenden Motor für den Handel. Laut der Studie von „IPSOS" zum Thema M-Commerce wächst der Handel über mobile Ge­räte dreimal schneller als der Handel über stationäre.[2] Nach Rainer Borchert, Industry Head Retail bei „Google", wird das mobile Surfvolumen 2016 den Suchtraffic auf dem Desktop in Deutschland überholen.[3] Dieser Trend lässt sich unter anderem an den jährlich steigenden Umsatzzahlen des Handels im Online-Bereich erkennen. Mit einem Online-Umsatz von 52,79 Milliarden Euro in 2015 erzielte der Handel im Vergleich zum Vorjahr eine Umsatz­steigerung von 23,1 Prozent und somit gleichzeitig einen Höchstwert.[4] Der Gesamtanteil mobiler Endgeräte am Online-Umsatzwachstum liegt nach einer Untersuchung des „Centre for Retail Research" und des Gutscheinportals „Retailmenot" in Deutschland von 2015 bis 2016 bei 45,2 Prozent, während der Anteil des klassischen PC’s lediglich circa acht Prozent beträgt.[5]

Darüberhinaus findet eine zunehmenden Verbreitung von Smartphones, Tablets und Wearables in unserer Gesellschaft statt. Besitzen mittlerweile mehr als zwei Milliarden Men­schen weltweit ein mobiles Endgerät, werden bis 2018 2,5 Milliarden prognostiziert.[6] Kein anderer Vertriebskanal wächst derart schnell und das mobile Shopping ist kaum noch auf­zuhalten. Für Unternehmen ist es demnach zwingend notwendig, dem Wandel Rechnung zu tragen und für ihre Kunden jederzeit und überall erreichbar zu sein, denn die Kunden erwar­ten dies auch. Ist der Online-Shop eines Unternehmens für mobile Endgeräte nicht opti­miert, schwer in der Bedienung oder die Applikation (App) funktioniert nicht wie erwartet, bricht der Kunde den Kaufvorgang ab und geht zur Konkurrenz. Vor allem junge Menschen zeigen sich hier oftmals ungeduldig. Laut einer Studie von „Dynatrace" brechen 81 Prozent der mobilen Nutzer unter den 18- bis 34-Jährigen den Vorgang daraufhin ab.[7] Dies alles verdeutlicht, wie wichtig das Thema M-Commerce für Unternehmen ist und zukünftig noch werden wird. Die Frage, die sich demnach stellt, ist: Welche Trends existieren derzeit im M­Commerce und wie wirken sich diese auf den Online-Handel aus?

Zielsetzung dieser Arbeit ist es, aktuelle Trends und Auswirkungen mobiler Endgeräte auf den elektronischen Handel zu erfassen. Mithilfe von repräsentativen Studien werden die wesentlichen Kernelemente im Bereich Mobile Commerce aufgezeigt werden.

Die Arbeit befasst sich zunächst mit den theoretischen Begrifflichkeiten zum Thema. Im 2. Kapitel werden die grundlegenden Begriffe Electronic Business, Electronic Commerce und Mobile Commerce erläutert. Darüberhinaus wird der Bereich Electronic Commerce ins Electronic Business thematisch eingeordnet und nachfolgend zum Mobile Commerce abge­grenzt.

Im 3. Kapitel findet eine Analyse ausgewählter Trends im M-Commerce statt. Gleichzeitig werden die Auswirkungen auf den Online-Handel betrachtet.

Die Schlussbetrachtung bietet noch einmal eine Zusammenfassung der Ergebnisse aus Theorie und Praxis.

2 Mobile Commerce als Bestandteil des Electronic Business

2.1 Begriffsdefinition Electronic Business

Der Begriff Electronic Business (E-Business) entsprang einer Werbekampagne von „IBM", die erstmals am 7. Oktober 1997 im Wall Street Journal erschien. Er sollte zur damaligen Zeit zum Ausdruck bringen, dass sich die zukünftige Arbeitsweise im Unternehmen durch die Entwicklung des Internets grundlegend verändern wird.[8]

In Anlehnung an Meier und Stormer[9] definiert Barton E-Business als „[...] den Leistungsaus­tausch zwischen Marktteilnehmern zur Erzielung einer Wertschöpfung oder zur Organisation einer Gesellschaft mit Hilfe von Informations- und Kommunikationssystemen, die Internet­technologien einsetzen".[10] Weiber fasst seine Definition noch weiter. Nach ihm bezieht sich der Begriff E-Business auf „[..] die Gesamtheit der aufeinander abgestimmten Verfahrens­weisen, die durch den Einsatz von E-Technologien eine ressourcensparende Koordination und Integration von Geschäfts-, Kommunikations- und Transaktionsprozessen auf der Markt- und der Unternehmensebene mit dem Ziel der Effizienz und Effektivitätssteigerung im Wettbewerb ermöglicht".[11]

