Doping im Sport. Was bewegt Sportler dazu, zum Aufputschmittel zu greifen?

Übersichtsarbeit über den aktuellen Stand der Forschung und die Analyse der methodischen Problematik des hochsensiblen Bereiches


Masterarbeit, 2017
122 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

Vorwort

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Methodik

2 Grundlagen zum Doping
2.1 Der Doping Begriff
2.2 Die Entwicklung der Dopingdefinition
2.3 Die aktuelle Definition des Dopings
2.4 Die Kritik an der aktuellen Definition des Dopings

3 Die Frage nach dem „Warum?“
3.1 Die motivationalen Aspekte des Dopings
3.2 Die methodische Problematik der Wissenschaft
3.3 Der Ausblick in die Zukunft der Dopingprävention

4 Zusammenfassung und Schlusswort

5 Literaturverzeichnis

5.1 Literaturquellen

Abstract

Doping im Sport stellt einen komplexen Forschungsgegenstand dar. Als Problem hinter diesem Phänomen kann vor allem ein psychosozialer Kontext genannt werden, welcher im Dopinggeschehen der letzten Jahre weitgehend unbeachtet geblieben ist. Als zukünftiges Forschungsziel sollte somit die Untersuchung der multidimensionalen Problematik des Dopings und dopingäquivalenten Verhaltens gelten, wodurch eine adäquate Anti-Doping-Politik gewährleistet werden kann.

Methode: Mit Hilfe von empirischer Untersuchung wurde die aktuelle Literatur zusammengefasst und eine Übersicht über die derzeitigen Forschungsgegenstände in der Dopingforschung aufgezeigt. Weiters wurde der bewertende Stand der Forschung kritisch hinterfragt und beurteilt, wodurch ein Beitrag für ein umfassenderes Verständnis von der Anti-Doping-Prävention geleistet werden konnte.

Ergebnis: Die derzeitige Forschung konnte in den letzten 2 Jahrzehnten zunehmend Erfolge verzeichnen, steckt zugleich aber noch in den Kinderschuhen. Obwohl bereits validierte Forschungsmethoden existieren, müssen diese noch weiter ausgebaut werden, um die Problematik des multidimensionalen Netzwerks des Dopings weitgehend verstehen zu und Anti-Doping-Programme zielgerechter einsetzen zu können.

Schlüsselwörter: Doping im Sport, Doping-Prävention, Doping-Motive, Doping- Einstellung

Vorwort

An dieser Stelle möchte ich mich bei all denjenigen bedanken, die mich tatkräftig während der Fertigstellung der vorliegenden Masterarbeit unterstützt und motiviert haben.

Dazu gebührt mein Dank vor allem Dr. Ronald Newerkla, der meine Masterarbeit betreut und begutachtet hat. Durch seine hilfreiche und konstruktive Kritik konnte die Arbeit erst in diesem Maße angefertigt werden.

Meiner besten Freundin Tanja danke ich besonders für den starken Rückhalt während des Verfassens. Ebenso gilt mein Dank meiner lieben Freundin Viktoria für das Korrekturlesen.

Abschließend möchte ich mich bei meinen Eltern Hannes und Dagmar und meiner Schwester Nadine bedanken, die mir durch ihre Unterstützung mein Studium erst ermöglicht haben und stets ein offenes Ohr für meine Sorgen hatten.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Juristische und moralische Einordnung des Dopings im Leistungssport (Quelle: Gabriel, 2013)

Abbildung 2: Gründe für das Nicht-Dopen (Quelle: Overbye et al., 2013)

Abbildung 3: Gründe für das Ausprobieren von Dopingmitteln (Quelle: Overbye et al., 2013)

Abbildung 4: Ursachen für das Fehlverhalten (Quelle: Breuer und Hallmann, 2013)

Abbildung 5: Das Gefangenen-Dilemma nach Tangen und Breivik (2001)

Abbildung 6: Einteilung der Nutzer und Wissen über andere Dopingnutzung (Quelle: Dunn et al., 2012)

Abbildung 7: Einschätzungen der Athleten über die Dopingprävalenz (Quelle: Dunn et al., 2012)

Abbildung 8: Meinungen über Dopingtests und Strafen (Quelle: Dunn et al., 2010)

Abbildung 9: Charakteristiken und Erfahrungen mit Dopingtestungen (Quelle: Overbye et al., 2014)

Abbildung 10: Meinungen zu verschiedenen Typen von Sanktionen (Quelle: Overbye et al., 2014)

Abbildung 11: Wirkung von Druckverhältnisse auf Einstellungen zum Doping (Quelle: Madigan et al., 2016).

Abbildung 12: Einstellungen zur Einnahme von NEM (Quelle: Dascombe et al., 2010)

Abbildung 13: Einflussfaktoren von Doping (Quelle: Petroczi und Aidman, 2008)

Abbildung 14: Das Life-Cycle-Model (Quelle: Petróczi und Aidman, 2008)

Abbildung 15: SDCM-Model (Quelle: Gucciardi et al., 2011)

Abbildung 16: Items des PEAS (Quelle: Petróczi und Aidman, 2009)

Abbildung 17: Szenarien von Dopingnutzern und sauberen Athleten (Quelle: Petróczi et al., 2015)

Abbildung 18: Dopinganalysen im Laufe der Zeit (Quelle: Catlin et al., 2008)

Abbildung 19: Ergebnisse der Dopingtests von 2011-2015 (Quelle: WADA, 2015b)

Abbildung 20: Vergleich von SQ und RRT (Striegel et al., 2010)

Abbildung 21: Das Netzwerk des Dopings (selbst konzipiert)

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Die Entwicklung des Sports ist in den letzten Jahrzehnten nicht zu übersehen. Vor allem die Entfaltung einer mannigfachen Sportkultur hat sich über eine lange Zeitachse herausgebildet. Solches Wachstum bringt aber nicht nur positive Eigenschaften mit sich. Hier vor allem zu erwähnen ist die Dopingproblematik, welche besonders hervorsticht und eine ebenso große, parallele Entwicklungsgeschichte hinter sich hat.

Gibt man den bloßen Suchbegriff „Doping“ in der Google Suchmaschine ein, so liefert dies aktuell 41,2 Millionen Ergebnisse binnen einer Suchzeit von 0,71 Sekunden. Wird der Suchbegriff um „Doping im Sport“ erweitert, erscheinen immer noch 28,6 Millionen Treffer in 0,54 Sekunden (Stand: 2.2.2017). Allein die hohe Anzahl an Internetauftritten zeigt die immense Bedeutung des Dopings (im Sport), welche sich in den letzten Jahrzehnten maßgeblich verstärkt hat (Google-Suche, 2017).

Dopingfälle spielen sich heutzutage, wie viele vermuten, nicht nur im Sporthochleistungsmilieu ab, sondern treten auch bei Hobby- und Breitensportlern in hohem Maße auf (Henning und Dimeo, 2015). Selbst im Behindertensport wird die Einnahme von pharmakologischen Substanzen und Anwendung von illegalen Methoden im Sport immer häufiger verzeichnet (Thevis et al., 2009). Es zieht sich infolgedessen durch alle Personenschichten, Sportarten von A bis Z und somit über den gesamten Globus. Der olympische Grundgedanke „Dabei sein ist alles“ scheint immer mehr an Gültigkeit zu verlieren und wird durch „schneller, höher, weiter“ ersetzt – mit allen (illegalen) notwendigen Mitteln versteht sich.

