„Die Metamorphose des Narziss“ von Salvador Dali. Analyse und Interpretation


Hausarbeit, 2015

8 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

Inhalt

1. Vorwort

2. Epoche des Surrealismus

3. Künstlerbiographie des Salvador Dali

4. Werk „Die Metamorphose des Narziss“
4.1 Werkbeschreibung
4.2 Werkanalyse
4.2.1 Räumlichkeit
4.2.2 Farbstruktur und Hell-Dunkel-Struktur
4.2.3 Lineare Struktur
4.3 Werkinterpretation
4.3.1 Mythe
4.3.2 Interpretation der einzelnen Bildteile
4.3.3 Bilderrätsel

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Buchquellen

Internetquellen

1. Vorwort

Zerfließende Taschenuhren in karger Landschaft, eine brennende Giraffe, Schwäne, die sich im See als Elefanten widerspiegeln: dem Betrachter begegnen merkwürde Dinge in den Bildern des surrealistischen Malers Salvador Dali. Fremdartig und unwirklich erscheint das Dargestellte, eben surreal. Wie Bilder in einem Traum.

Folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Epoche des Surrealismus. Im Anschluss daran wird auf die Biographie von Salvador Dali eingegangen sowie am Beispiel seines Werkes „Die Metamorphose des Narziss“ eine Beschreibung, Analyse und Interpretation vorgenommen.

2. Epoche des Surrealismus

Die Epoche des Surrealismus ist sowohl eine künstlerische als auch literarische Bewegung des frühen 20. Jahrhunderts, deren Anfänge sich auf dem Dadaismus gründen. Geprägt wurde die Bezeichnung Surrealismus“, die den Kerngedanken der Bewegung im Wort selbst beinhaltet, im Jahr 1917 von Guillaume Apollinaire. Er beschrieb sein eigenes Theaterstück „Les mamelles de Tirésias“ als surreal.[1] Der Begriff setzt sich aus den beiden französischen Wörtern „sur“ und „réalisme“ zusammen und bedeutet wörtlich übersetzt „das Überwirkliche“ oder „über die Realität hinausgehend“.[2] Der französische Dichter und Essayist André Breton definierte 1924 in seinem ersten „Surrealistischen Manifest“ die Ausdrucksform. Er schrieb unter anderem: „[…] Der Surrealismus beruht auf dem Glauben an die höhere Wirklichkeit gewisser, bis heute vernachlässigter Assoziations-Formen, an die Allgewalt des Traums, an das absichtsfreie Spiel des Gedankens […]“.[3] Maßgeblich beeinflusst wurde die Epoche durch den Psychologen, Kultur- und Religionskritiker Sigmund Freud mit seiner Psychoanalyse, in der er besonders den Fokus auf die unbewussten psychischen Vorgänge legt. Die Grenzen zwischen Vernunft und Traum wurden somit überwunden. Die Surrealisten begeisterte dieser Ansatz der Erweiterung der Wirklichkeit durch Unbewusstes und Übernatürliches. Vielmehr räumten sie nun Träumen, Wahnvorstellungen, Fantasien und verdrängten Gefühlen große Bedeutsamkeit ein. All dies diente als Quelle und direkte oder indirekte Vorlage für den Inhalt ihrer Werke. In der Kunst sind surrealistische Bilder gekennzeichnet durch die verfremdeten, sich widersprechenden Motive, die teils Traumhaftes, Unbewusstes, Absurdes und Phantastisches versuchen abzubilden. Zu den bekanntesten Künstlern der Epoche gehören sicherlich Giorgio de Chirico, René Magritte, Max Ernst, Pierre Delveaux und Salvador Dali.[4]