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass E-Business der Oberbegriff für die Abdeckung aller elektronischen Geschäftsprozesse entlang der Wertschöpfungskette eines Unterneh­mens darstellt. Dies bedeutet, es geht sowohl um elektronisch ausgeführte Geschäftsaktivi­täten als auch um elektronisch beeinflusste Unternehmensprozesse. Unter Geschäftsaktivi­täten fallen sämtliche Aktivitäten, die den Geschäftsverkehr beeinflussen. Dies wären unter anderem das Marketing beziehungsweise die Werbung sowie der Handel und Verkauf von Produkten und Dienstleistungen.[12]

2.2 Einordnung des Electronic Commerce ins Electronic Business

Electronic Commerce (E-Commerce) ist dem E-Business als Teilbereich untergeordnet und bezeichnet den elektronischen Handel. Häufig werden synonyme Begriffe wie Online­Handel, Virtueller-Handel, Internet-Commerce oder Web-Commerce verwendet.[13] Mit dem rasanten technischen Fortschritt kam auch die Entstehung und Etablierung des E­Commerce. Einhergehend mit dem technologischen Wandel entwickelten sich über die Jah­re hinweg diverse Begriffsdefinitionen. Weiber charakterisierte E-Commerce im Jahr 2002 als „[...] die Summe der Möglichkeiten zur Umsatzgenerierung über E-Technologien und die Nutzung des Internets als neue Distributionsplattform [...]. Nach diesem Verständnis ist der E-Commerce dem E-Business untergeordnet, da er ,nur‘ auf die Unterstützung der Transak­tionsprozesse (Kaufprozesse) zwischen zwei Marktpartnern auf elektronischen Märkten ab­zielt.“[14] Diese Definition kommt dem heutigen Verständnis über E-Commerce sehr nahe. Im engeren Sinne werden nach Kreutzer im E-Commerce digitale kommerzielle Transaktionen fokussiert. Der Transaktionsprozess beginnt mit der Bestellung der Ware und beinhaltet darüberhinaus die Beförderung, den Handel sowie die abschließende Lieferung des End­produktes an den Kunden.[15] E-Commerce soll demnach in dieser Arbeit „[..] als elektroni­sche Anbahnung und Abwicklung von Kaufprozessen [..]“[16] verstanden werden „und kann sich auf physische Güter (bspw. Blumen, Bekleidung) und nicht physische Produkte (z. B. E-Books, Musik- oder Software-Dateien) sowie auf Dienstleistungen (bspw. Hotel- oder Flugbuchungen) beziehen.“[17]

In Deutschland steigen die Umsatzzahlen im Online-Bereich kontinuierlich. Wie bereits in Kapitel 1 dargestellt, konnte der Handel im Bereich E-Commerce 2015 einen Umsatz von rund 52,79 Milliarden Euro erzielen. Mit einem Wachstum von 23,1 Prozent zum Vorjahr ist der elektronische Handel derzeit auf dem Vormarsch und wird in Zukunft immer bedeutsa­mer.[18]

2.3 Abgrenzung Electronic Commerce zum Mobile Commerce

Ein Grund für den Boom des E-Commerce-Geschäftsfeldes ist das M-Commerce. Auslöser ist hierfür die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablets.

Weltweit besitzen derzeit circa zwei Milliarden Menschen ein mobiles Endgerät. Bis 2018 werden 2,5 Milliarden prognostiziert.[19] In Deutschland waren es zu Beginn des Jahres 2015 rund 44 Millionen Menschen.[20] Das Mobile Commerce erzielte 2015 ein Umsatzwachstum im E-Commerce von 45,2 Prozent und es wird mit einer Fortsetzung der positiven Entwick­lung gerechnet.[21]

Mobile Endgeräte werden in naher Zukunft den klassischen Desktop-PC und das Notebook für die Nutzung des Internets ablösen. Dies verdeutlicht die Entwicklung mobiler Suchanfra­gen im Internet.[22] Eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands „Bitkom" zeigt auf, dass 93 Prozent der Smartphone-Besitzer mit ihrem Gerät im Internet surfen.[23] Da Online-Angebote heutzutage auch über mobile Endgeräte abgerufen werden können, kommt es zu einem fließenden Übergang von E-Commerce zu M-Commerce.[24]

M-Commerce bezieht sich im Gegensatz zum E-Commerce auf elektronische Kaufprozes­se, die über mobile Endgeräte (Smart Devices) getätigt werden. Im engeren Sinne kann demnach gesagt werden, dass M-Commerce E-Commerce über mobile Endgeräte ist und demnach eine Teilmenge des E-Commerce darstellt. Im weiteren Sinne wird der Abverkauf mittels Mobile-Technologien fokussiert. Darunter fällt zum einen, dass der stationäre Handel mit Mobile-Lösungen jeglicher Art aufgerüstet wird und zum anderen das Bezahlen mit Smart Devices (Mobile Payment).[25]

Von einem mobilen Endgerät wird gesprochen, wenn es ortsunabhängig zur Sprach- und Datenkommunikation eingesetzt werden kann. Denn erst durch die Datenkommunikation wird ein Internetzugang ermöglicht und verbindet so den Kunden mit dem Anbieter.