Demzufolge ist es nicht verwunderlich, dass die allgemeine Bevölkerung dem aktuellen Doping-Management der internationalen Verbände aufgrund der ständig auftreten Doping-Fälle wenig Vertrauen schenkt (Wagner und Pedersen, 2014). Eine Studie des Bundesinstituts für Sportwissenschaft in Deutschland aus dem Jahr 2013 konnte feststellen, dass 29% der deutschen Spitzensportler regelmäßig zu Dopingmittel greifen (Breuer und Hallmann, 2013). Hohe Summen an Geldbeträgen werden jährlich ausgegeben, um Maßnahmen zur Vermeidung von Doping zu ermitteln und diese auch umzusetzen. Um das Vertrauen der Bevölkerung, aber auch der Athleten in Zukunft erhöhen zu können, ist die Identifizierung von Prozessen, welche zum Dopingverhalten führen, ein wichtiger Faktor. Präventionsstrategien, die auf wissenschaftlichen Beweisen beruhen sollten, können somit zur Reduzierung des Vertrauensmangels beitragen.

Dabei auch erwähnt werden sollte die Rolle des Sports bezogen auf die wachsende Leistungsgesellschaft. Schimank beschreibt Sport als gesellschaftlichen Teilbereich, der die Prinzipien der Leistungsgesellschaft in idealer Weise zum Ausdruck bringt (Schimank, 2005). Demgemäß kann man den steigenden Druck hinsichtlich des Leistungsgedankens durchaus auf den Sport übertragen und als „Ausschlachtung des Sports“ bewerten. Die Basis dafür wird in der allgemeinen Doping-Mentalität der Gesellschaft gebildet, wo es mittlerweile normal zu sein scheint, Substanzen einzunehmen, um die Alltag besser und leistungsfähiger überstehen zu können. Während in der Forschung dabei von „Gehirn-Doping und „Neuro-Enhancement“ gesprochen wird, werden die Mittel der Pharmaindustrie zumeist als positiv mit „Brain- Booster“ oder „IQ-Doping“ vermarktet und als einfache Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt gebracht, was die Hemmschwelle für die Einnahme von tatsächlich unerlaubten Substanzen gegebenenfalls fördern könnte. Somit fordert das aus der Leistungsgesellschaft abstammende Publikum deshalb weitere Zeitrekorde, atemberaubende Höhen und unmenschliche Leistungen, die neue Dimensionen des Sports eröffnen sollen. Dass der menschliche Körper aber irgendwann keine Leistung mehr erbringen kann, wird dabei nur selten bedacht.

So stellt Doping ein bekanntes Phänomen dar, welches bis dato vor allem aus biomedizinischer Sicht untersucht wurde, obwohl psychosoziale Ansätze als Schlüsselfaktoren für den Kampf gegen Doping einzuordnen sind (Morente-Sánchez und Zabala, 2013). Obwohl die Forschung aktuell noch begrenzt ist, wird infolgedessen ein großes Augenmerk der aktuellen Untersuchungen auf die Einstellungen der Athleten zum Doping-Verhalten gelegt und die individuellen und sozialen Mechanismen durchleuchtet, die Sportler anfälliger und toleranter gegenüber Doping-Verhalten machen (Bloodworth und McNamee, 2010). Dass hier noch hoher Bedarf besteht, demonstrieren die gegenwärtig aktuellen Meta-Analysen (Blank et al., 2016; Morente-Sánchez und Zabala, 2013; Ntoumanis et al., 2014).

Gelingt es der Forschung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die Bereitstellung von nützlichen Informationen und Hintergrundwissen hinsichtlich des psychosozialen Problems des Dopings darzustellen, kann somit eine Beschleunigung der Entwicklung von zukünftigen Präventionsstrategien erzielt werden.

1.2 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit

Abseits der gegenwärtigen Zahlen und Fakten zum Dopingmissbrauch stellt sich die Frage, warum unsere Gesellschaft im Sportbereich so ein enormes Wachstum an Dopingfällen zu verzeichnen hat.

Während man am Beginn der Entstehung der Dopingproblematik rein den Grad zwischen Dopingverbot und Anti-Doping-Arbeit fokussiert hat, haben sich folgend auch verschiedene Wissenschaften sowohl im positiven als auch im negativen Sinne der Charakterisierung dieses Phänomens des Dopings sowie dopingäquivalentem Verhalten gewidmet. So zielt die Forschung in den letzten Jahren nicht nur mehr auf die medizinische, biochemische und analytische Wissensaneignung ab, sondern legt den Fokus vermehrt auf psychologische, pädagogische, sportethische und soziologische Ansätze.

Daraus entstanden stellen sich Forschung und Wissenschaft immer mehr die Frage nach dem „Warum“ in der Dopingproblematik. Warum greifen Personen zu illegalen Substanzen? Welche Faktoren spielen eine konkrete Rolle beim Konsum von Dopingmitteln? Gehen die aktuellen Präventionsmaßnahmen in eine Richtung, die den aktuellen Forschungsstand der motivationalen Aspekte inkludiert? Diese Fragen und mehr sollen in der vorgelegten Arbeit beantwortet werden.

Ziel ist es dahingehend am Beginn der Arbeit, einen zugänglichen Überblick über die Dopingproblematik und dessen Hindernisse, vor allem auf die Schwierigkeit der Dopingdefinition, darzustellen. Anschließend wird auf die Thematik des sportsoziologischen und sportpsychologischen Hintergrunds des Dopings eingegangen. Mit Hilfe von empirischer Untersuchung wird die aktuelle Literatur zusammengefasst und eine Übersicht über die derzeitigen Forschungsgegenstände in der Dopingforschung aufgezeigt. Weiters soll der bewertende Stand der Forschung kritisch hinterfragt und beurteilt werden, wodurch ein Beitrag für ein umfassenderes Verständnis von der Anti-Doping-Prävention geleistet werden soll. Gegenstand der Untersuchungen und Literaturrecherchen stellt sowohl der Leistungssport als auch der Freizeit- und Breitensport dar.

1.3 Methodik

Um die Grundlagen und den derzeitigen Wissensstand bezüglich Doping-Verhalten im Sport darzustellen, wurde vorwiegend in wissenschaftlichen Datenbanken wie „Pubmed“ oder „Sciene Direct“ recherchiert. Dafür wurden zum Beispiel Begriffe wie „doping“, „doping in sports“ und „doping behavior“, „performance enhancing drugs“ in Kombination mit „attitudes“, „beliefs“, „predictors“, „prevention“ und „intentions“ in die Suchfunktion der jeweiligen Datenbank eingegeben. Weiters wurde Literatur in gegenwärtigen Büchern herangezogen.

