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Pädagogische Ansätze und staatliche Einflüsse in der Erziehung im totalitären Regime der Deutschen Demokratischen Republik

Titel: Pädagogische Ansätze und staatliche Einflüsse in der Erziehung im totalitären Regime der Deutschen Demokratischen Republik

Hausarbeit , 2015 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Annett Rose (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Hausarbeit ist es, die pädagogischen Ansätze der DDR darzulegen und zugleich die besonderen Einflüsse des gesellschaftlichen Systems zu verdeutlichen. Auf welche pädagogischen Ansätze berief sich die Deutsche Demokratische Republik und welche Persönlichkeiten nahmen Einfluss auf die sozialistische Erziehung?

Zu Beginn der Hausarbeit stelle ich die DDR in ihrer Historik vor. Beeinflusst durch die sowjetische Besatzungszone, hatte der „Marxismus-Leninismus“, neben „Pestalozzi“ und „Makarenko“, eine große Bedeutung, weshalb ich mich diesem Abschnitt ausführlicher widme. Neben diesen Pädagogen, im Sinne des Systems der DDR, wurden „Helden“ erschaffen, welche diese Werte und Normen verkörpern sollten. Um die Kinder- und Jugendlichen frühzeitig sozialistisch zu formen und anzuleiten, wurden Massenorganisationen geschaffen und zu Nutze gemacht, welche das theoretische Anforderungsprofil an eine sozialistische Persönlichkeit transparent definieren und nach außen transportieren. Den Hauptteil schließe ich mit den Begriffserklärungen zu Sozialismus, Diktatur und Totalitarismus. In meinem Fazit fasse ich die Auswirkungen des staatlichen Systems auf die pädagogischen Ansätze zusammen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Die Deutsche Demokratische Republik (DDR):

3. Pädagogische Einflüsse

3.1 Marxismus-Leninismus:

3.2 Johann Heinrich Pestalozzi

3.3 Anton Semjonowitsch Makarenko

4. Sozialistische Pädagogik:

5. Organisationen für Kinder- und Jugendliche

6. Sport:

7. Politik

8. Fazit:

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit analysiert die pädagogischen Ansätze in der DDR unter Berücksichtigung des politisch-gesellschaftlichen Einflusses. Ziel ist es, die ideologischen Grundlagen sowie die prägenden Persönlichkeiten der sozialistischen Erziehung herauszuarbeiten und die Auswirkungen dieses Systems auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Einordnung der DDR und des sozialistischen Staates
  • Analyse der pädagogischen Einflüsse durch Marxismus-Leninismus, Pestalozzi und Makarenko
  • Strukturen der staatlichen Massenorganisationen für Kinder und Jugendliche
  • Rolle des Sports und der politischen Erziehung im sozialistischen Alltag
  • Kritische Betrachtung der Umerziehung und der Instrumentalisierung pädagogischer Konzepte

Auszug aus dem Buch

3.3 Anton Semjonowitsch Makarenko

Anton Semjonowitsch Makarenko (13.01.1888 - 01.04.1939) war ein sowjetischer Pädagoge und auch als „Kollektiverzieher“ bekannt. „Mit der Gründung der „Gorki- Kolonie“ (1920-1926) und weiteren Kolonien (bis 1926) wird M. in Theorie und Praxis zu einem der erfolgreichsten Theoretiker der Erziehung bei abweichenden Verhalten und in Heimform. An strikten Formen der Lebensform orientiert (Kommandopädagogik) […] die auf Arbeit, Gemeinschaft, Rituale und einen starken Erzieher setzt […].“ (Tenorth & Tippelt 2012, S. 490) „Sein Ziel war es, einen „neuen Menschen“ zu schaffen, der in und für die sozialistische Gesellschaft lebte, arbeitete und kämpfte. […] Selbsterziehung, Selbstbestimmung und Verantwortung für sich und andere erziehen.“ (Heinrich o.a., S. 4)

„Es genügt nicht, einen Menschen einfach zu bessern, wir müssen ihn umerziehen, das heißt so erziehen, daß er nicht nur ein unschädliches und gefährliches Mitglied der Gesellschaft wird, sondern ein fähiger Mensch, der aktiv am Aufbau der neuen Epoche mitwirkt.“ A.S. Makarenko (Zimmermann 2004 nach A.S. Makarenko)

Neben der Kollektiverziehung und der damit verbundenen Unterordnung ins System, verband M. theoretischen Unterricht mit produktiver Arbeit (Polytechnischer Unterricht), baute Traditionen auf, stattete seine Schützlinge mit Einheitskleidung aus und achtete in den Räumlichkeiten auf penibelste Sauberkeit. Strenge Regeln (insbesondere Disziplin), straffes Marschieren zu Militärmusik und regelmäßige Fahnenappelle sollten die Einheitlichkeit und den Zusammenhalt der Kolonisten stärken. Zur Auflockerung des strengen Alltags wurde gespielt. Lehrer und Erzieher waren stets Teilnehmer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Aufarbeitung der DDR sowie die Bedeutung von Erziehung und Propagandismus im damaligen Alltag.

