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Einfluss von physischer Aktivität auf die psychische Gesundheit

Eine empirische Untersuchung bei "Great Place to Work" Deutschland

Title: Einfluss von physischer Aktivität auf die psychische Gesundheit

Project Report , 2016 , 38 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Denise Schmidt (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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Auch im Arbeitsleben wird das Thema „Gesundheit“ zunehmend präsenter, da es die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen beeinflussen kann. Durch die rasende Veränderung der Arbeitswelt und neuer Produktionsabläufe ist körperliche Arbeit bei
weitem nicht mehr so anstrengend wie früher und Dank der hohen Sicherheitsstandards kommen Arbeitsunfälle viel seltener vor. Dadurch rückt der Fokus auf die Berücksichtigung der seelischen Bedürfnisse der Mitarbeiter, um diesen besser gerecht
zu werden. Die Ausrichtung auf die Förderung der psychischen Gesundheit stellt zwar eine Herausforderung für die Wirtschaft dar, ist dafür allerdings nicht nur im Sinne der Angestellten ein wichtiger Aspekt, da seelische Leiden mittlerweile die Hauptursache für Berufsunfähigkeit und Frühverrentung darstellen. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde verzeichnet einen kontinuierlichen Anstieg der Inanspruchnahme therapeutischer Leistungen bei psychischen Erkrankungen. Depression, Angst und Sucht sind zu Volkskrankheiten geworden, jeder Dritte erkrankt mindestens einmal in seinem Leben.

Neben der psychischen Gesundheit soll in dieser Hausarbeit auch die körperliche Konstitution betrachtet werden. Im Lebensstil unserer modernen Industriegesellschaft werden Bewegungen weitestgehend vermieden, körperliche Bewegungen werden immer weiter reduziert. Der neue Trend ist es, sich bewegen zu lassen – im Auto, auf der Rolltreppe oder im Fahrstuhl. Maschinen und Automaten machen körperlichen Einsatz überflüssig. Die dominierende Körperhaltung des Alltags ist mittlerweile das Sitzen. Dazu kommt das passive Erholen, z.B. vor dem Fernseher, als häufigste Form des Ausgleichs für die vielfältigen psychischen Anforderungen in Beruf und Familie. Dem gegenüber steht die körperliche Bewegung als aktive Erholungsform des Alltags.

In der folgenden Hausarbeit soll herausgestellt werden, inwiefern sich körperliche Bewegung auf die psychische Gesundheit auswirkt. Dieses Thema ist von besonders hoher Relevanz vor dem Hintergrund möglicher Präventionsmaßnahmen gegen die steigende Anzahl Betroffener von psychischen Erkrankungen wie z.B. Burnout Patienten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Bezugsrahmen

2.1 Aktueller Literaturstand psychischer Gesundheit

2.2 Theorie seelischer Gesundheit nach Becker

2.3 Operationalisierung seelischer Gesundheit

2.4 Physische Aktivität und psychische Gesundheit

3. Forschungsgegenstand

4. Methode

4.1 Stichprobe

4.2 Erhebungsverfahren

5. Ergebnisse

6. Interpretation

7. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von physischer Aktivität auf die psychische Gesundheit von Mitarbeitern. Ziel ist es, mithilfe eines eigens entwickelten Fragebogens zu prüfen, ob ein regelmäßiges Bewegungsniveau einen messbaren positiven Effekt auf die seelische Gesundheit hat.

  • Theoretische Fundierung seelischer Gesundheit nach der Theorie von Becker
  • Zusammenhang zwischen körperlicher Bewegung und psychischem Wohlbefinden
  • Empirische Untersuchung bei der Firma Great Place to Work® Deutschland
  • Operationalisierung durch einen neu entwickelten Persönlichkeitstest
  • Handlungsempfehlungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Auszug aus dem Buch

2.4 Physische Aktivität und psychische Gesundheit

Es ist kein Geheimnis, dass Sport gut für die Gesundheit ist. In vielen Kulturen gilt körperliche Aktivität seit Jahrhunderten als gesundheitsförderliche Verhaltensweise, wie beispielsweise schon bei den Griechen in der Antike wurden gymnastische Übungen als Behandlungsmaßnahme für verschiedene Krankheiten empfohlen (Renneberg & Hammelstein, 2006, S. 195).

Physische Aktivität wird definiert als „jede Bewegung, die durch die Skelettmuskulatur erzeugt wird.“ (Renneberg & Hammelstein, 2006, S. 199). Sport und Sport ist dabei allerdings nicht dasselbe. Bei Schnellkraftsportarten wie Sprint, Kugelstoßen, Gewichtheben oder Hochsprung werden explosiv für einige Sekunden Kräfte freigesetzt. Ausdauersportarten trainieren den Körper dagegen ganz anders, z.B. Laufen, Walken, Radfahren, Schwimmen oder Skilanglauf. Das Körpergewicht muss hierbei in einer viel sanfteren Intensität, aber dafür über einen längeren Zeitraum bewegt werden.