Anhand zahlreicher Überblicksarbeiten konnten durch deren Literaturverzeichnisse weitere Veröffentlichungen zum Thema dieser Masterthesis gefunden werden. Somit führten die am Anfang analysierten Reviews im Verlauf der Recherche zu genaueren Untersuchungen spezifischer Themenbereiche.

Zudem wurde darauf geachtet, dass die Veröffentlichungen der verwendeten Reviews, (Zeitschriften-)Artikel, anderen publizierten Studien sowie Büchern nicht länger als bis zum Jahr 2000 zurücklagen. Gerade im Bereich der Verhaltensforschung konnte dies aber nicht immer durchgesetzt werden, da viele anerkannte Feststellungen aus älteren Forschungsarbeiten noch ihre Gültigkeit besitzen.

2 Grundlagen zum Doping

2.1 Der Doping Begriff

Um sich einen Überblick über die Thematik des Dopingproblems verschaffen zu können, ist es wichtig, die Grundlagen des Dopings vorab zu verstehen. Auch wenn der Begriff „Doping“ für jedermann verständlich ist, so treten bei genaueren Definitionen auch in der Wissenschaft immer wieder große Unterschiede auf.

Die Benützung von Dopingmitteln trat bereits in der vorchristlichen Zeit auf, wobei Überlieferungen existieren, dass Stierhoden bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. als Leistungssteigerungsmittel eingesetzt wurden (Gutheil, 1996).

Der Ursprung des Begriffes unterliegt der Erklärung des Wortes „Dop“ als selbstgebrannten, schweren Schnaps, bestehend aus Weintraubenschalen und Cola- Bestandteile, der Bantu-Sprache der Ureinwohner von Südostafrika, welcher als Stimulanzium für religiöse Zeremonien diente. Niederländische Einwanderer sollen „Dop“ später in ihre eigene Sprache Afrikaans aufgenommen haben, wobei der Begriff bis heute von den Buren als generelle Bezeichnung für Getränke mit stimulierender Wirkung steht und somit auch in Europa verbreitet wurde (Lünsch, 1991).

Darüber hinaus beschreibt ein weiterer Ansatz die Abstammung des Wortes direkt aus dem Niederländischen, wo „doppen“ als „tauchen“ oder „tunken“ übersetzt und „doop“ als dickflüssige Mixtur beschrieben wird. Durch niederländische Einwanderer nach Amerika wurde „doop“ verwendet, um die Bauarbeiter für die Siedlung Niew Amsterdam (New York) mit Ausdauer und Kraft auszustatten (Nickel und Rous, 2007).

Der erste niedergeschriebene Eintrag als allumfassendes Wort „Doping“ lässt sich 1889 in einem englischen Wörterbuch nachweisen. Doping wurde dabei als Mischung von Opium und Narkotika beschrieben, welche vor allem an Pferde bei Rennen verabreicht wurde (Lünsch, 1991). Weitere Einträge in unterschiedlichen Lexika bestätigten zu Beginn des 20. Jahrhunderts, dass der Begriff in den allgemeinen Sprachgebrauch um die Erweiterung auf weitere Substanzen als Dopingmittel übernommen wurde (Spitzer, 2011a, S. 53).

2.2 Die Entwicklung der Dopingdefinition

David Müller, Leiter für Information und Prävention bei der Nationalen Anti-Doping- Agentur Austria GmbH (NADA Austria), beschreibt die Evolution der Dopingdefinition als Grad zwischen „der starken Beeinflussung von den jeweils dominanten Argumentationsweisen für ein Dopingverbot (Fairness, Gesundheit, etc.)“ und der „neuen Entwicklung in der Anti-Doping-Arbeit“, wodurch „ein Dopingverbot immer als notwendige und hinreichend Bedingung eine passende Dopingdefinition mit sich trug“ (Müller, 2015, S. 15). Auch Pawlenka sieht die Schwierigkeit der Dopingdefinition folgendermaßen: „Doping wird nicht wertfrei definiert, sondern tritt immer nur als präskriptiver Begriff bzw. als Verbotsdefinition in Erscheinung.“ (Pawlenka, 2010, S. 146).

Während sich die Anti-Doping-Arbeit ab den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts vermehrt entwickelte, wurden die Definitionen von Doping im Laufe der Jahre ständig weiter ausgebaut, verändert und angepasst. Über Statements des „deutschen Ärztebundes“ (1927, 1952), der IAAF (= International Association of Athletics Federations)-Definition von 1928, „Beckmanns Sport-Lexikon 1933“ bis hin zur Definition von Doping des Europarates 1963 gelang es 1967 dem IOC nach der Gründung einer medizinischen Kommission eine Verbotsliste zu erstellen, welche als erste Basisliste für verbotene Substanzen für die olympischen Sommer- und Winterspiele 1968 für mehrere Sportarten dienen sollte (Müller, 2015, S. 29).

Diese Verbotsliste wurde in den Folgejahren kontinuierlich weitergeführt, sodass die ebenfalls steigernde Entwicklung von Dopingsubstanzen eingedämmt werden konnte. Vor allem aber das Übereinkommen des Europarates 1989 ging als besondere Bedeutung für die Evolution des Dopingbegriffes in die Geschichte ein. So stellte die Präambel nicht nur eine Weiterführung der Listen-Politik des IOC dar, sondern machte ebenso auf den hohen Stellenwert des Sports für die Erhaltung der Gesundheit, die geistige und körperliche Erziehung und die Förderung der internationalen Verständigung aufmerksam. Mit den Vorgaben des IOC an alle zugehörigen Sportverbänden, die Bestimmungen des Europarates und der UNESCO, welche 2005 eine Konvektion zur Harmonisierung in den Mitgliedstaaten erwirkte, wurde das Basisdokument für eine allgemein gültige, internationale Dopingdefinition erschaffen (Müller, 2015, S. 27f).

Einen kurzen Einblick über die Entwicklung der Verbotslisten gibt die Auflistung der Weiterentwicklung der NADA (Nationale Anti-Doping Agentur Österreich). Die erste Liste enthielt dabei nur Stimulanzien und Narkotika. Eine Weiterentwicklung erfolgte in den nachstehenden Jahren (NADA, 2017):

- 1974: Aufnahme von Synthetischen Anabolika
- 1984: Aufnahme von Testosteron und Koffein (seit 2004 nicht mehr auf der Liste)
- 1988: Aufnahme von Blutdoping, Diuretika und Beta-Blocker
- 1989: Aufnahme von Peptidhormonen (EPO)
- 1993: Aufnahme von Beta-2-Agonisten

1999 wurde schlussendlich die Verantwortung des IOC auf die neu gegründete Welt- Anti-Doping-Organisation (WADA) übergeben, womit erstmalig am 1.Jänner 2004 für alle Unterzeichner des Welt-Anti-Doping-Codes (WADC) die jährlich neu aktualisierte Verbotsliste der WADA als internationaler Standard und Teil des Welt-Anti-Doping- Programms galt (Müller, 2015, S.33).

