In dieser Hausarbeit wird auf die nonverbale Kommunikation eingegangen. Dazu gehören vier Hauptpunkte: die Gestik, Mimik, Kinesik und Proxemik. Anschließend werden die kulturellen Hintergründe Europas sowie Asiens untersucht. Mit den kulturellen Hintergründen lässt sich schließlich die nonverbale Kommunikation in Asien und Europa besser beschreiben. Im vorletzten Punkt wird zwischen den Kontinenten ein Vergleich gemacht, der die Frage beantwortet, wodurch sich nonverbale Kommunikation in Asien und Europa unterschiedet. In der abschließenden Zusammenfassung werden die Ergebnisse kurz aufgegriffen und erläutert.
Im täglichen Leben begegnet man anderen Menschen, führt Unterhaltungen, deutet und versteht meistens die körperlichen Ausdrücke der anderen. Gespräche sind also nicht nur auf das Sprachliche beschränkt, sondern beinhalten körperliche Ausdrücke, die im Alltag und in jedem Gespräch einhergehen. Sie dienen dazu, das Gesagte visuell zu betonen. Körpersprache kann die Gefühlslage und das Wohlbefinden eines Menschen zeigen und durchaus bewusst eingesetzt werden, um etwas zu bezwecken. Man kann sehen, ob der Gesprächspartner zuhört und das Gesagte versteht, nicht versteht, etwas dazu sagen möchte, dem Gesagten zustimmt oder dazu eine Frage hat. Oft treten jedoch Verständnisprobleme auf, wenn sich zwei Menschen aus verschiedenen Kulturen unterhalten. Offensichtlich gibt es bestimmte Verhaltensnormen in jeder Kultur, die in einer anderen wiederum nicht oder anders verstanden werden. Viele Missverständnisse gibt es zwischen Asiaten und Europäern, da die kulturellen Wurzeln sich stark unterscheiden. Somit ist es interessant, einen Vergleich beider Kontinente hinsichtlich der nonverbalen Kommunikation zu machen. So lassen sich die Unterschiede der nonverbalen Kommunikation in Asien und Europa sowie die Frage, warum gewisse körperliche Ausdrücke dennoch in vielen oder sogar allen Kulturen verstanden werden, klären.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Nonverbale Kommunikation
2.1. Gestik
2.2. Mimik
2.3. Kinesik
2.4. Proxemik
3. Kulturelle Hintergründe
3.1. Asien
3.2. Europa
4. Nonverbale Kommunikation
4.1. Asien
4.2. Europa
5. Vergleich
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Unterschiede in der nonverbalen Kommunikation zwischen asiatischen und europäischen Kulturen. Ziel ist es, die variierenden körpersprachlichen Verhaltensnormen vor dem Hintergrund kultureller Prägungen zu analysieren und zu erläutern, warum trotz dieser kulturellen Divergenzen bestimmte nonverbale Ausdrücke kulturübergreifend verstanden werden.
- Grundlagen der nonverbalen Kommunikation (Gestik, Mimik, Kinesik, Proxemik)
- Kulturelle Prägungen in Asien und Europa
- Analyse nonverbaler Kommunikationsstile in beiden Kulturräumen
- Vergleichende Untersuchung der Emotionsdarstellung und Distanzzonen
Auszug aus dem Buch
2.1. Gestik:
Als Gestik können alle Bewegungen des Körpers bezeichnet werden. Darwin behauptet, dass die meisten körperlichen, symbolischen Bewegungen, also Gesten, in erster Linie kommunikative Funktionen haben, die durchaus bewusst genutzt werden.34 Menschen gestikulieren jedoch nicht nur bewusst, sondern genauso auch unbewusst bzw. automatisch. Man kann oft telefonierende Menschen beobachten, die von ihrem Gesprächspartner nicht gesehen werden, und dennoch während des Sprechens gestikulieren, weil es den Sprechfluss erleichtert.