3. Künstlerbiographie des Salvador Dali

Salvador Dali ist einer der bekanntesten und kreativsten Surrealisten seiner Zeit. Neben seinen künstlerischen Tätigkeiten war er ebenso Schriftsteller, Bildhauer, Bühnenbildner und Schauspieler. Geboren wurde Dali am 11. Mai 1904 in der spanischen Stadt Figueres. Im Alter von 84 Jahren starb er am 23. Januar 1989 in seiner Geburtsstadt. Schon in seiner Kindheit entdeckte man sein künstlerisches Talent. Er malte viel und gerne. Mit 18 Jahren besuchte er für vier Jahre die „Academia San Fernando“ für Malerei, Bildhauerei und Graphik in Madrid. Allerdings wurde er 1926 endgültig von dieser verwiesen aufgrund ungebührlichen Verhaltens. Schon während seiner Studienzeit widmete sich Dali den Schriften des Psychoanalytikers Sigmund Freud. Die Psychoanalyse selbst nannte er eine seiner Hauptentdeckungen seines Lebens. 1927 erschien sein erstes surrealistisches Werk „Blut ist süßer als Honig“. Ein Jahr später schloss er sich einer surrealistischen Künstlergruppe an, in welcher er seine spätere Frau Gala, eine russische Immigrantin, kennenlernte. Zu diesem Zeitpunkt war sie jedoch noch mit dem Surrealisten Paul Eluard vermählt. Dali ließ jedoch nicht von Umwerbungen ab und heiratete sie schließlich 1934. Die kirchliche Trauung fand jedoch erst nach dem Tod des Exmannes im Jahr 1958 statt.[5]

Wie bereits erwähnt inspirierte Sigmund Freud Dali ein Leben lang. 1930 entwickelte er die „paranoisch-kritische Aktivität“ unter Einfluss von Freuds Theorien. Der Sinn der Freudschen Psychoanalyse war es eigentlich, den Kranken von seinen Zwangsvorstellungen zu befreien. Dali jedoch wollte genau das Gegenteil mit dieser Methode erreichen. Er versuchte den paranoischen Zustand bewusst herbeiführen, um in seinen künstlerischen Aktivitäten sein eigenes Bewusstsein über die Grenzen der Realität hinaus zu erweitern.[6] Dali formulierte es einmal so: „Der einzige Unterschied zwischen mir und einem Verrückten besteht darin, dass ich nicht verrückt bin.“[7]

Häufige Motive seiner Werke sind Frauen. Hierfür gab ihm seine Frau Gala oft Inspiration und war sein bevorzugtes weibliches Modell. Außerdem haben seine Werke oft religiösen, mythischen, anstößigen oder furchterregenden Inhalt. Zu seinen berühmtesten Werken zählen unter anderem „Der große Masturbator“ von 1929, sowie „Die Beständigkeit der Erinnerung“ von 1931 (auch bekannt unter dem Titel „Melting Clocks“), als auch das Bild „Weiche Konstruktion mit gekochten Bohnen: Vorahnung des Bürgerkriegs“ aus dem Jahr 1936.[8] Dem Künstler zu Ehren eröffnete seine Geburtsstadt Figueres 1973 ein Dali-Museum.[9]

4. Werk „Die Metamorphose des Narziss“

Ein weiteres sehr bekanntes Werk ist „Die Metamorphose des Narziss“ aus dem Jahr 1937. Es wurde mit Öl auf Leinwand gemalt und befindet sich in „The Tate Gallery“ in London. Die Größe des Werkes beträgt 50,8 cm x 78,2 cm.[10]

4.1 Werkbeschreibung

Das Bild aus der Zeitepoche des Surrealismus wirkt möglicherweise auf den ersten Eindruck einerseits beängstigend, irritierend und ist vergleichbar mit einer Traumwelt. Andererseits jedoch fesselt es den Blick des Betrachters aufgrund der Metamorphose, die sich im Bild verbirgt.

Das Gemälde besteht gewissermaßen aus zwei Bildern in einem. Sofort fallen die beiden Figuren im Zentrum auf. Die linke Gestalt im Vordergrund stellt einen großen, sitzenden Akt dar in warmen Ockertönen. Die Person, die durch die plastisch herausgearbeitete Muskulatur männlich erscheint, hat ihren walnussähnlichen Kopf auf ihr linkes Knie gebeugt. Ein Pferdeschwanz hängt in züngelnden Formen auslaufend nach hinten. Im Vordergrund ist ein klarer See oder Teich zu sehen. Direkt hinter der Person brennt ein Feuer. Die nach vorne geneigte Gestalt scheint in sich versunken und ihren Blick dem Spiegelbild im Wasser zuzuwenden. Dargestellt ist Narziss, welcher besessen von seiner Schönheit sich der Mythe nach stets selbst im Spiegelbild betrachtete. Salvador Dali verfasste 1936 in Paris über das Bild „Die Metamorphose des Narziss“ ein Gedicht mit dem Titel „Narziß“. Es ist mit einer Bildbeschreibung zu vergleichen, die Dali dem Betrachter zur objektiven Deutung mit an die Hand gibt. In einem Ausschnitt des Gedichts beschreibt er die linke Figur folgendermaßen:

