Einfluss von physischer Aktivität auf die psychische Gesundheit

Eine empirische Untersuchung bei "Great Place to Work" Deutschland


Projektarbeit, 2016

38 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Anhangsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Aktueller Literaturstand psychischer Gesundheit
2.2 Theorie seelischer Gesundheit nach Becker
2.3 Operationalisierung seelischer Gesundheit
2.4 Physische Aktivität und psychische Gesundheit

3. Forschungsgegenstand

4. Methode
4.1 Stichprobe
4.2 Erhebungsverfahren

5. Ergebnisse

6. Interpretation

7. Schlussteil

Literatur

Anhang

Anhangsverzeichnis

Anhang 1: Abstract.

Anhang 2: Online Fragebogen

Anhang 3: Itemliste

Anhang 4: Tabellen.

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Test der Zwischensubjekteffekte des Faktors Kompetenzen bei der Varianzanalyse

Tabelle 2: Deskriptive Statistiken des Faktors Kompetenzen bei der Varianzanalyse

Tabelle 3: Test der Zwischensubjekteffekte des Faktors Selbstaktualisierung bei der Variananalyse

Tabelle 4: Deskriptive Statistiken des Faktors Selbstaktualisierung bei der Varianzanalyse

Tabelle 5: Test der Zwischensubjekteffekte des Faktors Sinnfindung bei der Variananalyse

Tabelle 6: Deskriptive Statistiken des Faktors Sinnfindung bei der Varianzanalyse

Tabelle 7: Test der Zwischensubjekteffekte insgesamt bei der Variananalyse

Tabelle 8: Deskriptive Statistiken insgesamt bei der Varianzanalyse

Tabelle 9: Normwerttabelle Faktor Kompetenzen

Tabelle 10: Normwerttabelle Faktor Selbstaktualisierung

Tabelle 11: Normwerttabelle Faktor Sinnfindung

Tabelle 12: Normwerttabelle Gesamtwert seelische Gesundheit

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Im Leben jedes Menschen spielt das Streben nach Gesundheit eine zentrale Rolle, das betrifft nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern schließt in gleichem Maße auch die seelische mit ein. Um individuelle Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und soziale Integration zu erreichen, ist die psychische Gesundheit eine wichtige Voraussetzung. Sie trägt entscheidend zum Wohlbefinden und menschlichen, sozialen sowie ökonomischen Erfolg eines jeden Individuums bei.

Auch im Arbeitsleben wird das Thema „Gesundheit“ zunehmend präsenter, da es die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen beeinflussen kann. Durch die rasende Veränderung der Arbeitswelt und neuer Produktionsabläufe ist körperliche Arbeit bei weitem nicht mehr so anstrengend wie früher und Dank der hohen Sicherheitsstandards kommen Arbeitsunfälle viel seltener vor. Dadurch rückt der Fokus auf die Berücksichtigung der seelischen Bedürfnisse der Mitarbeiter, um diesen besser gerecht zu werden. Die Ausrichtung auf die Förderung der psychischen Gesundheit stellt zwar eine Herausforderung für die Wirtschaft dar, ist dafür allerdings nicht nur im Sinne der Angestellten ein wichtiger Aspekt, da seelische Leiden mittlerweile die Hauptursache für Berufsunfähigkeit und Frühverrentung darstellen. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde verzeichnet einen kontinuierlichen Anstieg der Inanspruchnahme therapeutischer Leistungen bei psychischen Erkrankungen. Depression, Angst und Sucht sind zu Volkskrankheiten geworden, jeder Dritte erkrankt mindestens einmal in seinem Leben.

Neben der psychischen Gesundheit soll in dieser Hausarbeit auch die körperliche Konstitution betrachtet werden. Im Lebensstil unserer modernen Industriegesellschaft werden Bewegungen weitestgehend vermieden, körperliche Bewegungen werden immer weiter reduziert. Der neue Trend ist es, sich bewegen zu lassen – im Auto, auf der Rolltreppe oder im Fahrstuhl. Maschinen und Automaten machen körperlichen Einsatz überflüssig. Die dominierende Körperhaltung des Alltags ist mittlerweile das Sitzen. Dazu kommt das passive Erholen, z.B. vor dem Fernseher, als häufigste Form des Ausgleichs für die vielfältigen psychischen Anforderungen in Beruf und Familie. Dem gegenüber steht die körperliche Bewegung als aktive Erholungsform des Alltags.

