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Die Bonner Unionskonferenzen. Einheitsbestrebungen der altkatholischen Kirche

Titel: Die Bonner Unionskonferenzen. Einheitsbestrebungen der altkatholischen Kirche

Seminararbeit , 2015 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jürgen Massinger (Autor:in)

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In einem ersten Schritt der Vorarbeit sollen knapp die wichtigsten Ereignisse des 19. Jh.s. in Europa bzw. Deutschland als geschichtliche Umgebung umrissen werden. Dabei widmet sich der erste Teil einer allgemeinen kirchengeschichtlichen Betrachtung, welcher im zweiten Abschnitt durch Gesichtspunkte von ökumenegeschichtlichem Standpunkt aus ergänzt wird. Ein Dritter führt Eigenschaften der Zeit mit denen der noch näher zu besehenden Bonner Unionskonferenzen zusammen. Da sie vor und während dieser Konferenzen bedeutsamer ist, als zu Zeiten danach, folgt im nächsten Schritt eine Beleuchtung der Rolle Döllingers, die er im Zusammenhang mit den Konferenzen zu Bonn spielt. Der Hauptabschnitt beschäftigt sich mit der Bedeutung der altkatholischen Unionskonferenzen selbst. Am Ende der Arbeit sollen die Ergebnisse in eine kurze Zusammenfassung münden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Durch Einheit zur echten Kirche

2 Das 19. Jh. als historisches Umfeld

2.1 Restauration und Aufbruch in der Kirche

2.2 Anfänge überkonfessionellen Austausches

2.3 Altkatholizismus und BUK als Kinder ihrer Zeit

3 Die BUK als persönliches Werk Döllingers

4 Zur Bedeutung der BUK

4.1 Errungenschaften

4.2 Schwachstellen

5 Schluss

5.1 Zusammenfassung

5.2 Abschließende Bemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Bedeutung und die ökumenische Rolle der Bonner Unionskonferenzen im Kontext der altkatholischen Kirche des 19. Jahrhunderts. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welchen Stellenwert diese Konferenzen als Modell für Verständigungsversuche zwischen christlichen Konfessionen einnahmen und inwiefern sie das Selbstverständnis der altkatholischen Bewegung prägten.

  • Historische Einordnung des 19. Jahrhunderts (Restauration und Aufbruch)
  • Die Rolle von Ignaz von Döllinger bei der Initiierung der Konferenzen
  • Analyse der ökumenischen Errungenschaften und der interkonfessionellen Beziehungen
  • Kritische Beleuchtung der Schwachstellen und der Begrenzung der Einheitsbemühungen

Auszug aus dem Buch

3 DIE BUK ALS PERSÖNLICHES WERK DÖLLINGERS

„Die altkatholische Kirche hat seit ihrer Entstehung sich das Ziel gesetzt, für die Wiedervereinigung der christlichen Kirchen zu wirken. Namentlich Ignaz von Döllinger hat ihr diese Impulse gegeben.“15 Denn es ist nicht erst die Abspaltung der Altkatholiken von der röm.-kath. Kirche, die sein Interesse und Engagement für die Einheit der Christen wecken. Schon lange zuvor ist sein Einsatz dafür öffentlich sichtbar. So äußert er beispielsweise 1863 auf der kath. Gelehrtenversammlung in München bezugnehmend auf das prot. Christentum: „Wir müssten uns selbst aufgeben, müssten an unserer Zukunft verzweifeln, wenn wir von dem Glauben lassen sollten, dass die religiöse Vereinigung möglich, ja gewiss sei“.16 Eine äußerst beachtliche Aussage, bedenkt man, dass DÖLLINGERs Optimismus eine Einigung betreffend ihm nicht lange zuvor noch ganz andere Worte abnötigt. „Eine Kirchenvereinigung können wir freilich alle zusammen und wenn unser 500 wären, und wir den reinsten Willen hätten, nicht m a c h e n“17.

