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Managementstrategien und Controlling im Sozialwesen. Ursachen, Begründung und Konzepte

Título: Managementstrategien und Controlling im Sozialwesen. Ursachen, Begründung und Konzepte

Trabajo , 2004 , 28 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Manuel Siegert (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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Management und Controlling auf der einen Seite, Sozialwesen auf der anderen. Da scheint sich ein grundlegender Widerspruch aufzutun, der kaum lösbar scheint. Mit den ersten beiden Begriffen verbindet man ehe r Schlagworte wie Wirtschaftlichkeit, Profit und Effizienz. Also klar wirtschaftsbezogene Assoziationen. Den letzteren Begriff setzt man eher in eine Reihe mit z.B. Solidarität, Hilfe für Arme und Schwache, Selbstlosigkeit. Im alltäglichen Verständnis passen diese Begriffe nicht zusammen. Ja, sie bilden sogar zwei entgegengesetzte Pole. Deutlich wird diese Einschätzung in einem Zitat von Effinger: “Der kühle Manager, als die idealtypische Figur eines von ihm manipulierten Marktes, galt und gilt quasi als das personifizierte Gegenbild zum warm- und barmherzigen Sozialarbeiter. Unterschiedliche Sprache und Kleidung sowie die Schaffung und die Pflege von sich gegenseitig abwertenden Mythen signalisieren und symbolisieren bis heute die weite Kluft zwischen diesen gegensätzlichen Kulturen” (Effinger 1996, S.39). Es scheint also, als ob Sozialwesen und Wirtschaft nicht zusammenpassen würden und dass ein Lernen des einen vom anderen absolut ausgeschlossen wäre. Doch das Sozialwesen steht unter Druck. Auf der einen Seite werden die finanziellen Mittel immer weniger und auf der anderen bleibt aber die Zahl jener die Hilfe und Unterstützung benötigen gleich bzw. steigt. Dabei stellt sich die Frage, wie dieser Spagat gemeistert werden kann, ohne dass die Qualität der Leistungen abnimmt. Da auch in der Zukunft nicht mit wieder steigenden finanziellen Zuwendungen zu rechnen ist, muss das Sozialwesen die Lösung in den eigenen Reihen finden. Es gilt, die zur Verfügung stehenden Mittel effizienter einzusetzen. Effizienterer Einsatz der verfügbaren Mittel ist damit der Anknüpfungspunkt zur Wirtschaft, zu den Managementstrategien und dem Controlling. Denn in der Wirtschaft sah man sich von Anfang an vor die Herausforderung gestellt, aus einem gegebenen Input ein größtmöglichen Output zu schaffen. Was liegt da näher, als sich erfolgreiche Konzepte und Strategien anzueignen und auch im Sozialbereich anzuwenden. Im Rahmen dieser Arbeit werde ich kurz die Ursachen die zur Einführung von Managementstrategien und Controlling führten und führen darlegen, diskutieren, ob eine Übernahme der Konzepte und Strategien überhaupt möglich und sinnvoll ist und natürlich die Begriffe erläutern sowie bereits bestehende Ansätze vorstellen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Wie kam es zu Managementstrategien im Sozialwesen

2. Argumente gegen eine Ökonomisierung der Sozialarbeit

3. Argumente für die Einführung von Managementdenken in den Bereichen der Sozialen Arbeit

4. Was heißt eigentlich Management?

4.1 Die Besonderheiten des Sozialmanagement

5. Was ist eigentlich Controlling?

5.1 Controlling im Sozialwesen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung von Managementstrategien und Controlling-Instrumenten im Sozialwesen. Ziel ist es, die Ursachen für diese Entwicklung zu analysieren, kritische Perspektiven zu diskutieren sowie die Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit betriebswirtschaftlicher Konzepte in der Sozialen Arbeit zu beleuchten.

  • Historische Ursachen der Ökonomisierung des Sozialstaats
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Anwendung von Managementkonzepten
  • Definition und Bedeutung von Management im sozialen Kontext
  • Grundlagen des Controllings und dessen spezifische Anwendung in sozialen Einrichtungen
  • Spannungsfeld zwischen fachlichen Zielen und wirtschaftlichen Anforderungen

Auszug aus dem Buch

4. Was heißt eigentlich Management?

“Management muss als eine Strukturierungsform verstanden werden, die dazu beiträgt, fachliches Handeln unter den gegebenen Rahmenbedingungen zu optimieren” (Merchel 2001, S.11).

Der Ursprung des Begriffs Management geht zurück auf das Lateinische “manu agere” und bedeutet soviel wie: “mit bloßen Händen lenken”. Ursprung dieses Begriffs war vermutlich das damals beliebte und verbreitete Wagenrennen, das vom jeweiligen Wagenlenker viel Geschick und Können abverlangte (Schubert 2001, S.46; Bader 1999, S.30). Später wurde die Bedeutung des Begriffs noch erweitert auf: “von Menschenhand durch Kunst in Gang setzen / führen”. Diese Bedeutung liegt damit schon recht nahe an dem heutigen Verständnis des Begriffs “Management”. Diese “Neuauflage” stammt aus dem angelsächsischen Raum und bezieht sich auf “funktionale Führungsaufgaben und auf institutionelle Führungspositionen mit Personalverantwortung und Weisungsbefugnissen gegenüber untergebenen Mitarbeitern” (Schubert 2001, S.46). Im deutschen Sprachgebrauch wird jedoch oft der Fehler gemacht, mit Management recht einseitig die Ebene des Top-Management, also der obersten Hierarchiestufe gleichzusetzen. Management findet jedoch auf nahezu allen Ebenen betrieblicher Entscheidungsfindung statt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den vermeintlichen Widerspruch zwischen ökonomischer Effizienz und den Werten sozialer Arbeit und führt in die Notwendigkeit des Umdenkens aufgrund knapper Ressourcen ein.