In der folgenden Hausarbeit soll herausgestellt werden, inwiefern sich körperliche Bewegung auf die psychische Gesundheit auswirkt. Dieses Thema ist von besonders hoher Relevanz vor dem Hintergrund möglicher Präventionsmaßnahmen gegen die steigende Anzahl Betroffener von psychischen Erkrankungen wie z.B. Burnout Patienten.

2. Theoretischer Bezugsrahmen

Was hält uns gesund und was macht uns krank? Und welche Faktoren tragen dazu überhaupt bei?

Die Frage nach gesundheitsgerechtem Verhalten findet immer weiter verbreitetes Interesse und das nicht ohne Grund: Gesundheit ist eines der höchsten Güter der Menschheit. Ein Sprichwort belegt „Wer Gesundheit entbehrt, für den haben andere Schätze keinen Wert“. Nicht umsonst fragen wir bei einem Treffen mit Bekannten als erstes nach ihrem Befinden oder wünschen ihnen an Geburtstagen „beste Gesundheit“.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation 2014) definiert seelische Gesundheit als „Zustand des Wohlbefindens, in dem der Einzelne seine Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv und fruchtbar arbeiten kann und imstande ist, etwas zu seiner Gemeinschaft beizutragen.“ Sie ist die Voraussetzung dafür, dass jeder Bürger sein volles Potential verwirklichen kann, hinsichtlich des Arbeits- und Ausbildungslebens als auch in Bezug auf die Rolle in der Gesellschaft sowie wirtschaftlichen Wohlstand, Solidarität und soziale Gerechtigkeit (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde 2009). Psychische Erkrankungen umfassen psychische Gesundheitsprobleme, Verhaltensstörungen in Verbindung mit Verzweiflung und konkrete psychische Symptome, sodass letztlich eine psychische Störung wie beispielsweise Depression oder Schizophrenie diagnostiziert werden kann. Sie werden als Belastungen für das Gesundheitssystem wahrgenommen, verursachen individuelle und gesellschaftliche Kosten und Verluste (Generaldirektion Gesundheit & Verbraucherschutz 2005).

Eine weitere Definition geben English & English (1974, S. 318), sie sehen seelische Gesundheit als „einen relativ überdauernden Zustand, in dem die Person wohlangepasst ist, Freude am Dasein empfindet und Selbstaktualisierung bzw. Selbstverwirklichung erreicht. Es ist ein positiver Zustand und nicht die bloße Abwesenheit einer seelischen Störung“. In der Literatur zum aktuellen Stand des Konstrukts findet man diverse Theorien und Messinstrumente, welche zur Erhebung von seelischer Gesundheit oder Aspekten dieser dienen.

