Didaktische Analyse eines Jugendbuchklassikers "Harry Potter und der Stein der Weisen". Untersuchung auf die Eignung für den Literaturunterricht in der Schule


Seminararbeit, 2015
17 Seiten, Note: 2,3
Julius Graf (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Texterschließung
2.1 Handlung
2.2 Zentrale Themen/ Motive
2.2.1 Aschenputtelmotiv
2.2.2 Freundschaft
2.2.3 Gut gegen Böse

3. Sachanalyse
3.1 Figuren und ihre Wert- und Moralvorstellungen
3.1.1 Harry Potter
3.1.2 Ron Weasley
3.1.3 Hermine Granger
3.1.4 Draco Malfoy
3.1.5 Severus Snape
3.1.6 Albus Dumbledore
3.1.7 Rubeus Hagrid
3.2 Raumgestaltung
3.3 Sprachgestaltung

4. Entwicklungspsychologische Perspektive13
4.1 Entwicklungsaufgaben nach Havighurst
4.2 Bezug zur Figur Harry Potter

5. Didaktische Analyse

6. Schluss

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Er wird berühmt werden – eine Legende –, es würde mich nicht wundern, wenn der heutige Tag in Zukunft Harry-Potter-Tag heißt – ganze Bücher wird man über Harry schreiben – jedes Kind auf der Welt wird seinen Namen kennen!“[1]

Diesen Satz lässt Joanne K. Rowling ihre Figur Professor McGonagall im ersten Band der Harry-Potter-Reihe sagen. Betrachtet man nun rückblickend die Bücher und deren weltweiten Erfolg, klingt dies fast prophetisch. Nicht nur in der erschaffenen magischen Welt, in der Harry der einzig Überlebende des Todesfluchs und später der Bezwinger des Urbösen Lord Voldemorts ist, gilt er als sehr populär, sondern auch in der realen Welt, in der die Bücher auf Grund ihrer Beliebtheit und ihres Bekanntheitsgrades zu einem Phänomen werden.

Es entwickelte sich eine regelrechte „Potter-Manie“,[2] im Zuge derer die Bücher nicht nur begehrt waren bzw. sind, es herrschte sogar bei der Erscheinung eines neuen Bandes ein Ausnahmezustand der seinesgleichen suchte. Buchhandlungen öffneten ihre Türen um Mitternacht, wobei meterlange Schlangen wartender Fans zu beobachten waren, und auch die Deutsche Post lieferte den jeweils neu erscheinenden Band um 24 Uhr aus, damit das Herbeisehnen des neuesten magischen Abenteuers möglichst kurz ausfiel. Und all das begann aufgrund eines Mediums, dessen Rückgang man im Zeitalter des Internets und der stetigen Verbesserungen in der Film- und Videospieltechnologie eigentlich zu befürchten hatte. Es stellt sich deshalb zunächst ganz offenkundig die Frage nach den Gründen für derartige Begeisterungswellen, die von einem Buch ausgelöst wurden und natürlich auch in gewisser Weise, ob diese aus fachlicher Sicht gerechtfertigt sind. Des Weiteren soll im Folgenden untersucht werden, ob beim vorliegenden - Werk Harry Potter und der Stein der Weisen - eine Eignung für den Literaturunterricht vorliegt.

2. Texterschließung

2.1. Handlung

Im ersten Band der Kinder- und Jugendroman – Heptalogie Harry Potter von J. K. Rowling, wird zunächst einmal Bekanntschaft mit dem Protagonisten und seinem Umfeld geschlossen. Man wird eingeführt in eine Welt voller Magie und Abenteuer.

Der sehr früh verwaiste Harry Potter, lebt bei seiner Tante Petunia und deren Familie – den Dursleys im Ligusterweg in Little Whinging, für die er im Grunde nur ein Laster darstellt. Als Elfjähriger erfährt er dann, dass seine Eltern Zauberer waren und nicht bei einem Autounfall starben, sondern vom dunklen Magier Lord Voldemort ermordet wurden. Harry soll nun, wie jeder junge Zauberer, ebenfalls die nächsten sieben Jahre seines Lebens auf eine Zauberschule namens Hogwarts gehen. Dort findet er in Ron und Hermine endlich wahre Freunde und kann sich von seiner Außenseiterrolle befreien. So verbringt er das erste Mal ein spannendes, lustiges und aufregendes Schuljahr in Hogwarts, in dem er sich mit gemeinen Mitschülern und Lehrern auseinandersetzen muss, aber auch viel Neues und Aufregendes lernen darf.