Wer etwas für seine Gesundheit tun möchte, wählt Ausdauersportarten, da diese viele verschiedene Systeme im Körper, beispielsweise die Fettverbrennung, das Atmungs- und das Herz-Kreislauf-System anregt und somit Herz, Lunge, Gefäße und Blutwerte optimiert (Steffny, 2004, S. 22). Unabhängig vom Gewicht ist körperliche Bewegung ein wichtiger Faktor für die körperliche Gesundheit: Übergewichtige mit trainierter Herz-Kreislauf-Leistung haben eine gleiche Lebenserwartung wie diejenigen mit Normalgewicht! Bei körperlich inaktiven ist das Risiko doppelt so hoch, eine koronare Herzerkrankung zu bekommen, wie bei körperlich aktiven. Es kann unumstritten festgehalten werden, dass physische Aktivität eine wichtige Behandlungskomponente im medizinischen Bereich ist, da sie bei regelmäßiger Durchführung bei übergewichtigen Bluthochdruckpatienten auch ohne Gewichtsabnahme zu einer ausreichenden Blutdrucksenkung und bei übergewichtigen Diabetikern zu einer deutlichen Abnahme erhöhter Blutfettwerte führen kann. Mit regelmäßiger Bewegung kann das Risiko an Krebs zu erkranken gesenkt (Fuchs, 2003, S. 121) sowie die Behandlung von Arthritis, Osteoporose und Rückenschmerzen unterstützt werden (Storheim et al., 2003, 132). Außerdem kann der Heilungsprozess nach Unfällen oder Operationen dadurch beschleunigt werden (Bock et al, 1997, S. 62).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung psychischer Gesundheit im Arbeitsleben dar und führt in die Fragestellung zur Wirkung von körperlicher Bewegung auf das psychische Wohlbefinden ein.

2. Theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen seelischer Gesundheit unter Bezugnahme auf verschiedene Autoren, insbesondere Becker, und stellt den wissenschaftlichen Kontext zur Wirkung von physischer Aktivität her.

3. Forschungsgegenstand: Hier wird die Forschungshypothese abgeleitet und das untersuchte Unternehmen sowie die eigenschaftstheoretische Perspektive der Untersuchung definiert.

4. Methode: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die Zusammensetzung der Stichprobe der Mitarbeiter von Great Place to Work® sowie das Design und die Entwicklung des eingesetzten Online-Fragebogens.

5. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die Resultate der zweifaktoriellen Varianzanalyse dargestellt, um Zusammenhänge zwischen Sportniveau, Geschlecht und seelischer Gesundheit zu prüfen.

6. Interpretation: Das Kapitel interpretiert die statistischen Ergebnisse hinsichtlich des postulierten positiven Zusammenhangs zwischen Bewegung und Gesundheit und diskutiert methodische Einschränkungen wie die geringe Stichprobengröße.

7. Schlussteil: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und konkrete Handlungsempfehlungen für die betriebliche Gesundheitsförderung innerhalb des Unternehmens gegeben.

Schlüsselwörter

Psychische Gesundheit, physische Aktivität, seelische Gesundheit, Becker, Sport, Arbeitswelt, Gesundheitsförderung, Varianzanalyse, Wohlbefinden, Selbstaktualisierung, Sinnfindung, Kompetenzen, Betriebliche Gesundheit, Empowerment, Bewegungsverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der physischen Aktivität von Mitarbeitern und deren psychischer Gesundheit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind Gesundheitspsychologie, körperliche Fitness, berufliches Wohlbefinden und die wissenschaftliche Messung von psychischen Konstrukten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, empirisch zu belegen, dass regelmäßige körperliche Bewegung das psychische Wohlbefinden steigert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine deduktive Vorgehensweise mit einer zweifaktoriellen Varianzanalyse (ANOVA) auf Basis eines neuen, Online-basierten Selbstbeurteilungsfragebogens.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung nach Becker, die Vorstellung des Forschungsgegenstands, die methodische Vorgehensweise zur Erhebung der Daten und die statistische Auswertung der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Psychische Gesundheit, körperliche Bewegung, betriebliche Gesundheitsförderung, seelische Gesundheit und empirische Untersuchung.

Welches spezifische Unternehmen wurde für die Untersuchung gewählt?

Die empirische Untersuchung wurde bei der Firma Great Place to Work® Deutschland mit deren Mitarbeitern durchgeführt.

Welche Handlungsempfehlungen gibt die Autorin?

Sie schlägt Incentive-Programme vor, wie Stempelhefte, Schrittzählsysteme und die Teilnahme an Firmenläufen, um die Bewegung am Arbeitsplatz zu fördern.

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Details

Title
Einfluss von physischer Aktivität auf die psychische Gesundheit
Subtitle
Eine empirische Untersuchung bei "Great Place to Work" Deutschland
College
University of Applied Sciences Köln RFH  (Wirtschaft & Recht)
Course
Praxistransferprojekt
Grade
1,3
Author
Denise Schmidt (Author)
Publication Year
2016
Pages
38
Catalog Number
V369391
ISBN (eBook)
9783668470774
ISBN (Book)
9783668470781
Language
German
Tags
physische Aktivität körperliche Bewegung psychische Gesundheit seelische Gesundheit empirische Untersuchung Great Place to Work Online Fragebogen Normwerttabellen Faktorenanalyse Theorie seelischer Gesundheit nach Becker Regulationskompetenzen Selbstaktualisierung Sinnfindung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Denise Schmidt (Author), 2016, Einfluss von physischer Aktivität auf die psychische Gesundheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369391
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