2.1 Aktueller Literaturstand psychischer Gesundheit

Entsprechend Freuds motivations- bzw. triebtheoretischen Annahmen entsteht psychisches Wohlbefinden durch die Befriedigung von Bedürfnissen und Motiven. Gesunde Menschen zeichnen sich durch die Fähigkeiten des Lieben und Arbeiten aus, sprich zum einen die sexuelle Genussfähigkeit und zum anderen die Leistungsfähigkeit, effiziente Auseinandersetzung mit der Umwelt und Triebkontrolle (Freud, 1950, zit. nach Becker, 1982, S. 63). Während sich Freuds Phasenmodell der psychosexuellen Entwicklung überwiegend auf den Lebensabschnitt zwischen Geburt und Adoleszenz beschränkt, erweitert Erikson sein Modell bis ins hohe Lebensalter. Seelische Gesundheit ist laut Erikson kein fester Besitz des Menschen, sondern muss in jedem Lebensabschnitt neu erworben und gefestigt werden durch die erfolgreiche Auseinandersetzung mit Lebensphasen spezifischen Entwicklungskrisen (Erikson, 1973, zit. nach Becker, 1982, S. 75). Menningers Theorie baut auf Freud sowie systemtheoretischen Ansätzen auf. Er rückt die Ichstärke in den Mittelpunkt als relevantes Kriterium für seelische Gesundheit. Es sollte einem gesunden Individuum gelingen, auch unter belastenden Bedingungen eine innere und äußere Balance aufrecht zu erhalten bzw. wiederherzustellen, realistische Ziele zu verfolgen und unbefangen im Umgang mit Menschen zu agieren. Selbstaktualisierungstheoretiker wie Rogers und Maslow betonen das Streben des Menschen nach der Entfaltung seiner Anlagen (Fähigkeiten, Neigungen) sowie nach Reifung für eine Grundhaltung von psychischem Wohlbefinden (Abele & Becker, 1994, S. 19 f.). Roger betont außerdem die Relevanz des Selbst: ein psychisch gesunder Mensch zeichnet sich nach seiner Theorie durch ein realistisches Selbstbild aus, er bewahrt sich seine innere Unabhängigkeit von Fremdbewertung, bekennt sich zu seinem Selbst und zeichnet sich durch wachsende Selbstregulierung und Selbstverantwortlichkeit aus (Roger, 1976, zit. nach Becker, 1982, S. 103). Im Zentrum des Ansatzes von Maslow steht die Hierarchie der Motive. Ähnlich wie Freud gilt es entsprechend Maslow die Bedürfnisse zu befriedigen. Der Unterschied besteht darin, dass nach der hinreichenden Berücksichtigung der Defizitbedürfnisse (fundamentale Bedürfnisse, die das physische Überleben sichern) die Selbstverwirklichungstendenzen auf den Plan treten. Sie werden als Wachstumsmotive definiert, bei denen man seine Talente, Kapazitäten und Fähigkeiten nutzen und voll ausschöpfen kann. Defizitmotive erlöschen nach ihrer Befriedigung vorübergehend, während Wachstumsmotive durch Befriedigung gesteigert werden. Der Grad seelischer Gesundheit lässt sich laut Maslow daran bestimmen, inwiefern nicht nur Defizitmotive, sondern auch Selbstaktualisierungsmotive das Handeln bestimmen (Maslow, 1977, zit. nach Becker, 1982, S. 107).

Frankl charakterisiert den seelisch gesunden Mensch durch den Grad an Sinnorientiertheit als wichtigstes Kriterium. Sinnfindung ist jedem Menschen unabhängig von seinem Geschlecht, Alter, Bildungsgrad oder Intelligenzquotienten auf drei Wegen möglich: Der erste besteht darin, schöpferisch zu sein und etwas zu verwirklichen, der zweite Weg ist eine zwischenmenschliche, insbesondere liebevolle Beziehung und der dritte Weg beinhaltet das Fertigwerden mit einer unabänderlichen Situation, z.B. einem schweren Schicksalsschlag. Der Mensch sollte Spannungen ertragen können, um daran zu reifen (Frankl, 1979, zit. nach Becker, 1982, S. 137).

