Zeitmanagement und Selbstmanagement. Theoretische Hintergründe

Vertiefung anhand eines Beispiels


Seminararbeit, 2017
19 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Abbildungsverzeichnis

2. Tabellenverzeichnis

3. Einleitung

4. Theoretische Grundlagen
3.1 Zeitmanagement
3.2 Selbstmanagement
3.3 Work - Life - Balance
3.4 Zeitmanagementtechniken
3.4.1 ALPEN - Methode
3.4.2 Eisenhower-Prinzip
3.4.3 Pareto-Prinzip
3.4.4 ABC- Analyse
4.4.5 Elektronisches Zeitmanagement

5. Übertragung der Theorie auf das Beispiel
5.1 Tagesablauf

6. Schlussbetrachtung

7. Literaturverzeichnis

1. Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Verhaltensdimensionen nach Claessens

Abb.2 „Das Eisenhower-Prinzip“

Abb. 3 „Die ABC-Analyse“

2. Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 „Tagesablauf Markus Müller“

3. Einleitung

Zeitmanagement ist Unsinn. Sie können die Zeit nicht managen - nur Ihr Verhalten.

(Michael Kastner (*1986), dt. Psychologe u. Hochschullehrer)

In der heutigen Zeit ächzen wir unter der Fülle an Aufgaben und Verpflichtungen die uns im täglichen Leben begleiten. Oftmals sind 50 Stundenwochen und mehr keine Seltenheit und im Zuge unseres Pflichtbewusstseins achten wir mehr auf unsere Arbeit als auf unser eigenes Befinden. Ein neues Phänomen das die Gesellschaft prägt ist der Burn-out, der oftmals in unserem zu hohen arbeitstechnischen Engagement begründet liegt. Im Kurzlehrbuch „Psychiatrie und Physiotherapie“ von Stefan Leucht und Hans Förstl wird dieser definiert, als ein „ Zustand körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung aufgrund beruflicher Belastung “.1 Nun ist aber dazu zu sagen, dass es sich nicht zwingend um einen beruflichen begründeten Aspekt handeln muss. Oftmals ist dieser ebenso in der Persönlichkeit oder in Fehlern der täglichen Stressbewältigung begründet. Schlägt der berufliche Alltag mit voller Härte zu, bleibt uns oftmals keine Zeit, unseren Lieblingsbeschäftigungen oder der Familie nachzugehen. Dies setzt uns anschließend so unter Druck, dass wir unter der Last zusammen brechen und ebenso unsere Mitmenschen dadurch belasten. Nun vergeht die Zeit immer in derselben Geschwindigkeit und unser Tag hat nur 24 Stunden, ob wir uns dies nun eingestehen und vor Augen halten oder nicht. Zeit -und Selbstmanagement sollen dazu dienen die täglichen Aufgaben, seien sie beruflicher oder privater Natur, in geordnete Bahnen zu lenken und das Individuum zu entlasten. Wie schon im Zitat erwähnt, liegen die Fehler des Zeitmanagement oftmals bei uns selber begründet. Ebenso lässt sich diese Behauptung auf das Selbstmanagement ausweiten.

In der folgenden Arbeit sollen erst die theoretischen Hintergründe des Zeit -und Selbstmanagement erklärt werden und anschließend anhand eines Beispiels erläutert werden wie durch bestimmte Techniken der berufliche und private Alltag optimaler gestaltet werden kann und der damit verbundene Stress umgangen werden kann. Als Lösung soll unter anderem ein Tagesablauf in Bezug auf das Beispiel dienen.

4. Theoretische Grundlagen

Im zweiten Kapitel soll auf die ausschlaggebenden Begrifflichkeiten „Zeitmanagement“ und „Selbstmanagement“ eingegangen und der theoretische Hintergrund geklärt werden. Im Anschluss werde ich auf die verschiedenen Techniken eingehen, die in Bezug auf das Zeit -und Selbstmanagement förderlich sind. Dazu gehören die „ALPEN-Methode“, das „EisenhowerPrinzip“ und „Pareto-Prinzip“, die „ABC-Analyse“ und wie durch den Einsatz von elektronischen Mitteln das Zeitmanagement vereinfacht werden kann.