2.3 Die aktuelle Definition des Dopings

Der Welt-Anti-Doping-Code definiert folgende Verstöße gegen die Anti-Doping Bestimmungen (WADA, 2015a):

1. Vorhandensein eines verbotenen Stoffs, seiner Metaboliten oder Marker in der Probe eines Athleten
2. (Versuchte) Anwendung eines verbotenen Stoffs oder einer verbotenen Methode seitens eines Athleten
3. Umgehung der Probenahme bzw. Weigerung oder Versäumnis, eine Probe abzugeben
4. Meldepflichtverstöße
5. (Versuchte) unzulässige Einflussnahme auf einen Teil des Doping-Kontroll- Verfahrens
6. Besitz einer verbotenen Substanz oder einer verbotenen Methode
7. Das (versuchte) Inverkehrbringen von verbotenen Substanzen oder verbotenen Methoden
8. Die (versuchte) Verabreichung von verbotenen Stoffen oder verbotenen Methoden bei Athleten bei Wettkämpfen oder die (versuchte) Verabreichung von Stoffen oder Methoden, die außerhalb von Wettkämpfen verboten sind, bei Athleten außerhalb von Wettkämpfen
9. Beihilfe (z.B.: Anleitung, Verschleierung, Anstiftung, Ermutigung, Hilfe)
10. Verbotener Umgang mit einer gesperrten Betreuungsperson

Die derzeit gültige Dopingdefinition, basierend auf dem WADC, lautet somit wie folgt:

„Doping wird definiert als das Vorliegen eines oder mehrerer der nachfolgend in Artikel 2.1 bis 2.10 festgelegten Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen." (WADA, 2015a)

Als kurzer Überblick der verbotenen Substanzen eingeteilt in Substanzklassen, dient nachstehende Auflistung. Eine detaillierte Erklärung sowie die Wirkungsweisen und Nebenwirkungen können, jährlich aktualisiert, auf der Website der WADA (WADA, 2017) nachgelesen werden.

Substanzen und Methoden, die jederzeit (in und außerhalb von Wettkämpfen) verboten sind:

- S0. Nicht zugelassene Substanzen
- S1. Anabole Substanzen
- S2. Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Substanzen und Mimetika
- S3. Beta-2-Agonisten
- S4. Hormone und Stoffwechsel-Modulatoren
- S5. Diuretika und Maskierungsmittel
- M1. Erhöhung des Sauerstofftransfers
- M2. Chemische und physikalische Manipulation
- M3. Gendoping

Substanzen, die im Wettkampf verboten sind:

- S6. Stimulanzien
- S7. Narkotika
- S8. Cannabinoide
- S9. Glukokortikoide

Substanzen, die nur bei bestimmten Sportarten verboten sind:

- P1. Alkohol
- P2. Beta-Blocker

2.4 Die Kritik an der aktuellen Definition des Dopings

2.4.1 Rechtssicherheitsproblematik

Die aktuelle, rechtsgültige WADA-Definition ist nach wie vor großer Kritik ausgesetzt. So blicken die verschiedenen Sportverbände auf eine lange Entstehungsgeschichte zurück. Im Wandel der Zeit wurde auch ein Wandel der Richtung hingehend der Definition beobachtet: Während vor den 60er Jahren noch mit ethisch-abstrakten Begriffen versucht wurde, den Dopingbegriff klar darzustellen (deutscher Sportbund 1952 : „Die Einnahme eines jeden Medikaments – ob es wirksam ist oder nicht – mit der Absicht der Leistungssteigerung während des Wettkampfes ist als Doping zu bezeichnen.“) (Spitzer, 2011a, S. 57), strebte man mit der Entwicklung des Medical Codes des IOC eine Verrechtlichung der Definition an („Doping besteht aus: 1. der Verwendung von Substanzen aus den verbotenen pharmakologischen Wirkstoffgruppen und/oder 2. der Anwendung verbotener Methoden.“).

Tanja Haug beschreibt in ihrem Buch „Doping. Dilemma des Leistungssports“ diese Tatsache als bahnbrechend in der Geschichte, wodurch Doping erstmals nicht mehr als abstrakt, sondern als Summe von verbotenen Wirkstoffen und Methoden definiert wurde (Haug, 2006, S. 26). Figura erklärt den Wandel durch den Gewinn von Rechtssicherheit, sodass der Schritt von entscheidender Bedeutung angesehen werden konnte, da durch die bis dato ethischen Definitionen das Bestimmtheitsgebot des Rechts nicht erfüllt wurde (Figura, 2012, S. 110).

Gabriel vereint das moral-juristisches System und stellt den WADA-Code als juristisch und moralisch normativ dar. Das Handeln im Leistungssport kann als juristisch richtig und falsch eingeordnet werden, während auch der Wertmaßstab aus moralischer Sicht für gutes oder schlechtes Handeln vorgegeben wird. Aufgrund dieser Einteilung wird davon ausgegangen, dass Sportausübung ohne Doping zugleich juristisch richtig und moralisch gut ist, während Zuhilfenahme von Dopingmitteln juristisch falsch und zugleich auch moralisch schlecht sei (Gabriel, 2013, S. 69).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Juristische und moralische Einordnung des Dopings im Leistungssport (Quelle: Gabriel, 2013)

Kai Gregor geht im Gegenzug einen Schritt weiter in die Tiefe und beschreibt die Wende mit folgenden kritischen Worten: „Die Intention der Anwendung ist ebenso in den Hintergrund gerückt, wie die Moralität. Als Richtschnur gilt nicht mehr das eigene Gewissen, sondern eine nach naturwissenschaftlichen bzw. formaljuristischen Gesichtspunkten zusammengestellte Liste.“ (Gregor, 2010, S. 52). Diesem Gedanken pflichtet auch Asmuth bei und beschreibt den Zustand folgendermaßen: „Die Moral des Sports wurde von dessen rechtlicher Seite entkoppelt und die Verantwortung für die Normsetzung und an die Disziplinen Medizin, Pharmazie, Chemie und Rechtswissenschaft abgegeben.“ (Asmuth, 2010, S. 15)

2.4.2 Analyse- und Nachweisproblematik

Einen weiteren Kritikpunkt stellt der „Meta-Wettkampf“ zwischen Kontrollwissen und Anwendungswissen dar (Franke 2012, S. 23). Vor allem durch die Tatsache, dass per Definition alle Substanzen und Methoden, welche nicht auf der Verbotsliste stehen oder ähnliche chemische Struktur oder biologische Wirkung aufweisen, erlaubt sind, entstehen große Lücken in dieser Problematik. So kann durch explizite Wissenschaften der Erstanwender-Vorteil ausgenützt werden, um Methoden oder Substanzen zu testen, welche noch keinen geeigneten Nachweisen (z.B.: ausschließlich Tierversuchen) unterliegen, worin man im Sprachgebrauch von einem „toten Recht“ Verwendung machen kann. (Müller, 2015, S. 50)