Der normale Schulalltag wird jedoch bald durch Voldemorts Gegenwart bedroht.

Harry und seine Freunde finden heraus, dass in Hogwarts der Stein der Weisen aufbewahrt und bewacht wird. Dem, der ihn findet und zu benutzen weiß, winkt ewiges Leben. In der Gestalt von Prof. Quirrell versucht der böse Magier den Stein zu stehlen, wird aber von Harry, Ron und Hermine erfolgreich aufgehalten. In dieser zweiten Konfrontation zwischen Lord Voldemort und dem jungen Harry, gelingt es dem Protagonisten die Macht Voldemorts zu bannen.

2.2. Zentrale Themen/ Motive

2.2.1 Das Aschenputtelmotiv

Harry verbringt seine ersten Lebensjahre im Haus der Dursleys mit Tante Petunia, Onkel Vernon und Cousin Dudley. Kälte, Missachtung, Respektlosigkeit und soziale Vernachlässigung - alles Dinge mit denen er in dieser Familie Tag für Tag konfrontiert wird. Er lebt in ständiger Angst, wieder etwas falsch zu machen und somit das Missfallen der Dursleys zu erregen.

„Umsichtig ging er ein Stück hinter den Dursleys her [ ... ] .“[3]

Selbst in seinem restlichen sozialen Umfeld, wie dem Schulalltag, nimmt er eine Außenseiterrolle ein, die von sozialer Ausgrenzung, Mobbing und Schikanen durch seinen Cousin Dudley geprägt ist.

„Dudley hatte sich dumm und dämlich gelacht bei diesem Anblick, und Harry machte in dieser Nacht kein Auge zu beim Gedanken, wie es ihm am nächsten Tag in der Schule ergehen würde, wo sie ihn ohnehin schon wegen seiner ausgebeulten Sachen und seiner zusammengeklebten Brille hänselten.“[4]

Stellt man Vergleiche zum Märchen Aschenputtel der Gebrüder Grimm an, lassen sich abgesehen von den bereits genannten Punkten noch weitere Parallelen finden. Aschenputtel schlief auf dem Boden vor dem Kamin, Harrys Schlafplatz ist nicht wesentlich besser. Auch bedient der junge Zauberer seine „Familie“ und wird regelrecht zum Diener degradiert, wie es auch im Märchen der Fall ist. Der junge Harry Potter, gefangen in einer Familie, die ihn nicht haben will, wartend darauf, endlich befreit und gerettet zu werden. Aufgrund dieser Tatsachen, scheint der Vergleich durchaus berechtigt.[5]

2.2.2 Freundschaft

Ein weiteres wichtiges Thema stellt – in allen Bänden der Harry-Potter-Serie ­– die Entwicklung der Freundschaft zwischen Harry, Ron und Hermine dar. Während in den anderen Bänden der Fokus beispielsweise auf dem Popularitätsunterschied liegt, der für Spannungen im Freundeskreis sorgt, so geht es im Stein der Weisen in erster Linie um die Entstehung der Freundschaft.

Die Freundschaft zu Ron schließt er bereits auf ihrer ersten gemeinsamen Zugfahrt nach Hogwarts. Sie beruht auf vielen Gemeinsamkeiten, wie der Angst zu versagen und der Antipathie gegenüber ihrem Mitschüler Draco Malfoy. Bevor aus dem Duo ein Trio wird, müssen sich die zwei Freunde erst gemeinsam mit Hermine Granger, die sie vorher als lästige Nervensäge und Streberin empfanden, gegen einen Troll behaupten. Nach diesem Erlebnis verbindet die drei ein Band der Freundschaft, das bis zum letzten Band der Harry-Potter-Reihe nicht durchtrennt werden kann.[6]

Auch im ersten Band gibt es – wie in allen anderen Bänden - mehrere Aufgaben zu lösen. Doch wie immer hat die Autorin das Geschehen so konzipiert, dass Harry vor ihm liegende Herausforderungen ohne die Hilfe seiner Freunde nicht bewältigen kann. Gerade dieser notwendige Zusammenhalt in der freundschaftlichen Beziehung, stellt eine Betonung der Wichtigkeit von echten Freundschaften dar und zu diesem Zwecke hat Rowling wohl jeder Figur gewisse Fähigkeiten verliehen. Keine davon ist jedoch perfekt.