3.1 Zeitmanagement

Der Sozialwissenschaftler und Personalentwickler Dr. Erwin Hoffmann behauptet, dass ein Zeitmanagement im Grunde gar nicht möglich ist.2. Nicht unähnlich zum Anfangszitat, denn die Zeit ist für ihn nicht beeinflussbar. Jeder Mensch wird die Zeit anders empfinden und wahrnehmen. Der eine weiß mit seiner Zeit nichts anzufangen, für den anderen schreitet die Zeit zu schnell voran. Nun gibt es aber dahingegen trotzdem eine Fülle an Definitionen in der Wissenschaft auf die im Buch „Zeit -und Selbstmanagement“ näher eingegangen wird. Nüchtern betrachtet wird der Begriff „ mit dem Gebrauch bestimmter Techniken, wie To-do- Listen schreiben oder Planungslisten schreiben oder Planungsaktivitäten, in Zusammenhang gebracht. “ 3 Auch wird hier das Verhalten in Verbindung gebracht und wie die Unterschiede in der Persönlichkeit der Menschen und der von ihnen genutzten Zeit liegt . „ So unterscheiden sich Menschen, die Dinge in einer vorgegebenen Zeit erledigen können, sich an Fristen halten können etc. von anderen Personen, die häufig zu spät sind, Fristen verpassen und viel Zeit für unwichtige Dinge verbrauchen “ und „ Zeitmanagement wird häufig definiert als Verhaltensweise, die darauf zielt, einen effektiven Gebrauch der Zeit zu erreichen, indem bestimmte zielgerichtete Aktivitäten ausgeführt werden “. Es lässt sich sagen, dass im Kern des Zeitmanagement das Verhalten liegt. Weisweiler, Dirscherl und Baumandl führen dazu die Verhaltensdimensionen nach Claessens auf.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Verhaltensdimensionen nach Claessens

In der ersten Dimension, der „Zeitabschätzung“ geht es um die Realisierung des „Hier und Jetzt“ und das sich das Individuum über „Zukunft und Vergangenes“ bewusst wird. Dabei ebenso um das Bewusstwerden, wie die Zeit genutzt werden kann und einer realistischen Selbsteinschätzung innerhalb der eigenen Leistungsfähigkeit.

Die Planung richtet sich an organisatorische Möglichkeiten zur Aufgabenbewältigung wie Zielsetzung, Aufgabenplanung, Rangfolge der Aufgaben, To-do Listen und Aufgabengruppierung. Im Monitoring geht es um die Beobachtung des Zeitanspruchs der Aufgaben sowie um eine „ Erzeugung einer Rückkopplungsschleife, die eine Begrenzung des Einflusses von Unterbrechungen durch andere erlaubt “ 4. Die vierte und letzte Dimension beschreibt inwiefern die Aufgabenbewältigung direkt oder indirekt beeinflusst werden kann, also durch schnelleres oder langsameres Arbeiten oder durch die „Entfernung von Ablenkungen aus der Umwelt“. (ebd.) Daraus folgernd entwickelt sich eine Definition, die Zeitmanagement als Mittel beschreibt „ Termine und Aufgaben möglichst optimal zu planen, zu koordinieren und umzusetzen. Im weiteren Sinne wird von der für das Individuum optimalen Nutzung der zur Verfügung stehenden Zeit im beruflichen wie auch privaten Sinne gesprochen. Ein optimales Zeitmanagement hängt sowohl von der beruflichen Aufgabenanforderung als auch von der persönlichen Neigung ab. Damit triff eine individuelle Komponente in den Mittelpunkt “ 5 . Diese Beschreibung fasst auch das soeben geschriebene in Bezug auf das Verhalten und Zeitmanagement am besten zusammen und soll auch als für diese Arbeit treffende Definition gelten.

3.2 Selbstmanagement

Wie so oft, gibt es auch für den Begriff Selbstmanagement mehrere Definitionen. An dieser Stelle möchte ich folgende erwähnen: „ Selbstmanagement wird häufig als Technik oder Strategie der Selbstregulation gesehen, bei der die Ziele und deren Umsetzung in Verhalten zentrale Komponenten sind “ 6 . Ebenso wird Selbstmanagement als ein Prozess aus drei Gliedern beschrieben. Zum Ersten wäre da die „Selbstbeobachtung zur Feststellung des Ist-Zustands“ also wie die Situation zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist. Als zweiter Schritt die „Selbstbewertung als Klärung des Soll-Zustands“, sprich die Klärung der Ziele. Zu guter Letzt der Schritt der „Selbstkonsequenz im Soll-Ist-Vergleich“. Wurden die vorgenommenen Ziele im Vergleich zur Ausgangssituation erreicht. Beschrieben wird dieses System als der „kognitiv- behaviorale-Ansatz“. Es gibt noch eine Alternative zum oben genannten System. Dieses wird als „Kompensationsmodell nach Kehr“ bezeichnet. Hier werden der „Kopf“ und der „Bauch“ gegenübergestellt. Der Kopf steht hierbei für die expliziten Motive wie Vernunft und Entscheidung, wobei der Bauch die impliziten Motive meint, die man gerne macht (Bedürfnisse, emotionale Präferenzen). Kommt es nun zu einem Konflikt zwischen Bauch und Kopf, muss man den nötigen Willen (Volition) aufbringen, um bestimmte Aufgaben zu lösen. Dies bedeutet, man muss die nötige Willensstärke zeigen.