2.4.3 Grenzwertproblematik

Um Sportler, welche Dopingmittel zu sich genommen haben, sanktionieren zu können, müssen diese zumeist Grenzwerte von pharmakologischen Substanzen überschritten haben, was zu weiterer Kritik führt. Nur durch das Überschreiten von niedergeschriebenen Zahlen oder Zahlenbereichen können Dopingsünder juristisch verwertbar nachgewiesen werden. Darauf bezogen stellt sich natürlich die Frage, nach welchen Kriterien die Grenzwerte festgelegt werden. Durch die andauernde Forschung herrscht eine Unterwerfung der Grenzwerte dem jeweiligen Wissensstand zugrundeliegend (Gregor, 2010, S. 36). Gemäß dieser Schwierigkeit kann von einer Konstruktion durch normative Entscheidungsprozesse von Grenzwerten, trotz naturwissenschaftlichen Objektanspruches, gesprochen werden. Hierbei sollte auch die Auswahl der Analysegeräte, deren Kalibrierung, die Verwendung von Referenzgrößen, statistische Festlegungen, der Zeitpunkt der Probenentnahme sowie Transport und die Lagerung erwähnt werden, wodurch eine Abhängigkeit von dem aktuellen Stand der Technik für die Auslegung von Grenzwerten gegeben ist (Grüneberg, 2010, S. 76ff). Aufgrund dieses Wissenstandes ergibt sich somit ein Spielraum für Sportler und alle Beteiligten. So wird in der Literatur beschrieben, dass häufig die Auffassung unter Sportlern bestehe, dass Doping nur ein quantitatives, aber kein qualitatives Problem sei (Singler, 2006, S. 150). Darüber hinaus wird Doping als Optimierungsprozess angeführt, welcher das Herandoppen an mögliche Nachweisegrenzen darstellt, ohne sanktionierbare Verstöße gegen die Anti-Doping- Bestimmungen zu begehen, wodurch sich Sportler selbst nicht mehr als Dopingsünder wahrnehmen (Singler und Treutlein, 2010, S. 30f). Weiterführend werden auch von Sportlern und deren Umfeld Dopingpraktiken mit der Gewährleistung einer Unterschreitung von Grenzwerten nicht per se als Doping empfunden (Spitzer, 2011a, S. 71).

2.4.4 Sportsgeistproblematik

Der Begriff „Sportsgeist“ wird in dem aktuellen Dokument des Welt-Anti-Doping-Codes (WADC) in folgenden Worten dargestellt:

„Er entspricht unserem Verständnis von Fairness und ehrlicher sportlicher Gesinnung. Der Sportsgeist ist die Würdigung von Geist, Körper und Verstand des Menschen und zeichnet sich durch Werte aus, die wir im und durch den Sport finden, darunter:

- Ethik, Fairness und Ehrlichkeit
- Gesundheit
- Spitzenleistung
- Charakter und Erziehung
- Spaß und Freude
- Teamgeist
- Einsatzbereitschaft und Engagement
- Anerkennung von Regeln und Gesetzen
- Respekt gegenüber der eigenen Person und gegenüber anderen Teilnehmern
- Mut
- Gemeinschaftssinn und Solidarität

Doping steht im grundlegenden Widerspruch zum Sportsgeist.“ (WADC, 2015; S. 11)

Die Kritik hinter dieser Niederschrift stellen Gregor und Asmuth wie folgt dar: „Abgesehen davon, dass der Begriff durch heterogene Begrifflichkeiten charakterisiert wird, sind die Werte teilweise widersprüchlich. Einen Vorschlag, wie eine Gleichzeitigkeit von Hochleistung und Gesundheit oder von Fairness bzw. Solidarität und dem grundlegenden Prinzip der Agonalität (= Bildungssprache) zu bestellen sei, bietet der WADC nicht. Es wird lediglich festgehalten, dass Doping im Widerspruch zum Geist des Sportes stehe.“ (Gregor, 2010, S. 41). Überdies können positive Werte nicht einfach addiert oder assoziativ nebeneinandergestellt werden, ohne dass störende Interferenzen auftauchen. (Asmuth, 2010, S. 102)

2.4.5 Erweiterung des Dopingbegriffes

Die angeführten Erklärungsmöglichkeiten zeigen, dass die derzeit gültige Dopingdefinition nach wie vor nicht ausreicht, um eine angemessene Darstellung mit allen wichtigen Aspekten der Dopingproblematik zu integrieren.

Müller verdeutlicht die Tatsache mit der Begründung, dass vor dem Hintergrund des neuzeitlichen Menschenbildes mit unendlicher Perfektibilität unendlich viele Mittel eingesetzt werden, um Körper und Geist zielgerichtet und zweckhaft zu verändern. So reicht die Palette von ebenfalls als positiv deklarierte Dopinganwendungen von Stimulanzien-Konsum durch Alkohol, Nikotin, Beruhigungs-, Schlaf- und Schmerzmittel bis hin zu hormonellen Anti-Aging-Produkten über Schlankheitspillen, Nervengifte, Anti-Depressiva und auch Beinverlängerungen durch Knochenbrüche. Die Vorstellung von Doping als Sinnbild für hormonelle, pharmakologische, kosmetische, chirurgische, technische und/oder gentechnologische Optimierung des Menschen ist heutzutage in aller Munde (Müller, 2015, S. 79).

Um sich im sportlichen Sinne von diesem Kontext abzuheben, wurde in der Wissenschaft in den vergangenen Jahren immer mehr der Begriff „Enhancement“ geprägt, wobei nach Pawlenka eine Zusammenfassung von technischer Beeinflussung, die Gabe von Wachstumshormonen, der Eingriff in die Psyche und Wahrnehmung, die plastische und kosmetische Chirurgie sowie Doping im Sport eintritt (Pawlenka, 2010, S. 250). Wiesing beschreibt „Enhancement“ vereinfacht mit den Worten: „Maßnahmen des Dopings fallen unter das Enhancement, also Bestrebungen zur Verbesserung des Menschen“ (Wiesing, 2012).

In der englischen Literatur und Wissenschaft gilt im Gegenzug der Begriff „Performance Enhancing Drugs (= PED)“ als fixer Bestandteil in der aktuellen Forschung und bildet mit den „Performance Technologies“ eine Begriffseinheit, welche sowohl Training, Ernährung, Supplemente, Medikamente, Drogen und andere Substanzen, physikalische Manipulation und mechanisch-technische Verbesserungen umfasst. Dabei handelt es sich um mechanische und chemische Interventionen, die zur physikalischen Leistungssteigerung des Menschen beitragen sollen (Bisol, 2012, S. 123).

Richtungsweisend für die sozialpsychologische Komponente erweiterten die Wissenschaftler den Sprachgebrauch in der Dopingforschung in den letzten Jahren um weitere Benennungen wie z.B. von Laure das „Conduit du dopage“ (Dopingverhalten). Der Begriff umfasst ebenso den Versuch der Leistungssteigerung in allen sozialen Bereichen innerhalb und außerhalb des Sports (Laure, 2011). Dabei wird der Fokus auf die subjektiven Entschlüsse und Vorstellungen der involvierten Personen, mit der Absicht der Leistungssteigerung, gelegt, was von weiteren Wissenschaftlern ebenso verwendet und weiterentwickelt wurde (Binkelmann, 2010, S. 147).

