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Die special relationship: Tot geglaubte leben länger. Strukturelle Gründe für den Erhalt der special relationship

Title: Die special relationship: Tot geglaubte leben länger.  Strukturelle Gründe für den Erhalt der special relationship

Seminar Paper , 2005 , 19 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Tobias Dondelinger (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Die außenpolitischen Mechanismen und Motive Großbritanniens und vor allem seine Beziehung zu den USA, als deren wichtigster und verlässlichster Partner es sich bei den Interventionen im Irak und Afghanistan erwiesen hat, rücken zur Zeit wieder zunehmend ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Der Begriff „special relationship“ ist das Schlagwort, unter dem die Beziehung zwischen den USA und Großbritannien zumindest seit dem zweiten Weltkrieg firmiert und der vor allem auf britischer Seite immer wieder benutzt wird, um die Beziehungen beider Staaten zu umschreiben. Was allerdings das Spezielle an dieser zwischenstaatlichen Beziehung ist und was die tragenden Elemente dabei sind, wird kaum erwähnt. Auch in der Fachliteratur ist eine einheitliche und scharfe Abgrenzung des Begriffs nicht festzustellen. Das Zitat mit dem Richard Hodder-Wiliams die Schwierigkeit einer Begriffsabgrenzung umschreibt scheint in diesem Zusammenhang sehr passend: „I cannot define it, but I know it when I see it.“ special relationship in zwei ihrer wichtigsten Phasen beschreiben. Einmal zu Beginn des kalten Krieges, als die Beziehung für beide Staaten von großer Relevanz war. Und zweitens unter Tony Blair, der die von vielen schon totgesagte und als nicht zukunftsfähig eingeschätzte Verbindung wieder mit neuem Leben erfüllte und sich in allen wichtigen internationalen Entscheidungen auf die Seite der USA stellte. Bei dieser Beschreibung werde ich diejenigen Gebiete betrachten, in denen tatsächlich Besonderheiten in den Beziehungen zwischen den beiden Staaten bestehen oder bestanden. Zuerst wird die Bedeutung der special relationship für beide Staaten in der Anfangsphase des Kalten Krieges beschrieben. Daraufhin wird detailliert der Focus auf die Gebiete Außen- und Sicherheitspolitik, Kooperationen im militärischen, nachrichtendienstlichen und nuklearen Bereich, ökonomische Beziehungen, und persönliche Kontakte bzw. informelle Kanäle, die bei der Beschreibung und dem Versuch der Erklärung der special relationship eine herausgehobene Rolle spielen, gelegt. Abschließend werden einige strukturellen Punkte der britischen Politik und Geschichte herausgestellt, die geeignet sind den andauernden Fortbestand der special relationship, selbst über solch gravierende geostrategische Veränderungen wie das Ende des kalten Krieges hinaus, zu erklären und eine kurze Zukunftsperspektive für die special relationship entworfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die special relationship zu Beginn des Kalten Krieges

2.1. Bedeutung

2.2. außenpolitische Zusammenarbeit

2.3. militärische-; nachrichtendienstliche-; nukleare Kooperation

2.4. ökonomisch Verbindungen

2.5. persönliche Beziehungen/informelle Kanäle

3. Die special relationship unter Blair

3.1. Bedeutung

3.2. außenpolitische Zusammenarbeit

3.3. militärische-; nachrichtendienstliche-; nukleare Kooperation

3.4. ökonomisch Verbindungen

3.5. persönliche Beziehungen/informelle Kanäle

4. Strukturelle Gründe für die Existenz und den Erhalt der special relationship

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die "special relationship" zwischen den USA und Großbritannien, um zu analysieren, ob es sich dabei um eine tatsächlich besondere zwischenstaatliche Beziehung handelt oder lediglich um ein politisches Konstrukt. Dabei wird der Frage nachgegangen, durch welche strukturellen Faktoren diese enge Partnerschaft trotz gravierender geopolitischer Veränderungen, wie dem Ende des Kalten Krieges, Bestand hat.

  • Historische Entwicklung der special relationship zu Beginn des Kalten Krieges
  • Die Neubelebung der Beziehungen während der Regierungszeit von Tony Blair
  • Analyse der Zusammenarbeit in Außenpolitik, Militär, Geheimdiensten und Wirtschaft
  • Bedeutung persönlicher Kontakte und informeller Netzwerke zwischen den Regierungen
  • Untersuchung struktureller Gründe für den dauerhaften Fortbestand der Kooperation

Auszug aus dem Buch

2.3. militärische-; nachrichtendienstliche-; nukleare Kooperation

Im militärischen Bereich gab es eine Vielzahl von Aspekten, die auf eine besondere Zusammenarbeit hindeuten. Die enge Kooperation während des zweiten Weltkrieges hatte ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen den Entscheidungsträgern der beiden Armeen entstehen lassen, das teilweise auch institutionalisierte Form angenommen hatte. So wurde beschlossen, im Falle eines globalen Krieges eine ähnliche Struktur wie den gemeinsamen Generalstab der beiden Armeen, den es während des Krieges gegeben hatte, wieder zu beleben. Durch die gemeinsam aufrechterhaltene Luftbrücke für Berlin 1949 wurde das während des Krieges aufgebaute Vertrauensverhältnis zwischen den beiden Luftstreitkräften noch einmal verstärkt und Mitte 1949 wurden den amerikanischen Luftstreitkräften mehrere Stützpunkte ohne formales Abkommen zur Verfügung gestellt.

