Diese wissenschaftliche Ausarbeitung befasst sich speziell mit der Frage, welche Rechtsform bei einer Unternehmensneugründung die sinnvollste ist. Im Detail werden die Merkmale der gängigsten Gesellschaftsformen innerhalb Deutschlands sowie deren Vor- und Nachteile analysiert und verglichen. Dabei wird der Gegenüberstellung von Kapital- und Personengesellschaften besondere Bedeutung geschenkt.
Zunächst werden theoretische Begriffe voneinander abgegrenzt, um ein Grundverständnis der überhaupt in Deutschland vorhandenen Rechtsformen zu schaffen. Anschließend werden die einzelnen Gesellschaften genauer untersucht und deren jeweilige Auffälligkeiten und Eigenarten argumentativ aufgeführt. Hierbei beschränkt sich die Ausarbeitung auf die Gesellschaftsformen, welche hierzulande am weitesten verbreitet sind. Im Anschluss werden die wichtigsten Aspekte genannt, die generell bei der Wahl einer Rechtsform zu berücksichtigen sind.
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, durch das Abwägen von Pro- und Contra-Argumenten zu untersuchen, ob es wirklich die eine ‚perfekte Rechtsform‘ gibt. Infolgedessen wird ein grober Überblick über die Thematik geschaffen und daraus resultierend eine Entscheidungshilfe für eine der möglichen Gesellschaftsformen abgeleitet. Bevor die genauere Untersuchung der einzelnen Gesellschaften beginnt, werden zur besseren Übersicht als erstes die beiden Oberbegriffe ‚Personengesellschaft‘ und ‚Kapitalgesellschaft‘ voneinander getrennt und erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Personengesellschaften
2.1 Definition
2.2 Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
2.3 Offene Handelsgesellschaft (OHG)
2.4 Kommanditgesellschaft (KG)
2.5 GmbH & Co.KG
3. Kapitalgesellschaften
3.1 Definition
3.2 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
3.3 Unternehmergesellschaft (UG)
3.4 Aktiengesellschaft (AG)
4. Wichtige Aspekte bei der Rechtsformwahl
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Unternehmensgründern eine Entscheidungshilfe bei der Wahl der passenden Rechtsform zu bieten, indem sie die Merkmale, Vor- und Nachteile von Personen- und Kapitalgesellschaften systematisch gegenüberstellt und abwägt.
- Grundlagen und Abgrenzung von Rechtsformen
- Analyse verschiedener Personengesellschaften (GbR, OHG, KG, GmbH & Co. KG)
- Untersuchung verschiedener Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG)
- Kriterien für die Rechtsformwahl
- Gegenüberstellung von Haftungsrisiken und Entscheidungsfreiheiten
Auszug aus dem Buch
3.2 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
Trotz der im Vergleich zu den Personengesellschaften strengeren und größtenteils komplizierteren Gesetzen sowie der damit verbundenen kostenintensiven Gründung sind die Kapitalgesellschaften deutschlandweit äußerst beliebt. Die Hauptursache dafür liegt in der Möglichkeit der Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen. Die am weitesten verbreitete Kapitalgesellschaft ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, kurz GmbH. Für sie gelten als Formkaufmann neben den Vorschriften des HGB zusätzlich die Regelungen des GmbHG. Die Gründung der Gesellschaft ist ziemlich zeit- und kostenintensiv und läuft in folgenden Schritten ab: Fassung des Gründungsbeschlusses, notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrages, Bestellung der Geschäftsführung (Vgl. §6 GmbHG), Leistung der Stammeinlagen, Anmeldung beim Handelsregister sowie Eintragung und Bekanntmachung. Die GmbH als solche verfügt über eine eigene Rechtspersönlichkeit und wird als juristische Person mit Träger von Rechten und Pflichten bezeichnet. Sie kann durch ihre Organe Eigentum erwerben, vor Gericht klagen und selbst verklagt werden. Der Gesellschaftsvertrag muss folgende Mindestanforderungen erfüllen: Nennung der Firma und des Sitzes der Gesellschaft, des Unternehmensgegenstandes sowie der Gesamthöhe des Stammkapitals und der Stammeinlagen (Vgl. §3 Abs. 1 GmbHG).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Rechtsformwahl bei Unternehmensneugründungen ein und definiert das Ziel, durch den Vergleich von Vor- und Nachteilen eine Entscheidungshilfe zu bieten.
2. Personengesellschaften: Dieses Kapitel definiert Personengesellschaften und untersucht detailliert die GbR, OHG, KG sowie die GmbH & Co. KG hinsichtlich ihrer Struktur, Haftung und Eignung.
3. Kapitalgesellschaften: Hier werden Kapitalgesellschaften als juristische Personen erläutert und die spezifischen Merkmale, Organe und Gründungsvoraussetzungen von GmbH, UG und AG analysiert.
4. Wichtige Aspekte bei der Rechtsformwahl: Dieses Kapitel listet entscheidungsrelevante Kriterien wie Gründungskosten, Haftung und Mitbestimmung auf, die Gründer bei ihrer Wahl berücksichtigen müssen.
5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass es keine universell "perfekte" Rechtsform gibt, sondern die Wahl immer auf einer individuellen Abwägung persönlicher Prioritäten und geschäftlicher Anforderungen basieren muss.
Schlüsselwörter
Rechtsform, Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft, Unternehmensneugründung, Haftungsbeschränkung, Gesellschaftsvertrag, Handelsregister, Stammkapital, Geschäftsführung, Mitbestimmung, GmbH, AG, GbR, OHG, KG.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Gegenüberstellung von Personen- und Kapitalgesellschaften, um Gründern bei der Wahl der für sie am besten geeigneten Rechtsform zu unterstützen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?
Die Arbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen, Haftungsfragen, Gründungsvoraussetzungen sowie die Vor- und Nachteile der gängigsten deutschen Gesellschaftsformen.
Was ist das primäre Ziel der wissenschaftlichen Arbeit?
Das Hauptziel ist es, durch eine strukturierte Analyse und den Vergleich von Pro- und Contra-Argumenten zu untersuchen, ob es eine allgemeingültige "perfekte" Rechtsform gibt und eine Entscheidungshilfe zu liefern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und vergleichende Methode, bei der theoretische Begriffe abgegrenzt und die gängigsten Gesellschaftsformen auf Basis der geltenden Gesetze (HGB, BGB, GmbHG, AktG) analysiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Betrachtung der Personengesellschaften (GbR, OHG, KG, GmbH & Co. KG) und der Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) sowie eine Zusammenstellung der kritischen Auswahlkriterien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Rechtsformwahl, Haftungsbeschränkung, juristische Person, Gesellschaftsvermögen und Gründungsaufwand geprägt.
Warum ist die Wahl zwischen Personen- und Kapitalgesellschaft so wichtig?
Die Wahl hat weitreichende Konsequenzen für die persönliche Haftung der Gründer, das benötigte Startkapital sowie die steuerliche und administrative Gestaltung des Unternehmens.
Was macht die GmbH & Co. KG zu einer besonderen Rechtsform?
Sie kombiniert die Vorteile einer Personengesellschaft mit der Haftungsbeschränkung einer Kapitalgesellschaft, da eine GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin auftritt.
- Arbeit zitieren
- Christian Kerzmann (Autor:in), 2017, Rechtsformen. Gegenüberstellung von Personen- und Kapitalgesellschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369612