2.2.3 Gut gegen Böse

Solange es die Menschheit gibt, gibt es auch den Kampf des Guten gegen das Böse, der von zahlreichen Autoren verarbeitet wurde. In der Harry-Potter-Reihe und so auch im zu untersuchenden ersten Band, repräsentiert Harry Potter das Gute und der dunkle Lord Voldemort das Böse. Dieser will nach seinem Zusammenbruch, der ihm den Großteil seiner Kräfte raubte, wieder an die Macht und muss dazu den Jungen, der als einziger seinen Todesfluch überlebte, töten.

Doch hat die Autorin mitnichten eine Welt geschaffen, in der alles nur schwarz oder weiß ist bzw. gut oder böse. So haben auch die Anhänger des Guten ihre Fehler und die Vertreter des Bösen sind nicht immer und ausschließlich böse.[7]

Ein Beispiel dafür ist die Figur Prof. Quirrell, den Harry und seine Freunde für gut halten. Doch sein schwacher Charakter macht ihn zum leichten Opfer für Lord Voldemort, der sich dessen Körper und Seele zu eigen macht und ihn so auf die Seite des Bösen zieht. Nichts desto trotz ist Quirrell nicht freiwillig böse, was man an der Unterhaltung zwischen Voldemort und ihm erkennen kann, in welcher Voldemort ihn auffordert in den Verbotenen Wald zu gehen, ein Einhorn zu töten und dessen Blut für ihn zu trinken.[8] [9]

3. Sachanalyse

3.1. Figuren

Obwohl Harry Potter der titelgebende Protagonist der Reihe ist, sind seine Freunde Ron Weasley und Hermine Granger nahezu ebenso bedeutend für den Plot der Bücher. Darüber hinaus spielt auch Draco Malfoy als schulischer Gegenspieler Harrys und seiner Freunde eine tragende Rolle in allen sieben Harry-Potter-Bänden. Mit dem Schulleiter von Hogwarts, Albus Dumbledore, dem Wildhüter und Freund, Rubeus Hagrid, und dem strengen Lehrer Severus Snape verhält es sich ähnlich. Sie treten in allen Bänden in irgendeiner Form in Erscheinung und sind für die Handlung überaus wichtig. Im zu untersuchenden Band „Harry Potter und der Stein der Weisen“ kommt ein Protagonist hinzu, welcher nur in diesem Band auftaucht: Prof. Quirrell. Die Lehrer für das Schulfach Verteidigung gegen die dunklen Künste wechseln im Grunde jährlich und jeder von ihnen spielt im entsprechenden Schuljahr eine herausragende Rolle. So ist es auch im Falle von Professor Quirrell, welchen es neben den anderen erwähnten Figuren im Folgenden zu untersuchen gilt.

3.1.1. Harry Potter

Schon zu Beginn des Buches wird klar, dass Harry kein leichtes Leben führt. Er muss bei seiner Tante Petunia und deren Familie leben, die in regelrecht verachten und hat nicht mal ein eigenes Zimmer. Bis zu seinem elften Lebensjahr wohnt er unter einer Treppe. Im vollkommenen Gegensatz zu der Ignoranz, die er bei den Dursleys erfährt, steht der Ruhm um seine Person in der Welt der Hexen und Zauberer. Dort ist Harry eine besondere Berühmtheit. Er hat den Todesfluch von Lord Voldemort überlebt und damit dessen Schreckensherrschaft ein Ende gesetzt und auch in seinem ersten Schuljahr, konnte er sich gegen den wieder nach Macht ringenden dunklen Lord behaupten. Harry besitzt demzufolge eine bemerkenswerte Tapferkeit, aufgrund derer er diese Herausforderungen zusammen mit seinen Freunden meistern kann. Damit einher geht eine gewisse Furchtlosigkeit, die Harry auch im vorliegenden Band an den Tag legt, indem er sich mit seinen Freunden zahllosen Herausforderungen stellt.

