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Die Entwicklung des Musik- und Konzertwesens im 18. Jahrhundert in Deutschland, England und Frankreich

Title: Die Entwicklung des Musik- und Konzertwesens im 18. Jahrhundert in Deutschland, England und Frankreich

Term Paper , 2016 , 15 Pages

Autor:in: Katharina Pauli-Caldas (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Aufkommen der Musik- und Konzertinstitutionen im 18. Jahrhundert. Sie setzt dabei den Fokus auf England (London), Frankreich (Paris) und Deutschland. Dieses Thema ist deshalb relevant, weil sich gerade in diesen Bereichen sehr viel getan hat: Zum Beispiel wurde das Konzert mit der distinkten Rolle des Publikums und eigens für diese Anlässe reservierten Räumlichkeiten, wie wir es heutzutage kennen, erst in diesen Jahrzehnten wirklich etabliert.Daraus entwickelte sich ein verändertes Bewusstsein von Musik, welches anhand der wichtigsten Musik- und Konzertinstitutionen sowie den neuen Entwicklungen in diesem Bereich, die in dieser Arbeit besprochen werden, erkennbar wird.

Die Arbeit gliedert sich in drei Teile und wird mit einem Fazit abgeschlossen. In den drei Teilen wird jeweils das Musik- und Konzertwesen Deutschlands, Englands und Frankreichs im 18. Jahrhundert untersucht und seine Entwicklung in dieser Zeit dargestellt.

Aufgrund der Tatsache, dass das Konzertwesen im 18. Jahrhundert fast in ganz Europa einen großen Aufschwung und Fortschritt erlebte, musste der Fokus dieser Arbeit auf die drei oben genannten Länder eingegrenzt werden. Diese Auswahl wurde getroffen, da Deutschland, England und Frankreich die Vorreiterrolle in diesen Entwicklungen einnahmen und eine umfassendere Bearbeitung des Themas den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. Aus eben diesem Grunde musste die genauere Untersuchung weiter auf diejenigen Orte beschränkt werden, welche für das Musik– und Konzertwesen dieser Länder von besonderer Relevanz sind: In Deutschland sind dies Berlin und Leipzig, in England London und in Frankreich Paris. Die Arbeit gliedert sich entsprechend dieser Reihenfolge.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Deutschland

2.1 Berlin

2.1.1 Musik am (und durch den) preußischen Hof

2.1.2 Öffentliches Musikwesen

2.2 Leipzig

3. England (London)

4. Frankreich (Paris)

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Entwicklung des Musik- und Konzertwesens im 18. Jahrhundert in den Zentren Berlin, Leipzig, London und Paris. Ziel ist es, den Wandel von privaten höfischen oder exklusiven Strukturen hin zu einem öffentlichen Konzertleben aufzuzeigen und die Rolle des Bürgertums sowie gesellschaftspolitischer Rahmenbedingungen dabei zu beleuchten.

  • Wandel von höfischer zu öffentlicher Musikkultur
  • Einfluss des Bürgertums auf die Konzertorganisation
  • Institutionalisierung des Musiklebens (Konzertreihen und Konzertsäle)
  • Vergleich der Entwicklungen in Deutschland, England und Frankreich
  • Bedeutung von Konzertgesellschaften und Subskriptionsmodellen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Musik am (und durch den) preußischen Hof

Noch zu Anfang des 18. Jahrhunderts hörte man nicht viel von der Musik am preußischen Hof in Berlin. Dies hat einerseits damit zu tun, dass das Konzertwesen am Hof privat, also nicht für Außenstehende zugänglich war, aber auch damit, dass Musik dort bis zum Thronantritt Friedrich II. im Jahr 1740 nur eine nebensächliche Rolle spielte. Man kann sogar während der Herrschaft des „Soldatenkönigs“ Friedrich I. (1713-1740) von einer regelrecht „kulturell barbarischen” Epoche sprechen, da Friedrich I. die Musik am Hof auf das allermindeste reduzierte. Durch seine Abschaffung schon vorhandener Institutionen wie zum Beispiel der Hofkapelle, wurde die preußische höfische Musikkultur in ihrer kontinuierlichen Entwicklung stark behindert.

Bis zum Tod seines Vaters musste der musikaffine und durchaus auch musikalisch begabte Friedrich II. seine künstlerisch-kreativen Neigungen unterdrücken – lebte diese aber dann um so intensiver während seiner eigenen Regentschaft ab. Mit seiner Ansicht, dass „nichts […] einem Reich mehr Glanz [gibt], als wenn die Künste unter seinem Schutz erblühen“1, tritt mit ihm eine neue kulturpolitische Ära ein. Diese verhalf auch der Hofmusik (zum Beispiel durch die Wiederaufnahme und dem Ausbau der Hofkapelle) zu einem Neubeginn. Ein weiter wichtiger Entschluss zur Förderung der Berliner Musikkultur war die Errichtung des 1743 eröffneten Opernhauses auf dem Prachtboulevard Unter den Linden, mit dem Friedrich II. „die Abkehr von der hausväterlichen-biederen Prägung des Landes durch seinen Vater […] und den Wiedereintritt Preußen[s] in den Kreis der europäischen Kulturnationen “ 2 symbolisieren und bewirken wollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz des 18. Jahrhunderts für die Etablierung des modernen Konzertwesens und legt den Fokus auf die untersuchten Zentren Berlin, London und Paris.

