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Das Andalusische in der spanischen Gesellschaft. "El andaluz culto" als Beitrag zur Normalisierung der Modalität

Title: Das Andalusische in der spanischen Gesellschaft. "El andaluz culto" als Beitrag zur Normalisierung der Modalität

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Romance Studies - Spanish Studies
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Schwerpunkt dieser Arbeit sind Ansätze und Diskussionen, die sich mit dem Status des Andalusischen in der spanischen Gesellschaft beschäftigen. Dabei wird auf die Normalisierung der Modalität durch das sogenannte andaluz culto eingegangen.

Die bekanntesten Vertreter sind Pedro Carbonero Cano, der sich für eine Normalisierung ausspricht und auf der Gegenseite Antonio Narbona Jiménez. Doch in wie weit ist das Andalusische wirklich anders als das Kastilische und wäre das andaluz culto ein möglicher und sinnvoller Beitrag zur Normalisierung des Andalusischen? Im folgenden wird die Diskussion um das andaluz culto untersucht, indem zunächst ein kurzer Blick auf den Status des Andalusischen in der spanischen Gesellschaft und die damit verbundenen Vorurteile und Klischees geworfen wird und auf den Begriff der Normalisierung eingegangen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II El andaluz culto als Beitrag zur Normalisierung

II.I Sozialer Status des Andalusischen

II.II Nivellierung und das Schaffen eines andaluz culto nach Pedro Carbonero Cano

II.III Heterogenität des Andalusischen nach Antonio Narbona Jiménez

III Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziolinguistische Debatte um das sogenannte andaluz culto als potenzielles Instrument zur Normalisierung der andalusischen Sprachvarietäten. Ziel ist es, die Argumente für eine solche Standardisierung – primär vertreten durch Pedro Carbonero Cano – den kritischen Einwänden von Antonio Narbona Jiménez gegenüberzustellen, um die Sinnhaftigkeit einer solchen Normbildung vor dem Hintergrund des komplexen andalusischen Identitätsbewusstseins kritisch zu hinterfragen.

  • Soziolinguistischer Status und gesellschaftliche Wahrnehmung des Andalusischen
  • Konzepte der sprachlichen Nivellierung und Standardisierung
  • Diskussion um die Etablierung eines "andaluz culto"
  • Heterogenität vs. Homogenität innerhalb der hablas andaluzas
  • Einfluss von Identitätsbewusstsein und komplexen soziokulturellen Vorurteilen

Auszug aus dem Buch

II.I Sozialer Status des Andalusischen

Die Geschichte und Politik haben dazu beigetragen, dass das Andalusische sowohl von dem Rest der Iberischen Halbinsel als auch von den Andalusiern selbst als minderwertig und als schlechtes Spanisch angesehen wird. Auf den ersten Blick scheint es sehr einfach, einen Andalusier anhand seiner Sprache zu identifizieren. Pedro Carbonero listet in einem seiner Werke mehrere Mythen auf, die sich um das andaluz und seine Sprecher ranken. So wird ihnen nachgesagt, dass wenn sie nicht mit einer „[...] 'claridad castellana' [...]“ sprächen, man sie nicht verstehen würde. Der Autor widerlegt dieses Vorurteil aber sogleich, indem er sagt, dass diese Schwierigkeit auch bei anderen Modalitäten des Spanischen auftreten könne und nicht nur das Andalusische betreffe. Des Weiteren gibt es den Mythos der Orthographie, der besagt, dass die Andalusier die Schriftsprache nicht korrekt aussprächen, da sie einzelne Buchstaben verschluckten. Ein Beispiel ist die Aspiration des implosiven -s: „historia“ → „[ihtórja]“ Dies als fehlerhaftes Sprechen zu bezeichnen, würde aber bedeuten, dass z.B. alle Franzosen ebenfalls ein 'inkorrektes' Französisch verwenden würden, „[...] cuya ortografía es mucho más 'etimológica' y mucho menos 'fonética' que el español.“

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Die Einleitung führt in die soziolinguistische Problematik des Andalusischen ein, thematisiert das "complejo de inferioridad" der Sprecher und skizziert die wissenschaftliche Debatte zwischen Pedro Carbonero Cano und Antonio Narbona Jiménez.

II El andaluz culto als Beitrag zur Normalisierung: Dieses Kapitel analysiert den sozialen Status des Andalusischen, das Konzept der Nivellierung durch ein "andaluz culto" sowie die von Antonio Narbona Jiménez betonte Heterogenität der andalusischen Sprechweisen.