Neben dieser Furchtlosigkeit, seiner charakterlichen Integrität und dem notwendigen Mut ist auch auf ein gewisses Talent zu verweisen, das Harry in manchen Gebieten vorzuweisen hat. Beispielsweise seine Begabung für das Quidditch-Spiel ist auffallend, da er in seinem ersten Schuljahr als jüngster Spieler seit hundert Jahren für die Gryffindor-Mannschaft antreten darf und daher als „Naturtalent“[10] in dieser Sportart gilt. Trotz der erläuterten Fähigkeiten und guten Eigenschaften, darf Harry aber wohl nicht als unfehlbar und genial angesehen werden, da er nicht in allen Bereichen Höchstleistungen erbringen kann. Er ist ein Held mit Schwächen und Fehlern, der sich vor allem im ersten Band der Reihe erst zu entwickeln beginnt, jedoch von Anfang an hohe Moralvorstellungen in sich birgt.[11] Darüber hinaus entwirft Joanne K. Rowling mit ihrer Figur keinen makellosen und unverwundbaren Charakter, wie sie auch selbst auf die Frage hin, ob Harry ein besserer Held sei, klarstellt:

„Harry ist viel besser als ich – so viel steht fest. Ich wäre gerne wie er: mutig und aufopferungsvoll. Er kümmert sich um seine Freunde, er stellt ihre Sicherheit vor seine eigene. Das ist heroisch. Aber er soll auch menschlich sein: klein und bebrillt, nicht der Beste in der Schule. Besonders geistreich, gutaussehend oder cool ist er auch nicht. Das habe ich beabsichtigt. Ich wollte, dass er auch verletzlich ist“.[12]

3.1.2 Ron Weasley

Ron ist der beste Freund von Harry und daher auch treuer Begleiter bei allen Herausforderungen, die Harry bestehen muss. Im Gegensatz zu Harry und Hermine ist Ron nicht bei den Muggeln aufgewachsen, sondern stammt aus einer Zaubererfamilie mit sieben Kindern. Gerade der Umstand, dass er fünf ältere Brüder hat, wirkt sich sehr prägend auf dessen Selbstbewusstsein und Psyche aus, wie im ersten Band der Harry-Potter-Reihe deutlich wird:

„Ich bin der sechste in unserer Familie, der nach Hogwarts geht. Und das heißt, in mich setzt man hohe Erwartungen. […] Alle erwarten von mir, dass ich so gut bin wie die andern, aber wenn ich es schaffe, ist es keine große Sache, weil sie es schon vorgemacht haben. Außerdem kriegst du nie etwas Neues, wenn du fünf Brüder hast. Ich habe den alten Umhang von Bill, den alten Zauberstab von Charlie und die alte Ratte von Percy.“[13]

Es scheint vor diesem Hintergrund verständlich, dass gerade Harrys Ruhm wiederum für Minderwertigkeitskomplexe und infolgedessen für Eifersucht bei seinem Freund sorgen kann, so dass die Freundschaft ein gewisses Streitpotenzial birgt. In Band sieben, den ich bereits im Rahmen meines Referats vorgestellt habe, zeigt sich tatsächlich das eifersüchtige Verhalten Rons und es kommt zu emotionalen Streitigkeiten, welche aber immer in der Versöhnung enden. Abgesehen davon ist Ron aber in allen sieben Schuljahren als treuer und aufopferungsvoller Freund von Harry anzusehen, der beispielsweise die Weihnachtsferien im dritten Schuljahr in Hogwarts verbringt, damit Harry Weihnachten nicht allein feiern muss. Auch steht Rons meines Erachtens Harry hinsichtlich der Tapferkeit in nichts nach und das ist wohl von Joanne K. Rowling bewusst so konstruiert, denn Harry soll als gewöhnlicher, wenn auch moralisch vorbildlicher Typ fungieren. So gibt es im ersten Band mehrere Aufgaben zu lösen, bevor die drei Freunde den Stein der Weisen erreichen und auch Ron nimmt eine tragende Rolle ein und ist Spezialist für eine dieser Herausforderungen – für das Schachspiel.[14]

3.1.3 Hermine Granger

Auch bei Hermine finden sich sowohl besondere Fähigkeiten als auch gewisse Schwächen. Hermine, das Kind zweier Muggel, ist ganz offenkundig überaus strebsam und fleißig, so dass sie bereits vor ihrem ersten Schultag in Hogwarts alle Bücher auswendig gelernt hat sowie sie auch stets alle Hausaufgaben gewissenhaft erledigt. Zu Beginn erschien sie Harry und Ron daher besserwisserisch und in dieser Hinsicht unsympathisch. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass die guten Noten, welche Hermine erreicht, nur auf ihren Fleiß zurückzuführen sind, denn sie ist außerdem sehr klug und intelligent. Dies zeigt sich beispielsweise an ihren kombinatorischen Fähigkeiten und ihrer schnellen Auffassungsgabe, aufgrund derer sie Zusammenhänge und neue Fertigkeiten meist schneller durchschaut und erlernt als ihre Freunde.[15] [16] Trotzdem ist sie sehr bodenständig, bildet sich nichts auf ihre intellektuellen Fähigkeiten ein und ist in keinem Falle ein klassischer Streber. Von ihren hohen moralischen Vorstellungen ist sie zwar bereit abzuweichen, dies aber nur in Notsituationen.[17]