Als weiteres Beispiel kann die von Singler und Treutlein eingeführte Bezeichnung genannt werden, bei der vor allem die Intention der Einnahme von legalen Substanzen und die damit verbundene Problematik des Einsteigens in den illegalen Drogenkonsum, aufbauend auf dem Grundgedanken, dass legale Mittel zur Leistungssteigerung nicht mehr ausreichen würden, hingewiesen wird (Singler & Treutlein, 2010).

Weitergehend verwendet Spitzer (2011, S. 137) den Ausdruck „dopingaffines Verhalten“, welcher das „Interesse am Gebrauch oder der Modulierung von Dopingmethoden innerhalb und außerhalb des Hochleistungssports“ bezeichnen soll.

Die Integration von Zielorientierung wie eigene Leistungssteigerung, Selbstverwirklichung oder Körperformung erweitert den Begriff des Dopings dabei erheblich. Aufgrund dessen setzt sich Spitzer für einen Zusammenschluss des doppelt begründeten Dopingverbots (individuelle Handlungsintention – Akteursperspektive) und der rechtlichen Definition (rechtlich-forensische Perspektive) im Rahmen eines integrativen Modells ein, um ein „Gerecht-Werden“ der präventiven als auch repressiven Anti-Doping-Arbeit gewährleisten zu können (Spitzer, 2012, S. 119f).

2.4.6 Schlussfolgerung

Allein durch die genaue Betrachtung der Begriffsdefinition des Dopings muss Doping in Zukunft vermehrt als multidimensionale Problematik angesehen werden. Eine strikte formaljuristische Ableitung wie auch eine reine sozial-ethische Betrachtung sollten nicht voneinander getrennt, sondern vielmehr als Teil eines Ganzen angesehen werden.

Nur eine Schnittmenge aller Ausprägungsformen des Phänomen Dopings führt zu einer positiven Weiterentwicklung der Anti-Doping-Programme. So sollen laut Müller die Bereiche in die Begriffsdefinition einfließen:

- Intention der Leistungssteigerung, -optimierung und/oder -konstanz
- Transzendierung natürlicher Grenzen durch Manipulation körpereigener Prozesse und/oder der Körperintegrität
- Anwendung von Substanzen und/oder Methoden (Müller, 2015, S. 81)

Außerdem wird Doping und dopingäquivalentes Verhalten im Sport als „Spezialfall eines übergeordneten Verhaltensmusters, das eine Leistungsbeeinflussung durch die Überwindung natürlicher Grenzen, sowohl in Bezug auf körperliche, kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten, als auch im Hinblick auf die phänotypische Ausprägung zum Ziel hat.“ beschrieben. Er erweitert somit den Begriff der WADA um Anwendungsformen wie „kognitives Enhancement“, „Medikamentenmissbrauch“ und weitere Wirkstoffe und Praktiken mit der Intention der Leistungssteigerung oder Leistungskonstanz (Müller, 2015, S. 81f).

3 Die Frage nach dem „Warum?“

3.1 Die motivationalen Aspekte des Dopings

Nachdem im ersten Teil der Arbeit die Entstehung des Dopings und dessen Schwierigkeiten mit der Begriffsdefinition abgehandelt wurde, um die Problematik von Grund auf darzustellen und dem Leser somit einen Einblick in das Dopinggeschehen zu ermöglichen, soll in diesem Abschnitt die Frage nach dem Warum geklärt werden. Dafür sollen Gründe und Motive, die zur Anwendung leistungssteigender Substanzen oder Methoden vorliegen, aufgezeigt werden. Anhand einer groß angelegten Studie wird ein übersichtlicher Einblick in die Motivlage gewährleistet und dieser anschließend anhand der Darstellung zusätzlicher Untersuchungen erweitert.

Athleten scheinen schon immer den Drang gehabt zu haben bei Wettkämpfen selbst die Besten sein zu wollen, um Stolz, den Glanz und die Ehre im Zusammenhang mit erfolgreichen Ergebnissen und Siegen zu begegnen. Ehrnborg und Rosen schildern die Flut von spektakulärem Preisgeld als ein Ertrinken von sportlichen Ideen und Idealen, was den Athleten, angetrieben von der Ehre als treibende Kraft, zu kurzsichtigen Lösung wie Doping führen kann. Dies geschieht unabhängig davon, ob es sich um sportliche, ethische Regeln oder juristische Gesetzte handelt (Ehrnborg und Rosen, 2009).

Auch Müller beschreibt als ersten Ansatzpunkt für eine umfassende Betrachtung der Ursachen von Doping und dopingäquivalentes Verhalten die Motivlage der Anwender selbst als „Die Intention der Leistungsbeeinflussung durch Überwindung natürlicher Grenzen, wobei der diesen Betrachtungen zugrundeliegenden Leistungsbegriff sowohl die körperlichen, kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, als auch die phänotypische Ausprägung umfasst. So zeigt sich, dass neben dem Hauptmotiv der physischen und psychischen Leistungssteigerung noch viele weitere, ergänzende Gründe vorliegen können.“ (Müller, 2015, S. 176f).

Die wichtigste Erkenntnis für die Anti-Doping-Politik und Anti-Doping-Programme ist jene, die wahren Motive für Dopingvergehen herauszufinden und diese durch gezielte Methoden zu minimieren bzw. umzulenken. Durch unterschiedliche Untersuchungsmethoden, Studienpopulationen und Entwicklung neuer Modelle konnten in der psychosozialen Forschung bereits viele neue Erkenntnisse hinsichtlich der Psychologie des Dopings gewonnen werden. Eine erwähnende aktuelle Studie, welche ein umfassendes Bild über die Motive und Beweggründe von Elite-Athleten darstellt ist jene von Overbye, Knudsen und Pfister. Diese hat sich auf die Ermittlung von unterschiedlichen Abschreckungsmotiven, aber auch von Anstößen von Sportlern zu Dopingmitteln zu greifen oder diese zu verweigern konzentriert, wodurch ein Einstieg in die Motivforschung des Dopingverhaltens gegeben werden kann (Overbye et al., 2013).

Die aktuellen theoretischen Modelle für Entscheidungen zur Anwendung von leistungssteigernden Medikamenten und Methoden (= PEDM-Modelle) sind laut den Autoren ein wichtiger Schritt in die Richtung eines breiteren Verständnisses von Doping und beruhen auf Faktoren, die sowohl situations-, kontext- und personenbezogene Eigenschaften integrieren und somit einen Überblick über die Entscheidung von Athleten, PEDM zu nutzen, erleichtern oder verhindern. Obwohl empirische Studien bestätigen, dass die Modelle für das Verständnis von Doping nützlich sind, existiert aktuell noch keine ausreichende Kenntnis darüber, welche Faktoren die Entscheidungen eines Athleten beeinflussen zu Dopingmitteln zu greifen oder eben nicht. Darüber hinaus haben bis dato zu wenig Studien die Auswirkungen von Geschlecht, Alter oder Sportart auf Entscheidungen geprüft, obwohl laut Overbye et al. andere Studien darauf hindeuten, dass es mehrere Gründe für die Annahme gibt, dass solche Effekte bestehen:

