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Das Wunderhündchen Petitcreiu. Semantische Unterbrechungen der Handlung in Gottfried von Straßburgs "Tristan"

Titel: Das Wunderhündchen Petitcreiu. Semantische Unterbrechungen der Handlung in Gottfried von Straßburgs "Tristan"

Hausarbeit , 2012 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Kristina Grasmik (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In vielen mittelhochdeutschen Romanen tauchten Tiere und Fabelwesen auf. Diese hatten bestimmte Eigenschaften, die in der mittelalterlichen Zeit von Bedeutung waren. Auch spielten Farben im Mittelalter eine große Rolle, die in Verbindung mit Tieren zu wichtigen Deutungsmerkmalen für einige Romanhandlungen werden konnten. Diese Arbeit beschäftigt sich mit diesen Themen am Beispiel des Wunderhündchens Petitcreiu im "Tristan" von Gottfried von Straßburg.

Das Interessante ist, herauszufinden, warum und inwieweit der Hund für die Handlung wichtig ist und warum er plötzlich aus der Handlung verschwindet. Dazu wird zunächst der Wunderbegriff bzw. das Wunderverständnis des Mittelalters geklärt und mit Petitcreiu in Verbindung gebracht. Mit der Farbendeutung Petitcreius kommt eine weitere wichtige Eigenschaft des Mittelalters hinzu, sowie die Frage, was der Hund im Mittelalter für Bedeutungen hatte und wie diese sich im Hündchen Petitcreiu wiederspiegeln.

Außerdem spielt die semantische Unterbrechung im Roman eine große Rolle. Dabei stellt sich die Frage, wie sich diese Unterbrechung äußert. Gibt es weitere Unterbrechungen im Roman? Welche Funktion kann eine semantische Unterbrechung bewirken? Welche Bedeutung hat das Wunderhündchen durch diese Unterbrechung und warum verschwindet es plötzlich?
In der abschließenden Zusammenfassung werden alle Ergebnisse kurz aufgegriffen und erläutert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedeutung des Wunders im Mittelalter

2.1. Bedeutung von Hunden im Mittelalter

2.2. Bedeutung der Farben Petitcreius

3. Semantische Unterbrechung im Tristan-Roman

3.1. Bedeutung des Wunderhündchens für die Handlung

3.2. Warum verschwindet das Wunderhündchen Petitcreiu aus der Handlung?

4. Zusammenfassung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Funktion des Wunderhündchens Petitcreiu in Gottfrieds von Straßburg „Tristan“. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Bedeutung das Tier für die Romanhandlung hat, wie es als Symbol für die Liebe zwischen Tristan und Isolde fungiert und welche Gründe für sein plötzliches Verschwinden aus der Erzählung identifiziert werden können.

  • Mittelalterliches Wunderverständnis im Kontext von Fabelwesen
  • Symbolik von Tieren und Farben im höfischen Roman
  • Semantische Unterbrechungen als narratives Mittel
  • Die Beziehung zwischen Petitcreiu und der Minnegrotte-Szene
  • Die Bedeutung von Treue, Liebe und Leid im Tristan-Roman

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

In vielen mittelhochdeutschen Romanen tauchten Tiere und Fabelwesen auf. Diese hatten bestimmte Eigenschaften, die in der mittelalterlichen Zeit von Bedeutung waren. Auch spielten Farben im Mittelalter eine große Rolle, die in Verbindung mit Tieren zu wichtigen Deutungsmerkmalen für einige Romanhandlungen werden konnten.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit diesen Themen am Beispiel des Wunderhündchens Petitcreiu im Tristan Gottfrieds von Straßburg. Das Interessante ist, herauszufinden, warum und inwieweit der Hund für die Handlung wichtig ist und warum er plötzlich aus der Handlung verschwindet.

Dazu wird zunächst der Wunderbegriff bzw. das Wunderverständnis des Mittelalters geklärt und mit Petitcreiu in Verbindung gebracht. Mit der Farbendeutung Petitcreius kommt eine weitere wichtige Eigenschaft des Mittelalters hinzu, sowie die Frage, was der Hund im Mittelalter für Bedeutungen hatte und wie diese sich im Hündchen Petitcreiu wiederspiegeln.

Außerdem spielt die semantische Unterbrechung im Roman eine große Rolle. Dabei stellt sich die Frage, wie sich diese Unterbrechung äußert. Gibt es weitere Unterbrechungen im Roman? Welche Funktion kann eine semantische Unterbrechung bewirken? Welche Bedeutung hat das Wunderhündchen durch diese Unterbrechung und warum verschwindet es plötzlich?

In der abschließenden Zusammenfassung werden alle Ergebnisse kurz aufgegriffen und erläutert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, stellt das Wunderhündchen Petitcreiu vor und skizziert die methodische Vorgehensweise zur Untersuchung seiner Bedeutung und seines Verschwindens im Roman.