2.2 Theorie seelischer Gesundheit nach Becker

Operationalisierungsgrundlage des Fragebogens dieser Ausarbeitung über seelische Gesundheit ist die Theorie nach Becker. Er hat eine Gegenüberstellung der Thesen und Modelle verschiedener Theoretiker erarbeitet und somit die diagnostischen Indikatoren und Kriterien herausgestellt, über die Konsens besteht und die Becker als besonders relevant erachtet: Regulationskompetenzen (RK), Selbstaktualisierung (SA) sowie Sinnfindung (SF) (Becker, 1982, S. 282). Darauf aufbauend hat er seine Hypothese zum inhaltlichen Begriff seelischer Gesundheit (SG) in formaler Sprache als Gleichung zum Ausdruck gebracht:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Als erstes wesentliches Kriterium seelischer Gesundheit seien die einem Individuum zur Verfügung stehenden Kompetenzen dargestellt. Der Fähigkeitsgrad zum Vollzug interner und externer Anpassungsleistungen, sprich angemessene Anwendung von Verhaltensweisen, die zur effektiven Auseinandersetzung mit konkreten Lebenssituationen beitragen, verringert die Wahrscheinlichkeit des Auftretens psychischer Erkrankungen. Selbstaktualisierung, bzw. der äquivalente Begriff der Selbstverwirklichung als weiteres Kriterium für seelische Gesundheit steht für Individuen, die ihre individuellen Anlagen in Interaktion mit der Umwelt frei entfalten, sprich in Verbindung mit der Umwelt ihre Fähigkeiten zum Einsatz bringen und weiterentwickeln sowie ihre Bedürfnisse und Interessen befriedigen (Becker, 1982, S. 284). Dabei werden verschiedene Menschen unterschiedliche Wege der Selbstaktualisierung wählen, entsprechend ihrer individuellen „Natur“. Bedürfnisbefriedigung entsteht dadurch, dass persönliche Ziele und Interessen verfolgt werden können, da der Wunsch bei Menschen nach individueller Freiheit tief verwurzelt ist (Steiner, 1970, zit. nach Becker, 1982, S. 285). Als drittes und letztes Kriterium psychischer Gesundheit wählt Becker in Anlehnung an Frankl den Aspekt der Sinnfindung, bzw. Sinnorientiertheit. Eine wichtige Komponente vor dem Hintergrund, dass Menschen, die keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen können, ihr Handlungsfeld zunehmend einschränken und mit der Zeit Depressionen oder andere psychische sowie psychosomatische Beschwerden entwickeln oder letztendlich Suizid begehen (Becker, 1981, S. 30). Sinnfindung wird als notwendige, jedoch nicht hinreichende Bedingung betrachtet, um eine hohe Ausprägung auf dem Konstrukt zu erreichen.

2.3 Operationalisierung seelischer Gesundheit

Zur Operationalisierung von seelischer Gesundheit wurden bereits Messinstrumente entwickelt, die jedoch oft einseitig simplifizierend oder auf einer fragwürdigen theoretischen Basis aufgebaut sind (Mayring, 1994, zit. nach Abele & Becker, 1994, S. 51). Zur differenzierten Erfassung psychischen Wohlbefindens dient z.B. die Affect Balance Scale (Bradburn, 1969, zit. nach Sölva et al., 1995, S. 296), die mit zehn Items den positiven und negativen Affektbereich misst, welche als unabhängige Subskalen gelten. Bullinger, Heinisch, Ludwig und Geier haben eine deutsche Version des Instruments Psychological General Well-Being Index (PGWB) von Du Puy entwickelt. Das Verfahren besteht aus den Subskalen Ängstlichkeit, Depressivität, Wohlbefinden, Selbstkontrolle, Gesundheit und Vitalität, weist jedoch nur eine geringe faktorielle Validität auf (Gross, 1991, zit. nach Sölva et al., 1995, S. 296). Scharfenstein und Becker haben mit den Fragen zum Wohlbefinden ein Messinstrument entwickelt, dass zur Erfassung positiv getönter Affekte oder innerer Ausgeglichenheit eingesetzt werden kann, dieses lässt den negativen Affektbereich hingegen außer Acht (Scharfenstein, 1993, zit. nach Sölva et al., 1995, S. 296). Bei dem AVEM handelt es sich um ein Messinstrument, welches zur Erfassung des Verhaltens und Erlebens in Bezug auf die Arbeits- und Berufswelt erstellt wurde. Bei der Entwicklung wurde davon ausgegangen, dass es drei Seiten des Verhaltens und Erlebens zu berücksichtigen gilt (Schaarschmidt & Fischer, 2001): Zum einen das Engagement für die beruflichen Anforderungen, zum anderen die Widerstandskraft gegenüber den damit verbundenen Belastungen sowie die Emotionen, die die Berufstätigkeit begleiten. Der AVEM konzentriert sich allerdings stark auf den Arbeitskontext, da er die aktive Rolle des Individuums im Verhältnis zu den beruflichen Anforderungen betont.