3.1.4 Draco Malfoy

Der Sohn zweier ehemaliger und später erneuter Anhänger Lord Voldemorts, stellt den typischen Gegenspieler Harrys in der Schule dar. Im Gegensatz zum moralisch korrekt auftretenden Protagonisten ist dieser unfair, provokant und schadenfroh. Darüber hinaus ist Draco Malfoy im Gegensatz zu Harry, Ron und Hermine ein verwöhnter Junge, der von seinem Vater immer das bekommt, was er verlangt. Außerdem hat Draco Malfoy die wohl schlechteste Eigenschaft von seinem Vater übernommen: Er misst Zauberer und Hexen an ihrer Abstammung und ist vor diesem Hintergrund als Rassist zu betrachten. Um in der Schule sein tyrannisches Auftreten durchzusetzen, tritt er ausschließlich in Begleitung der Schlägertypen Crabbe und Goyle auf, denen er an Intelligenz wohl weit voraus ist, weshalb er bestimmend über diese agieren kann. Allein und ohne seine beiden Leibwächter ist Malfoy allerdings sehr feige und ängstlich. Dies wird ersichtlich als er gemeinsam mit Hagrid und anderen Mitschülern eine Strafarbeit im Verbotenen Wald verrichten soll.[18]

„‚In den Wald’, wiederholte er, wobei er nicht mehr so kühl klang wie sonst. ‚Wir können da nicht reingehen – da treibt sich allerlei herum – auch Werwölfe, hab ich gehört.’“

Symptomatisch für die verwerflichen Eigenschaften und Ansichten Malfoys ist das Haus Slytherin, welches auch den dunklen Lord hervorgebracht hat und dessen Wappentier die listige, teuflische Schlange ist. Auch Malfoys Vorname Draco bedeutet aus dem Lateinischen übertragen Drache oder Schlange und verweist daher auf den dunklen Charakter des jungen Slytherin.

[...]


[1] J.K. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Hamburg: Carlsen 1998. S. 19.

[2] Spiegel Online, Artikel vom 12.07.2011 <http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,773849,00.html> (16.04.2016).

[3] Rowling 1998, S. 32.

[4] Ebd., S. 30.

[5] Vgl. Bürvenich, Paul: Der Zauber des Harry Potter. Analyse eines literarischen Welterfolgs. Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH 2001, S. 64-66.

[6] Ebd., S. 75-77.

[7] Vgl. Knobloch, Jörg: Die Zauberwelt der J. K. Rowling. Hintergründe & Facts zu Harry Potter. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr 2000, S. 94-95.

[8] Vgl.Rowling 1998, S. 268.

[9] Vgl. Bürvenich 2001, S. 110-111.

[10] Rowling 1998, S. 167.

[11] Vgl. Bürvenich 2001, S. 67-69.

[12] Fraser, Lindsey [u. a.]: Viel Zauber um Harry. Die Welt der Joanne K. Rowling. Hamburg: Carlsen 2001, S. 74.

[13] Rowling 1998, S. 111.

[14] Vgl. Bürvenich 2001, S. 75-76.

[15] Vgl. Rowling 1998, S. 188-189.

[16] Vgl. Bürvenich 2001, S. 77.

[17] Vgl. Ebd., S. 77.

[18] Vgl. Ebd., S. 80-81.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Didaktische Analyse eines Jugendbuchklassikers "Harry Potter und der Stein der Weisen". Untersuchung auf die Eignung für den Literaturunterricht in der Schule
Hochschule
Universität Regensburg
Note
2,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
17
Katalognummer
V369861
ISBN (eBook)
9783668476455
ISBN (Buch)
9783668476462
Dateigröße
592 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Didaktik Deutsch Jugendbuch Harry Potter Analyse, Harry Potter Band 1, Harry Potter Analyse, Figuren Harry Potter, Harry Potter Figurenanalyse, Deutschunterricht Literatur, Klassenlektüre Harry Potter
Arbeit zitieren
Julius Graf (Autor), 2015, Didaktische Analyse eines Jugendbuchklassikers "Harry Potter und der Stein der Weisen". Untersuchung auf die Eignung für den Literaturunterricht in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369861

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