2. Bedeutung des Wunders im Mittelalter: Dieses Kapitel erläutert das mittelalterliche Verständnis von Wundern als nicht naturgesetzliche Ereignisse und analysiert die symbolische Bedeutung von Hunden sowie die spezifische Farbgebung des Wunderhündchens.

2.1. Bedeutung von Hunden im Mittelalter: Hier werden die vielfältigen Funktionen des Hundes im Mittelalter als Nutztier, Symbol für Treue und Spiegel menschlicher Charakterzüge in der Literatur beleuchtet.

2.2. Bedeutung der Farben Petitcreius: Die einzelnen Fellfarben des Hündchens werden analysiert und in den Kontext mittelalterlicher Farbsymbolik sowie deren Kostbarkeit und höfische Bedeutung gesetzt.

3. Semantische Unterbrechung im Tristan-Roman: Dieses Kapitel definiert das Konzept der semantischen Unterbrechung und diskutiert, wie die Präsenz und das plötzliche Fehlen von Petitcreiu als strukturelles Element den Deutungsstrang des Romans beeinflussen.

3.1. Bedeutung des Wunderhündchens für die Handlung: Es wird untersucht, wie Petitcreiu als „Heiltum“ die Leiden von Tristan und Isolde lindert und zum Leitbild für ihre geheime, leidvolle Liebe wird.

3.2. Warum verschwindet das Wunderhündchen Petitcreiu aus der Handlung?: Hier werden drei Deutungsmöglichkeiten für das Verschwinden des Hundes diskutiert: seine göttliche Bestimmung zur Zusammenführung der Liebenden, seine Rolle als Ersatz für Tristan und seine Funktion als Dublette zur Minnegrotten-Episode.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die zentrale Rolle Petitcreius als Symbol für die Tristan-Isolde-Liebe und bestätigt die drei im vorherigen Kapitel entwickelten Thesen für sein Ausscheiden aus dem Handlungsverlauf.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Forschungsliteratur, Primärtexte und Quellen zum mittelalterlichen Wunderbegriff und zur Tristan-Forschung.

Schlüsselwörter

Petitcreiu, Tristan, Gottfried von Straßburg, Minne, Mittelalter, Farbsymbolik, Wunderhündchen, Semantische Unterbrechung, Tristan und Isolde, Minnegrotte, Höfische Literatur, Hundesymbolik, Literaturwissenschaft, Narratologie, Treue.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die literarische Funktion und symbolische Bedeutung des Wunderhündchens Petitcreiu in Gottfrieds von Straßburg „Tristan“ und untersucht, warum diese Figur eine zentrale Rolle spielt und später aus der Handlung entfernt wird.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Betrachtung?

Zentrale Themen sind das mittelalterliche Wunderverständnis, die symbolische Bedeutung von Hunden und Farben im höfischen Kontext sowie die Analyse narrativer Strukturen wie der semantischen Unterbrechung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, warum das Hündchen für die Entwicklung der Tristan-Isolde-Liebe so essentiell ist und aus welchen erzähltechnischen oder inhaltlichen Gründen es plötzlich aus dem Roman verschwindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die auf der Interpretation von Textpassagen und dem Vergleich mit aktueller Forschungsliteratur zu mittelalterlichen Symboliken basiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Wunderbegriffs, die Analyse der hundespezifischen und farblichen Symbolik sowie die Untersuchung des Romans als semantische Einheit unter Berücksichtigung der Minnegrotte-Episode.

Was charakterisiert die Arbeit in Bezug auf die Schlüsselwörter?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung von Motivforschung, Symbolik und narrativer Analyse aus, insbesondere im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen „Liebe und Leid“.

Welche Rolle spielt die „Minnegrotte“ bei der Erklärung des Verschwindens von Petitcreiu?

Die Autorin argumentiert, dass das Hündchen in seinen Eigenschaften (kein Essen/Trinken, innige Verbindung) eine Dublette zur Minnegrotte-Szene darstellt. Sobald die Liebenden dort ankommen, ist das Hündchen als „Kopie“ oder Vermittler überflüssig.

Inwiefern ist das Hündchen ein „Ersatz“ für Tristan?

Ein Erklärungsansatz der Arbeit ist, dass Petitcreiu für Isolde eine stellvertretende Funktion einnimmt und ihr in der Trennung von Tristan als emotionaler Anker dient; sobald Tristan wieder physisch präsent ist, verliert das Hündchen seinen Zweck.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Wunderhündchen Petitcreiu. Semantische Unterbrechungen der Handlung in Gottfried von Straßburgs "Tristan"
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
1,7
Autor
Kristina Grasmik (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V369256
ISBN (eBook)
9783668472549
ISBN (Buch)
9783668472556
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wunderhündchen petitcreiu semantische unterbrechungen handlung gottfried straßburgs tristan
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kristina Grasmik (Autor:in), 2012, Das Wunderhündchen Petitcreiu. Semantische Unterbrechungen der Handlung in Gottfried von Straßburgs "Tristan", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369256
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Leseprobe aus  15  Seiten
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