Zur differenzierten Erfassung des Konstrukts der psychischen Gesundheit wurde daher ein neuer Test entwickelt, auf Basis der drei Komponenten-Theorie von Becker, um eine gute theoretische Fundierung sicherzustellen. Er ist nicht nur auf das berufstätige Umfeld beschränkt, sondern kann allgemeingültig eingesetzt werden und besticht durch eine kurze angemessene Bearbeitungszeit von fünf Minuten sowie dem geringen Materialverbrauch durch einen hohen Grad an Ökonomie. Zusätzlich ist er aufgrund des computergestützten Testens schnell und bequem auswertbar, da es sich um einen Online-Test handelt.

2.4 Physische Aktivität und psychische Gesundheit

Es ist kein Geheimnis, dass Sport gut für die Gesundheit ist. In vielen Kulturen gilt körperliche Aktivität seit Jahrhunderten als gesundheitsförderliche Verhaltensweise, wie beispielsweise schon bei den Griechen in der Antike wurden gymnastische Übungen als Behandlungsmaßnahme für verschiedene Krankheiten empfohlen (Renneberg & Hammelstein, 2006, S. 195).

Physische Aktivität wird definiert als „jede Bewegung, die durch die Skelettmuskulatur erzeugt wird.“ (Renneberg & Hammelstein, 2006, S. 199). Sport und Sport ist dabei allerdings nicht dasselbe. Bei Schnellkraftsportarten wie Sprint, Kugelstoßen, Gewichtheben oder Hochsprung werden explosiv für einige Sekunden Kräfte freigesetzt. Ausdauersportarten trainieren den Körper dagegen ganz anders, z.B. Laufen, Walken, Radfahren, Schwimmen oder Skilanglauf. Das Körpergewicht muss hierbei in einer viel sanfteren Intensität, aber dafür über einen längeren Zeitraum bewegt werden. Wer etwas für seine Gesundheit tun möchte, wählt Ausdauersportarten, da diese viele verschiedene Systeme im Körper, beispielsweise die Fettverbrennung, das Atmungs- und das Herz-Kreislauf-System anregt und somit Herz, Lunge, Gefäße und Blutwerte optimiert (Steffny, 2004, S. 22). Unabhängig vom Gewicht ist körperliche Bewegung ein wichtiger Faktor für die körperliche Gesundheit: Übergewichtige mit trainierter Herz-Kreislauf-Leistung haben eine gleiche Lebenserwartung wie diejenigen mit Normalgewicht! Bei körperlich inaktiven ist das Risiko doppelt so hoch, eine koronare Herzerkrankung zu bekommen, wie bei körperlich aktiven. Es kann unumstritten festgehalten werden, dass physische Aktivität eine wichtige Behandlungskomponente im medizinischen Bereich ist, da sie bei regelmäßiger Durchführung bei übergewichtigen Bluthochdruckpatienten auch ohne Gewichtsabnahme zu einer ausreichenden Blutdrucksenkung und bei übergewichtigen Diabetikern zu einer deutlichen Abnahme erhöhter Blutfettwerte führen kann. Mit regelmäßiger Bewegung kann das Risiko an Krebs zu erkranken gesenkt (Fuchs, 2003, S. 121) sowie die Behandlung von Arthritis, Osteoporose und Rückenschmerzen unterstützt werden (Storheim et al., 2003, 132). Außerdem kann der Heilungsprozess nach Unfällen oder Operationen dadurch beschleunigt werden (Bock et al, 1997, S. 62).

[...]

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Einfluss von physischer Aktivität auf die psychische Gesundheit
Untertitel
Eine empirische Untersuchung bei "Great Place to Work" Deutschland
Hochschule
Rheinische Fachhochschule Köln  (Wirtschaft & Recht)
Veranstaltung
Praxistransferprojekt
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
38
Katalognummer
V369391
ISBN (eBook)
9783668470774
ISBN (Buch)
9783668470781
Dateigröße
897 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
physische Aktivität, körperliche Bewegung, psychische Gesundheit, seelische Gesundheit, empirische Untersuchung, Great Place to Work, Online Fragebogen, Normwerttabellen, Faktorenanalyse, Theorie seelischer Gesundheit nach Becker, Regulationskompetenzen, Selbstaktualisierung, Sinnfindung
Arbeit zitieren
Denise Schmidt (Autor), 2016, Einfluss von physischer Aktivität auf die psychische Gesundheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369391

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