Ab 1958 kam es auch im Gebiet der Nuklearforschung und Nukleartechnik erneut zu einer engen Kooperation. Diese begann 1957, als die USA 60 Thor Raketen auf britischem Boden stationierten. 1958 wurde dann der McMahon Act, der seit dem zweiten Weltkrieg die Kooperation auf dem Nuklearen Gebiet verhindert hatte, aufgehoben. Dadurch wurde es möglich, dass die Briten Trägersysteme wie Skybolt aber vor allem Polaris (1962) von den USA erwerben und auch eigenständig darüber verfügen konnten. Allerdings gaben sie dafür ihre Eigenständigkeit auf diesem Gebiet auf und wurde de facto von den USA abhängig. Auf britischer Seite wurde oft auf ein Vetorecht vor dem Einsatz nuklearer Waffen durch die USA hingedeutet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Konzept der "special relationship" ein, skizziert den Aufbau der Untersuchung in den zwei Phasen des Kalten Krieges sowie der Blair-Ära und stellt die Forschungsfrage zur Einzigartigkeit dieser Beziehung.

2. Die special relationship zu Beginn des Kalten Krieges: Dieses Kapitel analysiert die frühen Wurzeln der engen Kooperation in Sicherheits-, Militär- und Wirtschaftsfragen sowie die Bedeutung der persönlichen Kontakte nach dem Zweiten Weltkrieg.

3. Die special relationship unter Blair: Hier wird untersucht, wie Tony Blair die zwischenzeitlich als totgesagte Verbindung revitalisierte und trotz internationaler Krisen eine enge außenpolitische und militärische Abstimmung mit den USA sicherstellte.

4. Strukturelle Gründe für die Existenz und den Erhalt der special relationship: Das Schlusskapitel bewertet die gewonnenen Erkenntnisse und identifiziert strukturelle Faktoren, die den dauerhaften Fortbestand der special relationship über Epochen hinweg erklären.

Schlüsselwörter

special relationship, USA, Großbritannien, Außenpolitik, Kalter Krieg, Tony Blair, militärische Kooperation, Nachrichtendienste, nukleare Zusammenarbeit, transatlantische Beziehungen, Marshallplan, Sicherheitspolitik, internationale Interventionen, Regierungszusammenarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die "special relationship" zwischen den USA und Großbritannien und analysiert deren Beständigkeit und Bedeutung als engste zwischenstaatliche Partnerschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Außenpolitik, der militärischen und nachrichtendienstlichen Kooperation, ökonomischen Verflechtungen sowie der Rolle persönlicher Beziehungen auf Regierungsebene.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu bewerten, ob die Beziehung eine tatsächlich besondere Qualität aufweist oder lediglich ein rhetorisches Konstrukt zur Kompensation des britischen Bedeutungsverlustes ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die historische Phasen und aktuelle Entwicklungen anhand von Fachliteratur, Berichten und politischen Dokumenten vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beschreibt detailliert zwei Phasen: den Beginn des Kalten Krieges und die Regierungszeit von Tony Blair, jeweils gegliedert in die Bereiche Außenpolitik, Militär/Geheimdienste, Wirtschaft und persönliche Kontakte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "special relationship", "transatlantische Kooperation", "Sicherheitspolitik" und "außenpolitische Interessenabstimmung".

Wie wirkte sich die Regierungszeit von Tony Blair auf die Partnerschaft aus?

Blair intensivierte die Beziehungen massiv und positionierte Großbritannien in fast allen wichtigen internationalen Krisen, insbesondere nach dem 11. September, als engsten Verbündeten der USA.

Welche Bedeutung haben informelle Kanäle für die Beziehung?

Persönliche Netzwerke, Botschafter und Kontakte zwischen Verwaltungen und Geheimdiensten bilden ein stabiles Fundament, das die Partnerschaft auch bei politischer Uneinigkeit auf Regierungsebene funktionsfähig hält.

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Details

Title
Die special relationship: Tot geglaubte leben länger. Strukturelle Gründe für den Erhalt der special relationship
College
University of Trier
Course
Proseminar (Vergleichende Regierungslehre)
Grade
1.7
Author
Tobias Dondelinger (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V36965
ISBN (eBook)
9783638364515
ISBN (Book)
9783640346110
Language
German
Tags
Special Relationship Großbritannien USA GB
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Dondelinger (Author), 2005, Die special relationship: Tot geglaubte leben länger. Strukturelle Gründe für den Erhalt der special relationship, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/36965
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