- Studien der letzten Jahrzehnte stellen dar, dass männliche Athleten eher bereit waren leistungssteigernde Mittel zu konsumieren als weibliche Athleten, wodurch Männer und Frauen unterschiedlich auf verschiedene Abschreckungsmittel reagieren könnten (Alaranta et al., 2006; Bloodworth, et al., 2010; Lucidi et al., 2008; Pitsch und Emrich, 2012).
- Weitere Untersuchungen zeigen Unterschiede in der Entwicklung und Muster des Dopingkonsums auf. Gezielte Dopingpraktiken treten am ehesten nach Jahren des Elite-Sports auf, weshalb vermutet werden kann, dass Doping in gewissem Maße mit dem Alter der Athleten verknüpft ist (Brissonneau, 2010; Hauw und Bilard, 2010; Houlihan, 2002).
- Auch Differenzen in der Sportartkategorie werden in der aktuellen Literatur häufig erwähnt. So kommt es zwischen den Sportarten hinsichtlich des Prozentsatzes der positiven Testergebnisse und verwendeter Substanztypen, so wie geschätzter Prävalenz des Dopings, zu unterschiedlichen Ergebnissen (Pitsch und Emrich, 2012; Thuyne und Delbeke, 2008; WADA, 2010).

Auf Basis dieser Lücken in der sozialen Dopingforschung, entwickelten Overbye et al. eine Untersuchung von insgesamt 645 Studienteilnehmern aus 40 verschiedenen Sportarten mit dem Ziel die Umstände zu erforschen, wann Athleten zu Dopingmitteln greifen oder nicht und welche Rolle dabei Geschlecht, Alter und Sportart spielen.

Die Vorgehensweise hat laut Autoren zwei Vorteile, wobei 1. quantitative Studien unter Berücksichtigen multipler Abschreckungen und Anreize selten sind und 2. Elite- Athleten aus verschiedenen Sportarten inkludiert wurden und somit eine Vielzahl von Analysen darüber erstellt werden können. Das Ziel dieser explorativen Studie war es, theoretische Behauptungen über Dopinganreize empirisch zu unterstützen. Overbye et al. haben aus diesem Grund sozialwissenschaftliche Ansätze mit empirischen Erkenntnissen, basierend auf unterschiedlichen PED-Modellen, verknüpft:

- Doping als Logik des Sports: Der Drang zu gewinnen und Rekorde zu brechen und die Zunahme der Kommerzialisierung des Sports
- Doping als Reaktion auf den Einsatz von Dopingmitteln unter Mitbewerbern: Ein spieltheoretischer Ansatz
- Ausschluss vom Sport und die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden: Auswirkungen von Anti-Doping-Vorschriften
- Persönliche moralische Werte: Anti-Doping-Normen, Schuldgefühl und Scham
- Doping als Bewältigungsstrategie, um unerwünschten Risiken des Elite-Sports entgegenzuwirken: Ein Werkzeug um kritischen Ereignissen während der Karriere eines Elite-Athleten zu überwinden
- Kontextfaktoren: Sportkultur, Sportnetzwerk und die Bedeutung von anderen
- Die Rolle der Sportmedizin beim Doping: Die Auswirkungen auf Gesundheit und den Körper

Die wichtigste Annahme der vorgestellten Studie ist dabei, dass der Einsatz von Doping im Athletenkreis eine bewusste Entscheidung ist, aber auch emotionale und nicht notwendigerweise rationale Hintergründe eine große Rolle spielen. So findet Doping in einem bestimmten Kontext statt und wird durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Faktoren und Umständen beeinflusst. Gemäß dieser Definition wird von den Autoren darauf hingewiesen, dass Doping als kontextueller und dynamischer Prozess gelten soll und kulturelle und auch soziale Größen wichtig sind und ggfs. Veränderungen in dopingbezogenen Wahrnehmungen und Verhaltensweisen während der Karriere des Athleten ermöglichen.

Als Studienpopulation galten 380 männliche und 265 weibliche Athleten mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren. Teilnehmer aus den Sportarten Mannschaftssport (Fußball, Handball), Schnelligkeits- und Kraftsport (Sprint- und Gewichtsheben), Ausdauersport (Schwimmen und Radfahren) und motorische Sportarten (Segeln und Golf) wurden inkludiert. Alle Befragten wurden als Leistungssportler deklariert, wobei Unterschiede gegeben waren, sodass sowohl „Weltklasse-Athleten“ als auch Sportler von nationalen Jugendteams befragt wurden. Die Mehrheit der Athleten glaubten, dass Doping zu einer verbesserten Leistung in ihrem Sport führe, wobei Ausdauer-Athleten mehr Glauben in die Wirkung von Dopingsubstanzen legten. Die Verfasser der Studien argumentieren dieses Ergebnis damit, dass diese Athleten möglicherweise häufiger unter Druck stehen zu dopen oder einen Anreiz haben, potentiell mit Doping in der Zukunft in Kontakt zu treten.

Als Untersuchungsfragen galten zwei hypothetische Fragen zu Gründen, die die Erwägungen der Sportler beeinflussen würde, ob sie dopen oder nicht. Folglich wurden die Teilnehmer gebeten, sich Situationen vorzustellen, in denen sie sich entscheiden mussten, ob sie zu Dopingmitteln greifen oder nicht. Anschließend wurden die Athleten gefragt, in wie weit sie die vorgegebenen Gründe beeinträchtigen würden nicht zu dopen (Abschreckung: 29 Items) oder den Wunsch hatten, Dopingsubstanzen einzunehmen (Anreiz: 25 Items). Basierend auf der Fragemethodik, misst diese Studie also nicht die tatsächliche Anwendung von Doping, sondern die Überlegungen der Athleten es situationsbezogen zu tun oder nicht. Die Autoren beschreiben weiters auch, dass das Risiko von „sozial wünschenswerten" (und damit unzuverlässigen) Reaktionen höher ist, wenn es um sensible Fragen zum Doping geht (Gucciardi et al., 2010; Petróczi und Haugen, 2012; Petróczi und Naughton, 2011; Pitsch und Emrich, 2012; Uvacsek et al., 2011), dieses Risiko aber verringert werden kann, wenn Fragen indirekt gestellt werden (Tourangeau und Yan, 2007). Daher sind hypothetische Fragen (als eine Art indirekte Methode) sowohl in qualitativen als auch in quantitativen Studien zum Dopingverhalten üblich.