II.I Sozialer Status des Andalusischen: Es werden die Mythen und Vorurteile beleuchtet, die dazu führen, dass das Andalusische oft als minderwertig wahrgenommen wird, sowie der Einfluss von Medien und Identitätsbildung auf dieses Sprachbewusstsein.

II.II Nivellierung und das Schaffen eines andaluz culto nach Pedro Carbonero Cano: Dieser Abschnitt erläutert Carboneros Vorschlag einer flexiblen Standardnorm, die auf Merkmalen hoher Akzeptanz basiert, um das Prestige des Andalusischen zu heben.

II.III Heterogenität des Andalusischen nach Antonio Narbona Jiménez: Narbona Jiménez argumentiert hier gegen die Normierung, da das Andalusische durch eine ausgeprägte Diversität gekennzeichnet sei und eine einheitliche Norm der Realität nicht gerecht würde.

III Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Standpunkte zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass eine offizielle Abgrenzung durch ein "andaluz culto" aufgrund fehlender Bilingualität und einer geteilten spanischen Schriftsprache nicht sinnvoll ist.

Schlüsselwörter

Andalusisch, andaluz culto, Soziolinguistik, Sprachnorm, Nivellierung, Identitätsbewusstsein, complejo de inferioridad, hablas andaluzas, Sprachvariation, Standardisierung, Sprachwandel, Pedro Carbonero Cano, Antonio Narbona Jiménez, Dialektologie, Sprachprestige

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der soziolinguistischen Debatte darüber, ob die andalusischen Sprechweisen ("hablas andaluzas") durch die Etablierung einer eigenen Norm, des sogenannten "andaluz culto", normalisiert werden sollten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen das soziale Ansehen des Andalusischen, die Konzepte der sprachlichen Nivellierung, der Einfluss von Sprachmythen und die Frage nach der internen Heterogenität des Andalusischen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, inwieweit das "andaluz culto" eine sinnvolle Orientierungshilfe zur Statusverbesserung des Andalusischen in der Gesellschaft darstellen kann und welche Argumente dagegen sprechen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit angewendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse soziolinguistischer Studien, insbesondere auf die Arbeiten von Pedro Carbonero Cano und Antonio Narbona Jiménez, und setzt diese in den Kontext aktueller gesellschaftlicher Diskurse.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Vorurteile gegenüber dem Andalusischen, die Darstellung des Modells von Carbonero Cano und die kritische Auseinandersetzung mit der von Narbona Jiménez betonten Vielfalt der Sprachvarietäten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Andalusisch, andaluz culto, Soziolinguistik, Sprachnorm, Nivellierung, Identitätsbewusstsein und Sprachprestige.

Warum wird das andaluz culto als potenziell "flexible" Norm beschrieben?

Laut Carbonero soll es keine starre Norm sein, sondern ein Modell der relativen Stabilität, das Sprechern in offiziellen Kontexten als Orientierung dient, ohne ihre dialektale Identität zu unterdrücken.

Welche Hauptargumente führt Antonio Narbona Jiménez gegen eine Normalisierung an?

Er argumentiert, dass das Andalusische zu heterogen sei, keine exklusiven Merkmale besitze und eine Normierung lediglich zu Intoleranz sowie einer Schwächung der natürlichen sprachlichen Diversität führen würde.

Wie spielt das "complejo de inferioridad" eine Rolle für die andalusische Sprache?

Es beschreibt das Gefühl vieler Andalusier, minderwertig zu sein, weil ihre Sprache von anderen als "falsches" Spanisch angesehen wird, was oft zu einer bewussten oder unbewussten Abkehr von dialektalen Merkmalen führt.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin bezüglich der Normalisierung?

Die Autorin resümiert, dass eine Normalisierung des Andalusischen durch ein "andaluz culto" nicht nötig sei, da in Andalusien kein Bilingualismus herrsche und die sprachliche Einheit mit dem Kastilischen durch die gemeinsame Schriftsprache gewahrt bleibe.

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Details

Title
Das Andalusische in der spanischen Gesellschaft. "El andaluz culto" als Beitrag zur Normalisierung der Modalität
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Romanisches Seminar)
Course
Soziolinguistik
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2017
Pages
17
Catalog Number
V369487
ISBN (eBook)
9783668497108
ISBN (Book)
9783668497115
Language
German
Tags
Soziolinguistik El andaluz Das Andalusische Sprecherbewusstein Andalusien Normalisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2017, Das Andalusische in der spanischen Gesellschaft. "El andaluz culto" als Beitrag zur Normalisierung der Modalität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369487
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