1. Wie kam es zu Managementstrategien im Sozialwesen: Dieses Kapitel erläutert die historisch-ökonomischen Hintergründe seit den 1970er Jahren, die den Druck auf den Sozialstaat und die Einführung marktorientierter Ansätze in Deutschland begründeten.

2. Argumente gegen eine Ökonomisierung der Sozialarbeit: Hier werden Bedenken erörtert, dass ökonomische Logik die identitätsstiftenden Ziele der sozialen Arbeit verdrängen und zur Unterordnung der Hilfeleistung unter rein kaufmännische Kriterien führen könnte.

3. Argumente für die Einführung von Managementdenken in den Bereichen der Sozialen Arbeit: Das Kapitel führt Argumente an, warum ökonomische Konzepte zur Sicherung der Handlungsfähigkeit und effizienteren Mittelverwendung trotz knapper Budgets sinnvoll sein können.

4. Was heißt eigentlich Management?: Es erfolgt eine theoretische Herleitung des Begriffs sowie eine differenzierte Betrachtung verschiedener Ebenen und Dimensionen des modernen Managements.

4.1 Die Besonderheiten des Sozialmanagement: Dieses Unterkapitel grenzt das Sozialmanagement spezifisch vom klassischen Management ab und betont die Bedeutung von Partizipation, Transparenz und der Ausrichtung an den Bedürfnissen der Klienten.

5. Was ist eigentlich Controlling?: Das Kapitel definiert Controlling nicht als bloße Kontrolle, sondern als Steuerungsinstrument, das durch Informationsbereitstellung bei komplexen Entscheidungsprozessen unterstützt.

5.1 Controlling im Sozialwesen: Hier wird die Anpassung von Controlling-Instrumenten auf die speziellen Bedürfnisse sozialer Organisationen unter Berücksichtigung qualitativer Steuerungsgrößen diskutiert.

6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass eine intelligente Anpassung betriebswirtschaftlicher Instrumente eine notwendige Bedingung ist, um die soziale Arbeit zukunftsfähig zu gestalten, sofern die spezifischen ethischen Standards gewahrt bleiben.

Schlüsselwörter

Sozialmanagement, Controlling, Ökonomisierung, Sozialwesen, Soziale Arbeit, Effizienz, Ressourcenknappheit, Managementstrategien, Wohlfahrtsstaat, Dienstleistungsmanagement, Zielorientierung, Qualitätssicherung, Unternehmensführung, Systemtheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Anwendung von Managementstrategien und Controlling-Instrumenten in sozialen Einrichtungen und analysiert, wie sich diese ökonomischen Ansätze mit den Zielen der sozialen Arbeit vereinbaren lassen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die historischen Ursachen der Ökonomisierung, die Debatte zwischen Befürwortern und Kritikern der Einführung von Managementdenken, die Definition von Sozialmanagement sowie die konkrete Anwendung von Controlling in der sozialen Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen und die Grenzen von betriebswirtschaftlichen Konzepten im Sozialwesen kritisch zu hinterfragen und aufzuzeigen, wie soziale Organisationen unter veränderten finanziellen Rahmenbedingungen handlungsfähig bleiben können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert, um die verschiedenen Konzepte und deren Übertragbarkeit auf den sozialen Bereich zu diskutieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ursachen für die Ökonomisierung, eine Gegenüberstellung der Pro- und Contra-Argumente, die Definition und Bedeutung von Management und Controlling sowie deren spezifische Spezifika bei der Anwendung im Sozialwesen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialmanagement, Controlling, Ökonomisierung, Effizienz und die Balance zwischen fachlichen Werten und wirtschaftlicher Steuerung.

Warum wird das "Dezemberfieber" als ein Beispiel für ineffiziente Mittelverwendung genannt?

Das Dezemberfieber illustriert das kameralistische Problem, bei dem übrig gebliebene Mittel zum Jahresende noch schnell verbraucht werden müssen, um im Folgejahr keine Budgetkürzungen zu riskieren – dies widerspricht einer kostenbewussten, langfristigen Ressourcenplanung.

Was sind laut den Autoren die "vier Säulen" des Sozialmanagements?

Die vier Säulen nach Müller-Schöll und Priepke sind Meditation, Kommunikation, Produktive Teamarbeit und Management-by-participation, welche zusammen eine ethisch fundierte und partizipative Organisationskultur fördern sollen.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Managementstrategien und Controlling im Sozialwesen. Ursachen, Begründung und Konzepte
Universidad
University of Bamberg
Calificación
1,0
Autor
Manuel Siegert (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
28
No. de catálogo
V36895
ISBN (Ebook)
9783638364041
Idioma
Alemán
Etiqueta
Managementstrategien Controlling Sozialwesen Ursachen Begründung Konzepte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Manuel Siegert (Autor), 2004, Managementstrategien und Controlling im Sozialwesen. Ursachen, Begründung und Konzepte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36895
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