Um einen klaren Unterschied zwischen Abschreckungen und Anreize zu geben, wurden die Antworten und Ergebnisse in zwei Kategorein eingeteilt: „Gründe für die Entscheidung nicht zu dopen“ und „Anreize für das Ausprobieren von Dopingmethoden“. Von den 29 potentiellen Gründen für die Entscheidung nicht zu dopen, empfanden die Befragten 14 davon als sehr wirksames Abschreckungsmittel und 7 als wirksames Abschreckungsmittel, sich gegen das Doping zu entscheiden. Fünf davon hatten keine Auswirkungen auf die hypothetische Entscheidung zu dopen. Zwei Items wurden als nicht plausibel eingestuft. In der folgenden Darstellung der Ergebnisse werden folglich 21 der vorgeschlagenen Gründe (Items) dargestellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Gründe für das Nicht-Dopen (Quelle: Overbye et al., 2013)

Die Gründe, die die Sportler als nicht einleuchtend angaben, können nicht als Abschreckung eingesetzt werden. Die Autoren beschreiben dies aber als Hinweis dafür, dass (sub-)kulturelle Normen oder die Wirkung von Anti-Doping-Arbeit besser durchleuchtet werden kann. 12% der Athleten gaben an, dass der Grund „keine Wirkung von PED zu wollen“ nicht als Abschreckung diente. Ebenso konnte die Annahme, dass der Effekt des Dopings nicht groß genug sein könnte, das Risiko einzugehen, nicht als Abschreckung ermittelt werden. Auch die Tatsache, dass es schwer sein könnte, im Sport Dopingmittel einzunehmen ohne dabei erwischt zu werden, wurde als geringe Abschreckungsmethode eingestuft (8%). Weder konnte die Angst vor der Distanzierung von der Familie und dem Kreis der Freunde außerhalb des Sports, noch die von Trainer oder Experten innerhalb des Sports als mögliches Instrument für die Nicht-Einnahme von Dopingmitteln angesehen werden. Ferner glaubten zwischen 2-5% der Sportler, dass sie keine angeführten Nebenwirkungen des Dopings erleben würden (Zahlen in der Tabelle nicht vorhanden).

Der größte Abschreckungsgrund der Teilnehmer mit 84% war die Angst vor der Unterbrechung der sportlichen Karriere aufgrund einer Strafe. Als weitere gute Abschreckungsmittel galten die erwartete Verurteilung von Menschen im sozialen Umfeld außerhalb des Sports (79%) und innerhalb des Sports (75%), aber auch die Angst vor Nebenwirkungen und unbekannten Langzeitnebenwirkung (72%) sowie das schlechte Gewissen aufgrund moralischer Überlegungen (72%). Auch die Tatsache etwas Illegales zu tun (68%) und die Angst nicht in der Lage zu sein, Ergebnisse zu erzielen (68%) überwogen. Andere Abschreckungsanstöße wurden ebenfalls als hoch bewertet, wobei ein großer Anteil nur mit „geringerem Effekt“ angegeben wurde. Dies gilt z.B. für die Angst vor körperlicher Abhängigkeit, die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden sowie auch für die finanziellen Konsequenzen und das Risiko den Medien ausgesetzt zu werden.

Auch Abweichungen zwischen den Geschlechtern konnten festgestellt werden. Demgemäß fanden weibliche Sportler eine höhere Anzahl von Gründen, nicht zu Dopingmethoden zu greifen als männliche. Große Unterschiede konnte in der Angabe ein schlechtes Gewissen zu haben (81% vs. 66%), die Ungerechtigkeit gegenüber anderen Konkurrenten, welche nicht dopen (60% vs. 46%), die Illegalität des Dopings (77% vs. 61%) aber auch der Verdacht, dass das Ergebnis auf frühere Ergebnisse geworfen wird (74% vs. 58%) und das Doping eine unnatürliche Leistungssteigerung ist (81% gegenüber 64%), gefunden werden.

Im Allgemeinen gaben männliche und weibliche Athleten, die jünger als 20 Jahre waren, häufiger die Gründe des möglichen Sportverbots, die Angst vor körperliche Abhängigkeit und die Angst vor finanziellen Konsequenzen an, als Sportler mit 20 Jahren und älter. Weibliche Athleten unter 20 Jahren wurden durch die Angst vor Konsequenzen für andere häufiger abgeschreckt als Männer aus dem gleichen Alter (66% vs. 50%), während weibliche Athleten im Alter von 20 Jahren oder älter häufiger durch die Angst vor unkontrollierbaren körperlichen Veränderungen abgeschreckt wurden als Männer gleichen Alters (68% vs. 54%). Die Angst, dass der Verdacht auf die früheren Ergebnisse geworfen wird, sank mit dem Alter beider Geschlechter. Weiterhin waren männliche Athleten, die jünger als 20 Jahre waren, eher geneigt, den illegalen Status der Droge als Abschreckung zu betrachten als männliche Athleten, die älter als 20 Jahre waren (19% vs. 8%).

Ausdauersportler hatten weniger Angst vor dem Sportverbot und finanzielle Konsequenzen als die restlichen Sporttypen (Ausdauersport: 72%/34%, Schnelligkeit- und Kraftsport: 82%/41%, Mannschaftssport: 90%/48% und motorische Sportarten: 86%; 60%). Auf der anderen Seite wurden die Athleten aus dem Ausdauersport und Sportarten mit motorischen Fähigkeiten eher von der Angst abgeschreckt, dass sie nicht in der Lage wären, ihre Ergebnisse zu genießen (Ausdauersport: 81%, motorische Sportarten: 82% vs. Schnelligkeit- und Kraftsport: 61%, Mannschaftssport: 62%), durch den Glauben, dass Doping eine unnatürliche Möglichkeit zur Leistungssteigerung sei (Ausdauersport: 80%, motorische Sportarten: 78% vs. Schnelligkeit- und Kraftsport: 65%, Mannschaftssport: 68%) und durch die Ungerechtigkeit gegenüber Wettbewerbern, die nicht dopen (Ausdauersport: 63%, motorische Sportarten: 65% vs. Schnelligkeit- und Kraftsport: 46%, Mannschaftssport: 47%). Eine weitere Analyse zeigte, dass weibliche Mannschaftssport-Athleten durch die Ungerechtigkeit gegenüber Konkurrenten und durch die Angst vor Konsequenzen für andere häufiger abgeschreckt wurden (63% vs. 34% und 61% vs. 45%).

Angst vor unkontrollierten körperlichen Veränderungen war häufiger bei Frauen im Ausdauersport (82% vs. 53%) zu finden. Die weiblichen Athleten aus dem Ausdauersport (77%) und dem Mannschaftssport (78%) wurden durch die Angst vor der reduzierten Fruchtbarkeit mehr abgeschreckt als die männlichen Athleten aus demselben Sport (Ausdauersport männlich 52%, Mannschaftssport männlich 71%).

[...]

Ende der Leseprobe aus 122 Seiten

Details

Titel
Doping im Sport. Was bewegt Sportler dazu, zum Aufputschmittel zu greifen?
Untertitel
Übersichtsarbeit über den aktuellen Stand der Forschung und die Analyse der methodischen Problematik des hochsensiblen Bereiches
Hochschule
Donau-Universität Krems - Universität für Weiterbildung  (Gesundheitswissenschaften - Sport und Ernährung)
Note
1
Autor
Jahr
2017
Seiten
122
Katalognummer
V369836
ISBN (eBook)
9783668498198
ISBN (Buch)
9783960951094
Dateigröße
4099 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Doping, Psychologie, Sport, Motivation, Dopingprävention
Arbeit zitieren
Verena Dreiseitl (Autor), 2017, Doping im Sport. Was bewegt Sportler dazu, zum Aufputschmittel zu greifen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369836

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