Wie bereits im vorigen Punkt beschrieben, gehören zur Gestik sogenannte Illustratoren, die Bewegungen des Körpers darstellen, um gewisse Aspekte des Gesagten zu visualisieren. Dazu gehören sieben Unterkategorien. Zum einen die Batons, die für die Akzentuierung und Betonung der verbalen Mitteilung dienen.35 Ein weiterer Illustrator ist der Ideograph, dessen Aufgabe es ist Gedanken zu sortieren, indem der Gedankengang mit Bewegungen demonstriert wird.36 Deiktische Bewegungen sind Zeigegesten, die sich auf Objekte, Orte oder Ereignisse beziehen können.37 Illustratoren beinhalten außerdem sogenannte „spatiale Bewegungen“, die zur Visualisierung einer „räumliche[n] Relation“38 dienen. Kinetographen stellen Bewegungen von Aktionen dar. Seien es physische Aktionen des Körpers, oder andere physische außerkörperliche bzw. keine menschlichen Aktionen.39 Mit Pictographen lassen sich Bilder mit Bewegungen in die Luft zeichnen, die sich auf das Gesprächsobjekt beziehen.40 Emblematische Bewegungen helfen bei der Visualisierung einer verbalen Mitteilung. Dabei kann die Bewegung zur Wiederholung eines Wortes dienen oder es sogar ersetzen.41 Alle Illustratoren, ausgenommen die Batons, können etwas verstärken, wiederholen, ersetzen, erweitern oder in den Gegensatz stellen.42
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der nonverbalen Kommunikation ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Unterschiede zwischen asiatischen und europäischen Kulturen.
2. Nonverbale Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der nonverbalen Kommunikation, unterteilt in die vier Hauptbereiche Gestik, Mimik, Kinesik und Proxemik.
3. Kulturelle Hintergründe: Hier werden die kulturellen Eigenheiten und Werte von asiatischen und europäischen Gesellschaften analysiert, um das Verständnis für deren Kommunikationsweisen zu vertiefen.
4. Nonverbale Kommunikation: In diesem Kapitel wird die spezifische Anwendung nonverbaler Kommunikation in Asien und Europa unter Berücksichtigung der zuvor erarbeiteten kulturellen Kontexte beschrieben.
5. Vergleich: Der Vergleich stellt die unterschiedlichen kommunikativen Normen gegenüber und untersucht, inwieweit bestimmte Emotionen trotz kultureller Unterschiede universell verständlich sind.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei betont wird, dass nonverbale Kommunikation ein unverzichtbarer, kontextabhängiger Bestandteil des menschlichen Austauschs ist.
Schlüsselwörter
Nonverbale Kommunikation, Körpersprache, Gestik, Mimik, Kinesik, Proxemik, Kulturvergleich, Asien, Europa, Verhaltensnormen, Emotionen, Distanzverhalten, Interkulturelle Kommunikation, Kommunikationsstile, Kultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die nonverbale Kommunikation und untersucht, wodurch sich körpersprachliche Unterschiede zwischen den Kulturräumen Europa und Asien auszeichnen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen der Körpersprache (Gestik, Mimik, Kinesik, Proxemik) sowie deren Ausprägung in den unterschiedlichen kulturellen Kontexten Asiens und Europas.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die kulturell bedingten Unterschiede im nonverbalen Verhalten zu klären und zu beleuchten, warum bestimmte körperliche Ausdrücke dennoch weltweit verstanden werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich theoretischer Konzepte zur nonverbalen Kommunikation, ergänzt durch die Analyse kultureller Hintergründe.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der nonverbalen Kommunikation, die Beschreibung der kulturellen Hintergründe beider Regionen sowie einen konkreten Vergleich der Kommunikationsstile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Nonverbale Kommunikation, Körpersprache, Asien, Europa, Kulturvergleich, Gestik, Mimik und Proxemik.
Warum ist das "Gesicht wahren" für Asiaten so bedeutend?
In asiatischen Kulturen ist die Wahrung des Gesichts eng mit dem Gemeinschaftsdenken und dem Bedürfnis verbunden, soziale Harmonie zu erhalten und Konflikte zu vermeiden.
Wie unterscheidet sich das Distanzverhalten in Europa von dem in Asien?
Während in Europa das Individuum im Vordergrund steht und direktere Kommunikation bevorzugt wird, ist das Distanzverhalten in Asien oft zurückhaltender, geprägt durch Respekt vor der Privatsphäre und stark von sozialen Hierarchien abhängig.
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- Bachelor of Arts Kristina Grasmik (Author), 2014, Nonverbale Kommunikation. Wodurch zeichnen sich körpersprachliche Unterschiede in Europa und Asien aus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369284