2. Deutschland: Dieses Kapitel beleuchtet die Entwicklung des Berliner und Leipziger Musiklebens unter dem Einfluss höfischer Kultur einerseits und der bürgerlichen Emanzipation andererseits.

2.1 Berlin: Der Fokus liegt hier auf der Wandlung Berlins unter Friedrich II. vom kulturarmen Soldatenstaat hin zu einem Zentrum mit ausgebauter Hofoper und wachsendem bürgerlichem Konzertwesen.

2.1.1 Musik am (und durch den) preußischen Hof: Dieser Abschnitt beschreibt, wie Friedrich II. durch die Förderung der Künste die preußische Musiklandschaft maßgeblich prägte und institutionalisierte.

2.1.2 Öffentliches Musikwesen: Hier wird der Prozess beschrieben, wie sich das Berliner Bürgertum ab der Mitte des 18. Jahrhunderts durch Liebhabergesellschaften eine eigene Konzertkultur schuf.

2.2 Leipzig: Das Kapitel analysiert Leipzigs Rolle als Handelsstadt und Aufklärungszentrum, in der sich durch studentische Collegia Musica und bürgerliche Initiativen die Gewandhauskonzerte entwickelten.

3. England (London): Hier wird dargelegt, wie gesellschaftliche Umbrüche und wirtschaftliche Entwicklungen in London bereits früh zur Etablierung eines öffentlichen und kommerziell geprägten Konzertwesens führten.

4. Frankreich (Paris): Dieses Kapitel thematisiert den Übergang von der monopolisierten Hofmusik des Absolutismus zu einem vielfältigen, bürgerlich geprägten öffentlichen Musikleben in Paris, symbolisiert durch das Concert Spirituel.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die zentrale Bedeutung des 18. Jahrhunderts für die heutige Konzertpraxis.

Schlüsselwörter

18. Jahrhundert, Konzertwesen, Musikgeschichte, Aufklärung, Bürgertum, Konzertgesellschaften, Berlin, Leipzig, London, Paris, Hofmusik, Subskriptionskonzerte, Friedrich II., Öffentliches Musikleben, Musikinstitutionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation und Institutionalisierung des Konzertwesens während des 18. Jahrhunderts in den drei europäischen Ländern Deutschland, England und Frankreich.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit fokussiert sich auf das Zusammenspiel von höfischer Patronage, dem aufstrebenden Bürgertum, der Entwicklung von Konzertgesellschaften und der Etablierung öffentlicher Aufführungsorte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Musik aus ihrem exklusiven, meist höfischen Kontext herausgelöst und für ein breites, zahlendes Publikum zugänglich gemacht wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse und den Vergleich der Musikstrukturen in den ausgewählten Zentren Berlin, Leipzig, London und Paris basierend auf Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden für jedes Land die spezifischen Institutionen, die Rolle des Publikums und die ökonomischen Rahmenbedingungen der Musikdarbietung im 18. Jahrhundert detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Musikgeschichte, Konzertwesen, Aufklärung, Bürgertum, Subskriptionskonzerte und Kulturtransfer definiert.

Welche Bedeutung hatte das „Concert Spirituel“ für Paris?

Es fungierte als das erste richtig öffentliche Konzert Frankreichs, das kommerziell erfolgreich war und zum Symbol für die Emanzipation des Pariser Musiklebens vom königlichen Hof wurde.

Wie unterscheidet sich die Entwicklung in Berlin von der in London?

Während in Berlin die Rolle des preußischen Hofes unter Friedrich II. ein zentraler Motor für die kulturelle Entwicklung war, basierte das Londoner Modell stärker auf dem Kapitalismus, bürgerlichen Interessen und privater Konzertunternehmerschaft.

Was waren die „pleasure gardens“ in London?

Es handelte sich um kommerzielle Freizeitgärten, die Musikdarbietungen für ein breites Publikum anboten und damit eine wichtige soziale Begegnungsstätte im urbanen Raum darstellten.

Warum war Leipzig ein wichtiges Musikzentrum?

Durch die Bedeutung als Messestadt und die Gründung von bürgerlichen Institutionen wie den Gewandhauskonzerten nahm Leipzig eine Vorreiterrolle in der Etablierung bürgerlicher Musikkultur in Deutschland ein.

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Details

Title
Die Entwicklung des Musik- und Konzertwesens im 18. Jahrhundert in Deutschland, England und Frankreich
College
Folkwang University of the Arts Essen
Author
Katharina Pauli-Caldas (Author)
Publication Year
2016
Pages
15
Catalog Number
V369864
ISBN (eBook)
9783668515093
ISBN (Book)
9783668515109
Language
German
Tags
entwicklung musik- konzertwesens jahrhundert deutschland england frankreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Pauli-Caldas (Author), 2016, Die Entwicklung des Musik- und Konzertwesens im 18. Jahrhundert in Deutschland, England und Frankreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/369864
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