[…]

Wenn die klare, göttliche Anatomie des Narziß über den dunklen Spiegel des Sees sich neigt,

wenn sein vorgebeugter weißer Torso in der hypnotischen Silberkurve seines Verlangens eisig erstarrt und die Zeit verfließt auf der Sandblumenuhr seines eigenen Fleisches,

vergeht Narziß im kosmischen Taumel, in dessen Tiefen die kalte, dionysische Sirene seines Ebenbildes singt. Der Körper des Narziß wird leer und verliert sich im Abgrund seines Spiegelbildes wie eine Sanduhr, die man nicht umdreht.[11]

[…]

Im rechten vorderen Bildteil ist eine umgestaltete kühle weißgraue, knochige und brüchige Steinhand zu sehen, die in der gleichen Form wie die Figur links gestaltet ist. Mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger hält sie ein aufgebrochenes Ei mit zart geschliffener Oberfläche fest, aus dessen Rissen eine weiße Narzisse sprießt. Mehrere Ameisen krabbeln den Daumen entlang. Des Weiteren ist rechts neben der Hand eine erloschene Feuerstelle als Aschehaufen wahrnehmbar.

Im Vordergrund des Bildes sind Spiegelungen und Schatten beider Figuren zu erkennen. Außerdem ist auf der rechten vorderen Seite ein abgemagerter Hund, welcher gerade seine Beute verzehrt, abgebildet.

Der Hintergrund besteht aus einer rötlich braunen Felswand und einer kühlen Berglandschaft. Der strahlend blaue Himmel ist von grauschwarzen Wolken bedeckt.

Im ellipsenförmigen Zentrum im Mittelgrund des Bildes befindet sich eine nackte heterosexuelle Menschengruppe, bestehend aus acht Personen, welche sich von der einzelnen knienden Person im Vordergrund abwendet. Teils scheinen die Personen weinend, teils in tanzender Position. Außerdem auffällig im Mittelgrund rechts ist eine Statue in Rückenansicht auf einem rotschwarzen Sockel, die sich einsam inmitten eines Schachbretts befindet. Die insgesamt recht zusammengewürfelte Umgebung erinnert an eine Traumwelt.

4.2 Werkanalyse

4.2.1 Räumlichkeit

Wie bereits in der Bildbeschreibung erläutert, lässt sich ein dreischichtiger Aufbau erkennen, den man in Vorder-, Mittel- und Hintergrund einteilen kann. Die beiden Figuren sind am größten dargestellt, weil sie im Vordergrund des Bildes stehen. Nach hinten zum Bild werden die einzelnen Elemente immer kleiner, um die Entfernung hervorzuheben und eine Tiefenräumlichkeit herzustellen. Auch die Spiegelungen im See, die plastischen Darstellungen und Schatten der Figuren lassen das Bild räumlich wirken. Die Figuren werden durch ihre Überproportionalität und Position zum wichtigsten Bildgegenstand.

4.2.2 Farbstruktur und Hell-Dunkel-Struktur

Das Bild ist von der Farbgebung gesehen sowohl in kalten Farben (schwarz, grau, blau) als auch in warmen Farben (rot, ocker, braun) gestaltet. Im Vordergrund lässt sich ein Komplementärkontrast finden, denn im See spiegeln sich der rotbraune Fels und der blaue Himmel wider. Auffällig ist vor allem der Quantitätskontrast zwischen den kalten Grau-Blau-Tönen und den warmen Rot-Braun-Tönen, die flächenmäßig im relativ ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Die beiden Töne berühren sich oft und bringen dadurch einen Hell-Dunkel-Kontrast hervor. Daher wirkt das Bild räumlich und die großen Figuren erscheinen plastisch und lebendig. Außerdem entsteht der Eindruck von einem Spiel mit Licht und Schatten. Die linke Figur scheint von einer unsichtbaren indirekten Lichtquelle angestrahlt zu werden. Jedoch ist das Licht-Schattenverhältnis widersprüchlich in sich selbst. Sowohl Vorder- als auch Hintergrund sind dunkel gehalten, während der Mittelgrund hell hervorsticht. Diese Gegensätzlichkeit ist allerdings ein typisches Merkmal des Surrealismus. Durch das Spiel mit Hell-Dunkel-Konstruktionen setzen sich die Künstler von Natürlichem und Normalen ab. Sie erzeugen mit verschiedenen Beleuchtungen fantastische Raumillusionen und Unruhe im Bild.