2. Die Deutsche Demokratische Republik (DDR): Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die politische Historie der DDR, die Prinzipien des demokratischen Zentralismus und die Führung durch Persönlichkeiten wie Ulbricht und Honecker.

3. Pädagogische Einflüsse: Hier werden die theoretischen Fundamente der sozialistischen Pädagogik durch den Marxismus-Leninismus sowie die Adaption von Ansätzen durch Pestalozzi und Makarenko erläutert.

3.1 Marxismus-Leninismus: Dieser Abschnitt beschreibt die philosophische und ökonomische Theorie als Basis für das sozialistische Bildungsideal und die Einbindung produktiver Arbeit.

3.2 Johann Heinrich Pestalozzi: Darstellung der Bedeutung von Pestalozzis ganzheitlichem Bildungsansatz, der in der DDR als pädagogische Referenz genutzt wurde.

3.3 Anton Semjonowitsch Makarenko: Analyse von Makarenkos Konzept der Kollektiverziehung und dessen Anwendung als Leitmodell für die Heimerziehung in der DDR.

4. Sozialistische Pädagogik: Erläuterung der Überwachung der Jugend durch Jugendpolitik und der Umerziehungsmethoden in Heimen und Jugendwerkhöfen.

5. Organisationen für Kinder- und Jugendliche: Überblick über die Strukturen der Pionierorganisation und der FDJ als Mittel zur ideologischen Formung der jungen Generation.

6. Sport: Darstellung der Rolle des Sports als Instrument zur Talentsuche, zur nationalen Repräsentation und zur Stärkung sozialistischer Werte.

7. Politik: Begriffliche Einordnung der zentralen Ideologien Sozialismus, Diktatur und Totalitarismus im Kontext der DDR-Geschichte.

8. Fazit: Das Fazit resümiert, wie die Instrumentalisierung der Pädagogik für staatliche Zwecke letztlich die pädagogische Idee konterkarierte und zum Scheitern des Regimes beitrug.

Schlüsselwörter

DDR, Sozialistische Pädagogik, Marxismus-Leninismus, Kollektiverziehung, Jugendpolitik, FDJ, Pionierorganisation, Umerziehung, Jugendwerkhöfe, Anton Semjonowitsch Makarenko, Johann Heinrich Pestalozzi, Diktatur, Totalitarismus, Politische Bildung, Wertevermittlung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Bildungssystem der DDR, die zugrunde liegenden pädagogischen Ideologien und wie staatliche Einflussnahme die Erziehung der Kinder und Jugendlichen prägte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der sozialistischen Erziehung, die Rolle von Massenorganisationen, die Bedeutung des Sports sowie die Instrumentalisierung pädagogischer Theorien zur Umerziehung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die pädagogischen Ansätze der DDR darzulegen und aufzuzeigen, wie das politische System versuchte, den "sozialistischen Menschen" durch Erziehung zu formen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und historischen Betrachtung pädagogischer Konzepte sowie deren Umsetzung unter den spezifischen Bedingungen der DDR-Diktatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen der DDR, die pädagogischen Einflüsse von Marx, Pestalozzi und Makarenko sowie die Darstellung der Jugendorganisationen und der politischen Struktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernelemente sind DDR, Kollektiverziehung, Sozialistische Pädagogik, Umerziehung und die ideologische Formung in Jugendorganisationen.

Inwiefern spielte Makarenko eine Rolle für die Heimerziehung in der DDR?

Makarenko galt als maßgeblicher Theoretiker für die Umerziehung in Heimen; sein Konzept der Kollektiverziehung und die Verbindung von Arbeit und Disziplin waren zentrale Vorbilder für das DDR-Erziehungssystem.

Welche Bedeutung hatte der Sport in diesem Zusammenhang?

Sport diente nicht nur der körperlichen Fitness, sondern war ein wesentliches Instrument zur Talentsuche, Ideologisierung und zur Stärkung der internationalen Reputation des sozialistischen Staates.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Pädagogische Ansätze und staatliche Einflüsse in der Erziehung im totalitären Regime der Deutschen Demokratischen Republik
Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz)
Note
1,7
Autor
Annett Rose (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
26
Katalognummer
V369858
ISBN (eBook)
9783668473195
ISBN (Buch)
9783668473201
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DDR pädagogische Ansätze totalitäres Regime
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annett Rose (Autor:in), 2015, Pädagogische Ansätze und staatliche Einflüsse in der Erziehung im totalitären Regime der Deutschen Demokratischen Republik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369858
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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