Drei wesentliche Grundmerkmale charakterisieren ein mobiles kommunikationsfähiges End­gerät: Lokalisierbarkeit, Erreichbarkeit und Ortsunabhängigkeit. Nach Heinemann und Gai- ser werden Notebooks von den mobilen Endgeräten ausgeschlossen und zum stationären

Handel gezählt, da diese mittlerweile den klassischen Desktop-PC ablösen und in der Nut­zung und Funktion der Anwender sehr ähnlich sind.[26]

Daraus folgt ein weiteres Abgrenzungsmerkmal: Beim E-Commerce handelt es sich in der Regel um stationäre Geräte und somit findet der Handel überwiegend ortsgebunden statt. Beim M-Commerce hingegen kann ortsunabhängig recherchiert und eingekauft werden.[27]

Das Smartphone wird somit zum ständigen Einkaufsbegleiter und -berater. Ob Preisever­gleichen, zur Informationsrecherche, als Brieftasche oder zum Coupon-Einlösen. M-Commerce verbindet die Online- mit der Offline-Welt und dient als Sprungbrett zwischen den Kanälen auf allen Transaktionsstufen.

3 Trends und Auswirkungen mobiler Endgeräte auf den elektronischen Handel

Für den Handel wird das Thema M-Commerce immer wichtiger. Wer seine Kunden auf dem Smartphone und Tablet erreichen will, sollte die Trends am Markt rund um E-Commerce und M-Commerce aufmerksam beobachten. Ein aktueller Report über die sieben M-Commerce Trends für 2016 zeigt auf, dass unter anderem Themen wie die Verschmel­zung von On- und Offline Handel, Social Commerce, Wachstum durch mobile Zahlungsme­thoden, Omni-Channel-Strategie sowie die Nutzung von mobilen Webseiten gegenüber Ap­plikationen stark fokussiert werden.[28] Im Folgenden werden vier relevante Trends und deren Auswirkungen auf den Online-Handel dargestellt.

3.1 Mobiles Web beliebter als Applikationen

Die zunehmende Verbreitung von Smartphone und Tablets verdeutlicht: Unternehmen müs­sen in die Optimierung von mobilen Webseiten investieren um sicherzustellen, dass der ge­wünschte Content auf allen mobilen Endgeräten der Konsumenten fehlerfrei dargestellt wird. 58 Prozent der befragten Händler gaben in einer Studie von „Forrester“ an, dass dies eines der drei priorisierten Themen für sie im vergangenen Jahr 2015 war.[29]

[...]


[1]

Vgl. Braun, M. (2015), http://www.wiwo.de/

[2] Vgl. o.V. (2016), http://www.cebit.de/

[3] Vgl. Lamprecht, S. (2015), http://etailment.de/

[4] Vgl. Wiercks, F. (2016), https://www.trialog-unternehmerblog.de/

[5] Vgl. o.V. (o.J.), http://www.retailmenot.de/

[6] Vgl. o.V. (2016), http://www.cebit.de/

[7] Vgl. Lamprecht, S. (2015), http://etailment.de/

[8] Vgl. Barton, T. (2014), S. 3

[9] Vgl. Meier, A.; Stormer, H. (2008), S. 8

[10] Barton, T. (2014), S. 3

[11] Weiber, R. (2002), S. 10

[12] Vgl. Fost, M. (2014), S. 8

[13] Vgl. Fost, M. (2014), S. 8

[14] Weiber, R. (2002), S.10

[15] Vgl. Kreutzer, R. T. (2014), S.6

[16] Kreutzer, R. T. (2016), S. 166

[17] Kreutzer, R. T. (2016), S. 166

[18] Vgl. Wiercks, F. (2016), https://www.trialog-untemehmerblog.de/

[19] Vgl. o.V. (2016), http://www.cebit.de/

[20] Vgl. Weicksel, J. (2015): https://www.bitkom.org/

[21] Vgl. o.V. (o.J.), http://www.retailmenot.de/

[22] Vgl. Fost, M. (2014), S. 13

[23] Vgl. Weicksel, J. (2015): https://www.bitkom.org/

[24] Kreutzer, R. T. (2016), S. 143

[25] Vgl. Wächter, M. (2016), S. 172

[26] Vgl. Heinemann, G.; Gaiser, C.W. (2016), S. 147

[27] Vgl. Heinemann, G.; Gaiser, C.W. (2016), S. 137

[28] Vgl. Salvesen, A. (2016), http://www.moovweb.com/

[29] Vgl. Mulpuru, S. (2015), https://www.forrester.com/

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Mobile Endgeräte. Trends und Auswirkungen auf den elektronischen Handel
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,3
Jahr
2016
Seiten
24
Katalognummer
V368885
ISBN (eBook)
9783668484955
ISBN (Buch)
9783668484962
Dateigröße
1193 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mobile Commerce, Electronic Commerce, E-Commerce, Online-Handel, Mobile Endgeräte, Verkauf, Trends
Arbeit zitieren
Anonym, 2016, Mobile Endgeräte. Trends und Auswirkungen auf den elektronischen Handel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368885

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