Zusammengefasst steht beim Selbstmanagement immer die eigene Bemühung des Individuums im Kern der Problematik, sein Verhalten anzupassen.

Wie man nun nach dem theoretischen Teil sieht, egal ob Zeit -oder Selbstmanagement, es steht immer das eigene persönliche Verhalten im Mittelpunkt. Somit kann man sagen, dass Michael Kastner mit seiner Behauptung mehr als recht gehabt hat.

In der noch jungen Forschung des Zeit -und Selbstmanagement hat sich aber eines herauskristallisiert. Es handelt sich um wichtige Kompetenzen, die im Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Mittlerweile werden Kompetenzen als Wettbewerbsvorteile verstanden und als „…Fertigkeiten, Wissen und Qualifikation“ verstanden, wie auch als „Handlungsfähigkeit in komplexen Situationen“. Man spricht von der „Zeit -und Selbstkompetenz“. (ebd.)

3.3 Work - Life - Balance

Es gilt einen Ausgleich zwischen der beruflichen und privaten Ebene zu schaffen, also „ eine gr öß ere Zufriedenheit bei gleichzeitiger Zielerreichung im beruflichen Bereich zu erlangen “ . 7 Im Werk „Zeit -und Selbstmanagement“ wird der Begriff Work-Life-Balance ebenso mit dem Alltag in Verbindung gebracht; „ Auch im privaten Bereich gibt es zeitbezogene Anforderungen, wenn es um Haushalts -und Familienangelegenheiten, soziale Kontakte oder Freizeitaktivitäten geht “ 8. Es geht also darum, den Spagat zwischen Arbeits -und Privatleben zu schaffen, bei gleichzeitiger mentaler Zufriedenheit und Zielerreichung.

3.4 Zeitmanagementtechniken

Wie kann nun Zeit -und Selbstmanagement erfolgreich umgesetzt werden? Dies kann anhand verschiedener Techniken erfolgen, die im nachfolgenden Abschnitt genannt und näher erläutert werden.

3.4.1 ALPEN - Methode

Die ALPEN-Methode nach L. Seiwert gehört zu den Planungsmethoden, bei der es um eine genaue Aufgabenfestlegung, Prioritätenbildung, Zeiteinschätzung und die Festlegung von Rahmenbedingungen geht. Diese Technik wird vor allem bei zeitintensiven Aufgaben angewendet und gilt oftmals für den Rhythmus einer Woche, kann aber ebenso für die Tagesplanung angewendet werden.9 Dabei wird in folgenden Schritten vorgegangen:

[...]


1 Vgl. Stefan Leucht, Hans Förstl 2012, S. 155.

2 Vgl. Erwin Hoffmann 2007, S.13 f.

3 Vgl. Weisweiler/Dirscherl/Baumandl 2013, S.13 f.

4 Vgl. Weisweiler/Dirscherl/Baumandl 2013, S.14.

5 Vgl. Weisweiler/Dirscherl/Baumandl 2013, S. 15.

6 Vgl. Weisweiler/Dirscherl/Baumandl 2013, S. 16 f.

7 Vgl. Erwin Hoffmann 2007, S.3.

8 Vgl. Weisweiler/Dirscherl/Baumandl 2013, S.2.

9 Vgl. Erwin Hoffmann 2007, S.139 f.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Zeitmanagement und Selbstmanagement. Theoretische Hintergründe
Untertitel
Vertiefung anhand eines Beispiels
Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V368890
ISBN (eBook)
9783668473645
ISBN (Buch)
9783668473652
Dateigröße
691 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zeitmanagement, selbstmanagement, theoretische, hintergründe, vertiefung, beispiels
Arbeit zitieren
Philipp Ablaßmaier (Autor), 2017, Zeitmanagement und Selbstmanagement. Theoretische Hintergründe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368890

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