Zumindest legen diese beiden dramatischen, optimistischen bzw. pessimistischen Formulierungen nahe, sich der Theorie Christian OEYENs, DÖLLINGERs Anliegen habe seinen Ursprung unter anderem in der Erfurter Konferenz gläubiger Protestanten und Katholiken im Jahr 186118, anzuschließen. DÖLLINGERs Zuversicht muss sich erst entwickeln. In seinen Augen muss diese Konferenz gezeigt haben, sein inneres Anliegen ist nicht unrealistisch und verwurzelt ebendieses noch tiefer in Ihm. An mehreren protokollierten, wie auch von ihm selbst verfassten Stellen, finden sich Betonungen des Einheitsgedankens seitens DÖLLINGER. Vorausgesetzt, ihm ist eine Rolle in Idee und Gestaltung der Unionskonferenzen nachzuweisen, quod est demonstrandum, kann soweit bereits von einem persönlichen Einbringen DÖLLINGERs gesprochen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Durch Einheit zur echten Kirche: Einführung in die Thematik der christlichen Einheit und Zielsetzung der Untersuchung im Kontext der Bonner Unionskonferenzen.

2 Das 19. Jh. als historisches Umfeld: Darstellung der kirchengeschichtlichen Rahmenbedingungen, inklusive Säkularisation, Ultramontanismus und der Entstehung der altkatholischen Kirche.

3 Die BUK als persönliches Werk Döllingers: Analyse der maßgeblichen Rolle von Ignaz von Döllinger und seines Einflusses auf die Konferenzidee.

4 Zur Bedeutung der BUK: Untersuchung der ökumenischen Erfolge, aber auch der Grenzen und Defizite der Einheitsbestrebungen.

5 Schluss: Synthese der Ergebnisse und Reflexion über die nachhaltige Bedeutung von Einheitsbemühungen.

Schlüsselwörter

Bonner Unionskonferenzen, Altkatholizismus, Ökumene, Ignaz von Döllinger, Kirchengeschichte, Einheitsbemühungen, 19. Jahrhundert, Säkularisation, Konfessionen, christliche Einheit, Utrechter Union, Theologie, Interkommunion, Religionsgespräche, Kulturkampf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die historischen Bonner Unionskonferenzen und ihre Rolle im Rahmen der Einheitsbestrebungen der altkatholischen Kirche im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die Entstehung des Altkatholizismus, die ökumenischen Bemühungen mit anglikanischen und orthodoxen Kirchen sowie die Rolle von Ignaz von Döllinger.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Bedeutung der Bonner Unionskonferenzen als ökumenisches Modell zu untersuchen und kritisch zu hinterfragen, wie diese den Weg zur Kircheneinheit beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer kirchengeschichtlichen Analyse, die historische Kontexte mit den Ergebnissen ökumenischer Dialoge verknüpft und auf fachwissenschaftlicher Literatur aufbaut.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einbettung des 19. Jahrhunderts, die persönliche Rolle Döllingers und eine detaillierte Erörterung der Errungenschaften sowie der Schwachstellen der Konferenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Bonner Unionskonferenzen, Altkatholizismus, Ökumene, Ignaz von Döllinger und Einheitsbestrebungen.

Warum trat Ignaz von Döllinger der von ihm mitbegründeten altkatholischen Kirche nie bei?

Obwohl er eine treibende Kraft war, stand Döllinger der Einrichtung einer neuen Kirche aus prinzipiellen Gründen ablehnend gegenüber, da er eine Spaltung der katholischen Kirche eigentlich vermeiden wollte.

Welchen Einfluss hatten die Bonner Unionskonferenzen auf spätere ökumenische Dokumente?

Die Konferenzen legten durch Übereinkünfte, beispielsweise zur Filioque-Frage, ein Fundament, auf das spätere Dialoge, etwa das Kavala-Dokument von 1987, aufbauen konnten.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bonner Unionskonferenzen. Einheitsbestrebungen der altkatholischen Kirche
Hochschule
Universität Augsburg
Veranstaltung
Seminar: Auf der Suche nach der verlorenen Einheit
Note
1,7
Autor
Jürgen Massinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
17
Katalognummer
V369521
ISBN (eBook)
9783668471290
ISBN (Buch)
9783668471306
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ökumene Konfessionen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jürgen Massinger (Autor:in), 2015, Die Bonner Unionskonferenzen. Einheitsbestrebungen der altkatholischen Kirche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369521
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Leseprobe aus  17  Seiten
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