Instinkte und Emotionen sind im Bereich des Marketings die eigentlichen Entscheider im Menschen. Durch sie werden Marken wiedererkannt und Kaufentscheidungen getroffen. Kaum eine Kunst kann besser Emotionen im Menschen wecken als die Musik. Aus diesem Grund ist die Verwendung von Musik ein fester Bestandteil im Marketing geworden. Ziel dabei ist es eine Marke durch gutes Sound Branding zum Markenführer zu machen. Dabei treffen zwei äußerst unterschiedliche Wissenschaftsgebiete zusammen: Marketingwissenschaft und Musikpsychologie.
In dieser Arbeit möchte ich mich der Frage widmen, wie viel Musikpsychologie wirklich hinter dem Sound Branding steckt. Ist diese Marketingpraxis tatsächlich ein Anwendungsgebiet der Musikpsychologie oder nur noch reines Marketing? Um diese Fragestellung zu untersuchen, werde ich zuerst auf das Sound Branding allgemein eingehen, seine Grundlagen und Formen erläutern. Im Anschluss folgt ein Blick auf die Musikpsychologie.
Ich werde versuchen eine Definition für Musikpsychologie zu finden und schauen welchen Einfluss Musik auf den Menschen haben kann. In diesem Teil zur Wirkung von Musik werde ich mich nur auf die Theorien beziehen, die für das Sound Branding nützlich sind, da weitere Ausführungen für diese Arbeit zu umfangreich wären. Den Abschluss der Arbeit bildet ein Fazit, in dem ich meine Anfangsfrage, ob Sound Branding noch angewandte Musikpsychologie ist oder nur noch pures Marketing, beantworten möchte.
Inhaltsverzeichnis
1. Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
2. Sound Branding
2.1. Grundlagen – Die Probleme im modernen Marketing
2.2. Sound Branding Elemente
3. Musikpsychologie – Die Theorie hinter der Marketingpraxis
3.1. Definition von Musikpsychologie
3.2. Verarbeitung und Wirkung von Musik hinsichtlich der Markenkommunikation
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die wissenschaftliche Fundierung des Sound Brandings, um zu klären, ob es sich dabei um eine seriöse Anwendung der Musikpsychologie oder lediglich um ein Instrument reinen Marketings handelt. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse musikpsychologischer Wirkungsweisen und deren Übertragbarkeit auf die Markenführung.
- Grundlagen und Problemfelder im modernen Marketing
- Struktur und Funktionen von Sound Branding Elementen
- Wissenschaftliche Definition der Musikpsychologie
- Kognitive und emotionale Verarbeitung von Musik
- Wirkung von Musik auf Markenidentität und Kaufverhalten
Auszug aus dem Buch
2.2. Sound Branding Elemente
Für das Sound Branding existieren verschiedenste Elemente, die in unterschiedlichen Werbekanälen eingesetzt werden können. Abbildung 1 stellt eine Zusammenfassung der akustischen Markenelemente dar. Diese lassen sich in verbale und nonverbale Elemente unterteilen. Brand Voice, Jingle und Brand Song beinhalten meist auch verbale Informationen für den Konsumenten. Soundlogo, Soundscape und Sound Icon zählen dagegen zu den nonverbalen Elementen. Die Brand Music kann sowohl verbal als auch nonverbal gestaltet sein. Grundsätzlich ist das Ziel dieser akustischen Markenelemente die Marke zu stärken und sie nach außen hin einheitlich zu repräsentieren. Dabei hat jedes Element auch seine eigene Endwirkung auf den Konsumenten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aufbau und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die Relevanz von Emotionen im Marketing und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der wissenschaftlichen Tiefe von Sound Branding.
2. Sound Branding: Erläuterung der Bedeutung von akustischen Reizen in der Markenkommunikation sowie eine detaillierte Vorstellung verschiedener Sound Branding Elemente.
3. Musikpsychologie – Die Theorie hinter der Marketingpraxis: Wissenschaftliche Einordnung der Musikpsychologie und Untersuchung der psychologischen Prozesse bei der Verarbeitung von Musik im Markenkontext.
4. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage, indem Sound Branding als ökonomisch geprägte Praxis identifiziert wird, die jedoch maßgeblich auf musikpsychologischen Erkenntnissen basiert.
Schlüsselwörter
Sound Branding, Markenführung, Musikpsychologie, Audio Branding, Markenidentität, Marketing, Markenkommunikation, Konsumentenverhalten, Werbewirkung, Soundlogo, Jingle, Markenwert, Musikwirkung, Akustische Markenelemente
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie viel wissenschaftliche Musikpsychologie in der Marketingpraxis des Sound Brandings steckt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Sound Branding als Marketinginstrument und die musikpsychologischen Theorien, die dessen Wirksamkeit erklären.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, ob Sound Branding eine fundierte Anwendung der Musikpsychologie darstellt oder primär ökonomischen Zwecken dient.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Abgleich von Marketing-Konzepten mit musikpsychologischen Erkenntnissen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Sound Branding Elementen und die theoretische Fundierung durch die Musikpsychologie, inklusive der Wirkung von Musik auf den Menschen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Sound Branding, Markenidentität, Musikpsychologie, Konsumentenverhalten und Werbewirkung.
Was unterscheidet ein Soundlogo von einem Jingle?
Ein Soundlogo setzt den Markennamen akustisch um, während ein Jingle die Vertonung eines kompletten Werbeslogans darstellt.
Welche Rolle spielt das Elaboration Likelihood Modell (ELM)?
Das ELM dient als Erklärungsmodell für die Werbewirkung bei geringer Aufmerksamkeit, was die hohe Bedeutung von peripheren Reizen wie Musik unterstreicht.
Warum ist die Stimme (Brand Voice) ein wichtiges Element?
Die Brand Voice fungiert als Identifikationsmerkmal und transportiert die Markenpersönlichkeit durch Klang und Tonalität direkt zum Hörer.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor?
Der Autor schließt, dass Sound Branding trotz seines wirtschaftlichen Fokus ein valides Beispiel für angewandte Musikpsychologie ist, da die Forschung zur Musikwirkung die Entwicklung effektiver Sound-Elemente erst ermöglicht.
- Arbeit zitieren
- Jacqueline Gula (Autor:in), 2016, Ist Sound Branding angewandte Musikpsychologie oder reines Marketing?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/368928