4.2.3 Lineare Struktur

Das Gemälde kann in vier Szenen unterteilt werden. Eine vertikale Teilung der ersten beiden Szenen durch die Mitte des Bildes ist durch den Kalt-Warm Kontrast sehr deutlich zu erkennen. Die links kniende Person wird von der rechten Hand mit Ei und Blume separiert. Eine waagrechte Linie durch den Mittelgrund des Bildes, welche horizontal unterhalb des Schachbrettes verläuft, trennt den Hintergrund vom Vordergrund ab. Die dritte Szene, welche die Statue auf dem Schachbrett präsentiert, findet sich somit in der rechten oberen Bildhälfte. Der Schnittpunkt beider Trennungslinien markiert das mittlere Zentrum des Bildes: die heterosexuelle Personengruppe in einem ellipsenförmigen Feld als vierte Szene. Die Form einer Ellipse lässt sich auch im See im linken Vordergrund wiederfinden. Diese vier Schauplätze verleihen dem Bild einen besonderen Reiz aufgrund ihrer präzise gewählten Darstellungsweise in Farbgebung und Positionierung.

Des Weiteren ist der identische Linienverlauf der beiden Figuren bemerkenswert. Salvador Dali stellt eine Verdopplung her. Der Kopf und das Ei sind in der gleichen Größe ellipsenartig gemalt. Der linke Unterschenkel der Person zusammen mit dessen Spiegelung im Wasser bildet die identische Form und Größe wie der gesamte Daumen der Hand. Der linke gebeugte Arm der Person im 130° Winkel ist identisch mit dem angebeugten Zeigefinger der Hand. Das rechte Knie und dessen Spiegelung stellen im rechten Teil den eingeklappten Ringfinger und kleinen Finger dar.

4.3 Werkinterpretation

Schon der Titel des Bildes „Die Metamorphose des Narziss“ hilft die Frage nach der Interpretation der beiden zentralen Figuren im Vordergrund zu beantworten. Übersetzen könnte man die Bildunterschrift auch mit den Worten „Die Verwandlung einer selbstverliebten Person“.

4.3.1 Mythe

In der griechischen Mythe um Narziss und Echo des antiken Autors Ovid handelt es sich um ein tragisches Schicksal des hübschen Jünglings Narziss, dem Sohn des Flussgottes Kephisos. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Schönheit verliebten sich viele Frauen und Männer in Narziss, er aber wies alle Annäherungsversuche ab. Zu den liebeskranken Jungfrauen zählte unter anderem auch die Nymphe Echo. Die Götter straften den Herzensbrecher aus Rache für seine Verschlossenheit gegenüber den Verliebten mit unstillbarer Selbstliebe. Als er sich in der unberührten Natur bei einer Wasserquelle niederließ, verliebte er sich in sein eigenes Spiegelbild. Eines Tages beugte er sich so tief ins Wasser, um sein Spiegelbild zu berühren, dass er hineinfiel und ertrank. Die Götter verwandelten ihn in eine Blume. Sie sprießte an der Stelle, an der er starb und war von solcher Schönheit, genau wie Narziss selbst, dass sie seinen Namen „Narzisse“ bekam.[12]

4.3.2 Interpretation der einzelnen Bildteile

Die beiden Bildteile stellen gewissermaßen Leben und Tod des Jünglings dar. Die gebeugte Figur in der linken Bildhälfte zeigt demzufolge Narziss, der sein Spiegelbild im See betrachtet. Ein Gefühl der Bedrückung und Trostlosigkeit wird dem Betrachter durch die gebeugte Körperhaltung des jungen Mannes vermittelt. Der Kopf, welcher auf seinem Knie liegt, ist ein Zeichnen für Verzweiflung und Trauer, denn der Jüngling erkennt, dass seine Liebe niemals gestillt werden kann. Der dunkle Hintergrund bringt die Isolation und Einsamkeit im Leben des Narziss gut zum Ausdruck. Der Schönling ging an seiner unerfüllten Sehnsucht selbst zugrunde. Dali symbolisiert die ihn verzehrende Leidenschaft in Form eines Feuers, welches hinter dem Jüngling brennt.

Die rechte Bildseite stellt die Verwandlung dar. Diese Szene ist sehr kalt in Blau- und Grautönen gehalten, um einen Verlust der Leidenschaft in Narziss zeigen. Dies bringt ebenfalls der Aschehaufen eines erloschenen Feuers am rechten Bildrand zum Ausdruck. Die Hand mit der aus dem Ei sprießenden Narzisse symbolisiert das Denkmal an der Stelle, an der Narziss durch seine Selbstsucht zu Tode kam. Die Narzisse verkörpert hierbei die Verwandlung des Jünglings. Die knöchrige Steinhand könnte einem Interpretationsansatz zufolge die der Echo sein. Gemäß der Sage soll nach dem Tod der Nymphe ihre Stimme im Wald weitergelebt und ihr Körper sich in Stein verwandelt haben. Die Ameisen am Daumen der Hand gleichwie der Hund mit Beute repräsentieren unterschiedliche Formen der Zerstörung und Vergänglichkeit, die mit dem Tod kommen.

Der Anfang der Metamorphose des Narziss ist jedoch nicht dort, wo der Betrachter zunächst hinblickt. Stattdessen beschreibt die rechte obere Bildhälfte das Leben des Narziss. Die Statue auf dem Sockel allein inmitten eines Schachfelds zeigt das Leben des Narziss, das im übertragenen Sinne ein Ein-Mann-Spiel ist. Alles dreht sich um eine Person, nämlich ihn selbst. Dadurch, dass Dali dem Betrachter den Jüngling auf einem Podest präsentiert, vermittelt er dem Betrachter die persönlichen Eigenschaften der Person, wie Eitelkeit, Selbstverliebtheit und Überheblichkeit über den Rest der Menschheit.

Die nackten Männer und Frauen im mittleren ellipsenförmigen Zentrum stellen die in Narziss verliebten Menschen dar, deren Liebe jedoch nicht erwidert wurde. Die Personen sind teils weinend und trauernd, teils von Narziss abgewendet dargestellt, da sie alle von Narziss abgelehnt wurden.

Dali verwendet sowohl viele Farben von den warmen Rottönen bis hin zu den kühlen Blau- und Grautönen als auch Symbole. Durch die Arbeit mit Warm-Kalt-Kontrasten ist er in der Lage, die beiden Hauptthemen der Leidenschaft und Trauer farblich zu trennen. Er nutzt all dies zur bildlichen Darstellung der Emotionen und Transformationen im Leben des Narziss.[13]

[...]


[1] Vgl. Nagel 2007, S. 6ff.

[2] Vgl. Immanuel-Kant-Gymnasium o.J., http://www.kunstwissen.de/fach/f-kuns/b_mod/sOO.htm (zuletzt aufgerufen am 06.02.2015)

[3] Broer u.a. 1997, S. 104

[4] Vgl. Broer u.a. 1997, S. 104ff.

[5] Vgl. Otte 2006, S. 157ff.

[6] Vgl. Broer u.a. 1997, S. 109

[7] Broer u.a. 1997, S. 109

[8] Vgl. Broer u.a. 1997, S. 108f.

[9] Vgl. Otte 2006, S. 179

[10] Vgl. Walther u.a. 1980, S. 284

[11] Walther u.a. 1980, S. 287

[12] Vgl. Freytag u.a. 2007, S. 35

[13] Vgl. Mariorenzi 2005, http://www.cornellcollege.edu/classical_studies/CLA216-2-A/narcissus-echo/narcissus2bpainting.htm (zuletzt aufgerufen am 06.02.2015)

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
„Die Metamorphose des Narziss“ von Salvador Dali. Analyse und Interpretation
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
1,7
Jahr
2015
Seiten
8
Katalognummer
V369050
ISBN (eBook)
9783668473690
ISBN (Buch)
9783668473706
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
metamorphose, narziss, salvador, dali, analyse, interpretation
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, „Die Metamorphose des Narziss“ von Salvador Dali. Analyse und Interpretation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369050

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